Maximilian Rueß (1925-1990)

Maximilian Rueß, Stadt
Maximilian Rueß, Stadt
Maximilian Rueß, Große Sitzende (Slg. Wachter)
Maximilian Rueß, Große Sitzende (Slg. Wachter)
Maximilian Rueß, Dame
Maximilian Rueß, Dame

Ausstellung zum Oberstdorfer Musiksommer, So 12.Juli bis So 11.Oktober 2015, Di - So 15 - 18 Uhr

Eröffnung: Samstag, 11.07., 18 Uhr
Führungen: Fr. 17.07, Sa. 01.08., So. 16.08., Mi. 09.09., Do.01.10., jeweils 19.30 Uhr

Vor 90 Jahren, am 8.11.1925, wurde Maximilian Rueß geboren. Er starb vor 25 Jahren, am 16.2.1990. Er ist unter den angesehenen bildenden Künstlern unserer Region fast der einzige, der als Bildhauer und Maler gleichermaßen beeindruckte.

Maximilian Rueß hat ein beeindruckendes bildhauerisches Werk in einer sehr einheitlichen Handschrift geschaffen. Höhepunkt war der große „Familienbrunnen des fürstlichen Hauses Waldburg-Zeil“ im Hof des Schlosses Zeil bei Leutkirch, an dem er von 1982 bis 1989 arbeitete. In vielen Orten und bei vielen Privatpersonen finden sich neben großen auch kleine Plastiken, aber alle sorgfältig durchgearbeitete Werke mit hoher Ästhetik.

Daneben steht sein malerisches Werk. Es hat in keiner Weise die Stringenz seiner plastischen Arbeiten, sondern ist vom Suchen und Experimentieren geprägt, immer wieder zwischen Gegenständlichem und Gegenstandlosem schwankend, von zurückhaltender Farbgebung bis zu explosiver Farbgewalt. Aber er war nie ein Kolorist. Das Konstruktive und Lineare zieht sich durch die Vielfalt der Motive.

Dieses facettenreiche Werk steht im Mittelpunkt der Ausstellung im Kunsthaus Villa Jauss in Oberstdorf, die vom 12.Juli bis zum 11.Oktober über alle Stockwerke des Hauses zu sehen sein wird. Sie enthält sehr frühe Arbeiten, die seinen Weg zeigen und den Reichtum seines Gesamtwerkes beschreiben. Viele Werke wurden noch nie der Öffentlichkeit gezeigt.

Zeitlich überschneidend befasst sich das Museum Hofmühle in Immenstadt vom 1. August 2015 bis zum 3.Januar 2016 nur mit der Entstehung des Schlossbrunnens in Zeil. Es wird eine faszinierende Ausstellung - mit Skizzen und Entwürfen, mit dem Gesamtmodell und vielen Einzelteilen, einschließlich lebensgroßer Gipsfiguren. Selten wird man so detailliert Einblick in den Entstehungsprozess eines großen Kunstwerkes erhalten.

Im Kunstraum des Kornhauses widmet die Stadt Kempten dem Künstler Maximilian Rueß eine Gedächtnisausstellung aus ihren umfangreichen Beständen und zeigt Verbindungen zu Zeitgenossen auf. Sie wird am 18. September eröffnet.

Mit dieser Ausstellungstrilogie in Kempten, Immenstadt und seiner Heimatgemeinde Oberstdorf erfährt Maximilian Rueß eine Würdigung, die ihm zu Lebzeiten so umfangreich nicht vergönnt war. Die 3 Ausstellungen sind auch in den verschiedenen Begleitveranstaltungen aufeinander abgestimmt.

Infos zum Oberstdorfer Musiksommer: www.oberstdorfer-musiksommer.de