am 10.08.2018

ANIM - WIEHNÄCHT

Wienächt - Anja Heinz und Achim Rinderle

Mittwoch 26.12.2018, 17 Uhr

Anja Heinz-Civelek (Harfe, Stimme, Trommeln) und Achim Rinderle (Klarinette, Bassklarinette, Trommeln, Stimme, Sansula) machen unter dem Namen "anim" schon seit einigen Jahren "Musik aus dem Moment": ohne Absprachen spüren die beiden Vollblutmusiker in den Moment hinein und schaffen aus dem Nichts ebenso tief greifende wie mitreißende Improvisationen.

In ihrem Weihnachtsprogramm nehmen sie sich ausnahmsweise festes musikalisches Ausgangsmaterial vor: Weihnachtslieder. Diese aber werden schmunzelnd, träumend oder gar brodelnd vertont und entfernen sich dabei oft weit von ihrem Ursprungsort. Bei den Zuhörern sehr beliebt ist demnach auch das Spiel: "wer erkennt das Lied als erstes"?

Wen das Immer gleiche auf unerhörte Art und Weise reizt - der ist hier richtig!

Eintritt 12 € , Schüler + Studenten 8 €
Reservierungen in der Villa Jauss zu den
Öffnungszeiten der Winterausstellung (Mi-So 14-17 Uhr) unter 08322 940266

am 10.08.2018 von Irmela Fischer

Flori Mayer Trio

Tiny Schmauch

Samstag 29. 09. 2018, 20 Uhr

Tiny Schmauch (Kontrabass, Gesang)
Flori Mayer (Saxophon & Klarinette)
Andreas Kopeinig (Piano)

Eigenkompositionen und Interpretationen
Bekannter Jazz-Klassiker, frisch arrangiert!
Das Trio swingt und groovt, feine Melodien füllen
ebenso wie Harmoniekaskaden den Raum.
Dazu singt Tiny Schmauch den ein oder anderen „Song“.
Andreas Kopeinig spielt, neben der Leitung des KLAZZ in
Reutte / Tirol (Klavierinstitut für Klassik und Jazz), in
diversen Formationen in Österreich, der Schweiz und
Süddeutschlands. Am Saxophon hört man Flori Mayer,
einen gebürtigen Oberstdorfer, einer der führenden
Jazzer des Allgäus. Und Tiny Schmauch „bedient“ den
Kontrabass und bringt neben dem swingenden soliden
Untergrund manche Improvisation in den
Gesamtklang des Trios ein.

Eintritt 15 € , Schüler + Studenten 10 €
Reservierungen in der Villa Jauss zu den
Öffnungszeiten der Ausstellung ALPENGEDÖNS
(Mi-So 15-18 Uhr) unter 08322 940266

am 13.06.2018

ALPENGEDÖNS - eine zeitgenössische Perspektive auf das Alpenidyll

ALPENGEDÖNS

07.07. - 30.09.2018, geöffnet Mi - So 15 - 18 Uhr

Eröffnung Fr 06.07.2018, 19 Uhr
Einführung Victoria Ulmschneider
Musik Felix Gehring und Luis Heinze

Die Alpen als Heimat, Sehnsuchtsort, Touristenmagnet, Ideal und Naturerlebnis.

Acht Künstler inszenieren Symbole der Alpen und Alpenkultur, die von Folklore bis Kitsch reichen und in einen völlig neuen Kontext gestellt werden.
Die vielschichtigen Arbeiten stammen aus den Bereichen Malerei, Graffiti, Zeichnung, Skulptur, Objektarbeit, Installation, Fotografie, Animationsfilm und Video.

Zu sehen sind Werke von
- Jochen Ehmann
- Theodore Hofmann
- Mariella Kerscher
- Gerald Kukla
- Stefan Lindauer
- Marita Maul
- Benjamin Ulmschneider
- Robert Wilhelm

Die Info-Broschüre zur Ausstellung können Sie hier anschauen

Ausstellung zum Oberstdorfer Musiksommer
- nähere Informationen finden Sie hier

am 09.06.2018 von Irmela Fischer

dr. dieter weber, andor ÁKOS (1893-1940) – architekt und künstler aus kempten

Oberstdorf Kurplatzapotheke - Spezerei

freitag, 13. juli 2018, 20 uhr

andor ákos schuf den allgäuer landhausstils und war das erste kemptener opfer des NS-rassenwahns.

auch in oberstdorf hat ákos seine spuren hinterlassen. er entwarf die kurplatzapothke (heute: spezerei), ein landhaus am plattenbichl und das landhaus birkeneck. außerdem baute er das kurparkhotel um (heute steuerbüro schimmel & geiger).
weitere arbeiten in oberstdorf: 1924 pension "sonnenblick, fuggerstr. 11; 1936 haus schellenberg, außerdem pension "panorama" in reute, wohnhaus von theatermacher august grassl, umbau des trettach hotels zum nebelhornbahnhotel...

dr. dieter weber, ehemaliger leiter kulturamt kempten, forscht seit vielen jahren zu andor ákos und präsentiert seine neuesten ergebnisse. er beschreibt akós wirken in oberstdorf und beleuchtet dessen leben und wirken sowie seinen tragischen Tod.

eine veranstaltung in der reihe kultursalon villa jauss - vorträge und gespräche über kunst, musik, literatur
kostenbeitrag: 10 €

am 20.05.2018 von Irmela Fischer

Peter Zeiler aus Irsee - 1. Preisträger Kunstpreis Villa Jauss

Peter Zeiler, Adam und Eva

Er habe damit nicht gerechnet, sagte Peter Zeiler bei der Preisverleihung am Samstag 19.05.2018 in der Villa Jauss. Schwer getan habe er sich mit der zunächst einfach scheinenden Aufgabe, sich mit einem eigenen Werk auf ein Meisterwerk des 20. Jahrhunderts zu beziehen.
Eine hochkarätige Jury hatte sich einstimmig für seine Interpretation von Chagalls "Der Garten Eden" entschieden.
Matthias Buchenberg (BBK Schwaben-Süd), Birgit Höppl (Edwin Scharff Museum Neu-Ulm), Bruno Wank (Akademie der Bildenden Künste München), Wilhelm Geierstanger und Angelika Blüml (Villa Jauss). waren begeistert von der sarkastischen Reduktion auf den Sündenfall von "Adam und Eva".
Birgit Höppl schreibt als Würdigung der Jury:
"Peter Zeilers erstes Paar muss ohne Beiwerk auskommen, zwei Körper einander im Profil zugewandt, die Beine unterhalb der Genitalien angeschnitten, keine Welt jenseits, Entkommen unmöglich. Sie hält den angebissenen Apfel, den er begehrt, von erotischem Zauber aber keine Spur, oder doch? Roh und direkt stehen Frau und Mann sich gegenüber. Entblößtes Verlangen, nacktes Entsetzen, staunend schuldig-unschuldige Verfehlung – expressiv und zeichenhaft überträgt der Künstler die bei Chagall in religiöse Sinnhaftigkeit eingebundene Szenerie in ein unausweichliches Aufeinandertreffen."

Zustande gekommen war die Auslobung des 1. Kunstpreises Villa Jauss durch Tourismusdirektor Horst Graf. Der Kunstpreis ist dotiert mit 1500 €, gestiftet von Oberstdorf Tourismus, der Motan-Stiftung (Fam. Schneider) und Fam. Feneberg (Haus Bergesgrün).
Die Initiative Villa Jauss e.V. bedankt sich hierfür ganz herzlich und würde sich freuen, diesen Kunstpreis auch in Zukunft zu besonderen Anlässen vergeben zu können.

Mehr zu Peter Zeiler finden Sie hier

Ein Überblick über alle ausgestellten Werke gibt ein kurzes Video auf der Facebook-Seite des BBK-Schwaben hier

am 03.05.2018 von Irmela Fischer

6. Oberstdorfer Fotogipfel "Musik"

Oberstdorfer Fotogipfel

Do 07. - So 10. Juni 2018, geöffnet 10 - 19 Uhr

Eröffnung Mi 06.06.2018, 19 Uhr

Frank Fischer, Rausch der Sinne

Olympus Visionary Frank Fischer war mit seiner Olympus OM-D und dem Aufnahmegerät LS-100 an Islands Wasserfällen unterwegs. Seine Idee war es, die visuelle Wirkung der entstandenen Bilder mit der am Aufnahmeort vorhandenen Geräuschkulisse zu kombinieren. Denn auf seinen Reisen nach Island war ihm aufgefallen, dass jeder Wasserfall anders klingt. Um die Kraft des Wassers und den Fluss der gewaltigen Natur zu unterstreichen, hat sich Frank Fischer auf Langzeitbelichtungen der Wasserfälle konzentriert. So transportieren schon die Bilder die Dynamik des fließenden Wassers, welche durch den Sound verstärkt wird.
Wer Frank Fischer kennenlernen möchte, hat an den folgenden Terminen Gelegenheit dazu. Dann lädt der Fotograf zu Führungen durch seine Ausstellung:
Donnerstag, 07.06.2018 | 10.00 – 12.00 und 17.00 – 19.00 Uhr
Samstag, 09.06.2018 | 10.00 – 12.00 und 17.00 – 19.00 Uhr
Voranmeldung per Mail an info(at)fotogipfel-oberstdorf.de

Frank Rückert, EyeMusic

Wer den Olympus Visionary Frank Rückert kennt, weiß um seine Liebe für die kleinen Dinge. Frank Rückert zeigt passend zum Festivalthema seine Winterarbeit »EyeMusic«, eine etwas andere Sichtweise auf Musikinstrumente.

Auch hier geht es natürlich wieder um die Details, die bei normaler Betrachtung nicht auffallen würden. Die Stimmung entsteht durch Lichtsituationen, Reflexe und das Bokeh. Gitarren und Klarinetten mit einer Detailschärfe, die den Betrachter immer wieder Neues entdecken lässt oder die vibrierenden Seiten einer Violine, ein Hi-Hat in Bewegung mit so viel Bokeh, dass auf den erstem Blick gar nicht klar wird, worum es sich handelt – Frank Rückert lädt zu einer besonderen Entdeckungsreise.
Alle, die mehr über Makrofotografie und die Art, wie der Olympus Visionary seine Bilder inszeniert, erfahren möchten, haben an den folgenden Terminen Gelegenheit. Zuerst wird es eine persönliche Führung durch seine Ausstellung geben und anschließend ist ein ein Makro-Setup aufgebaut:
Donnerstag, 07.06.2018 | 10.00 – 12.00 und 15.30 – 17.30 Uhr
Freitag, 08.06.2018 | 10.00 – 12.00 und 15.30 – 17.30 Uhr
Samstag, 09.06.2018 | 10.00 – 12.00 und 15.30 – 17.30 Uhr
Sonntag, 10.062018 | 10.00 – 12.00 und 15.30 – 17.30 Uhr
Voranmeldung per Mail an info(at)fotogipfel-oberstdorf.de

Heinz Teufel, Klang-Welten

Wenn die Seele singt, tanzt die Schöpfung…
Es gab eine Zeit, da dachten die Menschen, dass es die Hauptaufgabe der Engel sei, zu singen. Der Himmel war also beseelt und voller Musik, denn auch beim Kreisen der Sterne würde Sphärenmusik entstehen. Wissenschaft heute vertreibt diese poetischen Vorstellungen. Ich denke, Energie und Masse fallen in der Unendlichkeit zusammen. Aus diesem „Nichts“ atmet dann das Universum, tanzt, spielt, singt das Lied, das wir Schöpfung nennen. So ist alles gleichzeitig und relativ. Alles wandelt sich in Resonanz – Energie, Masse, Geist. Musik und Farben entstehen aus diesen Schwingungen, die Tonhöhen ordnen den Klang, der Rhythmus ordnet auch hier die Raumzeit. Eine Oktave wird durch Intervalle als Tonleiter in 8 Tonstufen gegliedert, analog verhält sich das Farbspektrum des Regenbogens. Musik und Farbe bilden also Klänge ab. Ich forme daraus fotografische Objekte.
Titel: Klangteppiche – Form, Resonanz, Klang – Unendlichkeit und Farbklänge – Wellenklänge – Wenn die Seele singt, tanzt die Schöpfung – Wenn die Seele klingt, erkennen wir die Schöpfung.
Der Olympus Visionary Heinz Teufel wird auch persönlich anwesend sein und an folgenden Terminen durch seine Ausstellung führen:
Freitag, 08.06.2018 | 15.30 – 17.30 Uhr
Sonntag, 10.06.2018 | 15.30 – 17.30 Uhr
Voranmeldung per Mail an info(at)fotogipfel-oberstdorf.de

am 23.04.2018 von Irmela Fischer

Anja Heinz-Civelek und Sebastian Riescher

Anja Heinz-Civolek undSebastian Riescher

Harfe trifft Akkordeon - Samstag 19. Mai 2018, 20 Uhr

Anja Heinz-Civelek: Harfe, Gesang, Percussion
Sebastian Riescher: Akkordeon

Anja Heinz-Civelek und Sebastian Riescher verbindet ein wundervoller Ort im Allgäu, an dem sie zusammenkommen, um gemeinsam zu musizieren. Ihre Hingabe zur Musik weckt die Entdeckungsfreude, das genaue Hinhören im Moment, die Schönheit des Tons und Klangs und das Feuer, welches im Rythmus erwacht. Die Musik, die dabei entsteht, ist voll Vielfalt, Spannung, Überraschung und Tiefe. So zaubern sie mit Harfe und Akkordeon Geschichten aus Argentinien und Irland, gehen mit Freude in noch unbekannte Länder und präsentieren eigene Stücke mit überraschenden Ton und Klangerlebnissen.

Weltmusik mit Akkordeon und Harfe wie man sie wahrscheinlich so noch nie zusammen erlebt hat.

Eintritt 12 €
Reservierungen in der Villa Jauss zu den Öffnungszeiten der Ausstellung (Mi-So 15-18 Uhr) unter Tel 08322 940266

am 10.04.2018 von Irmela Fischer

KUNSTPREIS VILLA JAUSS

Dialog BBK

Verleihung Samstag 19 Mai 2018, 18 Uhr

Im Rahmen der Ausstellung „ZEITGENÖSSISCHE KUNST IM DIALOG MIT GRAFIKEN DES 20. JAHRHUNDERTS“ wird der „KUNSTPREIS VILLA JAUSS“ zum ersten Mal vergeben. Er ist dotiert mit 1500 €, gestiftet von Oberstdorf Tourismus, der Motan-Stiftung (Fam. Schneider) und Fam. Feneberg (Haus Bergesgrün).

In der Ausschreibung gewünscht wurden gestalterische und/oder thematische Anspielungen sowie Reflexionen auf ausgewählte Lithographien und Radierungen bekannter Künstler des 20. Jahrhunderts, die im Rahmen der Sammlung Tauscher im Besitz der Villa Jauss sind. Die Bearbeitungen der teilnehmenden BBK-Mitglieder sollen mit diesen “Klassikern” in Dialog treten.
Alle gestalterischen Verfahren, Techniken und Ausdrucksmittel wie Zeichnung, Malerei, Grafik, Plastik, Skulptur, Fotografie, Keramik, Objekte u.a. waren zugelassen und sind in der Ausstellung vertreten - 42 Werke von 33 Künstlerinnen und Künstlern, äußerst vielfältig, von der Hommage an die Leistung des jeweiligen Meisterwerks über veränderte Schwerpunktsetzung, Herausgreifen von Teilaspekten, Spiegelung, Reihung und Reduktion bis zur Verfremdung.
Der Dialog “ist ein Wechselspiel zwischen manueller, künstlerischer Produktion und einer dadurch ausgelösten geistigen Reflexion” (so Gerhard Menger, BBK, in seiner Einführung).

Man darf gespannt sein, für welches Werk sich die Jury entscheidet. Jury-Mitglieder sind: Matthias Buchenberg (BBK Schwaben-Süd), Birgit Höppl (Edwin Scharff Museum Neu-Ulm), Bruno Wank (Akademie der Bildenden Künste München), Wilhelm Geierstanger und Angelika Blüml (Villa Jauss).

Musik: Anja Heinz-Civelek, Harfe und Sebastian Riescher, Akkordeon

am 22.02.2018 von Irmela Fischer

ZEITGENÖSSISCHE KUNST IM DIALOG

Polke

Künstlerinnen und Künstler des BBK Allgäu/
Schwaben-Süd interpretieren Grafiken der
Sammlung Hugo J. Tauscher in der Villa Jauss in Oberstdorf

Hierzu wird der „Kunstpreis Villa Jauss“ zum ersten Mal vergeben, gestiftet von Tourismus Oberstdorf, Motan-Stiftung und Fam. Feneberg / Haus Bergesgrün

07. März – 21. Mai 2018
Mi. bis So. 15 – 18 Uhr, Oster- und Pfingstmontag geöffnet!
Eröffnung: So. 04. März 2018, 11 Uhr
Preisverleihung: Sa. 19. Mai 2018 um 18.00 Uhr
Führung Do 10.05. (Himmelfahrt), 16 Uhr

Das Kunsthaus Villa Jauss in Oberstdorf besitzt eine eindrucksvolle Sammlung grafischer Werke bedeutender Meister des 20. Jahrhunderts. Sie ist eine Schenkung des leidenschaftlichen Kunstsammlers Hugo J. Tauscher aus Oberstdorf.
Aus dieser Sammlung wurden 12 Werke folgender Künstler ausgewählt: Antes, Beuys, Chagall, Dalí, Janssen, Lüpertz, Magritte, Moore, Picasso, Polke, Tapies und Saura.
Die Künstlerinnen und Künstler des Berufsverbandes Schwaben-Süd sind aufgefordert zu gestalterischen und/oder thematischen Anspielungen sowie Reflexionen auf die Lithographien und Radierungen der erwählten Künstler. Alle gestalterischen Verfahren, Techniken und Ausdrucksmittel wie Zeichnung, Malerei, Grafik, Plastik, Skulptur, Fotografie, Keramik, Objekte u.a. sind denkbar und zugelassen. Man darf gespannt sein auf diese Zwiesprache und wer sich dieser Aufgabe stellt.

Ausschreibung: http://www.kunstinschwaben.de/bbk-ausschreibungen.html

Moore Dali Chagall Antes Tapies Janssen, Angst Picasso Magritte
Menger Dialog Rede 4.03.18
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Menger Dialog Rede 4.03.18

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am 31.01.2018 von Irmela Fischer

lars jung (staatsschauspiel dresden) über hermann hesse

Lars Jung

ostermontag 02. april 2018, 20 uhr

„ein suchender bin ich nur, der durch die welt begierig tastet nach der schöpfung spur“

hermann hesse, der 1877 in calw das licht der welt erblickte, gilt als der meistgelesene deutschsprachige autor des 20. jahrhunderts. weltoffenheit, toleranz und humanität prägen das werk und den charakter hesses. die veranstaltung möchte ein umfassendes dichter- und zeitbild dieses autors vermitteln. dabei werden wesentliche züge einer ganzen generation im einzelschicksal des schriftstellers sichtbar, das vorgestellt wird im politischen und kulturellen spannungsfeld seiner epoche.

dieser abend macht vertraut mit dem literarischen debüt im zeichen der neoromantik, würdigt die antikriegshaltung des dichters, verfolgt den subjektiv ehrlichen, aber objektiv oft sehr problematischen weg in den zwanziger jahren und vergegenwärtigt seine in der auseinandersetzung mit faschismus und militarismus erbrachte humanistische leistung.

ein spannendes und konfliktreiches lebensbild, das ergänzt wird durch selbstzeugnisse sowie bild- und tondokumente
.
eine veranstaltung in der reihe kultursalon villa jauss - vorträge und gespräche über kunst, musik, Literatur
kostenbeitrag: 10 €

am 21.01.2018 von Irmela Fischer

Über den Hügeln von Connemara - Irische Geschichten und keltische Musik

Annika Hofmann + Martina Noichl

zum St. Patrick´s Day Sa. 17.03.2018, 20 Uhr

Annika Hofmann, Erzählerin
Martina Noichl, Harfe
Anja Lehmann, Geige

Annika Hofmann nimmt uns mit auf eine Reise der inneren Bilder durch die unwiderstehliche Magie ihrer Stimme. Ihre Geschichten bringen ein Lächeln auf die Lippen, eine Träne ins Auge und sie machen Lust aufzubrechen - ins fairy Land of Érin.

Martina Noichl verzaubert uns mit ihrem feinen und doch kraftvollen Harfenspiel. Ihre Melodien lassen uns die mystische Stimmung der grünen Insel erleben und laden zum Träumen ein.

Wenn Anita Lehmann dazu auf der Geige spielt, fühlen wir uns mitten in ein irisches Pub versetzt und die Fußspitzen wippen unwillkürlich mit.

Ein Musik- und Geschichtenabend für Irland-LiebhaberInnen - und die, die es werden wollen!

Eintritt 15 €
Reservierungen in der Villa Jauss zu den Öffnungszeiten der Ausstellung ab 07.03.18 (Mi-So 15-18 Uhr), Tel 08322 940266 oder unter presse@villa-jauss.de

am 20.01.2018 von Irmela Fischer

FORUM NEUE MUSIK 2018 - Letzter Frost

Hans-Jürgen Gerung, Letzter Frost

internationales festival forum für neue musik – Oberstdorf 2018, 09. - 11.03.2018

letzter Frost
in Finnland und Aserbaidschan

Do. 08. 03. 2018 – 20:00 Uhr
Ort: Villa Jauss – Fuggerstraße 7 - Oberstdorf
Vortrag: zeitgenössischer Gitarrenbau
Referent:
Jonas Schneele – Gitarrenbaumeister - Sonthofen

Fr. 09. 03. 2018 – 20:00 Uhr
Ort: Villa Jauss – Fuggerstraße 7 - Oberstdorf
Finnland und Deutschland
Gitarrenkonzert und Vortrag
Patrik Kleemola: Gitarre
im Anschluss:
Die Kultur Finnlands – das Turku Gitarrenfestival
Referent:
Patrik Kleemola – Turku

Sa. 10. 03.2018 – 20:00 Uhr
Ort: Schöner Saal in der Sing- u. Musikschule Kempten – Bräuhausberg 4 - Kempten
Finnland und Deutschland Programm siehe 9.03.

So. 11. 03.2018 – 17:00 Uhr
Ort: Villa Jauss – Fuggerstraße 7 - Oberstdorf
Aserbaidschan – Finnland – Deutschland
Akkordeonkonzert und Tanzperformance
Valentin Metzger: Akkordeon
Clara Cazzanelli & Sandra Bommeli: Tanz
Hans-Jürgen Gerung: Rezitation
im Anschluss:
Vortrag: die Kultur Aserbaidschans
Referenten: Rufat Khalilov & Kamala Shikhli – Baku 3

Eine Veranstaltungsreihe der Musikschule Oberstdorf
Leitung und Organisation: Hans-Jürgen Gerung
Schirmherrschaft: 1. Bürgermeister Laurent O. Mies

Das internationale festival forum für neue musik – oberstdorf wurde 2006 von dem Komponisten Hans-Jürgen Gerung ins Leben gerufen. Die Vermittlung zeitgenössischer Werke an Schüler ist Hauptanliegen dieser jährlich im März stattfindenden Reihe. In der Zeitspanne eines Wochenendes wird ein enger Kontakt zwischen Publikum, Komponisten und Interpreten hergestellt. Jede Veranstaltung widmet sich ganz einem Komponisten, einem herausragenden Interpreten oder Ensemble, dessen Werk und einem ausgewählten thematischen Schwerpunkt in Konzerten, Workshops und Vorträgen. Das Festival hat mittlerweile einen klangvollen Namen weit über Oberstdorf hinaus und erst 2015 wurde die Veranstaltungsreihe durch die Schwedische Sibelius Foundation ausgezeichnet und finanziell unterstützt.
2018 liegt der Fokus ganz auf Solowerken aus Finnland, Aserbaidschan und Deutschland und es ist gelungen, mit Patrik Kleemola einen der führenden Gitarristen Finnlands nach Oberstdorf zu holen. Ein weiterer Höhepunkt ist die Performance für Akkordeon und Tanz mit Valentin Metzger, Sandra Bommeli und Clara Cazannelli. Hier begegnen sich die drei Musikwelten aus Finnland, Deutschland und Aserbaidschan direkt und im Anschluss an das Konzert wird der Komponist Rufat Khalilov einen Einblick geben in die Musikkultur Aserbaidschans; unterstützt wird er dabei von Dr. Kamala Shikhli. Neben den beiden Konzerten von Patrik Kleemola und Valentin Metzger liefert das diesjährige Festival mit dem Vortrag des Sonthofener Gitarrenbaumeisters Jonas Schneele erstmals einen Beitrag zum Gitarrenbau, dessen Wiege nicht zuletzt auch in Füssen im Allgäu zu suchen ist.

Vorbemerkung zum Programm
Finnland feierte am 05.12.2017 seinen 100. Geburtstag und aus diesem Grund schenkte die Welt dem Land im hohen Norden an vielen Orten eine ganz besondere Aufmerksamkeit. So wurden z. B. die Niagarafälle in Amerika, das Colosseum in Rom, der Hadrians-Bogen in Athen und der Holmenkollen in Oslo mit den blau-weissen Farben der Finnischen Fahne beleuchtet.
Das internationale festival forum für neue musik – 2018 stellt in diesem Jahr Finnland mit dem Interpreten Patrik Kleemola und mit den Werken der finnischen Autoren Mikko Heiniö, Harri Suilamo, Harri Vuori, Juha T. Koskinen und Jukka Tiensuu mit großem Vergnügen breiten Raum zur Verfügung und der Besuch von Musik und Kunst aus dem polaren Norden ist für die Menschen in den schneeverhangenen Bergen Oberstdorfs ein ganz besonderes Geschenk.
letzter Frost – so lautet die Überschrift dieser Festival-Tage in der Villa Jauss und dies ist auch der Titel einer Komposition, die der Oberstdorfer Komponist Hans-Jürgen Gerung für die beiden Interpreten Patrik Kleemola und Valentin Metzger geschrieben hat. Das Werk nähert sich aus zwei verschiedenen Richtungen den drei finnischen Volksliedern:
I. Aamulla varhain
II. Tule mun ystäväni rantahan
III. Kun lauttamme puomia heilutteli
Die Verarbeitung des Materials durch die doch sehr verschiedenen Instrumente Gitarre bzw. Akkordeon führt den Zuhörer jeweils auf ganz unterschiedlichen Klangwegen durch die finnischen Landschaften … Landschaften, die mit ihren schneebedeckten Wäldern, den Seen und den Bergen und mit ihrer Sagenwelt dem Allgäuer Zuhörer gar nicht so fremd sein dürften.
Aserbaidschan gehört mit Georgien und Armenien zu den Ländern des südlichen Kaukasus und sowohl Kunst als auch Musik weisen zahlreiche enge Verbindungen zu Persien auf. Speziell in den Städten im Norden Aserbaidschans basiert die klassische Musik auf der orientalischen Muğam-Tradition, im Prinzip ein modales System das vielen asiatischen Musikkulturen gemein ist. Der bedeutendste Vertreter aserbaidschanischer Kunstmusik war der Schostakowitsch-Schüler Kara Karayev (1918-1982). Der Gastkomponist des diesjährigen Festivals wiederum, Rufat Khaliliov, studierte in Baku Komposition bei Faraj Karayev, dem Sohn von Kara Karayev und bei Ismail Hajibeyov. Khalilov darf also musikalisch getrost als direkter Nachfahre von Dmitri Schostakowitsch gelten.
Wie groß war der Einfluss der russischen Kunstmusik ab Ende des 19. Jh. auf die die klassische Musiktradition des Landes? Inwiefern sie in die symphonische Musik eingeflossen und wie positioniert sich die junge Komponistengeneration der Gegenwart heute? Der Vortrag über die Kunstwelten Aserbaidschans von Kamala Shikhli und Rufat Khalilov spricht aber nicht nur über Musik sondern auch über Kunst und Architektur dieses fernen Landes zwischen Asien und Europa.

Dass Füssen im Allgäu über Jahrhunderte, (vom 15. Jh. bis zum dreißigjährigen Krieg) das unangefochtene Zentrum des europäischen Lauten- und Geigenbaus war ist heute nicht mehr jedem geläufig. Der Stadt Füssen, ihrem Kulturamtsleiter Thomas Riedmiller, den beiden Instrumentenbauern Pierre Chaubert und Urs Langenbacher, sowie natürlich der wissenschaftlichen Aufarbeitung durch Dr. Richard Bletschacher1 ist ein sehr informatives Instrumentenmuseum zu danken, das seit vielen Jahren in Ausstellungen, Symposien und Vorträgen diesem Thema breiten Raum gibt. Aber auch außerhalb der Stadt am Lech lassen sich zunehmend mehr Geigen- Gitarren- und Lautenbauer im Allgäu nieder. Seien es die in Kempten ansässigen Geigenbaumeister Konrad Stoll und Andreas Ott, in Oberstdorf der Gitarrenbauer Florian Jäger oder nun, in Sonthofen, der junge Instrumentenbaumeister Jonas Schneele. Dieser geht neue Wege, sowohl in der Konstruktion aus auch in der Gestaltung, und er schafft moderne Tonwerkzeuge, die zur Interpretation neuer Musik geradezu prädestiniert scheinen.

am 28.10.2017 von Irmela Fischer

„Bilder haben Geschichten“ - Werner Specht

Werner Specht

Lesung und Buchvorstellung - Sonntag 17. Dezember 2017, 17 Uhr Der Allgäuer Künstler präsentiert sein neues Buch. Es ist ein Querschnitt aus den vielen Jahren seines Schaffens, sozusagen eine Retrospektive.

Die Bilder regen zum Nachdenken an; Texte, Fotos und Zeichnungen ergänzen den Inhalt.Werner Specht über sein Schaffen: „Der Rhythmus zum Schreiben kommt aus meinem inneren Empfinden von Musik und Malerei. Ein Gefühl, Erlebtes und Gespürtes in Worte zu fassen. Über 300 Liedertexte und Geschichten sind so über Jahre entstanden. Eine Reise durch meine Gedankenwelt, die nie zur Ruhe kommt. Worte die in meiner Musik und meinen Bildern die selben Schwingungen erkennen lassen.“

Reservierungen in der Villa Jauss zu den Öffnungszeiten der Ausstellung ab 02.12.17 (Mi-So 14-17 Uhr, Tel 08322 940266)

Mehr erfahren
am 27.10.2017 von Irmela Fischer

Dr. Wim´s Jazz Affair

Wim Mauthe

Samstag 06. 01. 2018, 20 Uhr

New Orleans-Jazz mit Dr. Wim Mauthe und Band

Das Quintett Dr. Wim's Jazz Affair wurde Ende 2006 gegründet. Es hat sich dem Creolischen New Orleans Jazz und dem Cajun Boogaloo verschrieben und verfügt auch über ein einfühlsames Gospel-Repertoire.
New Orleans als Schmelztiegel des amerikanischen Südens, dessen Geschichte Menschen unterschiedlichster Herkunft aus Lateinamerika und Afrika vereinte, wurde zur Wiege der ersten vollausgebildeten Stilform des Jazz mit seiner charakteristischen Besetzung mit Klarinette, Saxofon, Posaune, Banjo, Kontrabass und Schlagzeug. Die mit temperamentvollen afrikanischen und lateinamerikanischen Elementen durchsetzte Musik spiegelt pralles Leben, gleichermaßen durchsetzt von Freude und Ausgelassenheit wie Liebesleid und Trauer und tiefer Religiosität.
Diese vielschichtige Atmosphäre von New Orleans wird spürbar im lebensfrohen Zusammenspiel dieser erfahrenen Musiker aus Deutschland und der Schweiz, unter der Leitung von Wim Mauthe.

Wim Mauthe, in Oberstdorf geboren, hat lange in Fischen gelebt und gearbeitet bis er 1990 seinen Beruf an den Nagel hängte. Seitdem widmet er sich ganz seinen zwei Passionen, dem Jazz und der Malerei. Wim Mauthe lebt inzwischen in Freiburg.

Eintritt 15 €
Keine Reservierungen mehr möglich! Evtl. nicht abgeholte Restplätze an der Abendkasse

am 19.10.2017 von Irmela Fischer

A Glezele Vayn

A Glezele Vayn - Foto Nils Brederlow

Sonntag 26. November 2017, 20 Uhr

Achim Rinderle, Klarinette u.a.
Szilvia Csaranko, Akkordeon
Jacobus Thiele, Poyk, Darbuka, Kleinpercussion, Gitarre
Johannes Keller und Michael Tuttle, Kontrabass

Musikalischer Entdeckergeist, schräger Humor und unverwüstliche Spielfreude vereinen sich mit ungarischer Schärfe, jiddischer Melancholie und Allgäuer Bergkäs.

Die Musik stammt aus den Ländern des Balkans, den jiddischen Shtetln Osteuropas und den Alpen. Großtonjäger Brezl Moishele verzaubert ein tiefes D, ein Bauernhof bekommt Gesangsunterricht und das Publikum wird über die Donau zum Schwarzen Meer verschifft. Mitunter wird sogar ausgelassen gesungen und auch mal was selbst gedichtet.
Eine vergnügliche Mischung aus Tradition und Eigenwille macht den besonderen Reiz von „A Glezele Vayn“ aus. Da werden nicht nur Töne verzaubert, sondern auch Zuhörer.
Und Löffel sind nicht nur zum Essen da.

Eintritt 15 €
Reservierungen per Mail an presse@villa-jauss.de

am 18.10.2017 von Irmela Fischer

Doppelausstellung Werner Specht und Wim Mauthe

Dächer

Sa 02. Dezember 2017 - So 14. Januar 2018, geöffnet Mi - So 14 - 17 Uhr, geschlossen: So. 24.12.; Sonderöffnung: Mo.25.12., Di. 26.12. und Mo 01.01.2018, jeweils 14 -17 Uhr

Zwei Allgäuer, zwei Jubilare, zwei Leidenschaften
Zwei Künstler, die nicht nur malen, sondern auch Musik machen und schreiben, vielfältig traumtänzerisch.

Werner Specht ist als Maler tief in Allgäuer Lebensart und Landschaft verwurzelter sensibler Beobachter. Wenn Träume so stark sind, dass sie andere Menschen dazu bewegen können, hinzuschauen, so ist dies die zauberhafte Welt von Werner Specht. Er will mit seiner Kunst aus den Grenzen des Alltags ausbrechen, und doch macht er aus dem Alltag Kunst. Es sind Bilder, die die ganze Skala menschlicher Gefühlswelt zum Schwingen bringen. Werner Spechts Bilder sind a bizle so wie’s Leabe selbst: Fröhlich und traurig in einem, heiter und melancholisch zugleich so gut wie nie aber nur das eine oder das andere. Immer Licht und Schatten oder Licht im Gegenlicht. Seine Bilder lassen Lebenszeit und Jahreszeit eins werden.
In den stimmungsvollen Räumen des der Villa Jaus haben die Bilder von Werner Specht eine besondere Ausstrahlung. Eine Bilderreise besonderer Art. Das Haus hat Wärme und Geschichte – beides harmonisiert mit den Kunstwerken. „ Man kann Ruhe finden.” Das ist auch die Sprache, die die Bilder von Werner Specht sprechen: “Träume eine Pause, uifach gschpiere, Nebelträume, wenn die Zeit schläft”. Eine Welt die man spürt, die Welt von Werner Specht.

Wim Mauthe: Die Leitthemen des 1947 in Obersdorf (Allgäu) geborenen Künstlers sind Tod, Leben, Eros und Geschlechterkampf sowie das dialektische Verhältnis zwischen Erdendasein und Universum. Matisse, Klee und Emil Schumacher seien seine "Vorväter" sagt Künstler.
"Meiner Auffassung nach entsteht Schönheit in der Welt an der Grenze zwischen Chaos und Ordnung, weil unsere Welt ohne diese gegensätzlichen Pole nicht existieren kann. Dieser Umstand ist auch in den uns ständig umgebenden Dualismen wie Männlich-Weiblich oder Kalt und Warm zu finden, zwischen denen es mannigfaltige Übergänge gibt.
Kunst, das bedeutet nicht nur dem Logos zu folgen, sondern auch Neues im Spielerischen auszuprobieren. Sie muss klar strukturiert, aber auch emotional ansprechend sein." (Wim Mauthe in einem Interview).
Wim Mauthe lebt als freischaffender Künstler und Musiker in Freiburg und hat immer Kontakt zu seiner Allgäuer Heimat behalten.

Rahmenprogramm:
- 17.12.2017, 17 Uhr Buchvorstellung Werner Specht
- 06.01.2018, 20 Uhr Jazz mit Wim Mauthe

am 15.10.2017 von Irmela Fischer

Bruno Maul, CUBA - Insel im Aufbruch

Cuba - Bruno Maul

Buchvorstellung und Fotoreportage, Sonntag 10. Dezember. 2017, 17 Uhr

Der Allgäuer Fotograf und Reisejournalist Bruno Maul liest aus seinem neuen Bildband „CUBA Insel im Aufbruch“. Zwischen den Lesepassagen werden seine Bilder auf der Leinwand zu sehen sein, untermalt von kubanischer Musik.

Kuba - ein Land im Rhythmus der Zeit. Sein einzigartiger Band dokumentiert in stimmungsvollen Bildern und emotionalen Porträts, wie sich der Wandel Kubas auf seine Menschen auswirkt, auf ihren Alltag, ihre Hoffnungen, ihre Träume - und ihre Musik, die wie ein roter Faden durch das Buch führt. So besuchte der Fotograf über einen Zeitraum von 15 Jahren Studenten der klassischen Musik, Hip Hopper in Havanna oder Kubas erfolgreichste Heavy Metall-Band. Die daraus entstandenen Freundschaften ermöglichten einen intensiven Blick hinter die Kulissen und ein Bild von Land und Leuten jenseits der Touristenklischees.

Mehr Infos unter:
www.bruno-maul.de

Eintritt 15 €

Reservierungen in der Villa Jauss zu den Öffnungszeiten der Ausstellung ab 02.12.17 (Mi-So 14-17 Uhr, Tel 08322 940266 oder unter info@villa-jauss.de

am 05.09.2017 von Irmela Fischer

franz vogler und klaus noichl, paul bonatz (1877 - 1956)

HAUS BONATZ - Arthur Maximilian Miller Stiftung

architekt aus deutschland

freitag, 27. oktober 2017, 20 Uhr - HAUS BONATZ, kornau 51

seit dem umstrittenen neubau des stuttgarter bahnhofs ist der dortige alte bahnhof zum begriff geworden: der sog. „bonatzbau“. Die baugeschichte kennt paul bonatz als mitbegründer der stuttgarter schule, die sich besonders den sogenannten zweckbauten widmete - im kreativen dialog mit den bauingenieuren. so entstanden in seinem büro bauten für die wasserkraft und bedeutende brücken für die deutschen autobahnen. diese aufgaben brachten ihn in das heikle und komplexe minenfeld zwischen nähe und distanzierung zum nationalsozialismus.
„als architekt vertrat er eine zwischen klassizismus, moderater moderne, bautradition und landschaftsbezug oszillierende baukunst“ (roland may). sein kleines ferienhaus in oberstdorf-kornau gehört wohl in letztere kategorie. dieses kleine haus ist unser anknüpfungspunkt für einen kleinen ausflug in die deutsche baugeschichte.

achtung: findet nicht in der villa jauss, sondern im HAUS BONATZ - arthur maximilian miller-stiftung in kornau 51 statt!!!
parken am hotel nebelhornblick oder an der söllereckbahn (frußweg 10 min., unbeleuchtet)

eine veranstaltung in der reihe kultursalon villa jauss - vorträge und gespräche über kunst, musik, literatur...
kostenbeitrag: 10 €

am 04.09.2017 von Irmela Fischer

SHOPPINGMALL

Christian Leitna, Essen ist fertig

Sonntag 02. Juli - Sonntag 15. Oktober 2017, geöffnet Mi - So 15 - 18 Uhr. Eröffnung Samstag 01.07.2017 19 Uhr, Einführung Anne-Cathérine Koch, Kunstwissenschaftlerin

Der Einkaufswagen ist Inbegriff einer modernen Konsumgesellschaft. Welches Potential steckt noch in diesem Gegenstand des täglichen Gebrauchs? Die Ausstellung „Shoppingmall“ nimmt eben jenes genauer unter die Lupe.

Über 30 Künstlerinnen und Künstler aus München und dem Allgäu wurde jeweils ein handelsüblicher Einkaufswagen zur Verfügung gestellt, um ihn nach eigenen Vorstellungen zu bearbeiten. Das industriell hergestellte Produkt wird zum „Objet trouvé“, zum Ausgangspunkt vielfältiger künstlerischer Aneignung. Er wird als Körper untersucht, zerlegt und verfremdet, in der Bildhauerei, Fotografie, Malerei und dem Video ästhetisch und inhaltlich hinterfragt. „Shoppingmall“ ist ein kuratorisches Experiment und regt die Auseinandersetzung mit
dem Objekt Einkaufswagen und der ihm immanenten kulturellen Bedeutung an.

Kuratoren: Torsten Mühlbach und Bruno Wank

Carlos de Abreu • Tim Bennett • Jörg Besser • Karolin Bräg • Matthias Buchenberg • Terence Carr • Markus Elhardt • Christian Engelmann • Beate Engl & Leonie Felle • Florian Froese-Peeck • Klaus von Gaffron • Michael Grudziecki • Jörg Hartmann • Andreas Höhne • Theo Hofmann • Lukas Kindermann • Alfred Kurz • Oh Seok Kwon • Alexander Laner • Josef Lang • Christian Leitna • Sebastian Lübeck • Dana Lürken • Markus Lutter • Sebastian Mayrhofer • Harry Meyer • Torsten Mühlbach • Gabriele Obermaier • Bernd Rummert • Max Schmelcher • Stephan A. Schmidt • Christian Schnurer • Sameh Al Tawil • Moritz Walser • Bruno Wank • Stefan Wischnewski

"Shoppingmall" war schon in München in der Galerie der Künstler und in der Verpackerei Gö in Görisried zu sehen.

Oh Seok Kwon, o.T. Jörg Besser, letzttes Mal zu Penny Markus Elhardt, Spitze
Shoppingmall - Einführung von Anna-Cathérine Koch
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Shoppingmall - Einführung von Anna-Cathérine Koch

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am 03.09.2017 von Irmela Fischer

Duo Manciu – Schmauch

Duo Manciu - Sc hmauch, Foto: Ralf Lienert

Samstag, 14. Oktober 2017, 20 Uhr

Poesie der Wellen
Melodische Saitenweisen zwischen “ethno jazz” und „world music“

Liviu Jean Manciu: Gitarre, Komponist
Tiny Schmauch: Kontrabass

Das Wasser ist für den Gitarristen Liviu Jean Manciu das inspirierende Element zu seinen Kompositionen. So finden sich im Programm des Duos die Wellen des Meeres, das Prasseln des Regens, das Plätschern des Baches und auch das stetige Strömen eines Flusses wieder.

Auf der knorrig erdigen Basis von Tiny Schmauchs Kontrabass entfaltet sich die Musik von Manciu in luftigen, tänzelnden Gitarrenmelodien und feurigen Grooves und Rhythmen. Das Programm des Duos besteht aus Eigenkompositionen seines Gitarristen. Sie lassen Klänge seiner rumänischen Heimat erkennen, sind aber auch geprägt von Jazz und Lateinamerikanischer Musik. Gespielt wird akustische Musik - swingend, lebendig, mitunter sinnlich. Durchdacht arrangierte Passagen wechseln mit melancholischen Klängen und südländischen Rhythmen – mal gezupft, gestrichen oder geschlagen. Die Improvisationen der beiden Musiker sind virtuos, manchmal verträumt und immer fesselnd. Von melancholischen Klängen bis hin zu südländischen Rhythmen auf akustischer Gitarre und Kontrabass.

Eintritt 12 €
Reservierungen in der Villa Jauss zu den Öffnungszeiten der Ausstellung (Mi-So 15-18 Uhr, Tel 08322 940266)

am 09.08.2017 von Irmela Fischer

MATTHIAS SCHRIEFL BAND - „Shreefpunk unplugged“

Matthias Schriefl - Foto Frank C. Müller

Freitag, 15. September 20 Uhr

Matthias Schriefl Trompete, Flügelhorn, Bassflügelhorn, Tuba, Stimme
Alex Eckert Gitarre, Ukulele
Alex Morsey Bass, Tuba, Stimme

Futuristischer Alpen-Jazz, Wohlklang aus Tradition und Moderne, eine Allgäuer Trompetenversion von Tom Waits, geschrieben in über 2000 Höhenmetern, inspiriert von uralten Volksliedern, wer denkt sich so was aus?
Matthias Schriefl, ein junger Allgäuer, der die Welt schon mit allerhand verrückten Einfällen beglückt hat. Jedes seiner Konzerte verlässt man mit neuer Inspiration. Sieht man sich die Liste seiner Preise an und liest die Namen der Bands, die ihn auf Tourneen einladen, kann man das kaum glauben. Er teilt mit den erfolgreichsten internationalen Jazzern die Bühne und erhält neben zahlreichen Nachwuchspreisen inzwischen auch Auszeichnungen der Erwachsenenliga, wie den renommierten WDR Jazzpreis für Improvisation. Matthias Schriefl erweist sich als sicherer Grenzgänger zwischen den musikalischen Kulturen und als solcher wurde er mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2012 und dem Weltmusik-Preis RUTH 2016 ausgezeichnet. Schriefls Energie und Experimentierfreude verraten sein junges Alter aber doch: „Keine Angst vor Einfachem, keine Angst vor Kompliziertem“, fasst Schriefl sein Motto zusammen. Die Musik transportiert Leidenschaft und Witz und lässt über-raschend wüste Ausbrüche zu. Für die drei Musiker und gewiss auch für das Publikum ein Vergnügen!

Eintritt 15 €
Reservierungen in der Villa Jauss zu den Öffnungszeiten der Ausstellung (Mi-So 15-18 Uhr, Tel 08322 940266)

am 08.08.2017 von Irmela Fischer

wilhelm geierstanger, 20 jahre villa jauss

Zuhörer Eröffnung Martin Noel 2005

donnerstag 14. september 2017 19 uhr

ein ganz persönlicher rückblick auf 20 jahre villa jauss.

mit wilhelm geierstanger hat sich in diesem jahr auch das letzte gründungsmitglied der "initiative villa jauss e.v." von 1997 aus der vorstandschaft verabschiedet.
​Der 1. vorsitzende der letzten vier Jahre möchte sich an diesem
abend mit vielen bildern von ausstellungen, künstlern, sponsoren
und den sanierungsmaßnahmen bei den mitgliedern und interessenten
der villa jauss dafür bedanken, dass sie dieses engagement so tatkräftig
mitgetragen haben.

nun sollen die gläser erhoben werden auf die erfolgreichen 20 jahre
dieses kulturjuwels in oberstdorf​ - mit der hoffnung, dass sich mindestens
noch ebenso viele jahre anschließen mögen.

eine veranstaltung in der reihe kultursalon villa jauss - vorträge und gespräche über kunst, musik, literatur..., achtung: donnerstag um 19 uhr - kostenbeitrag: 10 €

am 07.08.2017 von Irmela Fischer

Konsum ist alles - Anna Polke liest

Anna Polke

Samstag, 19. August 2017, 17 Uhr

Texte zu Konsum in vielerlei Hinsicht - Shoppen , Einkaufen und das Gegenteil, Enthaltsamkeit, Sparsamkeit und Askese - passend zur aktuellen Ausstellung "Shoppingmall"

Wir wollen uns diesem Thema humorvoll und auch nachdenklich nähern - mit Texten und Gedichten von Loriot, Kishon und anderen, natürlich unterhaltsam und besinnlich, mit musikalischer Umrahmung.

Anna Polke ist seit 25 Jahren Schauspielerin am Theater Oberhausen.
Schon als Kind hatte sie eine intensive Beziehung zu Oberstdorf über ihre Großmutter Erika Raddatz. Ihre Mutter Karin Polke initiierte 2000 eine Ausstellung mit Bildern ihres Großvaters Hermann Alfred Raddatz, der nach dem Krieg nach Oberstdorf kam.
Bereits zum 3. Mal liest Anna Polke in der Villa Jauss.

am 28.04.2017 von Irmela Fischer

Arthur Maximilian Miller Haus

Arthur Maximilian Miller Haus

im Sommerhalbjahr sonntags 15 - 18 Uhr geöffnet, Adresse: Kornau 51, 87561 Oberstdorf

Das Team der Villa Jauss hat das Dichterhaus in Kornau übernommen. Wir hoffen, über regelmäßige Öffnungszeiten während der Sommersaison interessierte Besucher erreichen zu können. Geplant sind außerdem wechselnde Ausstellungen mit Werken regionaler Künstlerinnen und Künstler sowie kleinere Konzerte, Lesungen uvm.

Der Heimatdichter Arthur Maximilian Miller (1901 - 1092) arbeitete seit 1938 als Lehrer in Kornau bei Oberstdorf. Am Anfang wohnte er im dortigen Schulhaus selbst. 1953 kaufte er das Häuschen oberhalb Kornaus an der Straße zur Söllereck Talstation. Dieses wurde 1936 vom renommierten Stuttgarter Architekten Paul Bonatz (1877 - 1956) als Ferienhaus für seine Familie errichtet. (Architekt u.a. des Stuttgarter Hauptbahnhofs). Heute ist das Dichterhaus im Besitz des Bezirkes Schwaben, der hierfür eine Stiftung ins Leben gerufen hat.

Neben der Originaleinrichtung informiert eine kleine Dauerausstellung über das Leben und Werk von Arthur Maximilian Miller und Paul Bonatz.
Als Ausstellung sind eine Auswahl der unverwechselbaren Scherenschnitte von A.M.Miller zu sehen..

Anfahrt: - Mit dem Walserbus (Linie 1) zur Haltestelle Kornau Abzweigung, Richtung Kornau, dann links der Beschilderung folgend, 5 min. Fußweg von der Haltestelle
- mit dem Auto: von Oberstdorf Richtung Söllereckbahn / Kleinwalsertal, die zweite Abfahrt nach Kornau, dann sofort wieder links der Beschilderung folgen, Parken dankenswerterweise beim Hotel Nebelhornblick möglich

am 19.04.2017 von Irmela Fischer

EL GUERNICA - Macht eines Bildes

Pablo Picasso, Studien zu Guernica

Annäherung an ein .Jahrhundertwerk. Kunsthalle Kempten, 7. – 18. Juli 2017, Di - So 15 - 18 Uhr

Eröffnung der Ausstellung Do 6. Juli, 19 Uhr
Vortrag „El Guernica“ von Gerhard Menger
Sonntag 9. Juli, 11 Uhr
Wiederholung wegen großer Nachfrage: Sonntag, 16. Juli, 11 Uhr

„Das erste Opfer im Krieg ist immer die Wahrheit“. Diese Erkenntnis bewahrheitete sich auch bei den Ereignissen während des Spanischen Bürgerkriegs im baskischen Städtchen Guernica.
Vor 80 Jahren, am 26. April 1937, wurde Guernica von deutschen Fliegern, der Legion Condor, bombardiert. Der im französischen Exil lebende spanische Künstler Pablo Picasso schuf unter diesem Eindruck innerhalb von 6 Wochen das großformatige Bild „El Guernica“.
Es war während der Pariser Weltausstellung1937 im spanischen Pavillon ausgestellt und wurde zum berühmtesten Antikriegsbild des 20. Jahrhunderts.
Gerhard Menger, der von 1980 – 87 im Baskenland als Lehrer an der Deutschen Schule in Bilbao wirkte, erlebte - nur 15 Kilometer von Guernica entfernt - das Lügengespinst um das Bild auf besondere Weise.
1987, aus Anlass der 50-jährigen Wiederkehr des Ereignisses, beschrieb er seine überraschenden Erkenntnisse zur Entstehung des Werkes in einer spanischen Kunstzeitschrift.
Die Annäherung an Pablo Picassos „El Guernica“ erfolgt u.a. über die Faksimile-Skizzen und -Studien Picassos aus der Sammlung Tauscher der Villa Jauss in Oberstdorf.

Zum Vortrag: Beim Versuch, das Rätsel Guernicas zu entschlüsseln, bedient sich Menger eines bekannten Werkes von Peter Paul Rubens mit dem Titel „Die Folgen des Krieges“(1638), das sich heute im Museum Palazzo Pitti in Florenz befindet.

Die Realisierung der Ausstellung erfolgt mit Unterstützung des Kulturamtes der Stadt Kempten (Allgäu), der Villa Jauss Oberstdorf sowie der Freunde der Kemptener Museen (FKM) und des Rotary Clubs

am 18.04.2017 von Irmela Fischer

Chiaroscuro - Lieder aus dem 16. und 17. Jahrhundert

Duo Lute Song - Lente Louw und Uwe Grosser

Lente Louw (Gesang) & Uwe Grosser (Laute, Chitarrone), Freitag 07. Juli 20 Uhr

“Nur die Dunkelheit lässt das Licht hell scheinen.” (Francis Bacon)

Starker Kontrast zwischen Licht und Schatten wird in der Barocken Kunst verwendet um ein Gefühl von Fülle und Intensivität zu vermitteln und lässt die Darstellung beinahe Dreidimensional erscheinen. Wir beabsichtigen mit unserem Programm, in ähnlicher Weise, durch die Gegenüberstellung kontrastierender Gefühle, oder verschiedener Blickwinkel, das emotionale Erleben zu verstärken. Das in Kapstadt lebende Ehepartner-Duo verspricht ein vielseitiges Programm mit Kompositionen von Tromboncino, Monteverdi, Merula, Kapsperger, Dowland und Campion.

Das Duo Lutesong ist die klassisch ausgebildeten Sopranistin Lente Louw, und Uwe Grosser, Lautenbauer und Lautenist mit über 30 järiger Erfahung in der Aufführung alter Musik. Das Ehepartner-Duo lebt in Kapstadt, Süd Afrika, und hat sich der stilgerechten Aufführung Englischen, Italienischen, Deutschen, Spanischen und Französischen Lautenliedes verschrieben. Sie nähern sich der Aufführungspraxis und Komplexität der alten Musik mit Vollständigkeit und Gefühl, und sind spezialisiert in lebendigen Aufführungen mit modernem Anspruch.

Lente Louw (Sopran) ist in Kapstadt, Süd Afrika eine etablierte Solistin für Oratorien, Kammermusik und Ensemble. In den letzten sieben Jahren hat sie sich im Bereich alte Musik spezialisiert. Als Gründungsmitglied des Cape Consorts (ein in Kapstadt wirkendes alte Musik Ensemble) is sie zwischen 2010 und 2016 in über Sechzig Konzerten aufgetreten. An der Universität Stellenbosch hat sie in 2015 mit Auszeichnung ihren praktischen Abschluss für ihr Master Studium in Gesang unter Minette Pearce bestanden. Zur Zeit unterrichtet sie Gesang am Bishops Diocesan College und an der St Cyprians School.

Uwe Grosser (Laute und Chitarrone) studierte Gitarre und Volksmusik in München bei Sepp Hornsteiner, und Laute in Würzburg bei Prof. Dieter Kirsch. Seit 1994 spielt er in zahlreichen Opernproduktionen, mit dem Ensemble Seaven Tears und Cosi Facciamo. Inden letzten 18 Jahren hat Uwe eine feste musikalische Verbindung mit Süd Afrika geknüpft, und konzertiert mit dem Ensemble Refugium, dem Cape Consort, der Cape Town Opera, der Dizu Kuduhorn Band und Camerata Tinta Barocca. Uwe baut die meißten seiner Instrumente selbst und unterrichtet Gitarre an der Rondebosch Boys High School in Kapstadt.

am 17.04.2017 von Irmela Fischer

dr. peter fassl, die scherenschnitte von arthur maximilian miller

A.M.Miller, Scherenschnitt

donnerstag, 06. juli 2017, 19 uhr, HAUS BONATZ kornau 51!

das ehemalige wohnhaus des oberstdorfer heimatdichters arthur maximilian miller ist heute im besitz des bezirkes schwaben, der hierfür eine stiftung ins leben gerufen hat. neben der originaleinrichtung informiert eine kleine dauerausstellung über das leben und werk von arthur maximilian miller und paul bonatz (architekt und erbauer des hauses). in der wechselausstellung sind eine auswahl der unverwechselbaren scherenschnitte von a.m.miller zu sehen. bezirksheimatpfleger dr. peter fassl nimmt dies zum anlass, in die faszinierende welt der millerschen scherenschnitte einzuführen.

achtung: findet nicht in der villa jauss, sondern im HAUS BONATZ - arthur maximilian miller-stiftung in kornau 51 statt!!!
anfahrt: - mit dem walserbus (linie 1) zur haltestelle kornau abzweigung, richtung kornau, dann sofort wieder links, 5 min. fußweg von der haltestelle, oberstdorf busbahnhof ab 18 Uhr oder 18.40 uhr, zurück 21.25 uhr
- mit dem auto: von oberstdorf richtung söllereckbahn / kleinwalsertal, die zweite abfahrt nach kornau, sofort wieder links , parken am hotel nebelhornblick

eine veranstaltung in der reihe kultursalon villa jauss - vorträge und gespräche über kunst, musik, literatur...,ausnahmsweise donnerstags um 19 Uhr!! - kostenbeitrag: 10 €

am 16.04.2017 von Irmela Fischer

MOOR COLOUR - Max Schmelcher und Bruno Wank

MOOR COLOUR Bruna Wank + Max Schmelcher

Sa 25. März bis So 28. Mai 2017, geöffnet Mi - So 15 - 18 Uhr, Ostermontag geöffnet!

Ausstellungseröffnung: Freitag 24. März 2017, 19 Uhr
Einführung: Sylvie-Lisa Sperlich, Bayerischer Rundfunk

Bilder und Skulpturen von Bruno Wank und Max Schmelcher aus so unterschiedlichen Werkstoffen, faszinierend bearbeitet und voll eigenwilliger Farbigkeit - Natur und Kunst im Dialog als spannender Einstieg in das Ausstellungsjahr der Villa Jauss.

Bruno Wank erzählt Geschichten in der Ausstellung der Villa Jauss und er erzählt sie zusammen mit Max Schmelcher. Er erzählt Geschichten von Charakterköpfen, von denen jeder auch eine Farbe besitzt, von Masken, die jede hinter sich ein reales Gesicht verbirgt. So ist der Betrachter eingeladen, das Geheimnis hinter jeder Maske und somit der vielen Gesichter selbst zu ergründen. Er erzählt von einem Berg, der Höfats, einem ungewöhnlichen Berg, sagt er, seinem idealen Berg. Er erzählt von den „northern lights“, den Stimmungen, die er so liebt, all das umgesetzt in Bronze und Keramik.
Wenn einer Künstler und Gießer in einer Person ist, ist er mehrsprachig. Die Form, teilweise mit neuester 3D Technik gedruckt, und das Material sind das eine, die Oberfläche das andere. Ein sanfter Schimmer zieht sich den bronzenen Berg hinauf. Von einem ins Blau verlaufenden Rosa und Violett über ein Blau, das ins Grün diffundiert, welches wiederum in einen kühlen lichten Goldton weitergeleitet und in den Bergspitzen in einem Kupferbraun ausläuft. Da ist keine der Bronze nachträglich beigegebene Patina, kein Lack, keine aufgetragene Farbe, was auch immer wir uns sonst vorstellen könnten, „nur" Hitze.
Bei Bruno Wanks neuer Farbigkeit der Bronzen entsteht der Eindruck, dass da der Wank ganz bei sich ist. Der österreichische Dichter Hugo von Hofmannsthal hat gesagt: "Die Tiefe muß man verstecken. Wo? An der Oberfläche." (Quelle: u.a. Birgit Höppel)

Max Schmelchers Werkstoff könnte alleine schon unzählige Geschichten erzählen. Aus dem Schoß der Erde geschöpft, verdichtet, modelliert, getrocknet, mit Farben kombiniert, entstehen aus dem Jahrtausende alten Torf der Allgäuer Moore faszinierende Bilder und Skulpturen.
Torf schrumpft und schwindet, reißt und wölbt sich wenn er trocknet – ein naturgegebener Prozess, den Max Schmelzer in bestimmten Momenten beeinflussen kann. Er verwendet für den Trocknungsprozess mal Feuer, mal Luft oder Sonne und nutzt unterschiedliche Temperaturen, je nachdem, welches Ergebnis er erzielen möchte. Die Trocknung verhindert das Vorhersehbare der Form. Sie entwickelt sich und fügt ihr natürliches Eigenleben der Intention des Künstlers hinzu. Form und Farbe verändern sich, Natur und Kunst ringen und finden zusammen. Das mystische, uralte Moor wird so in einer neuen Form lebendig.
Ist der Trocknungsprozess abgeschlossen, hat sich der Rohstoff in einen holzähnlichen Zustand verwandelt. Das Werk ist - wie bei gewachsenem Holz in der Natur - stabil und verändert sich nicht mehr.
Natürliche und künstlich erzeugte Farbigkeit ist das Verbindende dieser Ausstellung. So leuchtet der Allgäuer Kultberg in allen möglichen Farben und der dunkle Moortorf gibt nicht nur seine natürliche Farbigkeit preis, sondern auch Farbpigmente dürfen das Moor durchdringen.

MAX SCHMELCHER
Geb. 1956 in Lindenberg
1981 – 1988 Studium in der Akademie
der bildenden Künste, Meisterschüler
bei Prof. Koch
1988 Diplom und selbständig als Bildhauer
Arbeitsgebiete: Stein, Bronze, Metall und Holz, Kunst am Bau
Lebt und arbeitet im Westallgäu
www.max-schmelcher.de

Auszeichnungen:
Pampiner Hof – Land der Ideen: Künstler des Jahres - Deutsche Bank Kunst-
förderpreis
Kunstpreis der Stadt Marktoberdorf
Debutantenförderung des Bayerischen Kulturministerium
Kunstpreis der Stadt Lindenberg
Kunstpreis der Stadt Kempten
Pfrontner Sponsorenpreis
Kollegenpreis Schwaben Süd des BBK
Thomas Dachser Gedenkpreis

BRUNO WANK
Geb. 1961 in Marktoberdorf,
1986-1992 Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München, Meisterschüler bei Olaf Metzel und Diplom
seit 1993 Leiter der Studienwerkstätte für Bronzeguss an der Akademie der Bildenden Künste München,
1997 H. W. & J. Hector-Kunstpreis der Kunsthalle Mannheim
1999 Videokunstpreis, Media works 99
2004 Projektstipendium der Erwin und Gisela von Steiner Stiftung und der Rupert-Gabler-Stiftung
1998-2001 jeweils im Oktober/November: Lehrauftrag an der Helwan Universität, Kairo
2007-2009 Vizepräsident der Akademie der Bildenden Künste München
2008-2012 Mitglied der Kommission QUIVID für Kunst am Bau und im öffentlichen Raum, München
2012 Gründung der Ausstellungshalle „VPGÖ“
www.verpackerei.com
seit 1993 Freischaffender Künstler
lebt und arbeitet in München und Görisried.
www.brunowank.de

Max Schmelcher, Moor Max Schmelcher, Moor Bruno Wank, from a mountain Bruno Wank, Northern Lights Max Schmelcher, Moor Bruno Wank, Maske Bruno Wank (Foto: Kees van Surksum) Max Schmelcher, Moor
Silvie-Lisa Sperlich, MOOR-COULOR
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Silvie-Lisa Sperlich, MOOR-COULOR

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am 15.04.2017 von Irmela Fischer

5. Oberstdorfer Fotogipfel "Mein Europa"

Oberstdorfer Fotogipfel

07. - 11. Juni 2017 in und um die Villa Jauss. Öffnungszeiten: Do 8. – So 11.06. 10 – 18 Uhr. Am Mittwochabend um 19 Uhr findet die Eröffnung des Fotogipfels mit anschließendem Rundgang durch die Ausstellungen statt, also auch durch die Villa Jauss

Ausstellungen im Rahmen der OLYMPUS Galerie:
- "GESCHICHTEN" von Thomas Rabsch
-" EUROPE & ME" der OLYMPUS Visionaries

Der in Köln beheimatete Fotograf arbeitet unter anderem für GEO, Stern, SZ-Magazin, ZEITmagazin, Billboard Magazin, die New York Times und den Rolling Stone. Von Helmut Kohl bis Angela Merkel, von Lady Gaga bis Dave Grohl, von TC Boyle bis Werner Herzog, von Tanzania bis Corleone, Thomas Rabsch braucht den Spagat zwischen Portraits und Reportage, den Input, um Dinge zu ordnen und neu sehen zu können.
Im Anhang die Eröffnungsrede der politischen Schirmherrin Claudia Roth - Es gilt das gesprochene Wort...

Mehr zum 5. Oberstdorfer Fotogipfel erfahren Sie hier:
www.fotogipfel-oberstdorf.de

Thomas Rabsch, Rock am Ring Thomas Rabsch, Bahnfahren
Rede Claudia Roth Fotogipfel Oberstdorf
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Rede Claudia Roth Fotogipfel Oberstdorf

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am 08.04.2017 von Irmela Fischer

Duokonzert "Away for a while" - Monika Stadler und Pasquale Leogrande

Monika Stadler

Monika Stadler, Harfe; Pasquale Leogrande, Percussion - Samstag, 06. Mai 2017, 20 Uhr

Die Königin kann auch anders: Harfe frech und groovy - Monika Stadler zusammen mit dem italienischen Percussionisten Pasquale Leogrande. Die Wienerin gilt als Königin der Jazz-Harfe, spielt dieses Instrument so poppig und peppig, wie man es sonst kaum erlebt, und fegt mit ihren Improvisationen virtuos über die Saiten.

"Meine Musik ist sehr persönlich, Ausdruck meiner Seele, meiner Spiritualität, meiner Weiblichkeit. Sie ist eine Art inneres Tagebuch, und entspringt aus dem Lebendigsein, der Verbundenheit mit der Natur, dem Fließen und dem Fühlen", sagt Monika über ihr Spiel. Klangzauberer Leogrande wird jedem Stück seine spezielle Athmosphäre verleihen mit einer Vielzahl exotischer Instrumente.

Eintritt 18 €
Reservierungen unter 08322/940266 während den Öffnungszeiten unserer Ausstellung (Mi - So 15 - 18 Uhr) oder an presse@villa-jauss.de - Abholung am Konzertabend bis 19.45 Uhr!!!

am 27.02.2017 von Irmela Fischer

Heimatsound - Markus Noichl Sextett

Markus Noichl

mit Markus und Martina Noichl, Andreas und Markus Kerber, Oliver Radtke und Jörg Holik. - Wir feiern 20 Jahre Villa Jauss!!

Fr. 21. April 2017, 20 Uhr
ACHTUNG: Veranstaltungsort Oberstdorf Haus, Saal Breitachklamm!!!

Allgäu-Barde Markus Noichl singt und jodelt, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, nämlich im Oberstdorfer Dialekt. Damit geht es nicht nur traditionell durchs Alpenland, sondern auf große Reise. Die Texte werden untermalt mit Reggae, Folk, Blues und Afro-Grooves. "Heimat und Fernweh" ist das Motto. Unterstützt wird Noichl von seiner Schwester Martina - nicht nur gesanglich: auch ihre zwei Harfen lassen die Geschwister erklingen und erweisen ihrer irischen Oma ihre Referenz. Dazu ein Quartett "de luxe" mit Markus Kerber an vielen Blasinstrumenten von Sax bis Flöte, sein Bruder Andreas an der Gitarre, Oliver Radtke am Bass und Jörg Holik mit Percussion. Ein Brückenbau vom Gestern zur Gegenwart, von Oberstdorf in die weite Welt.

Eintritt 20 €. - Vorverkauf Tourist-Info im Oberstdorf Haus (Mo-Fr 9-17 Uhr, Sa 9.30-12 Uhr) oder in der Villa Jauss während der Öffnungszeiten der Ausstellung (Mi - So 15 - 18 Uhr)

am 16.01.2017 von Irmela Fischer

dr. karlheinz gradl, die ordensburg – deutscher mythos im herzen des oberallgäus

Ordensburg Sonthofen

freitag, 07. April 2017, 20 uhr

die ordensburg sonthofen gilt nicht nur als eines der spektakulärsten baulichen symbole des nationalsozialismus,sondern ist darüber hinaus, als landschaftsbezogenes "gesamtkunstwerk", sichtbarer ausdruck einer traditions-linie deutscher kultur- und geistesgeschichte, die sich um 1800 unter dem titel "romantik" herausgebildet hat.
die damit verbundenen probleme eines nicht nur das "dritte reich" betreffenden deutschen mythos, sollen am beispiel dieses bauwerks kritisch rekonstruiert und verdeutlicht werden.

eine veranstaltung in der reihe kultursalon villa jauss - vorträge und gespräche über kunst, musik, literatur..., freitags um 20 uhr - kostenbeitrag: 10 €

am 15.01.2017 von Irmela Fischer

hans-jürgen gerung, arabische musik - geschichte und notation

Hans-Jürgen Gerung

freitag 31. märz 2017, 20 uhr

eine blühende arabische musikkultur wurde nicht durch notation, sondern durch mündliche überlieferung weitergegeben.

ihr gefühlsgehalt lässt sich nicht im tonsystem westlicher notenschrift darstellen.

ein geschichtlicher überblick, tonbeispiele, gedanklicher reichtum und die frage u.a. nach der europäisierung der orientalischen musik seit der reform der arabischen musik in ägypten 1932 sind gegenstand des vortrags.

eine veranstaltung in der reihe kultursalon villa jauss - vorträge und gespräche über kunst, musik, literatur..., einmal im monat, jeweils freitags 20 uhr - kostenbeitrag: 10 €

am 06.01.2017 von Irmela Fischer

ulrich kadelbach, zionismus – christlich-jüdischer wettlauf nach jerusalem

Ulrich Kadelbach, Zionismus

freitag, 24. Februar, 20 uhr

der theologe und nahostreferent ulrich kadelbach schildert den geschichtlichen rahmen und die politischen konstellationen, die zur judenemanzipation beigetragen haben. dabei gewährt er einblick in die unterschiedlichen wellen des antisemitismus seit dem mittelalter in europa.
er ruft dazu auf, dass nicht länger nur evangelikale christen und orthodoxe juden ihre eigeninteressen bekunden, sondern dass sich auch die arabischen christen, aufgeklärte muslime und progressive jüdische und christliche theologen mit ihrem interesse an einem gedeihlichen miteinander verstärkt in den friedensprozess einbringen.

eine veranstaltung in der reihe kultursalon villa jauss - vorträge und gespräche über kunst, musik, literatur..., einmal im monat, jeweils freitags um 20 uhr - kostenbeitrag: 10 €

am 26.11.2016 von Irmela Fischer

gerhard menger, über picassos "guernica"

Pablo Picasso, Studien zu Guernica

freitag 06. januar 2017, 20 uhr

das kunsthaus villa jauss in oberstdorf besitzt eine faksimile-sammlung der skizzen und studien, die picasso während der entstehungsphase von guernica und bei der darauf folgenden weiterverarbeitung des themas angefertigt hat.
schon 1936 hatte der maler von der regierung spaniens den auftrag bekommen, für den spanischen pavillon der weltausstellung 1937 in paris eine wand zu gestalten.lange schob er den auftrag vor sich her, bis ihn dann die brutale bombardierung der stadt guernica durch die vereinten deutschen und italienischen luftstreitkräfte am 26. april 1937 dazu veranlassten, seine ursprünglichen ideen zu verwerfen.
am 1. mai zeichnete er die erste skizze in der art einer kinderzeichnung bis er dann am 11. juni an der fast acht meter breiten leinwand die komposition in ihren grundzügen anlegte.

diese skizzen sind nun erneut in der aktuellen ausstellung zu sehen. gerhard menger referiert über entstehungsgeschichte, deutung und bedeutung.

eine veranstaltung in der reihe kultursalon villa jauss - vorträge und gespräche über kunst, musik, literatur..., einmal im monat, jeweils freitags um 20 uhr - kostenbeitrag: 10 €

am 04.10.2016 von Irmela Fischer

Weihrauch, Myrrhe und Ziegenkäse

Martina Noichl + Sünke Michel 26.12.16

Montag, 26. 12. 2016, 20 Uhr

Literarische Texte zur Weihnachtszeit mit Harfenmusik

Lesungen: Sünke Michel (Hamburg)
Harfe: Martina Noichl (Oberstdorf)

Eintritt 12 €
Kartenvorverkauf
während den Öffnungszeiten der Ausstellung (ab 21.12., nicht 24. 12. Mi – So 14 – 17 Uhr), Abendkasse ab 19 Uhr - keine telefonischen Reservierungen!

Von der Sehnsucht, glauben zu können; von der Bitterkeit am Weihnachtsabend in Chicago; von der ungelösten Frage, ob die alte Geschichte noch einmal von vorne anfangen soll, bis zur Begegnung mit einem Mann mit Turban in einer kalten Dezembernacht. „Weihnachtsbriefe an die Mutter“ berichten von Weihnachten in Italien und Tunesien und kindlichen Erinnerungen. Geschichten von der „Erfindung der Weihnachtsfreude“; von den „Drei Gesandten aus dem Tierreich“ und dem verloren gegangenen dritten Geschenk erzählen zudem noch von einem Kriminalfall am Heiligen Abend. Und: in einer psychiatrischen Klinik endet die Weihnachtsfeier gewöhnlich in einer Katastrophe. Und zuletzt finden wir uns wieder in Geschichten aus dem literarischen Kabarett.
Texte von Fulbert Steffensky/ Bertolt Brecht/ Marie Luise Kaschnitz/ Peter Bichsel/ Rainer Maria Rilke/ Dietrich Mendt/ Marjaleena Lembcke/ Ewald Arenz/ Ulrich Knellwolf/ Joachim Meyerhoff/ Hanns Dieter Hüsch.

Martina Noichls Einsatz an der Harfe beginnt dort, wo die Worte
aufhören. Sie lässt die Geschichten musikalisch nachklingen oder
schafft den klingenden Raum für die nächste Erzählung. Ihr
Repertoire schöpft sie aus der Weihnachtsmusik verschiedener
Zeiten und Länder, vom Alpenraum über Finnland bis nach
Mexiko. Dabei verstärkt sie das Gesagte, setzt Kontraste und ist
immer bereit, den musikalischen Augenblick in einer spontanen
Improvisation einzufangen. Die feinen und doch kraftvollen
Klänge der Harfe laden auf besondere Weise zum Hinhorchen ein
und öffnen Herz und Ohren für das, was zwischen den
Zeilen steht.

Sünke Michel erhielt bereits während ihrer Gymnasialzeit Schauspielunterricht.
Sie studierte Pädagogik und Psychologie an der Universität Hamburg sowie
Freie Malerei an der Hochschule für bildende Künste Hamburg bis 1966. Weitere Stationen: Forschungsarbeiten „Ästhetische Information“ 1966.
Freie Grafik am Royal College of Art London 1966–1968.
Lehrauftrag Zeichnen an der Werkkunstschule Hamburg 1968–1970. Ateliergemeinschaft mit Hans Michel 1970–1996 (bis zu seinem Tod): Dokumentarfilm, Plakat, Buch, Fotografie, Ausstellung, Kunst im öffentlichen Raum. Projektarbeiten an der Hochschule für bildende Künste Hamburg bis 1986.
Seit 1980 fotografische und grafische Projekte im Museum der Arbeit Hamburg.
Seit 1997 Redaktion und Gestaltung des Museumsheftes „mitarbeit“.
Freie künstlerische Arbeiten.
Seit 2006 Vorträge und literarische Lesungen.

Martina Noichl wurde in Oberstdorf geboren und begann mit neun Jahren das Harfenspiel.
1985 gründete sie mit ihren Geschwistern die Allgäuer Gruppe” Saitenspiel”, zahlreiche Konzerte, Radio- und Fernsehauftritte, sowie mehrere CD- Produktionen folgten.
Sie studierte Musik- und Tanzpädagogik an der Hochschule ”Mozarteum” in Salzburg und ist als Harfenistin und Sängerin solistisch und in verschiedenen Ensembles tätig. Martina Noichl komponiert für die Harfe, experimentiert mit deren Klangmöglichkeiten und spielte bereits mehrere Tonträger ein.
Als Musik- und Tanzpädagogin unterrichtet sie an der Musikschule Oberstdorf und im freien Beruf.

am 03.10.2016 von Irmela Fischer

"Rauhnächte" - Harfenträume mit Martina Noichl

Rauhnächte Martina Noichl

Konzert mit CD-Präsentation, Sonntag 1. Advent 27. 11. 2016, 19 Uhr.

Sie konnten nicht zum Konzert kommen, haben aber Interesse an der CD?
Sie erhalten die CD über den Onlineshop von www.martinanoichl.de
oder bestellen telefonisch bei Martina Noichl, Tel.: 08322 7850.

Als „Rauhnächte“ sind die Nächte zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar bekannt. Im erweiterten Sinne zählt jedoch auch schon die Adventszeit dazu. In diesen dunklen, geheimnisvollen Wochen, wenn die Tage kürzer werden und sich die Natur nach innen wendet, hat die Harfe ihre hohe Zeit. Ihr feiner und doch kraftvoller Saitenklang führt in die innere Stille und kann Herz und Ohren für das Geheimnis des Weihnachtsgeschehens öffnen.

Martina Noichl hat der besonderen Schwingung dieser Nächte in der Advents- und Weihnachtsmusik verschiedener Zeiten und Länder nachgespürt . Mit Melodien vom Alpenraum über Finnland bis nach Mexiko sowie eigenen Kompositionen lädt sie die Zuhörenden ein in die Tiefe zu lauschen.

Martina Noichl begann mit neun Jahren Harfe zu spielen und war sofort fasziniert vom „vielsaitigen“ Klang des königlichen Instruments. Diese Begeisterung dauert bis heute an. Neben dem Studium der Musik- und Tanzpädagogik an der Hochschule „Mozarteum“ in Salzburg und ihrer selbstverständlichen Verwurzelung in der alpenländischen Volksmusik kam sie durch ihre irische Großmutter schon früh mit der Musik der grünen Insel in Berührung und befasste sich intensiv mit der keltischen Musiktradition. Daraus erwuchs ein eigenständiger Stil, dem Phantasie, Witz und viel Gefühl eigen ist. Sie komponiert für die Harfe, experimentiert mit deren Klangmöglichkeiten und ist immer bereit, den Zauber eines Augenblicks in einer spontanen Improvisation einzufangen. Als kreative Harfenistin ist sie solistisch und mit wechselnden Ensembles unterwegs und als Harfenlehrerin gibt sie Ihr Können an der Musikschule Oberstorf weiter.

Eintritt 10 € - Reservierungen während der Öffnungszeiten der Ausstellung bis 20.11. Mi – So 14 – 17 Uhr, Tel.: 08322 940266, Restkarten an der Abendkasse

Speziell für Konzertbesucher: Kartenvorverkauf für 26.12. 2016, 17 Uhr, Sünke Michel und Martina Noichl "Weihrauch, Myrrhe, Ziegenkäse" - Literarische Texte zur Weihnachtszeit mit Harfenmusik

Weitere Info unter: www.martinanoichl.de

am 02.10.2016 von Irmela Fischer

eva schroer liest "die verfemte" von gertrud von le fort

Eva Schroer

gertrud von le forts erzählung „die verfemte“, die sie in oberstdorf geschrieben hat, ist im jahr 1953 im druck erschienen. die dichterin plädiert für menschlichkeit und erbarmen anstelle von rache und lynchjustiz. wie kaum eine andere trägt diese erzählung auch autobiografische züge.

eine Veranstaltung in der reihe kultursalon villa jauss - vorträge und gespräche über kunst, musik, literatur..., einmal im monat, jeweils freitags 20 uhr - kostenbeitrag: 10 €

am 01.10.2016 von Irmela Fischer

Konglomerat - Nino Malfatti

Nino Malfatti, Konglomerat

Sa 02. Juli bis So 16. Oktober 2016 - geöffnet Mi bis So 15 - 18 Uhr. Achtung: Sonntag, 04.09. geschlossen!!!
Die große Sommerausstellung 2016 im Kunsthaus Villa Jauss zeigt den Documenta VI - Teilnehmer Nino Malfatti (Berlin) in einer großen Gesamtschau seiner Werke von 1970 bis heute.

Eröffnung: Freitag 01. Juli, 20 Uhr
Einführung: Dr. Bettina Ruhrberg, Direktorin Mönchehausmuseums Goslar

Der 1940 in Innsbruck geborene Nino Malfatti lebt und arbeitet bereits seit mehr als 40 Jahren in Berlin und Tirol. Nach der Meisterprüfung studierte Malfatti an der Akademie der Bildenden Künste in Wien und Karlsruhe und absolvierte erfolgreich sein Studium der Restaurierung und Malerei/Grafik. Den Durchbruch brachte 1977 die documenta 6 in Kassel. Seither ist Nino Malfatti in internationalen Sammlungen vertreten. Von 1981-1982 erhielt Malfatti eine Gastprofessur für Maltechnik an der Hochschule der Künste (heute UdK) in Berlin, 1994 lehrte er als Gastdozent an der Hochschule für Künste in Bremen.

Malfatti, der selbst Bergsteiger ist, hat das Motiv Berg zu seinem Hauptthema gemacht. Nach zahlreichen Entwicklungsphasen, in denen er verschiedene Gegenstände als räumliche Konzeption in serieller Anordnung auf der Bildfläche inszeniert hat, entdeckte er schließlich für seine Kunst die faszinierenden geologischen Formationen der Berge, in denen er aufgewachsen ist. Mit Pinsel, Bleistift, Lithokreide und Radiernadel erweckt er Landschaften zum Leben. In ihrer urwüchsigen Kraft ziehen sie den Betrachter in ihren Bann. Charakteristisch sind Felsformationen in verschiedenen Farbtönen mit räumlich-atmosphärischer Wirkung. Satte Flächen, markante Strukturen, Felsbrüche und Gesteinsschichtungen sind das Markenzeichen seiner Ölbilder. Die atemberaubenden großformatigen Werke entstehen in seinem Atelier in Berlin und Sautens, als Grundlage dienen nur ein paar fotografische Gedankenskizzen, die er auf seinen Wanderungen und Touren macht. Die eigentliche Idee ist im Kopf.

1969 war Malfatti erstmals öffentlich zu sehen. Seither kann der Tiroler Künstler auf über vierzig Einzelausstellungen in Österreich, Italien, Deutschland und in der Schweiz zurückblicken (Auszug):

2015 Museum für Druckgrafik Rankweil,
2014 Haus Rheinsberg, Rheinsberg
Waltherhaus Bozen
2013 Galerie Arthouse, Bregenz
2012 wurde Malfatti im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum Innsbruck
mit einer großen Retrospektive geehrt.
Galerie am Klostersee, Lehnin,
2011 Galerie Michel Schultz, Berlin
2010 Kunstverein Grafschaft Bentheim, Neuenhaus,

Führungen durch die Ausstellung:
So.17.07., So.14.08., So.11.09. und So.09.10.2016, jeweils 16 Uhr

am 30.09.2016 von Irmela Fischer

Gesang aus den Bergen

Doser, Detail G.v.le.Fort

Gertrud von le Fort - Eberhard Doser - Dali, Miro, Tapies, Beuys u.a.

26. 10. - 20. 11. 2016 und 21. 12. 2016 - 08. 01.2017, geöffnet Mi - So 14 - 17 Uhr, Heiligabend und Silvester geschlossen!

Gertrud von le Fort - Ausstellung der Literaturgesellschaft Gertrud von le Fort e.V. (Kurator Manfred Schäfer) und der Marktgemeinde Oberstdorf zum 140. Geburtstag der Dichterin;

Eberhard Doser- Malerei 1996-2016

Dali, Miro, Tapies, Beuys u.a. - Grafik der klassischen Moderne aus der Stiftung Hugo J. Tauscher

Zum 140. Geburtstag der weltweit gelesenen Dichterin und Ehrenbürgerin von Oberstdorf richtet die Literaturgesellschaft Gertrud von le Fort e.V. zusammen mit der Marktgemeinde Oberstdorf eine Ausstellung im Kunsthaus Villa Jauss ein, die umfassend Leben und Werk dieser bedeutenden Frau vermittelt.

Gertrud von le Fort wurde in Minden (Westfalen) geboren, vor 45 Jahren ist sie in Oberstdorf gestorben. Die Dichterin von europäischem Rang, deren Werk in fast 20 Sprachen übersetzt wurde, zählte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland noch zu den meistgelesenen Autoren. Hermann Hesse hatte sie für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen, Carl Zuckmayer sah in ihr die 'größte Dichterin der Transzendenz in unserer Zeit'.
Vor 40 Jahren wurde das 'Gymnasium Oberstdorf' umbenannt in Gertrud-von-le-Fort-Gymnasium, vor 10 Jahren wurde die Literaturgesellschaft Gertrud von le Fort e.V. gegründet. Dies alles ist Anlass, der Dichterin in Oberstdorf zu gedenken. Denn Oberstdorf und das Allgäu waren ihr (Wahl-)Heimat geworden. Nirgendwo war sie in ihrem 95jährigen Leben so lange wirklich zuhause. Die Ausstellung will Leben und Werk Gertrud von le Forts mit Bildern, Texten, Übersichten und Erläuterungen bewusst machen, vermitteln und insbesondere zum eigenen Lesen und Bedenken anregen. Wer sich auf die Lektüre ihrer Werke einlässt, ist verblüfft über deren Aktualität, Weitsicht und Tiefgang, neben der literarischen Qualität.
Eberhard Doser, der 1926 in Gerstruben geborene Maler, kann nach 20 Jahren wieder mit einer kleinen Ausstellung im Dachgeschoss des Kunsthauses Villa Jauss zu seinem 90. Geburtstag die Vielfalt seiner Themen aufzeigen. Ein neues Bild „Gesang aus den Bergen“ mit den Maßen 1,70 × 1,60 m wurde im Frühjahr 2016 begonnen als eine Hommage an die große deutsche Dichterin und an Oberstdorf. Fotos mit Detailaufnahmen geben in der Ausstellung einen ersten Eindruck von diesem Werk: Die Geschichte Oberstdorfs mit Gerstruben und den Lorettokapellen, den Bürgermeistern Geyer, Müller und Mies samt dem „wandelnden Lexikon“ Eugen Thomma. Portraits der Kulturträger G. von le Fort, A. M. Miller, J. B. Schraudolph und J. A. Fischer erscheinen ebenso wie der kulturelle Aufschwung der Villa Jauss seit1996.
Als Huldigung an die Schönheit der Oberstdorfer Berge und Täler und der dort angetroffenen Bewohner sind die vielen Aquarelle aufzufassen, leicht und locker seit 1996 meist in Oberstdorf ausgeführt. Jetzt werden sie öffentlich gezeigt, um die tiefe Verbundenheit mit seinem Geburtsort zu bekunden. Denn immer wieder, so betont der Maler, holt ihn im Alter diese prägende Landschaft ein mit seinem Auf und Ab der letzten Jahrzehnte, die er intensiv aus der Ferne und bei einigen Besuchen vor Ort erlebt hat.

Grafik der klassischen Moderne aus der Stiftung von Hugo J. Tauscher füllt nach längerer Zeit wieder die Räume des Erdgeschosses. Sicher ein erfreuliches Wiedersehen für viele Oberstdorfer und eine Entdeckung für die Gäste, die ein Quartett wie Picasso, Dali, Miro und Tapies oder das Trio Beuys, Polke und Grass nicht unbedingt in Oberstdorf
erwarten.

am 29.09.2016 von Irmela Fischer

dr. otto nübel, die oberstdorfer christuskirche im dritten reich

Dr. Otto Nübel

freitag 28. oktober 2016, 20 uhr

ein forschungsprojekt hat auf grund von unterlagen in evangelischen kirchen-archiven neue, bisher unbekannte ereignisse und zusammenhänge ans licht gebracht. das projekt ist noch nicht abgeschlossen.
der vortrag gibt neue einblicke in eine welt, die von lokalpolitischen erkenntnissen bis in die zusammenhänge der hohen politik reicht.

eine veranstaltung in der reihe kultursalon villa jauss - vorträge und gespräche über kunst, musik, literatur..., einmal im monat, jeweils freitags 20 uhr - kostenbeitrag: 10 €

am 29.09.2016 von Irmela Fischer

Alpenklänge - Achim Rinderle und Hansjörg Gehring

Achim Rinderle + Hans-Jörg Gehring

Samstag, 05. November 2016, 20 Uhr

Alpenländische Improvisationen aus dem Allgäu

Was machen Herr Gehring und Herr Rinderle am liebsten, wenn sie alpenländisch musizieren?
Sie improvisieren zusammen und lassen dabei ihre ganze Erfahrung als stilsichere Musiker einfließen. Alle Kompositionen werden aus dem Nichts geboren und verschwinden wieder genau dort. Die Einmaligkeit des Moments wird verschwenderisch zelebriert. Spontane Ländler jagen Schottisch-Eskapaden. Schon mal Gehörtes löst sich im Unbekannten auf. Und ein Hauch von Jodler träumt einer Bordunmusik hinterher.

Hansjörg Gehring (Gunzesried) - Kontrabass, Akkordeon
Achim Rinderle (Seifen West) - Klarinette, Bassklarinette

Eintritt 12 €
Reservierungen während den Öffnungszeiten der Ausstellung "Gesang aus den Bergen" ab 26.10 Mi - So 14 - 17 Uhr, Tel. 08322 940266

am 03.06.2016 von Irmela Fischer

michael frank meier - DENKEN GEGEN DIE ZEIT - roger willemsen (1955-2016)

Villa Jauss-Logo Quadrat 4cmjpg

freitag 15. juli 2016, 20 Uhr

die welt als kunstwerk ihrer beschreibung kann nur fassen, wer inmitten der rabiaten eitelkeit der diskurse begabt ist mit dem herz eines träumers.
die lachhafte mediale fehlleistung, „vorzeigeintellektueller“ genannt zu werden, parierte willemsen mit der unstillbaren freude, zwischen den geheimnissen seiner leidenschaftlichen denkfiguren zu navigieren.
Der vortrag untersucht die wirkungen seiner texte in einer utopielosen welt.

eine Veranstaltung in der reihe kultursalon villa jauss - vorträge und gespräche über kunst, musik, literatur..., einmal im monat, jeweils freitags 20 uhr - kostenbeitrag: 10 €

am 23.05.2016 von Irmela Fischer

Heinz Teufel, Venedig - Schule des Sehens

Heinz Teufel, Venedig

Eine Ausstellung im Rahmen der Olympus-Galerie zum 4. Oberstdorfer Fotogipfel, täglich geöffnet von 10 bis 18 Uhr

Heinz Teufel nimmt die Besucher mit auf eine Reise und lässt die Stadt in einem ganz neuen Licht erscheinen.
Er sagt selbst zu seiner Ausstellung: „Ich denke, bei einem Festival über ‚den Menschen‘ sollten nicht nur sein Abbild, sein Elend und sein Glück thematisiert werden, sondern, als ergänzender Kontrapunkt verstanden, auch auf seine kulturelle Schöpferkraft hingewiesen werden. Venedig scheint über dem Wasser zu schweben. Diese Stadt steht, wie kaum eine andere, sinnbildlich für den kreativen schöpferischen Geist des Menschen" (zitiert nach Photopresse und Oberstdorfer Fotogipfel)

Mehr zum 4. Oberstdorfer Fotogipfel erfahren Sie hier:
Oberstdorfer Fotogipfel

am 09.05.2016 von Irmela Fischer

Was bleibt - Horst Heilmann und Kilian Lipp

Villajauss lippheilmann plakat 3-2

20.03. - 29.05.2016, geöffnet Mi - So 15 - 18 Uhr

Eröffnung: Samstag, 19.03.2016, 19 Uhr
Einführung: Ursula Winkler,
Musik: Michael Frank Meier, Flöte und Oliver Post, Gitarre

Oberstdorf – Zwei Maler, starke Bilder: Horst Heilmann und Kilian Lipp zeigen neue Werke. Die Villa Jauss führt die beiden geschätzten Künstlerpersönlichkeiten des Allgäus für gut zwei Monate zusammen – eine Idee von Kilian Lipp. In einem grandiosen Gegenüber werden Gemeinsamkeiten und Gegensätze zweier leidenschaftlicher Routiniers der Malerei sichtbar gemacht. Die Motivation für diese besondere Ausstellung erklärt der Titel „was bleibt“: Im Zuge von Arbeit und Erfolg stellt sich die Frage, was wichtig ist und überdauern kann – Antworten geben Horst Heilmann und Kilian Lipp gemeinsam.
Die inspirierende Ausstellung findet in den holzgetäfelten Räumen der Villa Jauss statt. Die ehrenamtlich geführte Galerie steht für berühmte Namen und Newcomer, aktuelle Kunst und Kunstgeschichte gleichermaßen – Hauptsache Qualität. Der Blick auf die deutsche und internationale Kunst verstellt nicht den Blick auf die Kunst in der Nachbarschaft. Das Publikum findet in der Villa Jauss in jeder Ausstellung hervorragende Kunst, die es wert ist, aufmerksam betrachtet, genossen und auch gesammelt zu werden.
Kilian Lipp und Horst Heilmann. Beide Künstler sind überregional bekannt, mit Kunstpreisen ausgezeichnet, in vielen, darunter öffentlichen Sammlungen vertreten. Beide wirken in ihrer Heimat - der eine in Kempten, im städtischen Atelier, der andere auf dem Gailenberg, mit Kunsthaus im denkmalgeschützten Bauernhaus. Der eine malt auf Papier, der andere ausschließlich auf Leinwand. Der eine malt aus dem Kopf im Atelier, der andere draußen vor der Natur. Der eine liebt das Schwarz, der andere akzentuiert mit Gold. Beide befassen sich motivisch mit Landschaft, Räumen, Frauen, Männern, Häusern, Bäumen … Die vordergründigen Gemeinsamkeiten lassen die tieferen Gegensätze ihrer künstlerischen Auffassung umso deutlicher vor Augen treten. Diese besondere duale Ausstellung bietet einen Intensivkurs für das, was „Painting“ vermag. Zwei Paletten, zwei Malweisen, zwei Bildwelten treten in Dialog und schärfen den Blick für zwei Extreme. Kilian Lipp übersetzt wie kein anderer die nuancenreiche Farbigkeit und Atmosphäre der Allgäuer Berghänge in luftige Leinwände. Horst Heilmann erfindet raffinierte Räume und konfrontiert den Betrachter mit der Blöße der menschlichen Existenz. Beide Künstler arbeiten figürlich, aber weit entfernt von einem Realismus. Kilian Lipp zeigt seine Hirten, Kühe und Mädchen formal erkennbar, imaginiert einen Bildraum, der an eine unzerstörte Kulturlandschaft gemahnt. Bei Horst Heilmann sind Gesichtszüge, Augen, Details seiner Frauendarstellungen erkennbar, doch sie treten nicht nach außen, sondern beziehen sich auf eine komplexe Innenwelt.
Beide Künstler verstehen es meisterlich, das für sie Zentrale ins Bild zu setzen: Den Menschen in seinem schieren Dasein und in seiner kulturellen Geformtheit, die Landschaft in ihrer Natur und in ihrer Verletzlichkeit, die gebaute Architektur in ihrer Schönheit und in ihren zwiespältigen Funktionen. Diese Zusammenschau mit neuen Bildern bietet einen Höhepunkt im Kunstjahr 2016 und ein Muss für alle, die Kilian Lipp und/oder Horst Heilmann schon schätzen und gerne neue Dimensionen ihrer Werke kennenlernen möchten. Der Titel „was bleibt“ bedeutet für beide ein Programm ihres Künstlertums, in dem es um Befragung, Erhalt oder auch Korrekturen von persönlichen Lebensräumen, Lebensentwürfen und Wertvorstellungen geht.

Text: Ursula Winkler

Portrait, 2011, Horst Heilmann Hirtenbild, 2015, Ausschnitt, Kilian Lipp Horst Heilmann, Platz der Macht, 2015, Acryl, 99 x 89 cm [1310] Kilian Lipp, Sommer in Gerstruben, 2015, 90 x 120
Ursula Winkler, Was bleibt
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am 09.05.2016 von Irmela Fischer

kees van surksum, menschen fotografieren

NeuDeutsch - Kees van Surksum

freitag, 10. juni 2016, 20 uhr

menschen fotografieren ist eine der königsdisziplinen in der fotografie. die einzigartigkeit des menschlichen individuums ist für fotografen eine schier unerschöpfliche motivquelle. gleichzeitig verlangt es ganz besondere, oft eher soziale als technische fähigkeiten, um faszinierende, ausdrucksvolle portraits zu kreieren, die einen portraitierten menschen dem betrachter nahebringen. anhand klassiker aus der fotografischen geschichte und beispiele aus seiner eigenen arbeit, lüftet der in altusried lebende, niederländische fotograf kees van surksum das geheimnis hinter der menschenfotografie. es gibt viel gelegenheit zum austausch. ein gemeinsamer besuch der ausstellungen des fotogipfels rundet den vortrag ab.

kees van surksum (rotterdam, 1960) lebt seit 7 jahren im allgäu und ist berufsfotograf für werbe- und reportagefotografie. in seiner freien arbeit widmet er sich oft menschlichen und sozialen themen. beim 4. Oberstdorfer Fotogipfel ist er mit dem projekt „NeuDeutsch – Begegnungen auf Augenhöhe mit Flüchtlingen in Süddeutschland“ (ausstellung im LOFT) vertreten, das er gemeinsam mit seiner scheidegger fotografenkollegin ann mackinnon konzipiert und umgesetzt hat.

eine Veranstaltung in der reihe kultursalon villa jauss - vorträge und gespräche über kunst, musik, literatur..., einmal im monat, jeweils freitags 20 uhr - kostenbeitrag: 10 €

am 06.04.2016 von Irmela Fischer

arthur lamka, ein alter journalist erzählt

Arthur Lamka

freitag, 06. mai 2016, 20 uhr

arthur lamka gewährt einblick in spannende momente seiner jahrzehntelangen journalistenkarriere.
dazu gehören dienstliche und private zusammentreffen, begegnungen bei ausstellungen, buchvorstellungen, einladungen beim loewe verlag u.a.
als brillianter erzähler, kunst- und kulturkenner ist arthur lamka in der region und in der villa jauss bestens bekannt-
wir dürfen gespannt sein, wenn er uns "mitnimmt" zu seinen begegnungen mit künstlern, literaten, politiker wie karlheinz stockhausen, ernst jünger, alfred hagelstange, johannes rau, michael gorbatschow, walter hanel, friedrich schnack, eberhard schlotter, friedrich georg.jünger, dalai lama und viele mehr.

eine Veranstaltung in der reihe kultursalon villa jauss - vorträge und gespräche über kunst, musik, literatur..., einmal im monat, jeweils freitags um 20 uhr - kostenbeitrag: 10 €

am 14.01.2016 von Irmela Fischer

Trio "Schall und Schmauch"

Tiny schmauch by nela dorner 3

Samstag, 16. April 2016, 20 Uhr - Tiny Schmauch (Kontrabass, Gesang), Flori Mayer (Saxophon & Klarinette) und Andreas Kopeinig (Piano)

Eigenkompositionen, Interpretationen bekannter Jazz-Klassiker und Improvisationen im Dialog mit den Kunstwerken der Ausstellung erzeugen ein Spannungsfeld zwischen Kunst- und Klangerlebnis. Die Musiker des Trios spielen dabei mit dem Raum, treten in Dialog mit den Kunstwerken und halten miteinander Zwiesprache in Jazz-Standards. Ein Miteinander entsteht, das swingt und groovt, feine Melodien füllen ebenso wie Harmoniekaskaden den Raum.
Zur Aufführung kommen Lieder aus dem Programm „Schmauchspuren“, sowie Kompositionen von Andreas Kopeinig und Tiny Schmauch.

am 13.01.2016 von Irmela Fischer

klaus noichl, anmerkungen zur oberstdorfer baugeschichte

Bauen in Oberstdorf

freitag 15. april 2016, 20 uhr

alles alte war auch einmal neu.
anmerkungen eines architekten zur oberstdorfer baugeschichte oder die suche nach dem ortsüblichen stil.
was ist ortsüblich? und was ist schützenswert? sind das nur die schönen alten bauernhäuser oder nicht auch bauten der tourismus-architektur des frühen 20. Jhds.

und der heimatschutzarchitektur (u.a. von willy huber)

oder der industriearchitektur und des sozialen bauens?
und schließlich die letzte frage: und jetzt, wie sollen wir weiterbauen?

eine Veranstaltung in der reihe kultursalon villa jauss - vorträge und gespräche über kunst, musik, literatur..., einmal im monat, jeweils freitags um 20 uhr - kostenbeitrag: 10 €

am 12.01.2016 von Irmela Fischer

Drei Epochen - Musik für Flöte und Gitarre

Villa Jauss-Logo Quadrat 4cmjpg

Ostermontag 28.03.2016 um 20:00 Uhr - Michael Frank Meier (Flöte) und Oliver Post (Gitarre) spielen Werke von Henry Purcell, Robert de Visée, Mauro Giuliani, Heitor Villa-Lobos, Astor Piazzolla und Bela Bartok

Eintritt 12 €
Reservierungen unter 08322/940266 während den Öffnungszeiten unserer Ausstellung ab 20. März (Mi - So 15 - 18 Uhr)

am 12.01.2016 von Irmela Fischer

detlef willand, über den holzschnitt

Detlef Willand, Großer Pilger

zur bedeutung, geschichte und über seine eigene künstlerische Entwicklung - freitag 12. februar 2016, 20 uhr

detlef willand (geb. 1935) gehört zur avantgarde jener holzschneidenden künstler, die an die wiederentdeckung des holzschnitts durch die expressionisten angeknüpft und diesen auf faszinierende, facettenreiche art und weise weiterentwickelt haben. der holzschnitt - als urform des modernen buchdrucks lange zeit ein wichtiges mittel zur popularisierung von ideen - hat sich im 20. jahrhundert zu einem eigenständigen medium des ausdruckswillens der künstler gewandelt. detlef willand gibt einen spannenden einblick in diese entwicklung sowie in seine eigene künstlerische arbeit und bringt einige seiner werke mit.

eine Veranstaltung in der reihe
kultursalon villa jauss - vorträge und gespräche über kunst, musik, literatur..., einmal im monat, jeweils freitags um 20 uhr - kostenbeitrag: 10 €

am 12.01.2016 von Irmela Fischer

Stiftung Hugo Tauscher - Graphik im 20. Jahrhundert

Ausstellung Hugo Tauscher - Antes

Informieren Sie sich unter "Aktuell", ob und wann Werke aus der Stiftung Hugo Tauscher zu sehen sind. - Mit Werken von Picasso Dali Chagall Tapies Beuys Moore Miro Kollwitz Toulouse-Lautrec Janssen Kokoschka A.P.Weber Grosz Zille u.a. -

"Die Zeichnungen und Graphiken des Oberstdorfer Sammlers Hugo J. Tauscher sind verborgene Schätze, die hier gehoben werden - und die Marktgemeinde Oberstdorf darf sich glücklich schätzen, dass sie in Form einer Stiftung an den Verein Villa Jauss e.V. auf Dauer zugänglich gemacht werden. Es ist sehr zu wünschen und zu hoffen, dass dies als Signal und als Verpflichtung verstanden wird, dass Kunst und Sport gleichermaßen zur kulturellen Identität eines Landes und eines Ortes gehören."
Karl Ruhrberg

2004 konnte durch die großzügige Spende von zwei Oberstdorfer Bürgern die Alarmanlage in die Villa Jauss eingebaut werden. Damit ist es möglich, die Graphik-Stiftung von Herrn Hugo J. Tauscher für den Markt Oberstdorf als ein "Museum des 20. Jahrhunderts" einzurichten.
Ausgewählte Werke der Stiftung ergänzen immer wieder unsere Ausstellungen oder werden mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten präsentiert - das nächste Mal in der Villa Jauss während der Frühjahrsausstellung 2018,

am 11.01.2016 von Irmela Fischer

kultursalon villa jauss

Glastür Treppenaufgang

vorträge und gespräche über kunst, musik, literatur...

in vielen städten erlebt der kultursalon eine renaissance. der salon bietet die spannende möglichkeit, einen tieferen einblick in verschiedene bereiche von kunst und kultur zu gewinnen. die villa jauss möchte interessierten solch eine plattform anbieten.
im anschluss an einen vortag werden gastgeber und gäste in zwangloser runde über musikalische, literarische, künstlerische, philosophische und andere themen sprechen.
wir freuen uns auf ihren besuch mit interessanten gesprächen.

die nächsten termine:

freitag, 12. februar 2016, 20 uhr: detlef willand, über den holzschnitt - zur bedeutung, geschichte und über seine eigene künstlerische entwicklung

freitag, 18. märz 2016, 20 uhr: michael frank meier, isolation und erzählung - über die drei letzten klaviersonaten beethovens

freitag, 15. april 2016, 20 uhr: klaus noichl, anmerkungen zur oberstdorfer baugeschichte

einmal im monat, jeweils freitags um 20 uhr - kostenbeitrag: 10 €

am 04.01.2016 von Irmela Fischer

hans-jürgen gerung, die notation der zeitgenössischen musik

Giebeldreieck innen

freitag 08. januar 2016, 20 uhr

welche neuen notationsformen haben sich in der zeitgenössischen klassischen musik seit den seminaren im kranichsteiner schloss 1946 bis zur gegenwart entwickelt? gibt es normierte notationsverfahren und wo liegen allgemein die grenzen der tradierten notenschrift? eine interessante variante ist z.b. die pittografia, also die bilderschrift von musik oder musikgrafik. ähnlich der mittelalterlichen neumenschrift vermögen diese grafiken unter gewissen voraussetzungen einen musikalischen sachverhalt deutlicher darzustellen als die konventionelle notenschrift. wann dies der fall ist und welche werke daraus entstanden sind wird ebenso thema wie kurze kompositionsentwürfe am tageslichtprojektor die sofort mit dem publikum umgesetzt werden.
der vortrag schildert wege, lösungen und irrwege.

am 26.12.2015

come again - Alte Musik fürs Neue Jahr

Lente Louw, Sopran

Lente Louw – Sopran, Uwe Grosser – Laute, Chitarrone; Sa. 26. Dezember, 17 Uhr

Musik die seit 400 Jahren nichts von ihrem Reiz, Ausdruckskraft und Aktualität verloren hat. Komponisten wie John Dowland, Claudio Monteverdi, Girolamo Kapsperger, Henry Purcell bis zu Johann Sebastian Bach haben uns die wertvollsten Musiken ihrer Zeit hinterlassen.

Sowie das Jahr zu Ende geht, beginnt ein Neues. wir schauen zur gleichen Zeit nach vorne und auch zurück, und stellen fest dass das Leben ein endloser Kreislauf der Erneuerung ist. In diesem Konzert hören Sie Lieder und Arien sowie Solomusiken für Laute und Chitarrone über immer wiederkehrende Themen von Leben und Tod, Ankunft und Abschied, Schlaf und Erwachen, Errungenschaften und Verluste.
Über die Musiker:

Eintrittskarten für 15 € im Vorverkauf ab 14.12.2015 während den Öffnungszeiten der Winterausstellung Di - So 14 - 17 Uhr (nicht Hl.Abend) oder an der Abendkasse - Winterausstellung am 26.12. nur von 14-16 Uhr geöffnet!

Über die Musiker:
Die junge südafrikanische Sopranistin Lente Louw begann Ihre Gesangsaubildung unter Prof. Werner Nel, während Sie ihr Jurastudium mit dem Masters Degree der NWU in Südafrika abschloss.
Sie war Mitglied in der international erfolgreichen aCapella Gruppe "the Boulevard Harmonists" und partizipierte in vielen Opernproduktionen, Musicals und Oratorien.
Durch Meisterkurse bei Kobie van Rensburg und Laurenz Zazzo kam Sie in den Kontakt mit der Alten Musik und der historischen Aufführungspraxis. Ihr hauptsächliches Interesse richtet sich seitdem auf die Renaissance- und Barock- Musik.
Lente Louw lebt seit einigen Jahren in Kapstadt, unterrichtet Gesang am Bishops College in Rondebosch und ist dabei, Ihr Musikstudium an der Universität in Stellenbosch mit dem Masters Degree abzuschließen.
Sie ist neben dem Cellisten Hans Huyssen und dem Cembalisten Andrew Cruickshank Mitbegründerin des Cape Consorts. Das Ensemble besteht aus 5 Sängern und Instrumentalisten, die in Südafrika erstmals auf historischen Instrumenten musizieren.
Ihre Zusammenarbeit mit dem Deutschen Lautenisten Uwe Grosser resultiert aus gemeinsamen Konzerten mit dem Cape Consort am Fugard Theater in Kapstadt.
Uwe Grosser studierte bei Joseph Hornsteiner am Richard Strauß –Konservatorium in München klassische Gitarre und Volksmusik. Noch als Student begann er Instrumente zu bauen. Regelmäßig besuchte er Lautenbaukurse bei Robert Lundberg (USA / Deutschland – Erlangen) und kam so in Kontakt mit historischem Lautenbau und der Szene für Alte Musik.
Er absolvierte an der Würzburger Musikhochschule ein Aufbaustudium für Lauteninstrumente mit dem Konzertdiplom.
Es folgten erste Engagements an der Bayerischen Staatsoper in München, dem Staatstheater Stuttgart und der Oper Nürnberg. Seither konzertiert er mit namhaften Ensembles wie SEAVEN TEARES und COSI FACCIAMO und als Solist. Seine erste Solo Einspielung mit Musik für Laute und Chitarrone (FANTASIA) erschien im Jahre 2003 bei MUCAVI RECORDS.
Auslandsverpflichtungen führen ihn nach Italien, Spanien, bis nach Südafrika, als Gast des Stellenbosh-Festivals, des Arts-Festivals in Grahamstown und der Cape Town Opera.

am 05.12.2015

Max Bergmann und Franziskus Dellgruen

Dellgruen, Frau in Blau u. Bergmann, Nähende Frau

Winterausstellung 2015-16, 06. Dezember 2015 bis 10. Januar 2016, Di. - So. 14 – 17 Uhr, Hl. Abend und Silvester und am 26.12. ab 16 Uhr geschlossen!

Eröffnung: Samstag, 05. Dezember, 19 Uhr
Einführungen: Klaus Bergmann und Ellen Haug, Musik: Oliver Post, Gitarre

Das Kunsthaus Villa Jauss in Oberstdorf präsentiert in seiner Winterausstellung zwei Künstler des letzten Jahrhunderts, deren Gemälde und Zeichnungen aus Privatbesitz stammen und erstmals im Allgäu zu sehen sind.

Max Bergmann (1884-1955)
Der Künstler wurde am 2.12.1884 in Fürstenberg/Oder geboren. Schon als Schüler zeigt sich sein großes malerisches Talent. Er studiert ab 1902 an der Hochschule für Bildende Künste in Charlottenburg und später in München ab 1906 bei Professor Heinrich von Zügel. Dessen „Komponierklasse“ verbringt die Sommer immer in Wörth am Rhein, um dort Tiere in freier Natur zu malen. 1910 reist der junge Maler nach Paris, studiert an der Malschule „La Palette“ und freundet sich mit Marcel Duchamp an. Dieser besucht ihn 1912 in München. Bergmann heiratet 1914 die Kaufmannstochter Dorothea Karstadt, die 1916 in Haimhausen - nördlich von München - die Villa des Malers Buttersack erwirbt. Nach dem 1.Weltkrieg sind seine Bilder ständig in der Jahresausstellung im Münchner Glaspalast zu sehen. In Haimhausen gründet er 1925 eine Malschule und übernimmt auch die jährliche Sommermalschule Zügels in Wörth. Mit seiner spätimpressionistischen Malweise entwickelt er sich zu einem anerkannten und erfolgreichen Künstler. Am 17.Oktober 1955 stirbt Max Bergmann in Haimhausen.
Der Meisterschüler von Prof. Heinrich von Zügel – allgemein bekannt als Tiermaler - ist in seiner Vielseitigkeit über diesen hinausgewachsen. So werden in der Ausstellung außer Tierdarstellungen auch Portraits, Landschaften, Akte, Blumenstücke und Stillleben zu sehen sein. Sämtliche Bilder kommen aus dem Besitz von Enkeln des Malers und seinem Großneffen Ralf Kellner aus Immenstadt. Dieser ist geborener Oberstdorfer und hat die Ausstellung initiiert. Ein Teil der Bilder wird auch verkäuflich sein.

Franziskus Dellgruen (1901-1984)
Franziskus Dellgruen war von 1917 -1922 Schüler an der Kunstgewerbeschule Köln. Von 1923 – 1927 studierte er als Meisterschüler von Prof. Robert Sterl an der Akademie der Künste zu Dresden. Zeitweilig war er Gaststudent bei Oskar Kokoschka. Nach einem Studienaufenthalt in Italien kam er 1928 nach Berlin und studierte bis 1931 als Meisterschüler von Max Slevogt an der Akademie der Künste in Berlin. Dort lebte er in den folgenden Jahren als freischaffender Künstler und beteiligte sich regelmäßig an den großen Berliner Kunstausstellungen. 1943 vernichtete eine Luftmine das gesamte Werk von Franziskus Dellgruen. Nach seiner Entlassung aus russischer Gefangenschaft 1945 begann er wieder zu arbeiten. Seine Schaffenskraft war trotz eines Leidens ungebrochen. Franziskus Dellgruen starb am 26.03.1984 in Berlin. Er hinterlässt ein Werk, das in seiner Vielfalt von Zeichnungen, Radierungen, Portraits und Gemälden nach einer Ausstellung 2014 im Sterlhaus bei Dresden auch dem Allgäuer Publikum zugänglich gemacht werden soll. Leihgeberin ist Frau Ellen Haug aus Oberstdorf, deren Mutter in erster Ehe mit Dellgruen verheiratet war.

am 25.10.2015

DIE SÜDLICHE 2015

Otto Sieber, Oberstdorfer Berge

Jahresausstellung der Bildenden Künstler des Landkreises Oberallgäu, des Kleinwalsertales und von Jungholz, So 25.10 bis So 22.11.2015

Öffnungszeiten: Di - Fr 15 - 18 Uhr; Sa, So 11 - 18 Uhr

Um 11 Uhr am Sonntag, den 25. Oktober, öffnet im Kunsthaus Villa Jauss in Oberstdorf die 13. „SÜDLICHE“ ihre Tore und präsentiert je 4 neue Werke von 33 Künstlerinnen und Künstlern des Landkreises Oberallgäu, des Kleinwalsertales und von Jungholz. Die Aussteller hat ein siebenköpfiges Gremium sorgsam aus den fast 200 Malern, Bildhauern, Grafikern und Schmuckkünstlern als die besten ausgewählt und zur Teilnahme eingeladen. Es gibt keinerlei stilistische Einschränkungen. Für das Auswahlgremium ist allein die Qualität des bisherigen Gesamtwerkes der Künstlerinnen und Künstler Ausschlag gebend. Fast alle der bekannten Namen der hiesigen Kunstszene sind vertreten (aber auch einige völlig neue) und deshalb gehört „DIE SÜDLICHE“ zu den wichtigsten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in Schwaben. Die 4 Arbeiten selbst suchen die Eingeladenen nach ihren eigenen persönlichen Vorstellungen aus.
„DIE SÜDLICHE“ ist auf die Kunstliebhaber ausgerichtet. Es soll das Beste gezeigt werden, was in jüngster Zeit im Landkreis entstanden ist. Ziel ist das Kennenlernen der Künstler und ihrer Mal- oder Gestaltungsart. Deshalb sind allen Werken auch Lebensläufe und Abbildungen der Künstler beigefügt.
Damit die verstorbenen Künstler nicht völlig in Vergessenheit geraten, wird bei jeder „SÜDLICHEN“ ein „historischer Gast“, eben ein schon lange nicht mehr lebender Künstler mit einigen Werken hinzugenommen. Diesmal ist es der Oberstdorfer Otto Sieber (1919 - 1990), von dem viele Zeichnungen und Illustrationen überliefert sind. Neben seinem bürgerlichen Beruf als Malermeister war es fast selbstverständlich für ihn, die ganzen Jahre in seiner Freizeit mit Zeichenblock und Farbe unterwegs zu sein und festzuhalten, was ihn faszinierte. Zeichnungen und Aquarelle aus seiner Hand sind lebendige Wiedergaben von Menschen, Tieren und Landschaften der Allgäuer Bergwelt, wobei viele Bilder von Alt-Oberstdorfer Straßen und Gassen inzwischen schon zu Dokumenten geworden sind.

Es findet auch wieder „Das kleine Format – ein Thema, eine Größe, ein Preis“ statt, zu dem ein Teil der Aussteller speziell dafür gefertigte Arbeiten einliefert. Das Thema heißt „Gipfel“, das Format ist wie immer DIN A 4, der Preis einheitlich 199 €.
Insgesamt sind in der „SÜDLICHEN“ ca. 160 Arbeiten unterschiedlichster Art zu sehen.
Es gibt neben Vernissage, Finissage und den Veranstaltungen zu den Preisverleihungen auch ein weiteres Beiprogramm: Ein Abend in Zusammenarbeit mit dem Architekturforum Allgäu zum Thema „Brunnen“- im öffentlichen Bereich, aber auch in Verwaltungsgebäuden und privaten Gärten und Häusern.
Ein lebhaftes Gespräch wird erwartet, wenn zu einem anderen Termin anhand von Bildern erläutert wird, was ein gutes Bild ausmacht und wie man Schwächen eines Gemäldes erkennt. Für Kinder und Eltern werden kindgerechte Führungen, Malmöglichkeiten und sogar eine Abstimmung über alle ausgestellten Werke angeboten.
Bei der diesjährigen „SÜDLICHEN“ sind 5 Preise ausgelobt: „Der 1. Ankauf“ der Sparkasse Allgäu, der „Kunstpreis des Landkreises Oberallgäu“, der „Johann-Georg-Grimm-Preis“ des Fördervereins bildende Kunst Schwaben Süd e.V., der Preis des Allgäuer Überlandwerks und der Preis der Fa. Geiger, Oberstdorf.

am 24.09.2015

Herzschmerz - Duo Schlesinger & Lackerschmid

Duo Schlesinger Lackerschmid, Foto Chr. Hartmann

Stefanie Schlesinger, Gesang und Wolfgang Lackerschmid, Vibraphon mit ihren Lüpertz-Liedern und Jazzsongs - Donnerstag, 24. September 2015, 20 Uhr

Gedichte von Markus Lüpertz, die Fragen nach dem Sinn des Lebens stellen, werden durch die Kompositionen von Stefanie Schlesinger und Wolfgang Lackerschmid zu groovigen Jazzsongs, feinsinnigen Balladen, poetischen Kunstliedern oder humorvollen Couplets. Und Sie dürfen sich auf noch mehr Jazz freuen!

„Die Gedichte, das sind nicht-gemalte Bilder“, erklärt Markus Lüpertz seine Texte. Von dem Ergebnis der musikalischen Umsetzung zeigt er sich begeistert: „Der Gesang ist großartig, und es ist eine wunderbare Musik....Diese Atmosphäre, die leichte Schwermut, die Ironie, der Übermut, die Verzweiflung und das Unglück."

Stefanie Schlesinger entdeckte während ihres klassischen Gesangsstudiums ihre Liebe und Affinität zum Jazz: mit ihrem eigenen Sound kombiniert die gebürtige Bambergerin frische Standard-Interpretationen und Jazzvarianten klassischer Arien mit neuem Repertoire aus eigener Feder oder aus dem umfangreichen Songwerk von Wolfgang Lackerschmid. Mit ihm gemeinsam erarbeitete sie auch die Bühnenform des Musicletts, welche die Möglichkeiten von (Musik-)Theater und Jazz vereint. 2003 erhielt sie als erste Sängerin in der Kategorie Jazz den Bayerischen Kunstförderpreises.

Wolfgang Lackerschmid ist seit vielen Jahren eine feste Größe in der Jazzszene. Er hat mit Legenden wie Attila Zoller und Chet Baker zusammengespielt und bewegt sich selbstsicher durch viele Musikrichtungen. Von Lackerschmid stammen zahlreiche Songs und Jazztitel, die sich im Repertoire vieler seiner Kollegen etabliert haben, weiterhin konzertante Werke für Orchester, Chor und viele andere Formationen, sowie Musik für Theater, Hörspiele und Filme.

Eintritt 18 € - Reservierungen unter 08322/940266 während den Öffnungszeiten unserer Ausstellung (Di - So 15 - 18 Uhr). Abholung am 24.9. bis 19.45 Uhr!!!

Herzschmerz
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Herzschmerz

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am 19.09.2015

„Sic transit gloria mundi“

Gerard Dou, Schlafender Hund....

Über Künstler, die zu ihrer Zeit berühmt waren und heute weitgehend vergessen sind - Vortrag von W. Gunther le Maire im Rahmen der aktuellen Maximilian Rueß Ausstellung; Samstag, 19. 09. 2015, 20 Uhr

Wer kennt schon die Namen Guiliano Pippi oder Jakob Binck, Gerard Dou oder Balthasar Denner, Rachel Ruysch oder Cornelis van Poelenburg oder deren Werke? Ludwig von Winckelmanns, Edler auf Uermitz, „Neues Mahlerlexikon zur nähern Kenntniß alter und neuer guter Gemählde“ von 1796 war der Ausgangspunkt, einmal sich zu vergegenwärtigen, welche Kontinuität in der Wertschätzung der großen Meister beim Kunstpublikum besteht.
Dann ist man sehr überrascht, dass Rembrandt-Schüler Gerard Dou zu Lebzeiten weit erfolgreicher als sein Meister war und dass seine meist kleinen Bilder zwar im Louvre und den großen europäischen Museen hängen, aber nicht im allgemeinen Bewusstsein verankert sind.
Trotzdem erzielte ein Gemälde von ihm auf einer Auktion 2001 5,7 Mio DM. Aus unserem Raum sind Angelika Kauffmann und Leonhard Sattler 2 Beispiele, wie der Zeitgeschmack und der Kunstmarkt Ausgezeichnetes überrollt.
Anhand vieler Bilder wird der Reichtum sichtbar, den unsere Kunstgeschichte birgt. Zugleich deutet sich die Frage an, was wird von unserer zeitgenössischen Kunst bleiben?
Konzeptkunst? Informel? Monochrome Bilder?...

am 11.09.2015

kultursalon villa jauss

Glastür z. Treppenaufgang

vorträge und gespräche über kunst, musik, literatur...

in vielen städten erlebt der kultursalon eine renaissance. der salon bietet die spannende möglichkeit, einen tieferen einblick in verschiedene bereiche von kunst und kultur zu gewinnen. Die villa jauss möchte interessierten solch eine plattform anbieten.
im anschluss an einen vortag werden gastgeber und gäste in zwangloser runde über musikalische, literarische, künstlerische, philosophische und andere Themen sprechen.
wir freuen uns auf ihren besuch mit interessanten gesprächen.

die ersten termine:

freitag, 11. september 2015, 20 uhr: michael frank meier, konstruktionslabor der sinnsuche
die welt in vier stimmen - joseph haydns Streichquartette

die streichquartette joseph haydns sind das basislager einer expedition, die für eineinhalb jahrhunderte in immer neue gebiete der klanglichen abbildung und strukturellen durchdringung von kommunikation führte.
in ihnen summiert er in leuchtender eleganz die freiheit des expe-rimentierens mit einem historisch einzigartigen spektrum immer neuer erfindungskraft. was die gattung des streichquartetts zu einem kron-juwel der abendländischen kunstmusik werden ließ, liegt begründet in dem formwillen und der intellektuellen dynamik des meisters vom neusiedler see.

freitag, 2. oktober 2015, 20 uhr
kay wolfinger, un-lesbarkeit?
über w.g. sebald, robert walser und andere

was bedeutet es, wenn wir davon sprechen, dass wir texte lesen oder dass ein buch unlesbar sei? ausgehend von dieser fragestellung wird sich kay wolfingser in seinem vortrag gedanken machen zum wesen der schrift und beispiele in w. g. sebalds werk zeigen, die besonders lesenwert und (un)lesbar sind. ein weiterer name, der an diesem abend im zentrum stehen wird, ist der des schweizerischen schriftstellers robert walser, der zum verfassen seiner texte ein privates schreibsystem entworfen hat. dieser traditionslinie folgend wollen wir uns auf entdeckungsreise machen hin zu den geheimnissen der schrift.

freitag, 13. november 2015, 20 uhr
michael frank meier, die verworfenen zufälle
skizzen eines hermeneutischen kosmos - die kammermusik von johannes Brahms

musikalisches denken für den ausgelieferten menschen. die klingende, der musik anvertraute zeit ist die, die ein dasein ausserhalb der welt ermöglicht. meisterschaft, analyse, melancholie, gewissheit bilden das quadrivium des brahmsschen kanons. die kammermusik ist domäne und refugium eines zweifelnden zauberers, der das sagbare dennoch für erreichbar hielt - im feld der endlosen gestalten von absolutem klang.

einmal im monat, jeweils freitags um 20 uhr - kostenbeitrag: 10 €

Giebeldreieck innen michael frank meier kay wolfinger
kultursalon, villa jauss
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am 20.08.2015

Maximilian Rueß – Skulpturen im Allgäu

Maximilian Rueß

Vortrag von W. Gunther le Maire im Rahmen der aktuellen Ausstellung - Donnerstag, 20.8. 2015, 20 Uhr

Wer in der Ausstellung in der Villa Jauss von den hervorragenden kleinen und mittelgroßen Skulpturen von Rueß begeistert ist, wird interessiert sein, wo die großen Werke von ihm zu finden sind. Im Referat “Skulpturen im Allgäu“ versuchen wir im Bilde zu zeigen, was - öffentlich zugängig - in Oberstdorf, Bad Hindelang, Sonthofen, Immenstadt, Schloss Zeil und vielen Orten von ihm stammt.
Dabei nehmen wir seine „Außerallgäuer“ Arbeiten im Dom in Augsburg oder in Nürnberg mit dazu. Es dürfte das erste Mal sein, dass seine Plastiken so zusammengefasst zu sehen sind. In der großen Figur gelingt Rueß oft eine Souveranität, die ihn über andere gute Künstler heraushebt. Auch dies wird sichtbar gemacht.
Die Skulpturen sind zum größten Teil von Winfried Egger fotografiert..

am 26.07.2015

Eberhard Doser und die Wandlungen seines Monumentalgemäldes

Eberhard Doser 2007

Fotos und Videos zur Buchvorstellung mit Wilhelm Geierstanger - Sonntag, 26. Juli 2015, 11 Uhr Matinee

1996 begann Eberhard Doser mit einer spektakulären Malaktion zu Celloklängen von Ulrike Lösch und Peter Buck das monumentale Bild „Oberstdorf im Welttheater“. Er versteht die Realisierung dieser sich selbst gestellten Aufgabe als die Quintessenz seines Lebens und seiner Malerei. Zwischenstufen dieses 1,6 × 4,2 m großen Gemäldes hat er zwei Mal in Oberstdorf gezeigt, verändert aber bis heute ständig das gesamte Bild.

Seit Jahren hält der ältere Sohn des Künstlers diese Veränderungen
mit der Kamera fest. Es ist ein großes Fotobuch entstanden, woraus Wilhelm Geierstanger wichtige Ausschnitte zeigt. Videoaufnahmen zur Entstehung in Oberstdorf und Momentaufnahmen im Atelier des Künstlers 2007 ergänzen den Einblick in die vielschichtige Gedankenwelt des 1926 in Gerstruben geborenen Eberhard Doser.

am 18.07.2015

Lute Song

Uwe Grosser, Laute

Lente Louw - Sopran, Uwe Grosser - Laute, Chitaronne; Samstag, 18. Juli 2015, 19.30 Uhr

Aires & Songs von John Dowland, Philipp Rossetter, Barbara Strozzi, Giulio Caccini und Claudio Monteverdi
Solowerke für Laute und Chitarrone von John Dowland, John Johnson, Thomas Robinson und Girolamo Kapsperger.

Stimme und Laute – diese Kombination galt lange Zeit als die schlechthin ideale musikalische Verbindung um Emotionen aller Art in größter Eindringlichkeit und Empfindsamkeit auszudrücken. Auf eine stille und sehr konzentrierte Art führt das Programm Lutesong durch alle Höhen und Tiefen menschlicher Gefühle, die der Dämon Amor
anstacheln mag - von ekstatischer Freude bis hin zu unerträglichem Schmerz und tiefster Verlassenheit. Die Solowerke für Laute von Dowland und Kapsperger gelten als Höhepunkte der Lauten-Literatur und stehen den Gesangsstücken in ihrer Ausdruckskraft in nichts nach.

Lente Louw
Die südafrikanische Sopranistin Lente Louw, begann Ihre Gesangsaubildung unter Prof. Werner Nel , während Sie ihr Jurastudium mit dem Masters Degree der NWU in Süd Afrika abschloss. Sie war Mitglied in der international erfolgreichen a capella Gruppe Boulevard Harmonists und trat in Opernproduktionen, Musicals und Oratorien auf. Durch Meisterkurse bei Kobie van Rensburg und Laurenz Zazzo kam Sie in den Kontakt mit der Alten Musik und der historischen Aufführungspraxis. Ihr hauptsächliches Interesse gilt seitdem Renaissance und Barock Repertoire.
Lente Louw lebt seit einigen Jahren in Kapstadt, unterrichtet Gesang am Bishops College in Rondebosch und ist dabei Ihr Musikstudium an der Universität in Stellenbosch mit dem Masters Degree abzuschließen. Sie ist neben dem Cellisten Hans Huyssen und dem Cembalisten Andrew Cruickshank Mitbegründerin des Cape Consorts. Das Ensemble, bestehend aus 5 Sängern und Instrumentalisten, die in Süd Afrika erstmals auf historischen Instrumenten musizieren. Ihre Zusammenarbeit mit dem Deutschen Lautenisten Uwe Grosser resultiert aus gemeinsamen Konzerten mit dem Cape Consort am Fugard Theater in Kapstadt.

Uwe Grosser
Uwe Grosser studierte bei Joseph Hornsteiner am Richard Strauß Konservatorium in München klassische Gitarre und Volksmusik. Noch als Student begann er Instrumente zu bauen. Regelmäßig besuchte er Lautenbaukurse bei Robert Lundberg (USA / Deutschland – Erlangen) und kam so in Kontakt mit historischem Lautenbau und der Alte – Musik Szene.
Er absolvierte an der Würzburger Musikhochschule ein Aufbaustudium für Lauteninstrumente mit dem Konzertdiplom. Es folgten erste Engagements an der Bayerischen Staatsoper in München, dem Staatstheater Stuttgart und der Oper Nürnberg. Seither konzertiert er mit namhaften Ensembles wie Seaven Teares und così facciamo und als Solist. Seine erste Solo Einspielung mit Musik für Laute und Chitarrone (FANTASIA) erschien im Jahre 2003 bei mucavi records. Auslandsverpflichtungen führen ihn nach Italien, Spanien, bis nach Südafrika, als Gast des Stellenbosh Festivals, des National Arts Festivals in Grahamstown, CapeTown Opera und demCap Consort.

Lente Louw, Sopran
Lute Song
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am 11.07.2015

Maximilian Rueß (1925-1990)

Maximilian Rueß

Ausstellung zum Oberstdorfer Musiksommer, So 12.Juli bis So 11.Oktober 2015, Di - So 15 - 18 Uhr

Eröffnung: Samstag, 11.07., 18 Uhr
Führungen: Fr. 17.07, Sa. 01.08., So. 16.08., Mi. 09.09., Do.01.10., jeweils 19.30 Uhr

Vor 90 Jahren, am 8.11.1925, wurde Maximilian Rueß geboren. Er starb vor 25 Jahren, am 16.2.1990. Er ist unter den angesehenen bildenden Künstlern unserer Region fast der einzige, der als Bildhauer und Maler gleichermaßen beeindruckte.

Maximilian Rueß hat ein beeindruckendes bildhauerisches Werk in einer sehr einheitlichen Handschrift geschaffen. Höhepunkt war der große „Familienbrunnen des fürstlichen Hauses Waldburg-Zeil“ im Hof des Schlosses Zeil bei Leutkirch, an dem er von 1982 bis 1989 arbeitete. In vielen Orten und bei vielen Privatpersonen finden sich neben großen auch kleine Plastiken, aber alle sorgfältig durchgearbeitete Werke mit hoher Ästhetik.

Daneben steht sein malerisches Werk. Es hat in keiner Weise die Stringenz seiner plastischen Arbeiten, sondern ist vom Suchen und Experimentieren geprägt, immer wieder zwischen Gegenständlichem und Gegenstandlosem schwankend, von zurückhaltender Farbgebung bis zu explosiver Farbgewalt. Aber er war nie ein Kolorist. Das Konstruktive und Lineare zieht sich durch die Vielfalt der Motive.

Dieses facettenreiche Werk steht im Mittelpunkt der Ausstellung im Kunsthaus Villa Jauss in Oberstdorf, die vom 12.Juli bis zum 11.Oktober über alle Stockwerke des Hauses zu sehen sein wird. Sie enthält sehr frühe Arbeiten, die seinen Weg zeigen und den Reichtum seines Gesamtwerkes beschreiben. Viele Werke wurden noch nie der Öffentlichkeit gezeigt.

Zeitlich überschneidend befasst sich das Museum Hofmühle in Immenstadt vom 1. August 2015 bis zum 3.Januar 2016 nur mit der Entstehung des Schlossbrunnens in Zeil. Es wird eine faszinierende Ausstellung - mit Skizzen und Entwürfen, mit dem Gesamtmodell und vielen Einzelteilen, einschließlich lebensgroßer Gipsfiguren. Selten wird man so detailliert Einblick in den Entstehungsprozess eines großen Kunstwerkes erhalten.

Im Kunstraum des Kornhauses widmet die Stadt Kempten dem Künstler Maximilian Rueß eine Gedächtnisausstellung aus ihren umfangreichen Beständen und zeigt Verbindungen zu Zeitgenossen auf. Sie wird am 18. September eröffnet.

Mit dieser Ausstellungstrilogie in Kempten, Immenstadt und seiner Heimatgemeinde Oberstdorf erfährt Maximilian Rueß eine Würdigung, die ihm zu Lebzeiten so umfangreich nicht vergönnt war. Die 3 Ausstellungen sind auch in den verschiedenen Begleitveranstaltungen aufeinander abgestimmt.

Infos zum Oberstdorfer Musiksommer: www.oberstdorfer-musiksommer.de

am 11.06.2015

Heinz Teufel - Waldgeschichten

Heinz Teufel aus WALDGESCHICHTEN

- Das Leben verlangt den Tod" vom 11. bis 17. Juni im Rahmen der OLYMPUS-Galerie des 3. Oberstdorfer Fotogipfels, geöffnet täglich 10 - 18 Uhr

"Die ewige Geschichte vom Werden und Vergehen ist eine Botschaft an alle, den Planeten Erde zu bewahren."

41 Fotografien von Heinz Teufel, gedruckt auf AluDibond-Platten, erzählen Geschichten aus einem Wald, der auch als "Märchenwald" bekannt ist. Sie erzählen vom Leben und Sterben in der Natur. Sie entstanden im Herbst 2014 im Sabawald, einem Teil des Reinhardswaldes bei Kassel.
Heinz Teufel:: "Uralte Bäume, Eichen und Buchen, wachsen hier seit 1000 Jahren. Über diesen langen Zeitraum nutzten Bauern diesen Wald, er ernährte ihr Vieh. 1907 wurde dieser Wald unter Naturschutz gestellt."

Initiator für die Unterschutzstellung war der Schlachtenmaler Theodor Rocholl (1854 - 1933), der mit seiner Begeisterung für diese urwüchsige Natur zahlreiche Künstler anlockte.

Teufel: "Ich erzähle mit diesen Bildern die Geschichte von Werden und Vergehen und deute Leben und Sterben als Einheit. Verändern wir unseren pragmatischen Blick, dann sehen wir mittel Phantasie einen Märchenwald."

Die Aufnahmen wurden mit Kameras der Fa. Olympus unter Verwendung eines ARTFilters aufgenommen und am Computer bearbeitet.

Eröffnung: 11. Juni ab 20 Uhr im Rahmen der Eröffnung des Fotogipfels

Oberstdorfer Fotogipfel
3. Oberstdorfer Fotogipfel - Villa Jauss
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am 11.06.2015

Outdoor Fotoinstallation "Timeless"

Oberstdorfer Fotogipfel

der OLYMPUS Visionaries vom11. bis 17. Juni 2015 im Rahmen der OLYMPUS-Galerie des 3. Oberstdorfer Fotogipfels

Flüchtige Augenblicke, einzigartige Begegnungen und unglaubliche Geschichten. Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein.
Eröffnung: 11. Juni, ab 20:00 h im Rahmen der Eröffnung des Fotogipfels

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am 05.06.2015

Dresdner Streichquartett

Dresdner Streichquartett

MEISTERWERKE FÜR STREICHQUARTETT: Freitag, 05. Juni 2015, 17.30 Uhr - eine Veranstaltung des Hotel Exquisit in der Reihe "Exquisite Musiktage"

PROGRAMM::
Joseph Haydn (1732-1809)
aus „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“
op. 51, u.a.ll terremoto (Das Erdbeben) - Presto e con tutta la forza

Dmitri Schostakowitsch (1906-1975)
Streichquartett Nr 8 c-Moll op.110 "„Dresdner Quartett“
Largo-Allegro molto-Allegretto-Largo-Largo

Antonin Dvorak (1841-1904)
Streichquartett Nr. 12 F-Dur op.96
„Amerikanisches Streichquartett“

INTERPRETEN:
Thomas Meining, Violine
Barbara Meining, Violine
Andreas Schreiber, Viola
Martin Jungnickel, Violincello

Eintritt frei
Karten nur im Hotel Exquisit erhältlich
Keine Abendkasse!!!!!
Ein letztes Mal: Ausstellung GEBROCHENE LINIEN - GEBANNTE SCHATTEN – GETÜRMTE BÖGEN - nur für Konzertbesucher

Thomas Meining (Violine), der stellvertretende 1. Kapellmeister der Sächsischen Staatskapelle Dresden, gehört seit seinem 22. Lebensjahr zum berühmten Orchester der Dresdner Semperoper. Darüber hinaus ist er als Solist und Kammermusiker gern gesehener Gast auf Musikfestivals – unter anderem in Salzburg, Schleswig-Holstein und im Rheingau. In der Villa Jauss wird er mit dem Dresdner Streichquartett zu hören sein. . Die Dresdner Virtuosen werden das Streichquartett Nr. 8 c-Moll von Dmitri Schostakowitsch (1906-1975) in den Mittelpunkt stellen. Es trägt den Beinamen „Dresdner Quartett“, weil es unter dem Eindruck des zerstörten Dresden entstand. Umrahmt wird diese bewegende Musik von Streichquartett-Sätzen von Haydn. Das „Amerikanische Streichquartett“ von Antonin Dvořák schließt das Konzert ab.

am 04.06.2015

GEBROCHENE LINIEN - GEBANNTE SCHATTEN – GETÜRMTE BÖGEN

Bernhard Jott Keller, Arkaden in Venedig

Bernhard Jott Keller, Fotografie – Gerd Kanz, Skulptur; So 26.04. bis Donnerstag 04. Juni 2015, Di - So 15 - 18 Uhr, Eröffnung: Samstag, 25.04., 19 Uhr

Linien, Bögen, Schatten. Hier kreuzen sich die Wege der beiden Künstler: Bernhard Jott Keller sammelt ihre flüchtigen Erscheinungen auf Mauern, Wänden und Böden, wo immer er sie findet, so auch in Venedig. Gerd Kanz steht im Atelier und baut Bögen aus der Fantasie, raffiniert geschichtet und filigran in die Tiefe verschachtelt und lässt sie Türmen gleich in die Höhe wachsen. Bögen, die einzeln als Tor Einlass gewähren oder verwehren können und in der Reihe wie Arkaden wirken.

Der Fotograf sucht und ertappt mit der Kamera im Lichte des Tages wie ein Detektiv die Schatten von Bögen, Gespinsten, Ornamenten und anderen verzogenen Wirklichkeiten, die sich im morbiden Stadtbild von Venedig oft nur sekundenkurz zeigen. Er eröffnet uns ein Bild der Stadt, wie wir es so noch nicht gesehen haben.

Der Bildhauer schafft mit Stahl, Holz oder Polystyrol künstliche Wirklichkeiten, ohne Konkretes zu zitieren. Vielleicht rufen sie Erinnerungen wach an Brücken oder historische Bauwerke - bei uns oder im Morgenland. Vielleicht ziehen sie den Betrachter auch einfach nur hinein in die offene und doch geheimnisvolle Welt seiner Bogen-Labyrinthe.

Konzert:
Do. 30.04., 20 Uhr, Duokonzert "Away for a while"
Monika Stadler, Harfe; Pasquale Leogrande, Percussion
Do. 21.05., 20 Uhr, Duo "Eligius", Ulrike Tenzer, Cello und Oliver Post, Gitarre

Bildervortrag:
Di. 05.05., 20 Uhr, Arno Pürschel zeigt "Die geheimen Paradiesgärten von Venedig"

am 21.05.2015

Duo Eligius

Duo Eligius

Ulrike Tenzer, Cello und Oliver Post, Gitarre spielen barocke und spanische Impressionen Donnerstag, 21. Mai 2015, 20 Uhr

Ulrike Tenzer und Oliver Post gehen mit ihren Instrumenten eine selten zusammen geführte erstaunliche Verbindung ein und präsentieren ein ambitioniertes Programm, mit der sie sowohl in innig kantable als auch in rasante Klangwelten entführen.
Ob mit stimmungsvollen Barockkompositionen wie u.a. die e-Moll Sonate von A. Vivaldi, mit einigen Inventionen von J. S. Bach oder mit rhythmisch feurigen Kompositionen von I. Albeniz und E. Granados - das Publikum darf sich freuen auf eine höchst anspruchsvolle, fein abgestimmte musikalische Reise.

Eintritt 12 €
Reservierungen unter 08322/940266 während den Öffnungszeiten unserer Ausstellung (Di - So 15 - 18 Uhr). Abholung am Konzertabend bis 19.45 Uhr!!!

am 05.05.2015

Arno Pürschel, Paradiesgärten

Arno Pürschel, Paradiesgarten

Arno Pürschel zeigt: Die geheimen Paradiesgärten von Venedig Dienstag, 5. Mai 2015, 20 Uhr

In Fortsetzung seiner erfolgreichen Bilderschauen und passend zur aktuellen Ausstellung zeigt der Oberstdorfer Reisejounalist und Photograph Arno Pürschel seine meditative Multivisionsschau mit dem Titel „Die geheimen Paradiesgärten von Venedig“. Dabei werden die Bildimpressionen der vom Verfall bedrohten botanischen Kunstwerke von Musik des Venezianischen Komponisten Vivaldi stimmungsvoll untermalt.

Mit dieser Präsentation gewährt der Autor seinem Publikum Einblicke in die verborgene Zauberwelt der geheimen Gärten prächtiger Paläste aus der Dogenzeit. Die damals auch als „Serenissima“ bezeichnete Lagunenstadt war zu dieser Zeit das mächtigste und reichste Wirtschaftzentrum Südeuropas und das bedeutendste Zentrum mediterraner Kunst und Kultur. Dazu gehören bis heute die auf unzähligen Holzpfählen errichteten „geheimen Gärten“. Mit ihren kostbaren Marmorfiguren und ihrer exotischen Pflanzenpracht waren sie ursprünglich luxuriöse Statussymbole. Ihre heutige Faszination liegt in ihrer paradiesischen Romantik und ihrer geheimnisvoll morbiden Pracht.
Eintritt 5 € - Reservierungen unter 08322/940266 während den Öffnungszeiten unserer Ausstellung ab 26.4. (Di - So 15 - 18 Uhr). Abholung am Konzertabend bis 19.45 Uhr!!!

am 30.04.2015

Duokonzert "Away for a while" - Monika Stadler, Harfe; Pasquale Leogrande, Percu

Monika Stadler

Monika Stadler, Harfe; Pasquale Leogrande, Percussion - Donnerstag 30. 04. 2015, 20 Uhr

Die Königin kann auch anders: Harfe frech und groovy - Monika Stadler zusammen mit dem italienischen Percussionisten Pasquale Leogrande. Die Wienerin gilt als Königin der Jazz-Harfe, spielt dieses Instrument so poppig und peppig, wie man es sonst kaum erlebt, und fegt mit ihren Improvisationen virtuos über die Saiten.

"Meine Musik ist sehr persönlich, Ausdruck meiner Seele, meiner Spiritualität, meiner Weiblichkeit. Sie ist eine Art inneres Tagebuch, und entspringt aus dem Lebendigsein, der Verbundenheit mit der Natur, dem Fließen und dem Fühlen", sagt Monika über ihr Spiel. Klangzauberer Leogrande wird jedem Stück seine spezielle Athmosphäre verleihen mit einer Vielzahl exotischer Instrumente.

Eintritt 18 €
Reservierungen unter 08322/940266 während den Öffnungszeiten unserer Ausstellung (Di - So 14 - 17 Uhr). Abholung am Konzertabend bis 19.45 Uhr!!!

Hinweis für interessierte Harfenspieler:
Workshop "Freies Spiel auf der Harfe": 25. und 26. April im "Freiraum" in Krugzell
Informationen bei Markus Noichl unter 08374-589831.

am 12.04.2015

Kunst aus Japan, China, Persien, aus Süd- und Nordeuropa

Marc Chagall, Der Flötenspieler

- von der Antike bis heute - 100 Jahre Sammlung Dr. Wilhelm Maul, auf vielfachen Wunsch verlängert !!!! Bis 12. 04. 2015, geöffnet Di - So von 14 - 17 Uhr, auch Ostermontag

Eröffnung: Fr. 19. 12. 2014, 19 Uhr
Einleitende Worte: Maria Farkas (Tochter von Dr. Wilhelm Maul)
und Nicole Götz (Kunsthistorikerin, Kulturamt Kempten)
Musik: Wolfgang Wieland (Laute), Freising

Der Kemptener Arzt und Mäzen Dr. Wilhelm Maul (1901-1973) sammelte zeit seines Lebens Kostbarkeiten verschiedenster Epochen und Kontinente. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens seiner gesammelten Schätze präsentiert das Kunsthaus Villa Jauss die Jubiläumsausstellung, die das Kulturamt Kempten in Zusammenarbeit mit dem Kunstkabinett in Kempten erarbeitet hat. Aus den etwa 700 Grafiken wurden von Maria Farkas und Nicole Götz einige Themenbereiche ausgewählt, die sich von der Antike bis in die Gegenwart und von Fernost bis nach Europa erstrecken. Schwerpunkte im Erdgeschoss sind japanische Holzschnitte, chinesische Tuschemalereien und persische Miniaturen. Die Kabinette im ersten Stock zeigen antike, archäologische und mittelalterliche Kostbarkeiten. Weitere Räume bieten dem Besucher italienische, französische und niederländische Zeichnungen und Graphiken aus Renaissance und Barock. Das Dachgeschoss vereinigt herausragende Arbeiten der klassischen Moderne und Bilder der Künstler, die durch Flucht und Vertreibung nach 1945 eine neue Heimat im Allgäu gefunden hatten und von Dr. Wilhelm Maul großzügig unterstützt wurden.

Führungen:
Fr. 26.12., Mo. 05.01., So. 11.01., Sa. 31.01., Mi. 11.02., So. 22.02., jeweils 15 Uhr
Zusätzliche Führungen: Do. 05.03., Fr. 20.03., Mi. 01.04, jeweils 15 Uhr

Konzerte:
Do. 29.01., 20 Uhr "vielsaitig" - Harfenkonzert mit Martina Noichl
Sa. 07.02., 20 Uhr Konzert mit Sebastian Riescher und Henry Brzoza
Freitag, 20. März 2015, 20 Uhr: Pless Jazz Trio
Ostersamstag, 04. April 2015, 20 Uhr: "vielsaitig" - Harfenkonzert mit Martina Noichl

am 04.04.2015

"vielsaitig" - Harfenkonzert mit Martina Noichl

Martina Noichl, Harfe

Ostersamstag, 04. April 2015, 20 Uhr

Nach dem großen Andrang und der tollen Resonanz im Januar nun die 2. Auflage eines außergewöhnlichen Konzertes: Martina Noichl unternimmt an der Harfe einen musikalischen Streifzug durch verschiedene Zeiten und Länder und bezieht sich in ihrer Auswahl der Stücke auch auf die Bilder der aktuellen Ausstellung.
So erklingen, passend zur Ausstellung, z.B. Harfenmusik aus Renaissance und Barock sowie Miniaturen aus Japan und Volksweisen aus Griechenland und Südamerika.

Das gesamte Programm reicht dabei vom schlichten Volkslied bis zu experimentellen Klängen und zeigt die Harfe als „vielsaitiges“ Instrument, dem ruhige, lyrische Klänge ebenso entlockt werden können wie feurig-percussive Rhythmen.
Martina Noichl wurde in Oberstdorf geboren und begann mit neun Jahren das Harfenspiel.
1985 gründete sie mit ihren Geschwistern die Allgäuer Gruppe” Saitenspiel”, zahlreiche Konzerte, Radio- und Fernsehauftritte, sowie mehrere CD- Produktionen folgten.
Sie studierte Musik- und Tanzpädagogik an der Hochschule ”Mozarteum” in Salzburg und ist als Harfenistin und Sängerin solistisch und in verschiedenen Ensembles tätig. Martina Noichl komponiert für die Harfe, experimentiert mit deren Klangmöglichkeiten und spielte bereits mehrere Tonträger ein.
Als Musik- und Tanzpädagogin unterrichtet sie an der Musikschule Oberstdorf und im freien Beruf.

Eintritt 10 €
Reservierungen unter 08322/940266 während den Öffnungszeiten unserer Ausstellung (Di - So 14 - 17 Uhr). Abholung am Konzertabend bis 19.45 Uhr!!!!

am 20.03.2015

Pless-Jazz Trio

Pless-Jazz Trio

Freitag, 20. März 2015, 20 Uhr

Claudia Bertele, Gesang
Stefan Sigg, Flügelhorn
Anton Heidenreich, Gitarre

Das Pless-Jazz-Trio schafft es, in Minimalbesetzung den Kompositionen des „Great american songbook“ mehr Swing zu geben als der Zuhörer dies bei dieser Zusammenstellung erwarten würde. Durch die nun mehr fünfjährige Zusammenarbeit hat sich das Trio Arrangements erarbeitet, die neben der Klangfülle, auch ausreichend Platz für Improvisation lassen.
Ausdruckstarker Gesang, der mit bluesigem Timbre unter die Haut geht; Gitarre mal harmonisch, mal percussiv; filigrane “fill-ins“ und virtuose Soli am Flügelhorn - Jazz aus Pless im Allgäu "zwingend swingend".

Eintritt 15 €
Reservierungen unter 08322/940266 während den Öffnungszeiten unserer Ausstellung (Di - So 14 - 17 Uhr). Abholung am Konzertabend bis 19.45 Uhr!!!!

am 07.02.2015

Musikalische Reise mit Sebastian Riescher und Henryk Brzoza

ConBrio

Samstag, 07. 02. 2014, 20 Uhr, Henryk Brzoza: Akkordeon Sebastian Riescher: Alt- und Sopransaxophon, Klarinette, Akkordeon

Henry Brzoza und Sebastian Riescher kennen sich seit 20 Jahren - seit Sebastian Riescher bei seinem Lehrer Henryk Brzoza angefangen hat, das Akkordeonspielen zu lernen. Nun treten sie gemeinsam auf und nehmen ihr Publikum mit auf eine musikalische Welt- und Zeitreise. Sie nehmen ihren Instrumenten bewusst die Klischees unserer Breiten und zeigen, wieviel verschiedene Musik man ihnen entlocken kann.
So werden abenteuerliche Brücken geschlagen von Vivaldi zu Gershwin, von Mozart zu Piazzolla, von der Klassik zum Jazz, vom Tango zum Blues, von Russland nach Israel, von Frankreich in die USA, vom Klassiker zur Eigenkomposition - kurzum es wird definitiv keine Grenzen geben und das Publikum darf sich an diesem Abend auf alles gefasst machen, außer Langeweile!

am 18.10.2014

Florian Mayer Quartett - "swing that thing"

Florian Mayer

Swinging Jazz und Latin Jazz, Samstag, 18. Oktober 2014, 20 Uhr

Florian Mayer. Saxophon, Klarinette
Pit Decker, Gitarre
Tiny Schmauch, Kontrabass
Lázló Demeter, Schlagzeug

Das Florian Mayer Quartett spielt in seinem Programm „swing that thing“ Jazz-Standards, Balladen und BossaNovas aus verschiedenen Epochen der Jazzgeschichte. Neben einigen der bekanntesten Jazz-Kompositionen sind auch unbekanntere Stücke zu hören. Eigenkompositionen der Musiker runden das Programm ab.
Die Musik des Florian Mayer Quartetts ist von frischen Melodien, warmen Akkorden und mitreißenden Rhythmen geprägt. Flori Mayer „swingt“ auf seiner Klarinette und bläst auf dem Tenorsax groß angelegte Improvisationen. Peter Decker bettet diese in jazzige Klangfarben. Mit László Demeter und Tiny Schmauch hat das Quartett eine rhythmische Basis, die zum blinden Verständnis zusammengewachsen ist. Ob Lateinamerikanische Rhythmen oder Blues, die Band swingt für Bauch und Beine.
Die Musiker des Florian Mayer Quartetts kennen sich schon seit vielen Jahren aus verschiedenen Formationen der südbayerischen Musik-Szene, vom Duo bis zur Bigband. Neben dem musikalischen besteht auch ein großes menschliches Verstehen untereinander. So entsteht ein sehr intensives Miteinander in der Musik des Quartetts.

Aktuelle CD: „ten or madness“ , 2008
Internet: www.tiny-schmauch.de

am 05.10.2014

Amun-Quartett - Diapente

Amunquartett

Jürgen und Iris Brennich Violine, Stefan Kellermann Viola, Brigitte Mang, Violoncello, Sonntag, 05. Oktober 2014, 19 Uhr

"Diapente" ist die altgriechische Bezeichnung für den Abstand von fünf Tönen. Die Quinte ist das prägende Intervall dieses Streichquartett-Abends.
Stark motivbildend verwendet streift die Quinte auch immer wieder die so gestimmten leeren Saiten der Streichinstrumente und lässt reizvolle obertonreiche Klänge im Raum entstehen. Auf dem Programm stehen das „Quintenquartett“ op. 76 Nr. 2 von J. Haydn, die „Cantàri alla Madrigalesca“ von G. F. Malipiero und das Quartett in Es-Dur von F. Mendelssohn.

Das Amun-Quartett setzt seinen musikalischen Schwerpunkt im klassisch-romantischen Repertoire. Dabei ist es den Spielern – alle vier sind zudem pädagogisch tätig – ein großes Anliegen, auch und gerade junges Publikum an Kammermusik heranzuführen.
Der Name Amun bezieht sich auf die altägyptische Gottheit, die der Überlieferung nach als Schöpfungsgott allem Seienden den Hauch des Lebens einflößt. Genauso möchten die vier Musiker ihr Publikum mit ihrem Spiel ebenfalls beseelen und bewegen.

am 26.09.2014

Kunst kennt kein Alter - Eva Schroer u. Annemarie Augsten

Eva Schroer und Annemarie Augsten

Aktions-Abend am 26.09.2014 um 19.00 Uhr, mit Annemarie Augsten, Malerin, und Eva Schroer, Schauspielerin, Musik: Oliver Post, Gitarre

Kunst kennt kein Alter
- also ist sie doch zeitlos!

Kunst lebt von der Fantasie und ist an kein Alter gebunden. Erfahrung und Kreativität wachsen zu einem Gesamtkunstwerk. Das trifft für die Musik, die darstellenden Künste und genauso für die bildende Kunst zu.
Eva Schroer, Schauspielerin, wohnhaft in Rettenberg, schon reich an Jahren und Annemarie Augsten, bildende Künstlerin aus Durach, treffen sich regelmäßig zum künstlerischen Austausch. Ihre täglichen Beobachtungen sind die wichtigsten Substanzen für die künstlerische Arbeit.
Vor allem das menschliche Gesicht als Projektionsfläche für Ängste, Gefühle und Hoffnungen interessiert sie beide ganz besonders. Zeichnungen von Eva Schroer, Porträts ihrer langjährigen Bühnengefährten und die maskenhaften, teils kleinformatigen Bilder der jungen Künstlerin Augsten führen einen bewegten Dialog, obwohl Jahre dazwischen liegen. Es heißt: Gesichter sind wie aufgeschlagene Bücher - also: lesen wir darin. Gemäß der Überzeugung 'Kunst kennt kein Alter!'

Die einfühlsame musikalische Kunst des Gitarrenvirtuosen Oliver Post wird die Zuhörer und Zuschauer in die Vielfalt menschlicher Gesichterlandschaften begleiten.

am 14.09.2014

Gerhard Menger und Peter Krusche - Treffpunkt Villa Jauss

Peter Krusche - Gerhard Menger

14. 09. bis 19. 10. 2014, geöffnet Di. - So. 15 – 18 Uhr, Eröffnung: 14. September 2014, 11 Uhr, Einführung: Martin Fink, Kulturamtsleiter der Stadt Kempten, Musikalischer Rahmen: Iris und Jürgen Brennich

Die zwei Künstler Gerhard Menger (geb. 1944) aus Kempten und Peter Krusche (geb. 1953) aus Osterzell zeigen vom 15. September bis 19. Oktober 2014 ihre Arbeiten in der Villa Jauss, Oberstdorf.

Im Erdgeschoss präsentiert Peter Krusche Bilder der Serie „Infinito“, die den frühen Tod seiner Frau Maritta im Juli 2011 thematisieren. Die meisten Arbeiten (Öl auf Leinwand) entstanden 2012 im Gastatelier der Karl-Hofer-Gesellschaft in Berlin. Eine Präsentation dieser Werke war das erste Mal 2013 im Forum der Stadtsparkasse Kaufbeuren zu sehen. Hierzu entstand auch das umfangreiche Buch mit dem Vorwort von Georg Seeßlen.

Im ersten Stock zeigt Gerhard Menger eine Auswahl seines facettenreichen Werkes. Körper und Bildnis des Menschen und der im Allgäu so bestaunten Kühe beschäftigen den Künstler unentwegt, das gestalterische Spiel der Formen stets vorantreibend. Außergewöhnliche Blicke ermöglichen auch die Camera-Obscura-Objekte, die manch philosophischen Gedanken in einen optischen verwandeln.

Im Dachgeschoss vereinen sich die beiden künstlerischen Lebenentwürfe zu einer Gesamtschau, die Einblick gibt in die gegenwärtigen Entwicklungslinien der Künstler.

Führungen mit Gerhard Menger am Fr. 19.09. und So. 05.10 jeweils um 17 Uhr und mit Peter Krusche zum Abschluss der Ausstellung am 19. 10. 2014 um 16 Uhr

am 23.08.2014

Awtar al Ruhh – Saiten der Seele

Hans-Jürgen Gerung

Hans-Jürgen Gerung: arabische Kurzhalslaute Aoud und 10-saitige Gitarre, Sa. 23. August. 2014, 20:00 Uhr

Kurze Texte arabischer Autoren zu Krieg und Frieden, zu Liebe, Hass, Tod und vor allem aber Texte der Hoffnung im Wechselspiel mit arabischer Musiken aus Syrien und Mesopotamien gespielt sowohl auf der syrischen als auch der irakischen Kurzhalslaute Aoud. Dazwischen die ca. 1720 entstandene sonata da chiesa BWV 1001 des Johann Sebastian Bach in einem Arrangement für Gitarre solo.
Diese auf den ersten Blick so weit entfernten Musikwelten verbindet doch viel mehr als sie trennt – beide haben hohen spirituellen Charakter, die europäische Musik war lange Zeit beeinflusst auch durch orientalische Ästhetik (auch noch im Barock), wuchs zur eigenständigen Kunstform und erfuhr große Bewunderung im Morgenland.
Das Verbindende zwischen Kulturen und Menschen soll herausgearbeitet werden an diesem Abend mit Texten und Musik in der Villa Jauss in Oberstdorf.

Das Programm des Abends:
Munir Bashir (1930 – 1997), Taqsîm en maqâm Hijas kar
Text 1: Omar Khayyam (gest. um 1123), aus: Rubai’yyât:
Hamza el Din (1929 – 2006), Taqsîm ‘ûd
Text 2: Saniah Sâlih (Syrien, 1935 - 1986), aus: Millionen Frauen sind deine Mutter
Munir Bashir, Taqsîm en mâqam Awshâr
Text 3: Mahmûd Darwîsh (Palestina, 1941 - 2006), aus: Wir blasen auf der Flöte die Farbe der fernen Ferne
Munir Bashir,  Taqsîm en maqâm Râst
Text 4: Adonis (Syrien / Libanon, geb. 1930), aus: Ein einziges Mal
Johann Sebastian Bach (1685-1750), BWV 1001,1 – Adagio
Text 5: ABU L-QUASIM ‘ABD AR-RAHMAN (11. Jhd), aus: Das zucken eines zlitzes
Johann Sebastian Bach (1685-1750), BWV 1001,2 – Fuga
Text 6: Mohammed ibn al-Quetta‘ (11. Jh.), aus: Wenn zeit ist für das glück
Hans-Jürgen Gerung (*1960), SYRIA
Text 7: Nizâr Qabbâni (Syrien, 1923-1998), aus: Wann verkünden sie den Tod der Araber?
Johann Sebastian Bach (1685-1750), BWV 1001,3 – Siciliano
Text 8: Abu Nuwas (Baghdad, 8. Jh.), aus: Ich habe die sterne leuchten gesehen
Johann Sebastian Bach (1685-1750), BWV 1001,4 – Allegro
Text 9: Seif ar-Rahbî (Oman, geb. 1956), Die Lampe
Munir Bashir, Taqsîm en maqâm Nahawand
Text 10: Wadî Sa’âdah (Libanon, geb. 1948), Mysteriöse Blume
Raed Khoshaba (* 1968), Awtar al Ruhh

Im Bestreben, Einzeldisziplinen wie Malerei, Grafik, bildnerisches Schaffen, Tanz und Literatur in neuen Gesamtwerken darzustellen arbeitet Gerung heute weltweit mit jungen Künstlern zusammen; seine Werke werden auf wichtigen Festivals zeitgenössischer Musik wie ECLAT Stuttgart oder contemporanea Udine gegeben und seit 2009 kreiert er grafisch-musikalische Arbeiten exklusiv für die internationale Glas Trösch Gruppe.
Das Spiel auf der arabischen Kurzhalslaute Aóud erlernte u.a. Gerung bei Raed Khoshaba (Baghdad / Köln) und in den letzten Jahren widmete er sich intensiv dem Schaffen des irakischen Aoud-Virtuosen Munir Bashir dessen Werk er in zeitgenössische Notenschrift übertragen hat.

am 09.08.2014

Otto Kukla liest Thomas Bernhard

Thomas Bernhard

aus den "autobiographischen Schriften seiner Kindheit", Samstag, 09. August 2014, 20 Uhr

Die Lesung des Schauspielers Otto Kukla aus Thomas Bernhards autobiografischen Schriften stellt dem leidenschaftlich malenden Künstler Marwan einen Schriftsteller entgegen, der ebenfalls im Aufzeigen menschlicher Grundstrukturen seine monomanische Thematik findet: Wie sieht es hinter der Fassade menschlicher Eitelkeiten, Hoffnungen und Ängste aus? Er deckt mit seinem unermüdlichen Lamentieren gnadenlos die dunkelsten Bereiche des Normalbürgers auf.

Otto Kukla lebt auf einem Bauernhof in Buchenegg -
ausgebildet an der Otto-Falckenberg-Schauspielschule in München
gespielt u.a. am Burgtheater Wien, bei den Salzburger Festspielen, am Schauspielhaus Zürich und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg
gearbeitet u.a. auf der Bühne mit Claus Peymann und Peter Stein, in Film und Fernsehen mit Dieter Wedel (König von St. Pauli) und Christian Wagner (Warchild)
langjährige Theaterzusammenarbeit mit Crescentia Dünßer, u.a. Leitung Theater Neumarkt Zürich

am 25.07.2014

Geheimnisvolles Morgenland mit Arno Pürschel

Arno Pürschel, Karawane in Saudi Arabien

Eine orientalische Bilderreise, Freitag, 25. Juli 2014, 19 Uhr

In Fortsetzung seiner erfolgreichen fernöstlichen Bilderschau zeigt der Oberstdorfer Reisejounalist und Photograph Arno Pürschel seine meditative „Bilderreise durch die Länder des Nahen Ostens“. Dabei führt der Photograph sein Publikum auf den märchenhaften Spuren von 1001 Nacht durch die geheimnisvolle Welt des Morgenlandes zu magischen Orten.
Mit musikalisch untermalten Bildern vermittelt der Reisejournalist Einblicke in das alltägliche Leben der Menschen in den spannungsgeladenen Krisenregionen des Nahen und Mittleren Ostens. Die faszinierende Bilderreise durch den Orient beginnt in Ägypten und führt über den Sinai und Jordanien durch Palästina nach Bethlehem und Jerusalem, den beiden Ursprungsorten der jüdischen und christlichen Religion. Weitere beeindruckende Bilder aus den Ländern Jemen, Oman, Iran, Usbekistan, Kurdistan und Saudi Arabien zeigen ungeschminkt das Alltagsleben der islamischen Bevölkerung in der arabischen Welt und die magische Ausstrahlung Mekkas, wo Mohamed den Islam als jüngste der drei im Morgenland entstandenen großen Weltreligionen stiftete.
In den Begegnungen mit den dort lebenden Bevölkerung bekommen die Zuschauer nachhaltige Eindrücke von der Faszination der traditionellen orientalischen Kulturen und erleben hautnah den Alltag der Menschen in ihrem alltäglichen Lebensraum, der uns Europäern total exotisch erscheint.

am 20.07.2014

Gesichter aus Privatsammlungen

Leo Brandmüller, Christuskopf

ergänzen die große MARWAN-Ausstellung, So. 20. Juli – So. 31. August 2014, geöffnet Di. – So. von 15 bis 18 Uhr, Eröffnung Sonntag, 20. Juli 2014, 11 Uhr

Diese kleine Ausstellung in den Erdgeschossräumen der Villa Jauss ergänzt die laufende Ausstellung "MARWAN – Zwischen Orient und Okzident".
Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Sammlung Dr. Wilhelm Maul werden vor allem Schätze aus dem Kemptener Kunstkabinett gezeigt: Portraits aus mehreren Jahrhunderten bis in die Moderne. Der syrische Künstler Marwan zeigt im Ober- und Dachgeschoss nicht die Gesichter bestimmter Menschen. Ihm geht es um grundsätzliche Themen des Menschseins: um Leid, Schmerz, Freude, Betrübnis, Zuversicht, Skepsis usw. In den Frauen-, Männer- und Kinderportraits von Renoir, Picasso, Kokoschka, Janssen und vielen anderen Künstlern kommen diese Bereiche seelischer Empfindungen ebenfalls zum Ausdruck, oftmals allerdings verdeckt durch die Verlagerung des Schwerpunktes auf die Wiedererkennbarkeit der dargestellten Person. Dabei bringen die unterschiedlichen Entstehungszeiten eine Vielfalt stilistischer Besonderheiten mit sich, während Marwan in einer großen Variationsbreite seiner typischen Öl- und Aquarelltechnik gezeigt wird. Dazu bietet die „Suite der 99 Köpfe“ - in Anklang an die 99 Namen Allahs - einen einzigartigen Einblick in die Experimentierfreudigkeit seiner Radiertechniken.

am 11.07.2014

FORUM für NEUE MUSIK 2014

Fr. 11. - So. 13. Juli 2014 - Dante oder die Avantgarde der Renaissance

Gast: Daniel Gloger, Countertenor (Neue Vokalsolisten Stuttgart) - eine Veranstaltungsreihe der Musikschule Oberstdorf in Zusammenarbeit mit Villa Jauss und Kulturamt der Stadt Kempten.

Der Komponist Hans-Jürgen Gerung lehrt an der kommunalen Musikschule und hat das FORUM für NEUE MUSIK ins Leben gerufen - eine Reihe, deren Hauptanliegen darin besteht, dem Hörer auf neue Weise zeitgenössische Kammermusikwerke nahe zu bringen.
In der Zeitspanne eines Wochenendes wird ein enger Kontakt zwischen Publikum, Komponist und Interpret hergestellt und Berührungsängste mit einer oftmals als sperrig empfundenen Kunst werden abgebaut.
Die Veranstaltung widmet sich ganz einem Komponisten oder einem herausragenden Interpreten, dessen Werk und einem ausgewählten thematischen Schwerpunkt in Konzerten, Workshops und Vorträgen.

Konzerte:
Neue Werke für Countertenor, Renaissancelaute und Aoud von Maria Guccione (Italien),
Mai Fukasawa (Japan / USA) und Hans-Jürgen Gerung (Deutschland)

Fr. 11. Juli 2014 – Oberstdorf: Villa Jauss - 20:00 Uhr, Eintritt € 15,-, Konzertkasse ab 19 Uhr

Sa. 12. Juli 2014 – Kempten: Alpenländische Galerie im Marstall – 20:00 Uhr,
Eintritt € 15,-, Kartenvorverkauf: an der Abendkasse ab 19 Uhr

Vortrag und Diskussion:
So. 13. Juli – Oberstdorf: Villa Jauss - 10:00 Uhr,Eintritt € 6,-
►Warum wirkt die Vokalmusik der Renaissance mitunter so modern? -
gibt es Material- u. Konstruktionsparallelen zwischen damals und heute?
►Wie nähert sich ein Weltklasse Ensemble wie die Neuen Vokalsolisten Stuttgart
einem Neuen Werk?

Interpretation:
Daniel Gloger, Altus
H.-J. Gerung, Renaissancelaute und arabische Kurzhalslaute Aoud
Texte: Dante Aligheri, William Shakespeare, Fouad El-Auwad

Hans-Jürgen Gerung
FORUM für NEUE MUSIK 2014
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FORUM für NEUE MUSIK 2014

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am 04.07.2014

"Hinaus in die Welt" - Musik für Eine Welt

Die 3 Freiwilligen

Benefizkonzert mit Lucia Rasch, Sofie Imminger und Carla Fischer für ihren Freiwilligendienst, Freitag, 04. Juli 2014, 20.30 Uhr

Soziales Engagement zwischen Abitur und Studium ist der Wunsch der Schülerinnen Lucia Rasch, Sofie Imminger und Carla Fischer. Daher werden sie ab August für ein Jahr in Peru und Indien arbeiten, jede in einem anderen Projekt. Die Freiwilligen sind verpflichtet, einen Teil der Kosten durch den Aufbau eines privaten Förderkreises aufzubringen.
Unter dem Motto "Hinaus in die Welt" werden die drei musikbegeisterten Oberstdorferinnen Ihnen ein gemischtes Programm von Gesang über Hackbrett und Gitarre bis zu Saxophon und Violoncello in unterschiedlichen Besetzungen quer durch viele Musikrichtungen und Epochen präsentieren.
Die Musikerinnen hoffen, bei diesem musikalischen Abend neue Förderer zu finden und wollen sich auf diesem Weg auch bei ihren Unterstützern für die bisherigen Spenden bedanken.

Eintritt frei, Spenden erwünscht!

Sie haben auch Gelegenheit, die aktuelle Ausstellung "MARWAN - zwischen Orient und Okzident" zu sehen. Mehr unter www.villa-jauss.de.

am 28.06.2014

MARWAN – zum 80. Geburtstag "Zwischen Orient und Okzident"

MARWAN im Atelier

"Suite der Köpfe" (99 Radierungen), Aquarelle, Skizzenbücher und Ölbilder 28.06. – 31.08.2014, Di - So 15 - 18 UhrVilla Jauss)

Eröffnung: Fr. 27.06.2014, 19.00 Uhr mit Waldtraut Braun (Förderin), Prof. Jörn Merkert (ehem. Direktor der Berlinischen Galerie), Karin Kiwus (Lyrikerin), Hans-Jürgen Gerung (arabische Kurzhalslaute Aoud) und Wilhelm Geierstanger (1. Vorsitzender Villa Jauss).

"Marwan lebt in einem ganz individuellen Spannungsfeld zwischen Orient und Okzident. In seinen Gemälden und Aquarellen legt er in der sinnlichen Anschaulichkeit der ungegenständlichen, bewegten Farbe seine lebendigen Erinnerungen und träumerischen Visionen offen. Dabei erzählt er in europäischer Bildsprache von einem paradiesischen Leben voller Düfte, Klänge und Farben, wie sie wohl nur ein Araber so sinnlich, empfindsam und sehnsuchtsvoll zum Ausdruck bringen kann." (Prof. Jörn Merkert)

Geboren wurde MARWAN 1934 in Damaskus, am Rande der Wüste. Nach einem Studium der arabischen Literatur in Damaskus ab 1957 Studium der Malerei bei Hann Trier in Berlin, wo sich Marwan über das Informel der expressiven Figuration näherte.
"In sehr differenziertem und einem Ton-in-Ton gehaltenen malerischen Vortrag entwickelt er dabei ein bedrängtes, von Sehnsüchten und Begierden getragenes Menschenbild." Seit Jahrzehnten konzentriert er sich "immer ausschließlicher auf das menschliche Antlitz, die „Gesichtslandschaft“, den „Kopf“, als zentrales Ausdrucksfeld seiner und unserer auch widersprüchlichen Gestimmtheiten, Empfindungen und seelischen Zustände – von einer leisen, freudigen Melancholie als poetischem Grundtenor bis hin zu expressivem Furor barocker Lust, von Wehmut und lebensvoller Heiterkeit gleichermaßen." (Merkert)
Marwan lehrte über 20 Jahre lang Malerei an der Hochschule der Künste in Berlin. 2005 wurde ihm für seine „Verdienste als kultureller Vermittler zwischen Orient und Okzident“ das Bundesverdienstkreuz überreicht.

Veranstaltungen zur Ausstellung:
Die Abendkasse öffnet jeweils eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn (außer Führungen)!

Führungen: Wilhelm Geierstanger
im Juli: Sa. 05.07., 12.07., 26.07.
im August: Fr. 08.08., 15.08., 22.08., 29.08.
jeweils 19.00 Uhr
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

Reiseimpressionen:
Geheimnisvolles Morgenland
Bilderschau von Arno Pürschel
Fr. 25.07., 19.00 Uhr
Eintritt 5. - €

Lesung: Otto Kukla liest aus Thomas Bernhards
„autobiografischen Schriften seiner Kindheit“
Sa. 09.08., 20 Uhr
Eintritt 8.- €

Konzert: Forum für Neue Musik:
Dante oder die Avantgarde der Renaissance
Neue Werke für Countertenor, Renaissancelaute und Aoud
von Maria Guccione (Italien), Mai Fukasawa (Japan / USA)
und H.-J. Gerung
Interpretation: Daniel Gloger, Altus,
H.-J. Gerung, Renaissancelaute und arab. Kurzhalslaute Aoud.
Fr., 11.07., 20.00 Uhr
Eintritt 15.- €

Vortrag / Konzert: Forum für Neue Musik :
Die Modernität der Renaissancemusik
Daniel Gloger, Altus,
H.-J. Gerung, Renaissancelaute und arab. Kurzhalslaute Aoud.
Texte: Dante Aligheri, William Shakespeare, Fouad El-Auwad
So., 13.07.2014, 10.00 Uhr
Eintritt 6. - €

Konzert: Awtar al Ruhh – Saiten der Seele
Kurze Texte des syrischen Autors Fouad El-Auwad zu Krieg und Frieden, zu Liebe, Hass, Tod - vor allem aber Texte der Hoffnung im Wechselspiel mit arabischer Musik aus Syrien und Mesopotamien. Dazwischen die ca. 1720 entstandene sonata da chiesa BWV 1001 des Joh. Seb. Bach in einem Arrangement für Gitarre solo.
Interpretation: Hans-Jürgen Gerung, arabische Kurzhalslaute Aoud und 10-saitige Gitarre.
Sa. 23.08.2014, 20:00 Uhr
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.

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am 09.06.2014

"MEINE BERGE - MEINE HEIMAT" - Heinz Zak

Heinz Zak

im Rahmen des Oberstdorfer Fotogipfels 09. bis 14. Juni 2014, täglich geöffnet von 9 bis 18 Uhr

Seit 1975 dokumentiert Heinz Zak seine Erlebnisse am Berg und beim Klettern mit der Kamera. Als Fotograf ist Zak überwiegend im Outdoor-Bereich tätig. Seit Anfang der 80er Jahre veröffentlicht er seine Bilder in Magazinen, Büchern und Kalendern.

am 09.06.2014

HINTERLAND - Romano P. Riedo

Romano P. Riedo

ein fotografisches Langzeitprojekt - im Rahmen des Oberstdorfer Fotogipfels vom 09. bis 14. Juni 2014, täglich geöffnet von 9 bis 18 Uhr

Die Humangeografie bezeichnet mit dem Begriff "Hinterland" ländliches Gebiet, das Städten oder größeren Einzugsgebieten vorgelagert ist, nur von wenigen Einwohnern bewohnt wird und durch eine reduzierte Infrastruktur gekennzeichnet ist. Romano P. Riedo hat Ethnologie studiert und war selbst als Rinderhirt und Pferdekutscher tätig. Seit über zwanzig Jahren dokumentiert er in die Lebenswelt von Schweizer Bergbauern, Sennen und Hirten, die unweit der industrialisierten Zentren ein Leben unter einfachsten Bedingungen führen. Die Ausstellung zeigt erstmals in Deutschland eine repräsentative Auswahl des mehrfach prämierten Schwarzweiss-Projektes.

am 24.05.2014

Willy Jaeckels „Faust I und II“

Willy Jaeckel, Faust

im Vergleich zu anderen Faust-Illustrationen - Vortrag von Wilhelm Geierstanger, Samstag, 24.5.2014,19 Uhr

Willy Jaeckels Faust-Illustrationen wurden 1925 im Berliner Erich Reiß Verlag mit der Hand gedruckt, in einer einmaligen Auflage von 150 Exemplaren. Durch einen Zufall konnte die „Initiative Villa Jauss e.V.“ die 26 Kaltnadelradierungen mit der Nr. 141 kurz vor Ausstellungseröffnung günstig erwerben.

Der Vortrag stellt die eindringlich expressive Sichtweise der Jaeckel-Radierungen einigen traditionellen Illustrationen gegenüber. Gezeigt werden die sich eng an den Text anlehnenden Umrisszeichnungen von Moritz Retsch, dann die etwas opulenteren Bilder des Nazareners Peter Cornelius und als Höhepunkt der Goethezeit die malerischen Lithographien von Eugene Delacroix. Barlachs in Holz geschnittene Figuren dagegen heben sich zeichenhaft ab von Slevogts ausufernden Textumrandungen, die sich Seite für Seite genau auf die einzelnen Ereignisse der Fausttragödie beziehen.

Jaeckels Bildauswahl muss als sehr eigenwillig bezeichnet werden. Der Künstler hält sich nur teilweise an die traditionelle Bildfolge und konzentriert sich vor allem auf die Figuren Faust und Gretchen. Das Eingangsportrait Mephistos eröffnet in Faust I programmatisch die Handlung, während das Portrait des Sinnsuchers Dr. Faust den Beginn des 2. Teils markiert. Jaeckel verzichtet auf vielfigurische Szenen und arbeitet vor allem die psychologischen Situationen seiner Akteure heraus.

am 08.05.2014

Willy Jaeckel – vom schonungslosen Expressionismus zum zärtlichen Realismus

Willy Jaeckel, Paula Wessely, 1934

Vortrag von W. Gunther le Maire, Donnerstag, 08.5.2014,19 Uhr

Dass die Ausstellung „Willy Jaeckel – Der Visionär im Allgäu“ eine außergewöhnlich beeindruckende Ausstellung ist, hat sich schnell herumgesprochen. Über diesen großartigen Maler der 20er und 30er Jahre, dessen graphisches Werk zum größten Teil in Gunzesried entstand, und seine erstaunliche malerische Entwicklung spricht W. Gunther le Maire. Das Vortragsthema: „Willy Jaeckel – vom schonungslosen Expressionismus zum zärtlichen Realismus.“ Stellt diese Eigenart des Werkes heraus. Nach seinem Kunststudium in Breslau und Dresden wurde Jaeckel in Berlin zwischen 1913 und 1918 schnell ein bekannter Expressionist. Seine ergreifenden Lithografien über die Schrecken des Krieges, die 1914/15 entstanden, berühren uns heute noch tief. Aus den Kriegserlebnissen und dem Chaos des Nachkriegs-Berlins resultierte sein Bedürfnis, am Entstehen einer neuen Humanität und Spiritualität mitzuwirken. Deshalb kaufte er ein Haus in Gunzesried und schuf dort mit missionarischem Eifer unter Einbeziehung östlicher Weisheitslehren mehrere hundert Radierungen zur Bibel – Altes Testament, Hiob, Hohes Lied, Brief an die Römer, Offenbarung Johannes - und zu Faust I und II, zu Dante, zu Paul Dehmel, Frank Wedekind, William Shakespeare, Walt Whitman u. a. Ab 1924 – nach längerem Aufenthalt in Dubrovnik (damals Ragusa) – lebte er wieder in Berlin und wurde dort einer der markanten Personen des Kunstlebens. Sein Malstil veränderte sich total: Er wurde der Porträtist der modernen Frau. Nach 1933, ständig angefeindet von den Nazis, behielt er zwar seine Professur, aber er vermied angreifbare Bilder. Reizvolle Blumenstillleben stammen u.a. aus dieser Zeit. 1944 kam er bei einem Bombenangriff im Luftschutzkeller seines Hauses in Berlin um.
Der Vortrag soll Malweise und Denkweise von Willy Jaeckel, der neben Otto Modersohn der bekannteste Maler ist, der im 20. Jahrhundert mehrere Jahre im Oberallgäu lebte, näher bringen, denn bislang ist Jaeckel im Allgäu unbekannt. Die Ausstellung „Willy Jaeckel – der Visionär im Allgäu“ kann nach dem Vortrag besichtigt werden.

am 30.04.2014

lydisch#4

lydisch#4

Mittwoch, 30. 04. 2014, 20 Uhr Jazz mit Lydia Schiller und Tiny Schmauch

stilrichtung: mainstream latin

besetzung:
Lydia Schiller (voc)
Thomas Schiller (perc)
Lothar Ringmayr (sax, fl)
Peter Decker (g)
Tiny Schmauch (b)

Für Ihre persönliche Interpretation von Jazz-Standards, aber auch Latin-Jazz und Songs aus dem Pop und Rhythm´n´Blues hat die Kemptner Jazz-Sängerin Lydia Schiller eine aktuelle Formation der Allgäuer Szene um sich geschart: Viel Jazz-Erfahrung, aber auch sprühende Kreativität mit dem Diessener Saxophonisten Lothar Ringmayr, Peter Decker (Obergünzburg, Gitarre), Tiny Schmauch am Kontrabass und ihrem Vater Thomas Schiller (percussion).
Die Band heisst „lydisch#4“, dem Namen einer alten Kirchentonart entlehnt, die seit den 80er Jahren im Jazz durch Pat Metheny und Chick Corea wieder „zu Ehren“ gekommen ist: luftige Klänge, heiter, verspielt!
Warum „#4“? naja, mit den vier älteren Herren hat Lydia schon immer wieder mal ihr „Kreuz“ . „ old socks ? fresh sounds !“

am 23.04.2014

Willy Jaeckel - seine Vision einer neuen Welt

Willy Jaeckel

Brigitte Hafer - Führung durch die Ausstellung, Mittwoch, 23. April 2014, 19 Uhr

Von Willy Jaeckel, dem großen Berliner Künstler aus Breslau, dessen beeindruckende Gemälde derzeit in der Villa Jauss gezeigt werden, gibt es dort auch mehrere druckgrafische Bildreihen zu sehen.

Viele hundert Lithografien und Kaltnadelradierungen sind in Gunzesried entstanden, seinem Refugium während der Nachkriegsjahre (1919 - 24). Fernab der brodelnden ausgehungerten Hauptstadt erkämpft sich Willy Jaeckel hier in der Stille und Abgeschiedenheit die Kraft, um das Erlittene der jüngsten Vergangenheit zu verwandeln - sozusagen zu einem Fundament für eine "Neue Welt". Er befasst sich mit esoterischen und okkulten Lehren. Und die Themen der "Gunzesrieder" Drucke betreffen die Grenzbereiche des irdischen Daseins. Wie zum Beispiel die Reihe zur Offenbarung des Johannes ("Apokalypse" 1922).

Zu dem Abenteuer, sich einerseits für das Werk Jaeckels zu begeistern und andererseits sich auch seinem zunächst fremd anmutenden Weg der Gunzesrieder Jahre gemeinsam zu nähern, ihn besser kennenzulernen und vielleicht sogar zu verstehen, lädt die Künstlerin Brigitte Hafer ein.

Kosten incl. Eintritt: 8 Euro.

am 15.04.2014

Willy Jaeckels graphischer Bibelzyklus "Die Offenbarung des Johannes"

Willy Jaeckel

Vortrag von Pfarrerin Daniela Ditz-Sievers, Dienstag, 15.April, 20 Uhr

Frau Ditz-Sievers beschäftigt sich vor den Originalen im Dachgeschoss
mit Willy Jaeckels graphischem Bibelzyklus "Die Offenbarung des Johannes",
der 1922 in Gunzesried entstand. Sie erläutert einerseits den nicht leicht verständlichen Bibeltext und geht andererseits ausführlich auf die vom Künstler ausgewählten Bildsymbole ein.
Im Anschluss daran kann die gesamte Ausstellung besichtigt werden.
Eintritt 5.- €

am 12.04.2014

Das Werk Willy Jaeckels, garniert mit Liedern der 20er Jahre

Willy Jaeckel, Faust 1 Studierstube

W. Gunther le Maire (Vortrag), Michael Hanel (Gesang), Sebastian König (Klavier) Samstag, 12.4.2014, 19 Uhr

Michael Hanel, beliebter Sänger aus Immenstadt kommt mit Liedern aus den 20er Jahren richtig gut an. In diesen 20er Jahren (1919 - 1924) wohnte der Berliner Maler Willy Jaeckel in Gunzesried und schuf dort den größten Teil seines grafischen Gesamtwerkes. Von den mehreren Hundert Radierungen und Zeichnungen sind im Kunsthaus Villa Jauss bis zum 25. Mai viele ausgestellt. Dazu kommen die erschütternden expressiven Anti-Kriegs-Lithografien Jaeckels von 1914/1915 und eine Anzahl seiner schönsten Gemälde – bekannte Frauen, Blumen und Berglandschaften.
Die expressionistischen Arbeiten Jaeckels bis zum Ende des 1. Weltkrieges unterscheiden sich stilistisch stark von seinen vergeistigten Arbeiten der Gunzesrieder Zeit. Nach 1925 wendet er sich einem feinen Realismus zu und wurde zum in ganz Deutschland bekannten Porträtisten der modernen Frau. Diese Phasen stellt W. Gunther le Maire vor, verbunden mit vielen Bildern.

Zwischen jedem „Kapitel“ sorgen Lieder für das Flair des Lebens der 20er Jahre in Berlin. Sebastian König (Klavier) und Michael Hanel (Gesang) sind die kleinste Version des Polymnia Salonorchesters. Auch wenn man bei dieser Besetzung kaum von einem Orchester sprechen kann, so lehnt sich das Repertoire der beiden Musiker eng an jene Salonklänge der 20er Jahre an, die heute noch in Jedermanns Ohr nachhallen. Zu jener Zeit - im Spannungsfeld zwischen politischem Konflikt, wilder Lebenslust und der scheinwahrender "Hand vor dem Mund" - entstanden Couplets und Chansons, die auf unverwechselbare Art Zeugnis einer bewegten Epoche sind: Die Epoche der Roaring Twenties.

Die Ausstellung „Willy Jaeckel – der Visionär im Allgäu“ kann nach Musik und Vortrag besichtigt werden.

am 04.04.2014

Rahmenprogramm zur Willy Jaeckel Ausstellung

Willy Jaeckel, Selbstporträt

Freitag, 4.4.2014, 19 Uhr
Dr. Wim Mauthe:
Hommage an Willy Jaeckel :
New Orleans-Jazz mit Dr. Wim’s Jazz Affair

Samstag, 12.4.2014, 19 Uhr
W. Gunther le Maire:
Leben und Werk Willy Jaeckels in Kapiteln,
sowie: Michael Hanel mit Liedern der 20er Jahre

Dienstag, 15.4.2014, 20 Uhr
Pfarrerin Daniela Ditz-Sievers
Willy Jaeckels graphischer Bibelzyklus "Die Offenbarung des Johannes"

Mittwoch, 23.4.2014, 19 Uhr
Brigitte Hafer:
Ausstellungsführung:
Willy-Jaeckel – seine Vision einer neuen Welt

Mittwoch, 30.4.2014, 20 Uhr
Lydia Schiller Quartett
Jazz mit Lydia Schiller und Tiny Schmauch

Donnerstag, 8.5.2014,19 Uhr
W. Gunther le Maire
Willy Jaeckel – vom schonungslosen Expressionismus zum zärtlichen Realismus.

Samstag, 24.5.2014,19 Uhr
Wilhelm Geierstanger:
Willy Jaeckels „Faust I und II“ im Vergleich zu anderen Faust-Illustrationen

Sonntag, 25.5.2014, 15 Uhr
Ausklang der Ausstellung

am 04.04.2014

Dr. Wim´s Jazz Affair

Wim Mauthe

Freitag, 04. April 2014, 19 Uhr Freitag, 04. April 2014, 19 Uhr Hommage an Willy Jaeckel - Jazz aus seiner Zeit: „New Orleans“ mit Dr. Wim Mauthe und Band

Langjährige Erfahrungen als Bandleader von New Orleans Jazzbands machten Dr. Wim Mauthe zu einer festen Größe in der Jazz-Szene. Sein Quintett wurde Ende 2006 gegründet, spielt tiefschwarzen New-Orleans-Sound, serviert aber auch sanfte Liebeslieder, fetzige Gassenhauer, Blues und Gospel. Die Band spielt in der charakteristischen Besetzung mit Klarinette, Saxofon, Posaune, Banjo, Kontrabass und Schlagzeug. Auf der Bühne stehen fünf erfahrene Musiker aus Deutschland und der Schweiz, die durch ihr lebensfrohes Zusammenspiel die vielschichtige Atmosphäre von New Orleans spürbar werden lassen.

Bereits seit 15 Jahren spielt die ,,Jazz Affair "bei einem der europaweit größten Jazz -Festivals in Ascona. Sie haben am internationalen Jazzfestival in Kempten 2012 und am Dixilandfestival Dresden 2013 teilgenommen.

Wim Mauthe, in Oberstdorf geboren, hat lange in Fischen gelebt und gearbeitet bis er 1990 seinen Beruf an den Nagel hängte. Seitdem widmet er sich ganz seinen zwei Passionen, dem Jazz und der Malerei. Mancher wird sich noch an seine Ausstellung 2009 in Fischen erinnern. Wim Mauthe lebt inzwischen in Freiburg.

am 30.03.2014

Willy Jaeckel - Der Visionär im Oberallgäu von 1919 bis 1923

Willy Jaeckel, Dame in Gelb 1928

Ausstellung: So. 30.03. – So. 25. 05. 2014, Di. – So. von 14 bis 17 Uhr Ostermontag geöffnet, Eröffnung der Ausstellung: Sa. 29. 03. 2014, 19 Uhr, Vorabenderöffnung Fr. 28. 03. 2014, 19 Uhr. Beachten Sie das umfangreiche Begleitprogramm!

Einer der bedeutendsten Künstler, die im 20. Jahrhundert im Allgäu lebten, ist der Berliner Maler Willy Jaeckel (1888-1944). Er war vor 100 Jahren zu Beginn des 1. Weltkriegs der erste, der mit erschütternden Lithografien nicht in den Hurra-Patriotismus einstimmte, sondern die Gräuel des Krieges drastisch darstellte. 1919, noch vom Erlebnis des Krieges geprägt und vom Nachkriegschaos in Berlin entsetzt, suchte er die Stille der Allgäuer Berge. Er kaufte ein Haus in Gunzesried und zog mit Frau und Kind ins Allgäu. Diese Zeit steht im Mittelpunkt einer von der Villa Jauss und der Kulturgemeinschaft Oberallgäu ausgerichteten Ausstellung von über 100 Werken im Kunsthaus Jauss in Oberstdorf: „Willy Jaeckel. Der Visionär im Oberallgäu (1919 -1923)“.

Jaeckel entwickelte in Gunzesried Visionen einer neuen Gottbezogenheit und veröffentlichte dazu 234 Radierungen ab 1921. Er war überzeugt, dass die bildende Kunst eine neue Spiritualität gegen den Materialismus und die Oberflächlichkeit der modernen Gesellschaft setzen müsse. Sowohl dem Einzelnen als auch der Gemeinschaft wollte er mit seinen Arbeiten Orientierung und Hilfe geben. Es entstand eine visionäre Neuinterpretation der Bibel auf apokalyptischem und anthroposophischem Hintergrund.

Jaeckels Jahre im Allgäu waren völlig vergessen bis der Oberallgäuer Landtagsabgeordnete Thomas Gehring einen Hinweis gab, dass in seinem Elternhaus Willy Jaeckel vier Jahre lang an diesem großen Grafikzyklus arbeitete, den er selbst damals als sein Hauptwerk betrachtete. Nach 1925 lehrte Willy Jaeckel an der Kunstakademie in Berlin. Er wurde mit seinen delikaten Frauenporträts im Stil der Neuen Sachlichkeit einer der herausragenden Bildnismaler der 20-er und 30-er Jahre. Seine Arbeiten wurden in München, Dresden, Berlin, Zürich, New York, Pittsburgh, Frankfurt und Wien gezeigt. 1933 wurde er von den Nationalsozialisten als Professor entlassen. Nach großem Protest seiner Studenten wurde er wieder ins Amt eingesetzt, jedoch . in der Ausübung seines Berufs behindert. Demoralisiert gab Jaeckel 1943 die Lehrtätigkeit an der Akademie auf. Vor 70 Jahren, Ende Januar 1944, wurde das Wohnhaus und Atelier am Kurfürstendamm von Spreng- und Brandbomben getroffen. Willy Jaeckel starb inmitten der Trümmer.

Die Ausstellung zeigt hauptsächlich Werke aus seiner Allgäuer Zeit: Portraits von Schauspielern und Familienmitgliedern, die Apokalyptischen Visionen, Bilder zum Alten und Neuen Testament, Liebespaare und Akte. Es ist gelungen, trotz der derzeit großen Nachfrage vieler Museen nach dem Kriegszyklus „Memento“ von 1914/15 diesen vom Bröhan-Museum Berlin geliehen zu bekommen. Hinreißend gute Aktzeichnungen, z.T. noch nie öffentlich gezeigt, gehören zu den Highlights der Jaeckel-Ausstellung. Eine Bilderschau im Erdgeschoss gibt einen Einblick in Leben und Werk des Künstlers. Vorträge zu unterschiedlichen Themen seiner Malerei und Grafik vertiefen das Verständnis dieses außergewöhnlichen Menschen.

In Zusammenarbeit mit der Kulturgemeinschaft Oberallgäu e.V.

am 24.02.2014

baustelleheimat.02: Zukunft der heimatlichen Baukultur und Ortsgestaltung

Oberstdorf Gestaltungssatzung

Montag, 24. Februar 2014, 19 Uhr Initiative Villa Jauss und Architekturforum Allgäu

Fortsetzung der Veranstaltungsreihe "baustelleheimat"

Workshop mit Diskussion mit Oberstdorfer Architekten, dem renommierten Architekten Bernhard Landbrecht (München), bekannt von der Jurysitzung zum Evangelischen Gemeindehaus, Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl und Bürgermeister Laurent Mies.
Moderation: Architektin Angelika Blanz-Düsterfeld (Bad Hindelang)

Pressemeldung zum Workshop:
Die Gestaltungssatzung in Oberstdorf gehört reformiert!
Dieses Ergebnis steht unter dem Strich einer Diskussionsrunde in der Villa Jauss, zu der die Initiative Villa Jauss und das Architekturforum Allgäu eingeladen hatten.
Eingeladen waren alle politisch Verantwortlichen der Gemeinde, die mit dem Thema befasst sind, also Herr Bürgermeister Laurent Mies, alle Mitglieder des Gemeinderates sowie interessierte Oberstdorfer Bürgerinnen und Bürger und Architekten.
Um der Sache von vornherein eine gewisse Perspektive von außen zu geben, nahmen auch Experten wie der renommierte Architekt Bernhard Landbrecht (Schriftleitung des „Bauberaters“ des Bayrischen Landesvereins für Heimatpflege) und der Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl teil.
Moderiert wurde die Veranstaltung von der Hindelanger Architektin Angelika Blanz-Düsterfeld.

Klaus Noichl als örtlicher Architekt stellte zunächst Ortbilder vor: Aufnahmen von gelungener traditioneller und moderner Architektur in Oberstdorf. Das verblüffende Ergebnis dieser Moment-Aufnahme war, dass besonders gelungen und harmonisch wirkende Bauten, gerade auch historische Häuser in Gerstruben, nach der geltenden Satzung nicht genehmigungsfähig wären.
Die gewisse Bestürzung, die sich darauf einstellte, mündete dann sehr schnell in eine äußerst fruchtbare Diskussion.

Dr. Peter Fassl zeigte in seinem Referat die Vielfältigkeit der historischen Architektur Oberstdorfs, wies im folgenden auf die Zeitgebundenheit von Satzungen hin und empfahl solche Satzungen in Rhythmus von 5 bis 10 Jahren immer zu überarbeiten.

Bernhard Landbrecht befürwortete grundsätzlich die Regelung von Baugestaltung über Satzungen. Hier müsse aber der ganz konkrete Standort gesehen werden. Auch sei der städtisch geprägte Raum von ländlichen Bereichen klar zu unterscheiden. Die geltenden Festlegungen der Dachneigungen von 18 bis 26 Grad sind seiner Ansicht nach kontraproduktiv, da sie einen Dachausbau und Zerstückelung mit Gauben und Kehrgiebeln zur Folge haben. Das traditionell flache Allgäuer Satteldach verschwindet immer mehr statt gefördert zu werden.

Die momentan von der Oberstdorfer Verwaltung geübte rechtspositivistische Praxis ist nicht zielführend für eine bessere Ortsgestaltung – darüber war sich die Runde mehrheitlich einig.
Dass kleinteiligste Regelungen wie Dachneigungen Symmetrie und Dachüberstände bei Bauvorhaben ohne Ansehen der tatsächlichen Gestaltqualität und Einfügung penibelst eingefordert werden, muss ein Ende haben. Hier sollte immer das gesamte gestalterische Ergebnis im Sinne der Präambel der Satzung im Vordergrund stehen. Dort heißt es, alle Baumaßnahmen "sollen ein Ortsbild traditioneller, alpenländischer Prägung ergeben". Es geht also nicht um die Einhaltung von zum Teil sinnentleerten Einzelparagraphen. Gute Gestalt entsteht nicht daraus, dass eine Liste von Paragraphen eingehalten wird.

Aus dem Publikum kam der Wunsch, dass für eine Reform der Satzung alle Kreise beteiligt werden, die betroffen und fachkundig sind, also vor allem auch die Architekten.
Die Arbeit sollte bald begonnen werden. Die Initiative Villa Jauss und das Architekturforum würden das Projekt gerne begleiten.

am 01.02.2014

Salvador Dali - Vortrag von Wilhelm Geierstanger anlässlich des 100. Geburtstags

Detail Dali, Hommage a la medicine

Samstag 01. Februar 2014, 19 Uhr

Im Dachboden des Kunsthauses Villa Jauss widmet die „Initiative Villa Jauss e.V“ ihrem Stifter eine kleine Sonderausstellung. Mehrere Leihgeber aus dem Oberallgäu haben sich spontan bereit erklärt, durch Leihgaben aus ihrem Privatbesitz auf den 100. Geburtstag des Sammlers Hugo J. Tauscher (1914 - 2008) aufmerksam zu machen. Seine Grafikstiftung an das Kunsthaus Villa Jauss aus den Jahre 1998 enthält neun Arbeiten des exzentrischen Spaniers Salvador Dali. Man kann ihn mit Fug und Recht als den Lieblingskünstler Tauschers bezeichnen, da er von keinem anderen Künstler mehr Arbeiten erwarb als von diesem. Kurz vor seinem Tod übergab er noch drei Werke an die Stiftung. Wilhelm Geierstanger stellt in seinem Vortrag den selbsternannten „Erlöser“ Salvador Dali und einige seiner Themen vor, die auch in den ausgestellten Graphiken anklingen.
Diese kleine Ausstellung ist dann in den Monaten April und Mai in Ergänzung der parallel stattfindenden Sonderausstellung „Willy Jaeckel – Der Visionär im Allgäu (1919 – 1923)“ vom 30. 03. bis 25. 05. 2014 zu besichtigen. Ausführliche Informationen unter www.villa-jauss.de.

am 25.01.2014

Arno Pürschel über "Traumland Myanmar"

Swe-Dagon-Pagode in Yangoon/Myanmar

Samstag, 25. Januar 2014, 19 Uhr - Bilderreise durch ein exotisches Land

Der Reisejournalist und Fotograf Arno Pürschel zeigt im Oberstdorfer Kunsthaus „Villa Jauss“ seine mit orientalischen Klängen untermalte Bilderfolge „Traumland Myanmar“. Es sei sowohl „eine Bilderreise durch ein exotisches Land mit ebenso außergewöhnlichen landschaftlichen Schönheiten, faszinierenden fernöstlichen Kulturdenkmälern“, als auch „eine Folge von menschlichen Begegnungen, die unsere westlich geprägte Seele wohltuend anrühren“, meint der Autor. Denn mit den Worten „Bei uns ist der moderne Kapitalismus noch nicht angekommen – und damit auch noch nicht das Böse“ habe eine weise Einheimische die zuvorkommende Freundlichkeit der im ehemaligen Königreich „Burma“ beheimateten Menschen zutreffend beschrieben. Dies ist auch das Fazit dieser traumhaft-meditativen Bilderreise durch das fernöstliche Land „Myanmar“.

am 08.01.2014

Matthias Schriefl, Johannes Bär und Tamara Lukasheva

Schriefl und Co.

Zwei Weltmeister des Blechs und eine Fee der Stimme - Mittwoch 08. Januar 2014, 20 Uhr - Saal Breitachklamm im Oberstdorf Haus

Eintrittskarten für 15 € im Vorverkauf während der Winterausstellung im Kunsthaus Villa Jauss, Fuggerstr. 7 täglich 14 - 17 Uhr (14. 12.2013 bis 06.01.2014) oder an der Abendkasse

Weltmeister des Blech? Sie sind keine Spengler, sondern Musiker, die ihren Tröten nie gehörte Töne entlocken, egal welcher Größe und Bauart. Trompete und Tuba, Posaune und Alphorn: was für ein Rohr, denkt man sich, wenn die zwei darauf röhren, schmettern und säuseln. Schriefl, aus dem Weiler Maria Rain bei Nesselwang stammend, gehört zu den international gefragtesten Jazztrompetern. In seiner Jugend wurde er schon mit Preisen überhäuft: WDR-Jazzpreis für Improvisation, Stern des Jahres der Münchner Abendzeitung, Ernennung zum „Rising Star“ auf Vorschlag der Kölner Philharmonie. Er spielt mit den Größen der Szene auf Augenhöhe. Eine Genie der Lippen ist auch Johannes Bär aus Vorarlberg. Der wandert mit seiner Gruppe HMBC gerne "vo mello bis ge schoppornou", vor allem nachts.
Beide verbindet, dass sie in der alpenländischen Tradition aufgewachsen sind, und diese noch heute pflegen. Kreativ, pfiffig, witzig, zeitgemäß. Man darf gespannt sein, was passiert, wenn bei dieser musikalischen Weltreise ein Allgäuer Jodler auf einen Blues aus New Orleans trifft. Oder einen Hip Hop. Oder was auch immer.

Für das weibliche Element sorgt Tamara Lukasheva aus Odessa am Schwarzen Meer. Sie sang in den Opernhäusern ihrer Heimat, bevor sie beschloss, ihre Stimme ganz freizulassen. Wenn sie ihre sinnlichen, geschmeidigen Vokalisen legt, ist ihr leuchtender, warmer Sopran geradezu waffenscheinpflichtig, besonders für Männer. Die Stimme wird zum Instrument.
Markus Noichl, der das Trio kennt und nach Oberstdorf holte, wird mit der Djembe-Trommel würzen und als Wortwerker mit Oberstdorfer Dialekt für Sprachmusik sorgen. Ein Konzert-Abenteuer, das Horizonte erweitert.

am 05.01.2014

Familienmusik Althaus

Familienmusik Althaus

Sonntag, 05. Januar 2014, 19 Uhr

Die aus Fischen stammende und weit über das Allgäu hinaus bekannte Musikerfamilie bietet ein vielfältiges Programm von der traditionellen Volksmusik über Wiener Schrammelbesetzung bis zur klassischen Musik. Beim Alpenländischen Volksmusikwettbewerb in Innsbruck wurden sie mehrmals in unterschiedlichen Besetzungen mit der Höchstnote ausgezeichnet, erhielten dort den begehrten Herma-Haselsteiner-Preis und sind ferner Preisträger der Dr. Dazert Stiftung.
Mit drei Geigen, Harfe, Hackbrett, Akkordeon, Kontrabass usw., insgesamt 23 Instrumenten – wenn man die sieben Singstimmen mitrechnet – spielen sie schmissige Allgäuer und Schweizer Volksmusik, singen vom „Fischinger Pfarrer“ oder gleich im ganzen Chor, geben Wiener Schrammelmusik, selbstgeschriebene Stücke oder auch klassische Ensemblewerke und Harfenmusik zum Besten. Aber nicht nur ihre instrumentale Vielfalt, sondern vor allem der starke musikalische Ausdruck sind das Markenzeichen der Musikerfamilie.
„Die lebendige Interpretation, der gute Textausdruck und der gut abgestimmte Gesamtklang machen das Zuhören zu einem Vergnügen“ (Auszug aus der Jury-Bewertung).
Vater Josef, von Beruf Maschinenbau-Professor, seine Frau Angelika, gebürtige Wertingerin und deren drei Töchter Maria, Christine und Katharina werden durch Josefs Schwester Susi Bandey, Musiklehrerin, und deren Sohn Philipp verstärkt. Viele Musikreisen, ihre Schweizer Herkunft und die engen Freundschaften zu bayerischen und internationalen Musikgruppen haben ein interessantes und schönes Konzertprogramm entstehen lassen.
Konzertkritik des Allgäuer Anzeigeblatts (Augsburger Allgemeine) vom 06.10.2012:
Wenn verschiedene Generationen zusammen zum Kern des Miteinanders vordringen, dann setzt das eine besondere Kraft frei. Dann wird ein kleines Stück Paradies Wirklichkeit.

am 26.12.2013

Markus Noichl, "Weihnachts-Kabarett"

Markus Noichl, Weihnachts-Kabarett

Donnerstag, 26. Dezember 2013, 18 Uhr

Eintrittskarten gibt es für 12 € im Vorverkauf während der Winterausstellung ab 14.12. täglich 14 - 17 Uhr oder an der Abendkasse.

Was bietet mehr Zünd- und Sprengstoff als das "Fest der Liebe" und die anschließenden rauhen Nächte? Da drängt sich das Leben pur, schwappt über und kocht hoch. Menschliches und allzu Menschliches - die ideale Munition für ein Weihnachts-Kabarett, wie es Markus Noichl mit Freunden am 26. Dezember um 18 Uhr auf die Bühne der Villa Jauss in Oberstdorf bringen wird.

Wann fahren wir zu deinen Eltern und wann zu meinen? Die Bauersfamilie, die jeden Abend genervt bei der lebenden Krippe Dienst schiebt, zur Aufbesserung des Milchgeldes. Die genauere Untersuchung der bedenklich orientalischen Herkunft der heiligen drei Könige, die offenbar durch ein Sicherheitsloch der NSA schlüpfen konnten. Das und noch viel mehr erwartet die Zuschauer zum humorvollen, aber auch mal nachdenklichen Ausklang des Weihnachtsfestes.

Wie immer bei Markus Noichl als Mix aus Oberstdorfer Mundart und Hochdeutsch, mit Harfenspiel und anderen Musik-Überraschungen garniert.

am 14.12.2013

"Im Allgäu" - Wilhelm Krause (1913 - 2008), W. Gunther le Maire, Christoph Schne

Im Allgäu

14. Dezember 2013 - 06. Januar 2014, täglich 14 - 17 Uhr

Ausstellungseröffnung: Freitag, 13. Dezember 2013, 18 Uhr
Einführung: Walter Kössel
Musik: Sofie Imminger (Hackbrett)

3 Maler - 3 Generationen - 3 Temperamente
Das Kunsthaus Villa Jauss führt drei Künstler zusammen, die mit Öl, Aquarell, Pastell und Acryl, mit Zeichnung und Radierung viele Motive „Im Allgäu“ aufnehmen, jeder in seiner ganz speziellen Sichtweise: realitätsnah, gefühlvoll oder farblich übersteigert. Ein Genuss für das Auge, das Herz und die Seele in der stillen Zeit.
Der im nördlichen Böhmen geborene Realschuldirektor Wilhelm Krause (1913 – 2008) hatte als Sudetendeutscher in Immenstadt seine Heimat gefunden und ist mit ebenso liebenswürdigen wie brillanten Radierungen bekannt geworden. Gunther le Maire, Diplom-Kaufmann,1940 in Rehau in Oberfranken geboren und schon als 17-jähriger bei jurierten Ausstellungen dabei, organisiert mit viel Ausdauer und Energie seit Jahrzehnten das reichhaltige kulturelle Leben im Oberallgäu. Er bringt seine Motive - meist Pleinair-Ölbilder - bewusst realistisch auf die Leinwand. Und der „echte Allgäuer“ Christoph Schneider, geb.1952 in Gunzesried , hat eigentlich ökologische Landwirtschaft studiert, aber sich schon früh voll der Malerei gewidmet. Er verzaubert in seinen Bildern die vielseitige Landschaft des Oberallgäus mit kräftigen Farben.

am 27.09.2013

Ensemble Sostenido

Ensemble Sostenido

Freitag, 27. September 2013, 19.30 Uhr

Oliver Post, Konzertgitarre
Ulrike Tenzer, Violoncello
Paul Alan Gee, Akustik-Bassgitarre, Konzertgitarre
Markus Wohner, Percussion

Vier Musiker aus dem Allgäu, die in einer ungewöhnlichen Instrumentalbesetzung einen
faszinierenden Mix aus Klassik, Pop, Rock, Jazz und Latin auf ihre ganz eigene Art erklingen
lassen.
Im Mittelpunkt stehen meist Gitarrensolostücke, die vom Ensemble neu arrangiert wurden.
Die feinen Klänge von Gitarre und Cello, durch einfühlsame Basslinien und groovige Rhythmen untermalt, verschmelzen hier zu einer einzigartigen Symbiose.
In dieser selten zu hörenden Kombination aus instrumentalen Klängen wirken die sanften
Jazzharmonien und Arrangements aus der Popmusik äußerst reizvoll.
Liebhaber klassischer Musik, sowie Freunde spanischer und südamerikanischer Rhythmen dürfen sich gleichermaßen auf ein Konzerterlebnis der besonderen Art freuen.

am 17.09.2013

Einführung in das Werk Emil Schumachers: Schwerpunkt Graphik

Emil Schumacher G 9 1989 Gouache

jeweils freitags am 09. und 16. August, 19.30 Uhr; jeweils dienstags am 17. und 24. September, 19.30 Uhr; jeweils mittwochs am 02. und 09. Oktober, 19.30 Uhr

Nur in diesen Führungen werden alle Blätter zum GENESIS-Buch aufgeschlagen, dem letzten Grafikzyklus Schumachers. Davon inspiriert, schufen auch Jannis Kounellis, Günter Uecker, Hermann Nitsch und Elvira Bach grafische Arbeiten zum Alten Testament. Auch deren zum Teil 1,50 m hohe Bücher (Texte hebräisch und deutsch) versprechen ein besonderes Erlebnis, da sie als Terragraphie mit starker Reliefbetonung und israelischem Wüstensand gedruckt sind.

am 12.09.2013

Eva Schroer liest aus Daniel Kehlmann

Eva Schroer

„Ich und Kaminski“, einem Künstlerroman Donnerstag 12. September 2013, 19.30 Uhr

Eine bitterböse Satire über einen "kleinen" Kunstkritiker, der einen großen (Künstler-) Fisch an der Angel zu haben glaubt, über die Sucht nach Ruhm und die Machenschaften der Medien. Daniel Kehlmann hat einen hochironischen Roman geschrieben, in dem die Ereignisse immer neue und überraschende Wendungen nehmen, ein brillant-witziges Verwirrspiel um Lebenslügen und Wahrheit, um Manipulation, um Moral und Kunst.
Eva Schroer, im Kunsthaus Villa Jauss und in der Region bestens bekannt, liest in ihrer unverkennbaren Art. Man darf gespannt sein: als künstlerische Multitalent ist sie in vielen Genres zuhause, kennt Künstler- und Kritikerwelten - sie wird sich wohlfühlen bei solch einem karikierenden, satirischen Text.

am 28.08.2013

„Farbe mit den Händen greifen“

Michael Huber

Eine Lesung mit Ulrike Bauermeister-Bock und Robert Bock Musik: Michael Huber, Jazzposaune Mittwoch 28.August 2013, 19.30 Uhr

1997 wurden die Gespäche zwischen dem Filmemacher Werner Krüger und Emil Schumacher in einem Buch zusammengefasst. Wenn Schumacher in diesem Dialog über Kunst spricht, dann aus der Erfahrung des Malers, der Tag für Tag um gute Bilder ringt. Höhen und Tiefen einer Künstlerexistenz sind ihm vertraut. Zuviel Selbstsicherheit ist ihm suspekt, Bescheidenheit eine unverzichtbare Tugend. „Malen ist ein Beschwörungsritual“, sagt Emil Schumacher, „der Maler muss dem Material Seele einhauchen durch Berühren…..Mich treibt die Liebe zur Welt, zur Natur. Das Hässliche ist für mich nicht primär. Unsere Bejahung des Lebens, unsere Verteidigung des Lebens gegen das Negative, das Schöne des Lebens zu erleben und zu erfassen, ist die Basis des Künstlers.“
Ulrike Bauermeister-Bock ist Deutschlehrerin an der Realschule Maria Stern in Immenstadt. Robert Bock war zuletzt ebenfalls Deutschlehrer am Gymnasium Immenstadt und unterrichtet z.Z. als Dozent im Rahmen des Studiums Generale an der Oberallgäuer Volkshochschule Literatur und Geschichte.
Michael Huber aus Wangen lernte ab seinem 10. Lebensjahr Posaune und machte 1990 seine ersten Jazzerfahrungen in lokalen Big Bands. Unterricht bei Roland Herter-Flöß. Workshops bei Bobby Burgess und Ray Anderson. Festes Mitglied bei der Jazz Point Big Band und dem Jazz Point Quintett. Häufige Auftritte als Gastsolist in verschiedenen Bands. Aktuelle Band: Lips, Sticks & Fingers.
Spektakulär sind seine Soloprojekte im Zusammenhang mit Literatur und Kunst, da er mittels technischer Hilfsmittel mehrstimmig spielt.

am 21.08.2013

Achim Rinderle spielt Zenklarinette

Achim Rinderle, Zenklarinette

zu Bildern von Emil Schumacher Mittwoch, 21. August 2013, 19.30 Uhr

Aus dem Moment in den Moment
Achim Rinderles Zenklarinette schöpft ihre Musik aus dem Moment - ganz im Sinne des Zen. Dieser lehrt, dass es nur den Moment gibt und Zeit eine menschliche Illusion ist. Emil Schumachers Werke sind ebenfalls aus dem spontanen, aber konzentrierten Moment entstanden, sind festgehaltene Prozesse. Die Bilder werden an diesem Abend zur Inspirationsquelle für improvisierte Klarinettenklänge. Farbtöne erklingen, Linien werden mit Melodiebögen nachgezogen, Deutungen in akustischen Geschichten nacherzählt. Eine einstündige Reise durch zehn Werke Emil Schumachers auf Klarinette und Bassklarinette.

Achim Rinderle improvisiert seit seinem Studium (Jazzsaxophon) und hat sich in den letzten zehn Jahren vor allem der Klarinette, osteuropäischer Folklore und dem Zen verschrieben. Der Musiker lebt seit zwei Jahren wieder in seiner Oberallgäuer Heimat.

Mehr Informationen zur Zenklarinette:
www.zen.sonicahmed.net

am 09.08.2013

Begleitprogramm zur Emil Schumacher Ausstellung

Emil Schumacher G 9 1989 Gouache

FILM "EMIL SCHUMACHER"
ständig während der Ausstellung Di. - So. 15 - 18 Uhr

EINFÜHRUNG IN DAS WERK EMIL SCHUMACHERS mit Schwerpunkt Graphik
jeweils freitags am 09. und 16. August, 19.30 Uhr
jeweils dienstags am 17. und 24. September, 19.30 Uhr
jeweils mittwochs am 02. und 09. Oktober, 19.30 Uhr

Nur in diesen Führungen werden alle Blätter zum GENESIS-Buch aufgeschlagen, dem letzten Grafikzyklus Schumachers. Davon inspiriert, schufen auch Jannis Kounellis, Günter Uecker, Hermann Nitsch und Elvira Bach grafische Arbeiten zum Alten Testament. Auch deren zum Teil 1,50 m hohe Bücher (Texte hebräisch und deutsch) versprechen ein besonderes Erlebnis, da sie als Terragraphie mit starker Reliefbetonung und israelischem Wüstensand gedruckt sind.

ZENKLARINETTE - ACHIM RINDERLE
Mittwoch, 21. August 2013, 19.30 Uhr

Achim Rinderles musikalische Meditationen vor einzelnen Bildern von Emil Schumacher - eine Reise durch japanische Fünftonleitern, indische Melodien und orientalische Ornamentik

LESUNG - DIALOGE aus Emil Schumacher "Farbe mit den Händen greifen"
Mittwoch, 28. August 2013, 19.30 Uhr

Kunstbetrieb satirisch:
EVA SCHROER LIEST aus Daniel Kehlmann "Ich und Kaminski"
Donnerstag, 12. September 2013, 19.30 Uhr

Ensemble SOSTENIDO
Freitag, 27. September 2013, 19.30 Uhr
faszinierenden Mix aus Klassik, Pop, Rock, Jazz und Latin

am 02.08.2013

Ferienwerkstatt bei "Emil"

Emils Werkstattpizza

Jeden Freitag im August, 09.30 - 12 Uhr - mit Ariane Landwehr, Sonja Martin und Wilhelm Geierstanger

Materialarbeiten mit Ton, Sand und Farben im Keller und Dachboden der Villa Jauss

Kurs- und Materialkosten 8 €
Anmeldung Tel. 08322-6575

am 28.07.2013

Emil Schumacher (1912 – 1999) Graphiken, Gouachen und Terragraphien

Emil Schumacher G 9 1989 Gouache

So 28. Juli bis So 20. Oktober 2013, Di - So 15.00 – 18.00 Uhr

Vernissage: Sonntag, 28. Juli, 11.00 Uhr
Einführung: Rouven Lotz, Wissenschaftlicher Leiter, Emil Schumacher Museum, Hagen
Musikalische Umrahmung: Prof. Peter Buck (Violoncello) und Catharina Stehle (Harfe)

Emil Schumacher wurde am 29. August 1912 in Hagen geboren und starb am 4. Oktober 1999 auf Ibiza. Er zählt zu den führenden europäischen Künstlern des 20. Jahrhunderts – regelmäßig war er an den internationalen Biennalen in São Paulo, Venedig und Tokyo, wie auch an mehreren documenta-Ausstellungen beteiligt. Seine Werke sind heute weltweit in den führenden Kunstsammlungen und Museen vertreten.

Einführung in das Werk Emil Schumachers mit Schwerpunkt Graphik:

jeweils freitags am 09. und 16. August, 19.30 Uhr
jeweils dienstags am 17. und 24. September, 19.30 Uhr
jeweils mittwochs am 02. und 09. Oktober, 19.30 Uhr

Nur in den Führungen werden alle Blätter zum GENESIS-Buch aufgeschlagen, dem letzten Graphikzyklus Schumachers. Davon inspiriert schufen auch Jannis Kounellis, Günter Uecker, Hermann Nitsch und Elvira Bach grafische Arbeiten zum Alten Testament. Auch deren zum Teil 1,50 m hohe Bücher (Texte hebräisch und deutsch) versprechen ein besonderes Erlebnis, da sie als Terragraphie mit starker Reliefbetonung gestaltet und mit israelischem Wüstensand gedruckt sind.

Achtung: Verlängerte Öffnungszeiten für diese Ausstellung Di - So 15 - 18 Uhr

In Kooperation mit dem Oberstdorfer Musiksommer - www.oberstdorfer-musiksommer.de
Mit freundlicher Unterstützung
Emil Schumacher Museum Hagen - www.emsh.de
Galerie Wilmsen Maria-Thann - www.galeriewilmsen.de

Mehr Informationen, Fotos...unter http://www.kultur-oa.de/kunsthaus-jauss/2013-eschumacher.htm

am 11.07.2013

Die Oberallgäuer Maler um 1850 bis 1900 - Vortrag von Gunther le Maire

Johann Conrad Dorner, Selbstportrait

Donnerstag, 11. Juli 2013, 19.30 Uhr

Gunther le Maire stellt in einem Vortrag mit vielen Bildern die Maler des 19. Jahrhunderts im südlichen Oberallgäu vor.

Dort gab es seit dem Barock eine verblüffend große Anzahl von bildenden Künstlern. Diese für die Identität so bedeutungsvolle Tradition wird leider vernachlässigt. Vor allem in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts waren erstaunlich viele Künstler des Oberallgäus führende Maler in Bayern.
Beim Missener Joseph Hauber ließ sich am Königlichen Hofe und in der Gesellschaft Münchens jeder malen, der etwas auf sich hielt. Er wurde ganz früh als Professor an die neue Königliche Kunstakademie in München berufen. Dort erhielt rund ein Jahrzehnt später der Bad Hindelanger Konrad Eberhard eine Professur. Conrad Dorner, in Balderschwang geboren, schuf in der St.Isaaks-Kathedrale in Petersburg, der größten Kirche Russlands, 6 m hohe Gemälde. Johann Baptist von Schraudolph aus Oberstdorf bekam den Auftrag, den Speyerer Dom auszumalen, und Joseph Anton Fischer aus Oberstdorf entwarf das Bayerische Fenster im Dom von Köln, Von Maximilian Seelenmayer aus dem Kleinwalsertal sind heute noch 33 Altarbilder und Kreuzwege im Elsass, erhalten. Johann Georg Hiltensperger aus Haldenwang war Professor für Antikenmalerei und der Rettenberger Andreas Müller übernahm den Lehrstuhl von Baptist von Schraudolph.
Alle waren Historienmaler, Neoklassizisten, Nazarener oder Spätnazarener.

Der einzige, der aus diesem Rahmen fällt, ist Johann Georg Grimm. Er war zu seiner Zeit so „hypermodern“, dass er keine Chance hatte, im Allgäu von seiner Malerei leben zu können. Sein Werk wird derzeit umfangreich in der Ausstellung LICHT LUFT LANDSCHAFT im Museum Hofmühle in Immenstadt gezeigt.

Im Allgäu waren damals Ludwig Glötzle, Borgias Speiser und andere am Werk, die vielen unbekannt sein werden, bis gegen Ende des Jahrhunderts wieder geläufige Namen in Erscheinung traten.

am 06.07.2013

Lydia Schiller Quartett

Lydia Schiller

Samstag, 06. Juli 2013, 20 Uhr

Swing und Mainstream Jazz Soul

Besetzung: Lydia Schiller (voc) - Sevi Krieger (p) – Alex Eckert (g) – Tiny Schmauch (b)

Lydia Schiller singt mit ihrem Quartett Jazzstandards und Balladen aus den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts, in denen der Jazz die Musik der großen Tanzpaläste der Welt war. Dazu kommen einige Songs der Motown- und Soul-Ära. Mit viel Freude dargeboten bietet das Quartett eigenständige Interpretationen der Jazzstandards an. Lydia Schiller besticht dabei mit einer klaren, natürlichen Stimme.

Lydia Schiller absolvierte im letzten Jahr ihren Master-Studiengang für Jazz-Gesang an der Manhattan School of Music in New York. Sie ist – wie der Gitarrist Alex Eckert – Mitglied des Bundesjugendjazzorchesters (BuJazzO). Sevi Krieger ist der Pianist des Bayerischen Landesjugendjazzorchesters. Krieger und Eckert sind ebenso Studenten an den Jazzhochschulen in Würzburg und Mannheim. Tiny Schmauch ist seit vielen Jahren in der Jazz-Szene als Kontrabassist bekannt.

Mit Schmauch, Krieger und Eckert hat die Kemptnerin Lydia Schiller eine Kaufbeurer Rhythmusgruppe zur Seite. Das Lydia Schiller Quartett ist somit eine All-Allgäu-Jazzband.

am 19.06.2013

Künstlergespräch und Führung

Silvia Jung-Wiesenmayer und Winfried Becker

Sonntag, 19. Juni 2013, 15 - 18 Uhr

Silvia Jung-Wiesenmayer und Winfried Becker stehen während der Öffnungszeit zu Gesprächen zur Verfügung und führen durch ihre Ausstellung "Die zweite Natur"..
Außerdem können Sie ab heute die neue Fotoausstellung von Reiner Metzger sehen: "Im Atem der Zeit"

Ein toller Nachmittag in der Villa Jauss - 2 spannende Führungen mit vielen interessierten
Besuchern!

am 09.06.2013

"Landschaften" Magdalena Willems-Pisarek - verlängert bis So, 14.07.!

Willems-Pisarek, Zittern im Licht

"Landschaften - eine Wanderung durch Farbe und Licht" Bilder und Grafiken von Dr. phil Magdalena Willems-Pisarek So 9. Juni - So 14. Juli 2013, Vernissage am So., 9. Juni, 11.00 Uhr. Einführende Worte: Wilhelm Geierstanger

Die Malerin führt den Betrachter auf eine Wanderschaft in die Realitäten ihrer Gefühlswelt, die sie durch Licht und Farbe erzeugt. In Ihrem rhythmischen Pinsel- oder Federduktus sucht Willems-Pisarek nach dem Schlüssel zu den Geheimnissen des Gesehenen. Beobachtung der Natur aber auch philosophische Reflektion über archetypischen Urbilder sind Ausgangspunkte, die zu den malerischen und grafischen Interpretationen führen. Das Alltägliche gewinnt in den Bildern und Grafiken eine Symbolkraft, die es zu entdecken gilt. Ob Allgäuer Berge oder blühende Bäume - dargestellt wird als Grundthema das Mysterium des Lichts.
Die Ausstellung präsentiert großformatige Arbeiten in Öl-Wachs-Technik. Kleine präzise Zeichnungen und Kaltnadelradierungen bilden dazu einen spannungsreichen Dialog. Die Verwendung der althergebrachten handwerklichen Techniken ist für die diplomierte Malerin ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit. Die Bilder werden in klassischer Öltechnik gemalt, wobei in der letzten Schicht Wachs verwendet wird. Dies gibt dem Gemälde die charakteristische matte Oberfläche, was für die Wirkung von Farbe und Licht im Bild nicht ohne Bedeutung bleibt. In Ihren realistischen Federzeichnungen wie auch in den in eine Zinkplatte geritzten Kaltnadelradierungen fängt die Künstlerin ebenfalls ihr Thema „Licht“ ins Netz präziser Schraffuren ein.
Dr. Phil. Magdalena Willems-Pisarek ist Absolventin mit Dekan-Auszeichnung der Fakultät Malerei der Kunstakademie Warschau. Sie absolvierte parallel die Philosophische Fakultät der Universität Warschau, wo sie auch promovierte. 2004 wurde sie mit dem Kulturpreis des Landkreises Oberallgäu ausgezeichnet und erhielt 2005 den Thomas-Dachser-Gedenkpreis. Ihre Arbeiten wurden in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland präsentiert und befinden sich in privaten und öffentlichen Kunstsammlungen.
Magdalena Willems-Pisarek arbeitet als freischaffende Kunstmalerin in Ihrem für Besucher offenen Atelierhaus am Bichel 21, Gemeinde Wertach.

am 08.06.2013

"...über die Dörfer" - Fotografien von Lala Aufsberg - verlängert bis So, 14.07.

Lala Aufsberg, Im Oytal

…über die Dörfer – Idyllen zwischen Anger und Kirchturm Sa 08. Juni - So 14. Juli 2013, Do - So 15 - 18 Uhr während des Deutschen Wandertages: Do, 27. - So, 30. Juni 10 - 18 Uhr Eröffnung: Fr, 7. Juni, 19 Uhr

Das Allgäu in historischen Fotografien aktuell zum Deutschen Wandertag 2013.

Wandern, fahren, unterwegs sein: „…über die Dörfer“ geht es in der Villa Jauss in Oberstdorf. Historische Fotografien von Lala Aufsberg (1907- 1976) erzählen vom Leben und Leben lassen auf dem Lande.

Sie gehören zu einer verschworenen Gemeinschaft: die alten Männer auf der langen Bank, das gut eingespielte Team von Kutscher und Pferd, die Mädchen, die den Frühling herbeitanzen. Bei Streifzügen über Allgäuer Dörfer hat Lala Aufsberg die Bewohner fotografiert, Architektur und Landschaft, alltägliche und festtägliche Ereignisse. Die präzisen und poetischen Schwarzweißfotografien sind beeindruckend in ihrer Unmittelbarkeit und machen längst vergangenes gegenwärtig. Der Heimatbund Allgäu e.V. präsentiert in der Oberstdorfer Villa Jauss eine exklusive Auswahl von Aufnahmen der Fotografin und Weltreisenden.

Die Bilder hat Lala Aufsberg zwischen den 1930er und 1950er Jahren aufgenommen. Damals war auch ihr Heimatort Sonthofen noch ein Dorf. Es war ihr „ruhender Pol“, Ausgangspunkt von ausgedehnten Reisen durch ganz Deutschland und Europa, nach Ägypten, Thailand, Kambodscha. Viele Verlage wussten ihre Fähigkeit zu schätzen, kulturhistorische Stätten oder Kunstgegenstände in adäquater Weise visuell zu erfassen und auf Fotografien in fein abgestuften Grautönen wiederzugeben.

War sie nicht in fernen Ländern, hat Lala Aufsberg das Allgäu und angrenzende Gebiete wie ein fremdes Land fotografisch erkundet. Die Ausstellung gibt ganz neue Einblicke in diesen eigenständigen, persönlichen Teil ihres Werks, der überwiegend aus freien, nicht auftragsgebundenen Arbeiten besteht: Zu sehen sind großformatige Foto-Inszenierungen und Installationen; zudem würdigt eine Serie neuer Abzüge von den Originalnegativen das handwerkliche Ethos einer Fotografin, die sich ihres Könnens und ihrer Verantwortung gegenüber dem Betrachter ihrer Bilder stets bewusst war.

Die Fotografien entfalten ein Panorama des Dorfes als Lebensraum, der von natürlichen Gegebenheiten und organisch gewachsenen Strukturen geformt wird, in dem Traditionen und Religiosität den alltäglichen Rhythmus der Menschen auf selbstverständliche Weise bestimmen. In den Motiven von Orten der Geborgenheit und der Verwurzelung zeichnen sich jedoch auch erste Spuren einer modernen Industriegesellschaft ab, die in diesen „Idyllen zwischen Anger und Kirchturm“ wie exotische Fremdkörper wirken.

Alle Aufnahmen stammen aus dem Aufsberg-Archiv des Heimatbund Allgäu e.V., dem 1988 nahezu 13 000 Schwarzweißnegative aus dem Nachlass der Fotografin übergeben wurden: die Dokumentation der Kultur eines ländlichen Raums, die Chronik eines von tiefgreifenden Veränderungen geprägten geschichtlichen Abschnitts.

Die in der Ausstellung gezeigten Fotografien von Lala Aufsberg bringen diesen Teil Allgäuer Geschichte in Erinnerung. Und sie sind ein Abgesang auf eine vergangene Bildkultur, in der Realität und fotografisches Abbild noch in unmittelbarer Beziehung zueinander standen.

am 05.06.2013

Eine Ära geht zu Ende

Angelika Blüml, Dr. Wolfgang Nettesheim und Wilhelm Geierstanger, Foto: Rudolf Schnellbach

Eine Ära geht zu Ende: Dr. Wolfgang Nettesheim verabschiedet sich nach 16 arbeitsreichen und aufregenden Jahren als 1. Vorsitzender. Die Mitgliederversammlung am 05. Juni 2013 dankt ihm herzlich und wählt Wilhelm Geierstanger zum neuen 1. Vorsitzenden.

Dr. Wolfgang Nettesheim war 1997 der richtige Mann zur rechten Zeit am richtigen Ort und hat mit viel Engagement, unermüdlicher Arbeit, seinen Kontakten und Ideen wesentlich die Entwicklung der Initiative Villa Jauss bestimmt. Er hat die Weichen gestellt, dass das Kunsthaus Villa Jauss aus der kulturellen Landschaft des Oberallgäus nicht mehr wegzudenken ist.

am 19.05.2013

"Der Atem der Zeit" - Fotos von Reiner Metzger

Reiner Metzger, Finissage

So 19. - So 26. Mai 2013, täglich 11 - 18 Uhr

Der Musiker und Fotograf Reiner Metzger, geboren 1957 in Simmerberg (Westallgäu), lebt und arbeitet in Oberstdorf. Seine Motive sind Ausschnitte der Landschaft, der Kultur und der Menschen seiner Umgebung.
Eine Ausstellung im Rahmen des 1. Oberstdorfer Fotogipfels

Finissage Sonntag 26. 05., 15 Uhr mit Reiner Metzger
Programm: 2 Filme des Bayerischen Fernsehens, in denen es um die fotografische Arbeit von Reiner Metzger geht, anschließend Beantwortung von Fragen und Führung durch die Ausstellung.

Ziel seiner Arbeit ist, dem Menschen seine Welt, Landschaften ebenso wie Städte, auf eine Weise gegenüberzustellen, die dem menschlichen Auge verschlossen ist. Reiner Metzger über seine Absicht: „Wenn wir heute christliche Darstellungen betrachten, die von Künstlern der frühen Renaissance geschaffen wurden, fällt auf, dass die Gesichtszüge der Heiligen merkwürdig entrückt wirken. Durch die Vorgabe der Kirche entstanden Kunstwerke, bei denen die Wesenszüge der Dargestellten, ihre Individualität, nicht sichtbar werden durften. Das Antlitz wurde zwar detailgenau ausmodelliert, aber die Gesichtszüge wurden auf einen imaginären Punkt zurückgeführt, der eine dem menschlichen Auge verborgene Vorstellung repräsentiert.“!
Mit seinem neuen Ansatz verfolgt Reiner Metzger den spannenden Versuch, einen solchen verborgenen Ruhepunkt des Ausdrucks, der in allen Dingen enthalten ist, im Bereich der Landschaftsfotografie sichtbar zu machen. Unter dem Titel „Der Atem der Zeit“ sind diese besonderen Bildstimmungen festgehalten. Die Menschen und ihre Umgebung sind getrennt dargestellt. Allgäuer Landschaften und Stadträume Berlins erscheinen menschenleer. Portraits der Menschen, die in diese Räume gehören, werden mit dieser Welt konfrontiert. Die Technik der extremen Langzeitbelichtung bei Tag ist das geeignete Mittel zur Dokumentation von Zeit. Die Mimik der Landschaft, die inneren und äußeren Einflüsse, die im Wechselspiel mit der vorhandenen Struktur unser jeweiliges Landschaftbild erst erstehen lassen, werden durch diese Vorgehensweise verändert. Entscheidend bei dieser Art der Fotografie ist nicht der Augenblick des Auslösens, sondern die Dauer des Belichtens und damit das Darstellen von Zeit – komprimiert in einem einzigen Bild.
Die Langzeitfotografie ist eine faszinierende Methode: Hier sammelt der Fotograf – bildhaft ausgedrückt – die Zeit auf dem Bildträgern. Je länger er belichtet, desto mehr Zeit sammelst sich an, nichts geht verloren – alles fließt in ein einziges Bild ein, das nun nicht länger den uns vertrauten Augenblick zeigt, sondern eine ausgedehnte Zeitspanne beinhaltet – den „Atem der Zeit“. Reiner Metzger nutzt den fotografischen Apparat als Zeitmaschine, die das Verhältnis Mensch – Raum – Zeit definiert und dem Betrachter eine so nicht gekannte Welt der Stille eröffnet.

am 10.05.2013

Wolfgang Lackerschmid, Sven Faller, Paulo Morello

Trio LAFAMO

Freitag, 10 Mai 2013 20 Uhr

Der deutsche Repräsentant des Vibraphons, Wolfgang Lackerschmid, in einem Gipfeltreffen mit dem Bassisten Sven Faller und dem Gitarristen Paulo Morello – ein Dreigestirn mit erfrischend neuer Perspektive. Aus der transparenten Besetzung heraus entsteht ein spannendes Miteinander dreier gleichberechtigter Virtuosen – ein feuriges Geflecht aus Groove und Kontrapunkt, in dem sich Vibraphon, Gitarre und Bass zu immer wieder neuen Klangfarben mischen. Fein durchdachte Arrangements und improvisatorische Ausflüge halten sich wohl austariert die Waage.

WOLFGANG LACKERSCHMID – vibes www.lackerschmid.de

ist seit den siebziger Jahren gleichermaßen als Vibraphon-Virtuose und Komponist
erfolgreich. Besondere Aufmerksamkeit erfuhren u.a. seine legendären Duoaufnahmen mit Chet Baker sowie seine Zusammenarbeit mit Attila Zoller. Von Lackerschmid stammen zahlreiche Songs und Jazztitel, die sich im Repertoire vieler seiner Kollegen etabliert haben, weiterhin konzertante Werke für Orchester, Chor und viele andere Formationen, sowie Musik für Theater, Hörspiele und Filme.

SVEN FALLER – bass www.svenfaller.eu
ist es international erfolgreich gelungen, dem traditionellen akustischen Kontrabass-
Sound neue melodische Facetten abzugewinnen. Er studierte am Mannes College of
Music in New York City und machte sich dort nach seinem Studium auch einen
Namen als Komponist und Arrangeur. 2005 gründete er mit Walter Lang und Gerwin
Eisenhauer das Trio ELF, dem das renommierte amerikanische Downbeat Magazine
2011 eine ganze Seite widmete.

PAULO MORELLO – guitar www.paulomorello.com
verfügt über eine sagenhaft breite stilistische Palette auf der Gitarre. Mit Triokollegen
Lackerschmid verbindet ihn, dass er während seines Studiums in New York intensive
Anregung von Attila Zoller empfing. International bekannt wurde Morello mit dem
Bossa-Nova-Legends-Projekt: Hierbei gastierte er mit der Grammy-Gewinnerin Leny
Andrade und dem Bossa Nova-Urvater Johnny Alf auf den bedeutendsten
europäischen und südamerikanischen Jazzfestivals. „Paulo Morellos Gitarre klingt,
als hätte es George Benson nach Rio de Janeiro verschlagen“, so die AZ München.

Tolles Konzert vor fast vollem Haus - Jazz vom Feinsten!

am 20.04.2013

"die zweite natur" Silvia Jung-Wiesenmayer und Winfried Becker

Silvia Jung-Wiesenmayer, Stand by Animals

Sa 20. April - So 26. Mai 2013 , Do - So 15 - 18 Uhr, letzte Ausstellungswoche: So 19 - So 26. 05. täglich 11 - 18 Uhr

zwei Künstler aus dem Allgäu
jung und unkonventionell, vielseitig und experimentierfreudig
Steinmetzin und Architekt
preisgekrönt - Kunstpreis der Stadt Kempten und Kollegenpreis des Berufsverbandes Bildender Künstler Schwaben Süd 2012
Skulpturen und mehr...

Mit der Ausstellung „Die zweite Natur“ haben sich die Bildhauerin Silvia Jung-Wiesenmayer und der Bildhauer Winfried Becker (Kempten) zusammen gefunden, die längst weit über das Allgäu hinaus bekannt sind.
Beide Künstler beschäftigen sich in ihren Arbeiten mit unterschiedlichen Aspekten von Natur und Wachstum, die sie an Pflanzen, Tieren und Menschen entdecken. Die zahlreichen Auszeichnungen, die sie schon für ihre Arbeiten erhalten haben, verweisen auf deren konstant hohe künstlerische Qualität. Silvia Jung-Wiesenmayer erhielt u.a. 2012 den Kunstpreis der Stadt Kempten, Winfried Becker jüngst für eine Gemeinschaftsarbeit zusammen mit Elisabeth Bader den Skulpturensonderpreis der Stadt- und Kreissparkasse Kaufbeuren.
Die Idee zu einer gemeinsamen Ausstellung entstand ganz nebenbei bei einem Ausstellungswechsel in der Galerie Arktika in Marktoberdorf, die beide Künstler vertritt. Die schnelle Realisierung dieser Idee ist der Unterstützung der Initiative Villa Jauss e.V. zu verdanken, die ihre Räume für diese Ausstellung zur Verfügung stellt.
Bei der gar nicht so einfach zu bewältigenden Raumsituation in der Villa kommt den beiden Künstlern die große Bandbreite ihrer künstlerischen Ausdrucksmittel entgegen. Neben den feinen zeichnerischen Arbeiten von Silvia Jung-Wiesenmayer sieht man von ihr feine Pflanzenornamentik in Steinplatten, Häkel- und Filzarbeiten sowie klassische Steinskulptur. Winfried Becker zeigt vor allem aktuelle Betonarbeiten, daneben aber auch diverse Tierplastiken. Dabei ist den Künstlern in einem komplexen Dialog der Arbeiten untereinander und mit den räumlichen Gegebenheiten eine sehenswerte Ausstellung gelungen.
Jürgen Meyer

am 15.04.2013

Metamorphose der Berghütten am Beispiel Waltenberger Haus - Podiumsdiskussion

Waltenberger Haus

Montag, 15. April 2013, 19 Uhr

Als Start einer neuen Veranstaltungsreihe mit dem Titel "baustelle heimat" veranstaltet das Architekturforum Kempten/Oberallgäu gemeinsam mit der Sektion Immenstadt des Deutschen Alpenvereins und dem Kunsthaus Villa Jauss aus aktuellem Anlass eine Podiumsdiskussion zur geplanten Sanierung des Waltenberger Hauses. Nach Bekanntwerden des favorisierten Entwurfs aus dem Ideenwettbewerb sind die Wellen in Diskussionen hochgeschlagen, insbesondere in Form von Leserbriefen im Allgäuer Anzeigeblatt. Zumal das Waltenberger Haus nicht das einzige Erneuerungsprojekt des DAV in der Region ist.
Auf dem Podium sitzen u.a. Vertreter des DAV und Bauexperten - Befürworter und Gegner des Neubauprojekts, Moderation: Dr. Jörg Heiler.

am 01.04.2013

Matinee am Ostermontag mit Arthur Lamka

Wolfgang Steinmayer, Lesezeichen

Montag, 1. April 2013, 11 Uhr

Der Zeichner und Karikaturist Wolfgang Steinmeyer aus Waltenhofen hat zur Ausstellung „Menschen, Tiere, Katastrophen“ im Foyer des Oberstdorfer Kunsthauses Villa Jauss eine Auswahl seiner Arbeiten zusammengestellt. Er nimmt dabei die Themen Frauen, Männer, Paare, Tiere, Kunst und Gesellschaft der aktuellen Ausstellung auf und bereichert diese mit seinem ganz eigenen Witz und Humor. Von einfachen, prägnant gezeichneten Beobachtungen menschlicher Unzulänglichkeiten bis zu ausgefeilt farbigen Aquarellen wie „Katerstimmung“ oder „Geldwäsche“ spannt sich der Bogen seiner heiter-besinnlichen Blätter.
Wolfgang Steinmeyer wird - und dies ist kein Aprilscherz -sowohl zur Matinee (11 Uhr) als auch zwischen 15 und 18 Uhr auf die Besucher persönlich eingehen. Auf Wunsch zaubert er jedem, der ihm einen Fingerabdruck oder eine Unterschrift als Grundlage überlässt, in Minutenschnelle eine kleine Erinnerung an den Besuch dieser Ausstellung.
In dieser von Martina Noichl mit der Harfe umrahmten Matinee bietet der ehemalige Jornalist Arthur Lamka einen bebilderten Einblick in die Arbeitsweisen zweier in der Ausstellung vertretener Künstler: Gunter Böhmer aus Dresden, ein begnadeter Zeichner, der sich mit einer virtuosen Strichführung an die Interpretation bedeutender Werke der Weltliteratur gewagt hatte. Gerhard Marcks, ein bescheidener und zurückhaltender Lehrer am Bauhaus, hat ein umfangreiches grafisches Werk hinterlassen. Arthur Lamka, der den Künstler öfters besuchte, wird dessen experimentierfreudige Kunst des Holzschnittes sowie der Kratz- und Schablitographie den Zuhörern in gewohnt humorvoller Weise nahebringen.

am 01.03.2013

Menschen – Tiere – Katastrophen

Gunter Böhmer, Mann im Schneegestöber

Noch bis 12. Mai in Auszügen im Erdgeschoß! Das Kunsthaus überrascht zur Osterzeit 2013 die Besucher mit einer völlig neuen Präsentation ihrer Grafikstiftung. Im ganzen Haus werden für fünf Wochen die 1998 von Hugo J. Tauscher an den Verein übergebenen Werke nach Themen neu geordnet: Frauen, Männer, Paare, Tiere, Natur, Kunst und Gesellschaft. Dabei ergänzen viele Arbeiten einer Privatsammlung von Arthur Lamka (Sonthofen) die Stiftung.

Besonders zu erwähnen ist die breite Auswahl des Bauhauskünstlers Gerhard Marcks. Eine enge Freunschaft zu Lionel Feininger inspirierte ihn zu vielen Holzschnitten, die in der Ausstellung zu sehen sind. Vom Nazi-Regime als entartet eingestuft und entlassen, flüchtete er in die innere Emigation. 1950 zieht der Künstler nach Köln-Müngersdorf, wo auch Heinrich Böll wohnte. Viele kirchliche und weltliche Aufträge ließen ihn zu einem der bedeutensten Bildhauer und Holzschneider nach dem 2. Weltkrieg werden, der sich – ganz zeitgemäß – viel mit der antiken Mythologie beschäftigte. Als zweiten Schwerpunkt für diese Ausstellung wählte Arthur Lamka, der Sammler und ehemalige Kulturredakteur des Kölner Stadtanzeigers, den Dresdener Künstler Gunter Böhmer, der zu den ganz großen Zeichnern des 20. Jahrhunderts gerechnet werden muss. Mit Feder und Pinsel illustrierte er 133 Werke der Weltliteratur. Souverän gesetzte Originalentwürfe aus diesen Werken finden sich in der Ausstellung. Sein Hauptwohnsitz war Montagnola im Tessin. Mit dem ebenfalls dort ansässigen Hermann Hesse ergab sich eine beiderseits geschätzte Zusammenarbeit.

Eine heiter-witzige Ergänzung zu den nach längerer Zeit wieder gezeigten Karikaturen der Stiftung bilden die hervorragenden Zeichnungen des Waltenhofener Künstlers Wolfgang Steinmeyer, der alle Themen dieser Ausstellung bereichern wird.

Arthur Lamka wird in einer Matinee am Ostermontag, 01. 04. 2013 um 11:00 Uhr Gerhard Marcks eingehend würdigen. Zeichnungen von Gunter Böhmer zu Werken von Thomas Mann, Dostojewski, Kafka und Goethe bilden den zweiten Teil dieser Stunde rund um Kunst und Literatur. Kleine Zeichnungen und Holzschnitte beider Künstler können in der Ausstellung auch käuflich erworben werden, ebenso Karikaturblätter von Wolfgang Steinmeyer.

Führungen zur Ausstellung finden immer am Donnerstag (18 Uhr) statt: 14.03./ 21.03./ 28.03./ 04.04./ 11.04.2013 Ostermontag geöffnet 15.00 bis 18.00 Uhr

Ausstellung: Sa. 09. 03. – So. 14. 04. 2013
Öffnungszeiten: Do. – So. 15.00 bis 18.00 Uhr
Eröffnung: Fr. 08. 03. 2013 um 19:00 Uhr
Ort:Kunsthaus Villa Jauss, Fuggerstraße 7, Oberstdorf

am 19.11.2012 von Initiative Villa Jauss e.V

10 Jahre Internationaler Oberstdorfer Filmgipfel

Oberstdorfer Filmgipfel

Jubiläumsveranstaltung im Kunsthaus Villa Jauss.


Das Erfolgskonzept des Filmgipfels als internationales Festival für Schülerfilmgruppen, kreiert und organisiert von Heinz Düwell (Veranstalter: Getrud-von-le-Fort Gymnasium Oberstdorf) begann am 21. November 2003 im Kunsthaus Villa Jauss, damals noch mit Prof. Karl Ruhrberg in der Jury.

Anlässlich der 10. Jubiläumsveranstaltung des Filmgipfels vom 22. bis 25. November 2012 findet im Kunsthaus Villa Jauss als öffentliche Veranstaltungen ein Workshop und eine Retrospektive als Ausstellung statt: 10 Jahre Filmgipfel "video non stop".

  • FREITAG, 23. NOVEMBER 2012
    09.00 - 13.00 Uhr - Villa Jauss
    Workshop "Filmmanagement und Medientrends"
    mit Prof. Dr. Ludwig Hinkofer, Hochschule Fresenius München
  • SAMSTAG, 24. NOVEMBER 2012
    14.00 - 18.00 Uhr - Villa Jauss VERNISSAGE
    Ausstellung Retrospektive 10 Jahre filmgipfel: „video non stop“
  • SONNTAG, 25. NOVEMBER 2012
    11.00 - 18.00 Uhr - Villa Jauss FINISSAGE
    Ausstellung Retrospektive 10 Jahre filmgipfel: „video non stop“

Bitte beachten Sie auch die weiteren öffentlichen Veranstaltungen im Oberstdorfer Kurfilmtheater (siehe Programm). Mehr zum Filmgipfel unter www.filmgipfel.de

am 30.10.2012 von Initiative Villa Jauss e.V

Zum 10. Mal: "Die Südliche"

Horst Weiss, ortsunku(h)ndig 2012

"Die Südliche" macht vom 27. Oktober bis 18. November 2012 Station im Kunsthaus Villa Jauss in Oberstdorf 10.

Jahresausstellung mit 34 KünstlerInnen der Region, als historischer Gast Maximilian Schels (1889 München - 1935 Oberstdorf)

  • Geöffnet: Dienstag bis Freitag 15 - 18 Uhr, Samstag und Sonntag 11 - 18 Uhr
  • Ein Format - ein Preis mit Arbeiten zum Thema 'Gast' - Kleine Vernissage am Dienstag, 30.10. 18 Uhr
  • Beginn der Finissage: 16.30 Uhr

Die Jahresausstellung "die Südliche" wird von der Kulturgemeinschaft Oberallgäu veranstaltet und mit getragen von den Veranstaltungsorten Immenstadt, Sonthofen und Oberstdorf. Neben Werken eines historischen Gastes zeigen die bildende KünstlerInnen aus dem südlichen Oberallgäu (einschl. Kleinwalsertal/Jungholz) bis zu 4 aktuelle Arbeiten. Die Ausstellung ist inzwischen eine der interessantesten Kunstveranstaltungen im Allgäu geworden. Eine Jurierung findet nicht statt, dafür werden mehrere Preise vergeben.

am 26.10.2012 von Initiative Villa Jauss e.V

Florian Mayer Quartett - Swinging Jazz und Latin Jazz

Florian Mayer Quartett

Das Programm: „swing that thing“

Das Florian Mayer Quartett spielt in seinem Programm „swing that thing“ Jazz-Standards, Balladen und BossaNovas aus verschiedenen Epochen der Jazzgeschichte. Neben einigen der bekanntesten Jazz-Kompositionen sind auch unbekanntere Stücke zu hören. Eigenkompositionen der Musiker runden das Programm ab.

Die Musik des Florian Mayer Quartetts ist von frischen Melodien, warmen Akkorden und mitreißenden Rhythmen geprägt. Flori Mayer „swingt“ auf seiner Klarinette und bläst auf dem Tenorsax groß angelegte Improvisationen. Peter Decker bettet diese in jazzige Klangfarben. Mit László Demeter und Tiny Schmauch hat das Quartett eine rhythmische Basis, die zum blinden Verständnis zusammengewachsen ist. Ob Lateinamerikanische Rhythmen oder Blues, die Band swingt für Bauch und Beine.

Die Musiker des Florian Mayer Quartetts kennen sich schon seit vielen Jahren aus verschiedenen Formationen der südbayerischen Musik-Szene, vom Duo bis zur Bigband. Neben dem musikalischen besteht auch ein großes menschliches Verstehen untereinander. So entsteht ein sehr intensives Miteinander in der Musik des Quartetts.

Besetzung: Florian Mayer (sax,cl), Peter Decker (g), Tiny Schmauch (b), László Demeter (dr)
Aktuelle CD: „ten or madness“ , 2008
Internet: www.tiny-schmauch.de

Das Florian Mayer Quartett besteht aus folgenden Musikern

Florian Mayer (Saxophon, Klarinette)

Erfahrung in verschiedensten Jazz-Formationen im Allgäu. Swing- und Klezmer-Klarinettist. Mitglied der Bigband HORNS UP. Wohnt in Marktoberdorf/Ostallgäu.

Pit Decker (Gitarre)

Sammelte jahrelang Erfahrungen in verschiedensten Gruppen der Allgäuer Szene und ist einer der führenden Gitarristen der Region. Wohnt und arbeitet in Obergünzburg.

Tiny Schmauch (Kontrabass)

Bassist verschiedener Jazz- und Weltmusik-Formationen der südbayerischen Szene. Leiter der Bigband HORNS UP. Vorsitzender der Allgäuer Jazz Initiative.

László Demeter (Schlagzeug)

Schlagzeuger und Musiklehrer in Reutte/Tirol. Spielte in Österreich, den USA und seiner Heimat Ungarn schon mit ganz Großen des Jazz: Herb Ellis, Charlie Bird, Toni Lakatos, Maria Schneider, Ellis Marsalis.

Tipp

Verbinden Sie den Konzertbesuch mit dem Besuch der aktuellen Sommerausstellung "überall und nirgends - Werke aus der Sammlung Reydan Weiss" - faszinierende Bilder moderner Kunst aus der ganzen Welt, eine Begegnung der Kulturen über nationale und historische Grenzen hinweg.

am 09.09.2012 von Initiative Villa Jauss e.V

Tag des offenen Denkmals 2012

Dachgeschoss

Kunsthaus Villa Jauss in Oberstdorf als Beispiel eines historischen Holzbaus

Sonntag, 9. September 2012, 14 - 17 Uhr

Öffentliche Führungen 14 und 15 Uhr mit den Architekten Angelika Blüml, 2. Vorsitzende der Initiative Villa Jauss e.V., Egon Kunz, Sanierungsspezialist denkmalgeschützter Ensembles und Christa Boecker .

Der diesjährige "Tag des offenen Denkmals" führt laut Pressemeldung des Bezirks Schwaben interessierte Besucher zu ausgewählten Objekten rund um Oberstdorf. Er widmet sich dem Schwerpunktthema "Holz", das als Baumaterial für Wohnbauten im Allgäu eine zentrale Bedeutung hatte und im gegenwärtigen Bauen wiederentdeckt wird. "Seit Menschengedenken und auf der ganzen Welt ist Holz ein wichtiger Baustoff und erfüllt funktional, visuell, ja sogar akustisch höchste Anforderungen. Nicht zuletzt steht Holz auch für Emotionen "(aus der Pressemitteilung des Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege). Im denkmalgeschützten Kunsthaus Villa Jauss können Sie einen faszinierenden Holzbau erkunden, den sich der Braumeister Melchior Jauss aus Seeg im Allgäu im Jahre 1885 als Wohnhaus bauen ließ und der vom Verein "Initiative Villa Jauss" liebevoll saniert und heute als Kunsthaus genutzt wird.

Auf zum Teil aus Naturstein gemauertem Fundament ist es in Blockbauweise errichtet, aber mit einem Holzschirm verkleidet. Der quadratische Grundriss und die klaren Proportionen des Wandaufbaus innen und außen geben dem Gebäude ein herrschaftliches Aussehen. Viel Holz innen und außen, ein freigelegter Dachstuhl als Veranstaltungsraum und viele schöne Details strahlen einen Charme aus, dem Sie sich bestimmt nicht entziehen können.

Sie kennen die Villa Jauss noch nicht? Dann nutzen Sie den Tag des Denkmals und werfen Sie nach der Architektur-Führung noch einen Blick in die große Sommerausstellung "überall und nirgends - Werke aus der Sammlung Reydan Weiss" - faszinierende Bilder moderner Kunst aus der ganzen Welt, eine Begegnung der Kulturen über nationale und historische Grenzen hinweg.

Weitere Objekte in Oberstdorf, die am Tag des offenen Denkmals zu besichtigen sind:

Historisches Bergbauerndorf Gerstruben
Öffnungszeiten 11 - 17 Uhr
Führung: 12 Uhr Dr. Berndt von Hagen, Mathias Kappeler, Albert Titscher

Haus Bonatz - Arthur-Miller- Haus, Kornau 51:
11 - 17 Uhr, Führungf: 13 / 15 / 16 Uhr Franz Vogler / Egon Kunz / Dr. Peter Fassl

Kapelle St. Anna in Rohrmoos:
11 - 17 Uhr, Führung: 14 / 15 / 16 Uhr Markus Graf Fugger / Engelbert Steinle

Haus Wagner, Reute 4
Führung 15 / 16 Uhr: Klaus Noichl

am 20.08.2012 von Initiative Villa Jauss e.V

Bildnerisches Naturerlebnis

Tripp W. G. Sebald

Zum Werk des Malers Hermann Gabler
von Arno Gabler

Der als Landschaftsmaler weit bekannte Hermann Gabler wurde 1908 in Babenhausen geboren und verlebte seine Jugend in Immenstadt. Nach seiner schulischen Laufbahn begann er mit dem Studium zum Volkschullehrer und übte danach seine Lehrtätigkeit in Gunzesried und ab 1939 in Oberstdorf aus. Während des Krieges wurde er wegen seiner sportlichen Fähigkeiten als Meldefahrer eingesetzt. In dieser schweren Zeit konnte er aber auch seiner künstlerischen Begabung nachgehen. Als er wegen gesundheitlicher Schädigung, bedingt durch die kalten Winter, nach Garmisch abkommandiert wurde, konnte er dort mit den bekannten Malern Ludwig Gschossmann, Gilbert Palmié und Erich Merker in einem gemeinsamen Atelier arbeiten. Diese fruchtbare Zeit prägte sein weiteres Leben und seine künstlerische Arbeit, die er mit großem Einsatz weiterentwickelte. Nach dem Krieg kehrte er nach Oberstdorf zurück, wo er 1948 beim Bau eines eigenen Hauses auch ein kleines Atelier mit Ausstellungsraum einrichtete. Zwischenzeitlich studierte er bei Professor König in München und unternahm Studienreisen nach Italien, Spanien und Nordafrika. Von seiner heimatlichen Bergwelt wurde Hermann Gabler besonders angezogen; in vielen Skizzenbüchern erfasste er mit Bleistift und Aquarellfarben den Wandel des Lichtes, die Wolkenformationen und deren Spiegelungen auf Wasserflächen. Seine Landschaftsbilder in Aquarell- und Öltechnik sind gleichsam Portraits erlebter Landschaften, abgerückt vom Getriebe der Welt. Die landschaftliche Schönheit im Wechsel der Jahreszeiten, den Zauber der Unberührtheit und die Skala der Stimmungen vom ersten Sonnenstrahl bis zum warmen Abendlicht hat er zum bildnerischen Naturerlebnis gesteigert. Schon bei den ersten Ausstellungen fand er große Anerkennung.

Er war Mitbegründer des Berufsverbandes Bildender Künstler, organisierte in den Nachkriegsjahren mit vielen Künstlern, die der Krieg nach Oberstdorf verschlagen hatte, Ausstellungen in der Grundschule. Die Schulräume wurden zur Ferienzeit ausgeräumt und dienten als erste Präsentationsmöglichkeit. Das überwältigende Interesse der Ausstellungsbesucher, Kurgäste wie auch Einheimische, war für ihn Ansporn, sich immer intensiver seiner Malerei zu widmen. In diesen Jahren entwickelte sich ein treuer Interessentenstamm, der seine künstlerische Arbeit begleitete. Nach dem Bau eines eigenen, großzügigeren Ateliers mit Ausstellungsraum im Jahr 1956 verweigerte er sich immer mehr den Angeboten des Kunsthandels als auch der allgemeinen Präsentation bei Gemeinschaftsausstellungen. Diese Selbständigkeit ermöglichte ihm ein freies künstlerisches Arbeiten bis zu seinem Tod im Jahre 1977.

am 23.06.2012 von Initiative Villa Jauss e.V

überall und nirgends - Werke aus der Sammlung Reydan Weiss

überall und nirgends 2012

23. Juni - 30. September 2012, jeweils Do, Fr, Sa, So von 15.00 - 18.00 Uhr

Vernissage

Freitag 22. Juni 2011 um 19.00 Uhr
Begrüßung: Wolfgang Schoppmann, John Patrick Kohl
Einführung: Karin Pernegger, Kuratorin der Ausstellung

Die Ausstellung "überall und nirgends" trägt die poetische und neugierig stimmende Handschrift einer Begegnung zwischen den Kulturen. Mit einem über nationale und historische Grenzen hinweg reichenden Blick bildet die Ausstellung die Thematik der Globalität nicht nur in ihren wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Beziehungen sondern anhand von Kunstwerken ab, die sich aus traditionellen Bildspeichern schöpfen und uns in fremde Welten entführen. Wenn der Austausch der Kulturen als Garant für eine an Vielfalt reichen Identität steht, so sind die Bildenden Künste und das Kunsthandwerk deren lebendige Botschafter. Die Sammlung Reydan Weiss spürt diese intensive Erfahrung der Globalität und Mobilität auf, gleichsam wie es jene Menschen erleben, die im Austausch zwischen den Kulturen zur Welt kommen, aufwachsen und ihr Leben gestalten. Damit zeichnet der Titel "überall und nirgends" die Identität der Generationen nach, die jene Frage: "Woher kommst Du?", nicht eindeutig mit einem Land beantworten, aber überall ihr zuhause sehen können und sich nirgends fremd fühlen müssen.

Es sind Arbeiten zu sehen von: Rita Ackermann, Bertozzi e Casoni, Daniele Buetti, Kaucylia Brooke, Jonas Burgert, Ouyang Chun, Mat Collishaw, Keren Cytter, Nathalie Djurberg, Marcel Dzama, Doug Hall, Anthea Hamilton, Julie Heffernan, Rebecca Horn, Bethan Huws, Alicia Kwade, David Lachapelle, Vera Lehndorff, Wolfe von Lenkiewicz, Thomas Lerooy, Alistair Mackie, Charles Matton, Olaf Metzel, Marilyn Minter, Wangechi Mutu, Tony Oursler, Shannon Plumb, Elodie Pong, Ged Quinn, Andres Serrano, Cindy Sherman, Andreas Slominski, Anj Smith, Alex Tennigkeit, Sandra Vàsquez de la Horra, Rinus Van De Velde, Steve Viezens, Mathew Weir, u.a.

am 13.05.2012 von Initiative Villa Jauss e.V

Johann Wolfgang von Goethe: Farbholzschnitte u. Buchillustrationen

Goethe - Zauberlehrling

17. Mai bis 17. Juni 2012 - Do. - So. 15 – 18 Uhr

So., 13. Mai 2012, 11.00 Uhr
Eröffnung

Die Ausstellung von Margarethe Geibel (1876-1955) mit „malerischen Farbholzschnitten“ lässt alle Besucher in die „klassische Atmosphäre“ der Goethezeit eintauchen. Jahrzehntelang beschäftigte sich die Künstlerin in Skizzen, Aquarellen, Radierungen und Holzschnitten mit Alt-Weimar. Ihre Werke ab ca. 1907 bringen mit einer ganz eigenen Note das Wohnumfeld Goethes in Erinnerung. Viele Blätter, auf denen topographische Stadtansichten dargestellt sind, zeugen von der innigen Liebe zu dieser Stadt, geprägt vom Geiste Herders, Schillers und Goethes. Knapp 50 Jahre bewohnte der große deutsche Dichter die Zimmerfluchten am Frauenplan und das Gartenhaus, besuchte die Anna-Amalia-Bibliothek, das Wittumspalais und Schloss Dornburg. Diese Welt des Dichtergenies mit Leihgaben aus dem Städtischen Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen kann fünf Wochen lang in Oberstdorf besichtigt werden. Noch zu Lebzeiten Margarethe Geibels erwarben Museen in Weimar, Dresden, Leipzig, Stuttgart, Berlin, München, Wien und London diese Arbeiten. Die kunstvoll geschnittenen und gedruckten Farbholzschnitte sind von so großem historischem Wert, dass sie in den Nachkriegsjahren für die denkmalpflegerische Sanierung des Goethewohnhauses verwendet wurden.

Margarethe Geibel wurde am 5. Juni 1876 vis à vis von Goethes Wohnhaus geboren. Früh erwachte der Wunsch, in die Fußstapfen des Vaters zu treten, dem bekannten Portrait- und Landschaftsmaler Casimir Geibel. Zunächst unterrichtete er sie selbst, ermöglichte ihr aber auch den Unterricht in einer privaten Zeichenschule. Großen Einfluss übte ihr Lehrer Professor Otto Rasch aus, der sich in vielen Arbeiten mit Interieurs beschäftigte und auch die graphischen Künste intensiv förderte. Von 1900 bis 1902 studierte sie bei Professor Leopold Graf von Kalkreuth in Stuttgart, um verschiedene grafische Techniken zu vervollkommnen. Letztendlich blieb aber der autodidaktisch erworbene Farbholzschnitt das entscheidende Medium für ihre künstlerische Aussage.

Die jüngsten Besucher des Kunsthauses können in Goethes fantastische Welten eintauchen. Preisgekrönte Buchillustrationen zu „Faust“, dem „Zauberlehrling“ und zu „Reineke Fuchs“ werden in eigenen Räumen für die Kinder aufbereitet. Tomi Ungerer, Klaus Ensikat, Sabine Wilharm und Janosch haben mit großem Einfühlingsvermögen einige „Klassiker“ umgesetzt.


Führungen für Schulklassen, der Auftritt junger „Goetheaner“ aus dem Schulbereich und das Kinderprogramm am Sa.19. Mai wird den Dichterfürsten Goethe dem jungen und jung gebliebenen Publikum nahebringen.

Rahmenprogramm:

Sa. 19. Mai, ab 15 Uhr - Programm für Kinder

Mo. 28. Mai, 11 Uhr - Matinee: Goethevertonungen für Gesang und Klavier
von Franz Schubert. Es singt Johannes Böckler (Oberstdorf), begleitet von Thomas Noichl (Freising).

Sa. 02. Juni, 20 Uhr - Vortrag: „Illustrationen zu den Werken Goethes“ (Wilhelm Geierstanger)

Fr. 15.Juni, 19.00 Uhr - "Au Backe, Herr Geheimrat!"
Goethe zwischen Ideal und Wirklichkeit. Dr. Werner Neuhauser, Zahnarzt im Ruhestand, deckt in einem Vortrag einige Leiden des Dichtergenies auf. Anschließend wird er in einem unterhaltsamen Gespräch zusammen mit dem Sonthofener Goethekenner Arthur Lamka den Freuden und Leiden des hochverehrten Herrn Geheimrates weiter nachgehen.

Goethe - Juno-Zimmer Goethe für Kinder Johann W. Goethe - Juno-Zimmer
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Rahmenprogramm Johann Wolfgang von Goethe

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am 01.03.2012 von Initiative Villa Jauss e.V

Bergwelten - fotografiert und kettengesägt

Bergwelten

17. März 2012 bis 06. Mai 2012, Öffnungszeiten Do bis So 15 bis 18 Uhr

Ausstellungseröffnung:

Freitag 16. März 2012, 19 Uhr
musikalisch bereichert durch historische Stücke auf der Scherrzither, gespielt von Michael Vogler

Seit 135 Jahren haben die FotoPioniere der Familie Heimhuber in vier Generationen Ereignisse im Allgäu festgehalten, Landschaften und Ortsansichten dokumentiert sowie Menschen porträtiert. Ihre Fotografien erzählen die Geschichte des Allgäus als Verschmelzung von perfekten Augenblicken, subjektiven Blickwinkeln und künstlerischer Brillanz - Dokumentation und Kunstwerk zugleich. Das Kunsthaus Villa Jauss zeigt faszinierende Einblicke in einen "Schatz", der gerade im Projekt "Visuelles Gedächtnis Allgäu" gehoben, gesichtet und bewahrt wird.
Eine ganz andere Art, Gesehenes und Erlebtes umzusetzen in Form, die Entwicklung von Kultur und Landschaften festzuhalten und mit verstecktem Witz zu beleuchten, zeigt Michael Vogler in seinen Reliefskulpturen. Auch hier Bergwelten, die Blickwinkel kritisch mit innovativen Techniken modernster Bildhauerkunst in Szene gesetzt. Das Ergebnis: fesselnde Installationen, Phantasielandschaften, Berg- und Schluchtenwelten mit extremer Tiefenwirkung, mal mystisch und geheimnisvoll, mal bedrohlich und anklagend oder einfach verblüffend.
Die Ausstellung im Kunsthaus Villa Jauss präsentiert kunstvolle Bergwelten historisch-vertraut und ganz modern voller Tiefblick. Lassen Sie sich von dieser Symbiose begeistern!

Fotografie lebt von der Magie des entscheidenden Augenblicks und interpretiert die Wirklichkeit durch die Wahl des perfekten Moments. Es entsteht ein wortloser Dialog, Geschichten werden erzählt, der Zeitgeist wird festgehalten. So wird jedes Motiv auch zu einem historischen Dokument.
Die Familien Heimhuber haben mehr als ein Jahrhundert Zeitgeschichte "geschrieben", auch für Oberstdorf. Sei es die erste Skitour auf das Nebelhorn 1901 oder die Eröffnung der Nebelhornbahn 1930: Heimhuber war dabei. Fast 100 Jahre (1883-1975) führte die Familie am Marktplatz ihre Filiale.
Aber es war vor allem die Landschaftsfotografie, die über vier Generationen eine große Leidenschaft im Hause Heimhuber bleiben sollte. Bereits der Gründer Josef Heimhuber ging von Anfang an oft zum Fotografieren in die Berge und viele der Aufnahmen entstanden unter extremen Bedingungen.
Die große Leidenschaft seiner Söhne Fritz sen. und Eugen galt der Fotografie und dem Alpinismus. Aus ihrer Hand stammen viele der über 300.000 Bilder, die nun als wiederentdeckter Schatz im Rahmen eines Projekts des Landkreises Oberallgäu gesichtet, restauriert und archiviert werden (u.a. gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) im Rahmen des LEADER-Programms).
Die Ausstellung zeigt Teile aus diesem Schatz - historische Fotografien aus Oberstdorf und seinen Bergen.

Diese Fotografien lassen erahnen, welche Faszination sie damals auf die Menschen ausgeübt haben. Heute sind wir durch die Medien fast schon zu sehr an die zweidimensionale Sichtweise gewöhnt. Wichtig sind deshalb Impulsgeber, die uns anleiten, unsere Fähigkeit des räumlichen Sehens nicht zu verlieren.

Michael Vogler weist uns mit seinen Reliefskulpturen und Installationen den Weg zur Wirkungskraft von Objekten im Raum.
Licht und Schatten, Enge und Tiefe, gewölbt und gekrümmt - er nimmt auf, was uns umgibt und gestaltet sein Werk mit ganz eigenen Techniken. Bevorzugtes Arbeitsmaterial Holz, aber auch Bronzeskulpturen, gefertigt nach Kettensägeskulpturen oder Wachsmodellen.
Bekanntgeworden ist der Immenstädter Bildhauer durch seine riesigen, farbigen Kettensäge-Reliefskulpturen, in denen er u.a. das Verhältnis von Mensch und Landschaft kritisch beleuchtet. Michael Vogler war auf vielen Gruppen- und Einzelausstellungen vertreten, ist mehrfach ausgezeichnet und hat viele öffentliche Räume und Sakralbauten mit seinen Arbeiten bereichert (z.B. Holzskulptur im Landratsamt Oberallgäu, Rupert-Mayer-Denkmal in der Seelenkapelle in Oberstdorf, Bronzeskulptur im Museum in Fischen). Aus der Jurybegründung zum Kunstpreis 2004 in Kempten: "Die Jury sieht deutliche Parallelen zur Qualität der aktuellen, figurativen Bildhauerkunst in Deutschland, etwa eines Stephan Balkenhol."
Inzwischen hat der Künstler neue Techniken entwickelt - erste Werke waren 2010 in Irsee und 2011 auf der Südlichen in Sonthofen und der Festwochenausstellung in Kempten zu sehen. Dabei werden entweder Kettensägesplitter zu einer Reliefinstallation zusammengefügt oder ein einziger Block bearbeitet, reduziert: "Mit der Kettensäge durchbreche ich spaltenartig dicke Bohlen so lange, bis skelettartige Berg- und Schluchtenwelten ihre maximale Tiefe entfalten" (M. Vogler).
Skulpturen entstehen in einem intensiven Schaffensprozess, brauchen Zeit - der perfekte Moment liefert möglicherweise die Idee.
Extra für die aktuelle Ausstellung entwickelt Michael Vogler aus dem perfekten Moment eines historischen Heimhuber-Foto seine eigene Bergwelt als moderne Skulpturinstallation. Wir dürfen gespannt sein!


Biographisches: Michael Vogler

1962 geboren in Immenstadt
1977-1981 Ausbildung zum Bildhauer, Fachschule für Holz und Steinbildhauerei,
Elbigenalb/ Tirol bei Prof. Moroder
1982 Studien und Mitarbeit bei akad. Bildhauer Hans Frank, Burghausen
1983-1985 selbständige künstlerische Tätigkeit
1985-1988 Ausbildung im Möbelbau und -design in Verbindung mit bildhauerischenElementen, Berufschule Immenstadt
1989 Europäische Akademie der bildenden Kunst in Trier bei dem akad.Bildhauer und Dozenten Pierre Weber, Frankreich
seit 1990 selbständige künstlerische Tätigkeit
Mitglied im BBK Schwaben Süd, Mitglied im internationalen Syrlin Kunstverein Stuttgart

Gruppenausstellung: Internationales Bildhauersymposium 2005 bei Kunstgiesserei Strassacker
Schwäbische Künstler in Irsee 2010, ARTIK 2008 Landkreis Günzburg,
Kemptener Kunstausstellung der Festwoche, Ostallgäuer Kunstausstellung,
Pfrontener Kunstausstellung, Schwäbisches Bauernhofmuseum,
die Südliche Immenstadt- Sonthofen- Oberstdorf, Museum Mindelheim,
Kult-Kunst Günzburg- Krumbach

Einzelausstellungen: BR Bayrisches Fernsehen 2010, Internationale Kunstmesse Stuttgart-
Syrlin Kunstverein 2010, Galerie Reimus Essen, Forum Allgäu Kempten (Künstlerwoche), Fenepark Kempten (Kulturwoche mit Bayrischem Rundfunk), Kulturzeit Fischen, Eisstadion Oberstdorf, Immenstadt.
Auszeichnungen: 2004 Alfred-Oberpaur-Kunstpreis der Stadt Kempten, 55. Kunstausstellung
2007 Publikumspreis der Stadt Kempten, 58. Kunstausstellung
Arbeiten im öffentlichen Raum: Ankauf der Stadt Kempten, Festwochenkunstausstellung 2011
Landratsamt Oberallgäu, Holzskulptur ,280 cm
Oberstdorf, P. Rupert Mayer Denkmal, 230 cm (Seelenkapelle)
Landratsamt Oberallgäu, WM-Skulptur „Nordic Dream „ für Nordische Ski-WM 2005
Stadt Sonthofen,Bronzeskulptur,
Museum Fischen, Bronzeskulptur
Schönstatt Prophetenraum, raumgreifende Gestaltung
Altstädten, Seniorenheim St. Josef, Holzskulptur 220 cm
Durach/Feuerschw., Kapelle Altarraumgestaltung
Chur/ Schweiz, Bischöfl. Palais, Holzskulptur 200cm
Passau, Kloster Neustift, Holzskulptur

Fotopionier-Familie Heimhuber:

1876 Josef Heimhuber (1853-1923) kommt ins Allgäu und richtet 1877 in Sonthofen das erste Fotoatelier im Allgäu ein
1883 Eröffnung der Filiale am Marktplatz in Oberstdorf (bis 1975), 1887 in Immenstadt
Anfang der 1880er Jahre: erste Hochgebirgsaufnahmen
1882 gründet der spätere königlich- bayerische "Hof-Photograph" einen Ansichtskartenverlag, in den 1920er Jahren kommt ein Fotogeschäft hinzu

Seine Söhne Fritz (1877-1963) sen. und Eugen (1878-1966) führen in den folgenden Jahrzehnten den Betrieb weiter. Doch nicht nur der Fotografie gilt ihre Leidenschaft, sondern auch dem Alpinismus:
Sie waren beide begeisterte Kletterer und Skipioniere, gründeten gemeinsam in Sonthofen die erste Skifabrikation, eröffneten das erste Spezialgeschäft für Skilauf und gaben ab 1910 Skikurse. Fritz sen., sehr gesellig und Mitglied in mehreren Vereinen, war ein "Mächler" und beschäftigte sich schwerpunktmäßig mit der Skifabrik. Der stets auffallend elegant gekleidete Eugen widmete sich der Fotografie und verbrachte jedes Jahr zwei Wochen Urlaub auf der Rappenseehütte um zu fotografieren.

1938 Eröffnung des ersten Color-Labors im Allgäu
1948 tritt Fritz Heimhuber jun. (1912-1986) als Gesellschafter in die Firma seines Vaters und Onkels ein .
Heute wird der Familienbetrieb in 4. Generation von Eugen Heimhuber und seiner Frau Claudia geführt.

Über mehr als 130 Jahre hinweg hielten die Fotografen Heimhuber das Oberallgäu und seine Umgebung auf Daguerreotypien, Metall-, Glasplatten und Celluloid fest. Kaum ein kulturelles, öffentliches oder gesellschaftliches Ereignis, kaum eine Gebirgs-, Landschafts- oder Ortsansicht, die sie nicht im Kasten hatten - jedes Motiv ein historisches Dokument!

2011/2012 Projekt "Visuelles Gedächtnis Allgäu": der Schatz der Fotografen Heimhuber als wichtiges Dokument Allgäuer Zeitgeschichte wird gesichtet, für die Nachwelt erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Gefördert wird diese Projekt des Landkreises Oberallgäu u.a. vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) im Rahmen des LEADER-Programms.

Links:

am 05.01.2012 von Initiative Villa Jauss e.V

15 Jahre "Initiative Villa Jauss e. V."

Logo

Einladung zum kleinen Festakt.

Do. 5. Januar 2012 um 19.00 Uhr

Die „Initiative Villa Jauss e.V.“ feiert ein Jubiläum: Volle 15 Jahre hat das Kunsthaus ein abwechslungsreiches Programm geboten für Einheimische, Gäste und die gesamte Region Oberallgäu. Viele Einzel-personen, Gruppen und Institutionen engagierten sich, um das architektonische Juwel im „Jaussgarten“ zu sanieren und es zu einem kulturellen Anziehungspunkt auszubauen.

In einer kleinen Feier möchte der Vorstand des Vereins seine neu erstellte 50-seitige Broschüre den Mitgliedern als Geschenk überreichen. In ihr sind die wichtigsten „Ereignisse“ der geleisteten Kulturarbeit zusammengefasst. Sie kann auch während der laufenden Ausstellung bis 08.01.2012 oder ab Mitte März 2012 an der Kasse abgeholt werden.
Verbunden wird mit diesem Jubiläumsakt eine ganz aktuelle Lesung: Der diesjährige 2. Preisträger des Würth-Literatur-Preises (Poetikdozentur der Universität Tübingen) und 2. Preisträger des Schwäbischen Literaturpreises 2011 kommt aus Immenstadt: Gerhard Dick. Die preisgekrönten Texte werden an diesem Abend von ihm vortragen.
Dazu musiziert Malgorzata Grzanka (Immenstadt) auf dem Violoncello.

Alle Mitglieder des Vereins, Sponsoren, Landrat, Bürgermeister und Gemeinderäte sowie Interessenten und Freunde des Kunsthauses sind zu dieser öffentlichen Veranstaltung herzlich eingeladen.

am 25.11.2011 von Initiative Villa Jauss e.V

ALT-Holz - eine außergewöhnliche Ausstellung

Alt Holz - Rudolf Schnellbach

Ausstellung vom 26.11.2011 bis 08.01.2012.
Öffnungszeiten: Do, Fr, Sa, So 15.oo – 18.oo Uhr

Ausstellungseröffnung Freitag 25. 11. 2011, 19 Uhr
Einführung John Patrick Kohl.

Intension ist die interessante Kombination aus alten Bildern, Fotografien zum Thema „altes Holz“ und plastischen Holzskulpturen.
Im Mittelpunkt stehen die kreativen Arbeiten des Oberstdorfer Fotografen Rudolf Schnellbach und die visionären, plastischen Werke des Oberstdorfer Bildhauers Andreas Ohmayer, bekannt unter AndO-Kunst.
Gemeinsam ist beiden Künstlern die inspirierende Idee, aus ursprünglichen, von der Natur geschaffenen Materialien bzw. Motiven, Neues zu kreieren und dadurch eine harmonische Veränderung vorzunehmen.

So entstehen bei Andreas Ohmayer aus sehr unterschiedlichen Harthölzern, beispielsweise Nussbaum, Eiche, Birnbaum oder Eibe, individuelle Skulpturen. Seine Intension ist es dabei, den Urwuchs des Holzes/Stammes weit gehend zu belassen. Reduziert auf das Wesentliche ergeben sich neue Formen, Konturen und Kompositionen, die eine perfekte Kombination und Harmonie traditioneller und moderner Elemente beinhalten.
Im Gegensatz zu den plastisch greifbaren Objekten des Bildhauers, schafft Rudolf Schnellbach mit seinen zweidimensionalen fotografischen Werken eine ebenso interessante Kombination.
So präsentiert er den Wandel eines vom Laufe der Jahre geprägten alten Holzstadels.Im Fokus stehen dabei das gewachsene Altholz und seine Veränderung.
In einer anderen Serie kreiert Rudolf Schnellbach, ähnlich wie bei Andreas Ohmayers Metamorphosen, neue Kompositionen, die im Labor entstehen.
Mit fotographischen Finessen, besonderen Schattierungen und Lichtzeichnungen, entstehen so fast magische Holzskulpturen.


Lassen Sie sich von der Ausstellung ALT- HOLZ inspirieren, bei der sich zwei grundlegend unterschiedliche handwerkliche Künste in perfekter Harmonie ergänzen und die Urgewalt des Holzes mit der Schaffenskraft des Menschen perfekt vereint wird.
Ergänzt wird die Ausstellung von Leo Schnellbachs historischen Fotografien zum Thema „Bergsommer“.

> weitere Informationen (www.oa-kultur.de)

am 08.07.2011 von Initiative Villa Jauss e.V

Vernissage: Welt-(er)-findung, zeitgenössische Photographie

Welt-er-findung

Im Kunsthaus Villa Jauss Fuggerstrasse 7 in 87561 Oberstdorf

Begrüßung: Prof. Dr. Dr. Thomas Olbricht

Einführung: Wolfgang Schoppmann, John Patrick Kohl
aus der Sammlung Olbricht.

Seit 1994 wird das Kunsthaus Villa Jauss, prominent gelegen im Fuggerpark zu Oberstdorf, als Kulturforum genutzt. Kulturschaffende und Kulturgenießer fühlen sich in diesem architektonischen Prachtstück der Gründerzeit gleichermaßen wohl.

Die 1997 gegründete Initiative Villa Jauss e.V. hatte es sich mit ihren Mitgliedern, zur Aufgabe gemacht, das Haus zu sanieren und für den heute bestehenden Kulturbetrieb umzurüsten. Durch großzügige Spenden in den letzten Jahren wurden die Voraussetzungen geschaffen, im Jahr 2004 der Stiftung Hugo J. Tauscher, mit ihren Zeichnungen und Graphiken des 20. Jahrhunderts als ständige Sammlung den Einzug zu ermöglichen. Monetäre Zuwendungen begeisterter Villa Jauss Freunde bilden zusätzlich die Grundlage für wichtige temporäre Ausstellungsprojekte. Das Kunsthaus Villa Jauss hat im kulturellen Leben des Oberallgäus, des Allgäus und auch darüber hinaus, einen nicht mehr wegzudenkenden Stellenwert erlangt.

Die bisherigen Sommerausstellungen:
Unter dem Ausstellungstitel Wege zur Moderne wurden im Jahr 2005 großartige Japanische Farbholzschnitte als ostasiatischer Einfluss auf die Moderne gezeigt. Die zweite Ausstellung zu diesem Thema beleuchtete den europäischen Ausdruck dieser Entwicklung mit bedeutenden Druckgrafiken, Skulpturen und Zeichnungen von Eugène Delacroix, Honoré Daumier und Camille Corot. Im Jahr 2007 wurde die Ausstellungsreihe zum 10-jährigen Jubiläum der Initiative Kunsthaus Villa Jauss, mit einer Kabinettausstellung von Meistergrafiken der Künstler Paul Cézanne, Pablo Picasso, George Braque und Henri Matisse fortgesetzt. 2008 waren druckgraphische Blätter von Odilon Redon zu sehen, der mit seinen symbolgeprägten, fantastischen Bild-Erfindungen eine weitere Brücke in die Moderne baute. Im Jahr 2009 wurden unter dem Titel Wege in der Gegenwart ausgewählte Editionen von Gerhard Richter mit großem Erfolg gezeigt. 2010 vertieften sich unter dem Titel Wunder auf Papier – über 100 Jahre Zeichenkunst die Wege zur Moderne und die Wege in der Gegenwart, um eine weitere Nuance der Bildenden Kunst – Die Zeichnung.

m Jahr 2011 werden unter dem Titel Welt-(er)-findung zeitgenössische Photographien gezeigt. Als Kunstform sucht Photographie die Verbindung, aber auch den Gegensatz von einer gefundenen und erfundenen Welt. Was ist Wirklichkeit? Was ist Fiktion? Die Auswahl im Kunsthaus Villa Jauss führt den Betrachter ins Zentrum dieser Fragen.

Möglich macht dies Der Sammler Prof. Dr. Dr. Thomas Olbricht.
Seine Sammelleidenschaft hat in den vergangenen 25 Jahren eine der umfangreichsten Privatsammlungen Europas zusammengetragen. Die Sammlung umfasst Arbeiten vom Beginn des 16. Jahrhunderts bis zur jüngsten Gegenwartskunst. Die Sammlung, sowohl genre- als auch epochenübergreifend, ist geprägt durch seine subjektive Auswahl, wobei der Wunsch nach Entdecken und Verstehen des Menschseins die Triebfeder bildet: existenzielle Themen wie Eros, Tod und Vergänglichkeit bilden programmatische Schwerpunkte der Olbricht Collection. Als ständige Präsentationsfläche wurde 2010 der „me Collectors Room“ in Berlin eröffnet.

Thomas Olbricht verfolgt seit Mitte der 90’er Jahre auch die Photographie im Kunstkontext. In Oberstdorf ermöglicht er dem Publikum Begegnungen mit Werken von Cindy Sherman, Diane Arbus, Thomas Struth, Thomas Ruff, Thomas Demand, Katharina Bosse, Bettina Rheims, Helmut Newton, Danilea Rossel, Taryn Simon, Loretta Lux, Desirée Dolron, Elger Esser, Jean Marc Bustamente, Jürgen Teller, Martin Parr, Andres Serrano, Doug Hall, Paul Outerbrige jr.,.....

am 26.06.2011 von Initiative Villa Jauss e.V

Tiny Schmauch Quartatt mit Florian Mayer

Tiny Schmauch Quartett

Das Programm: „swing that thing“

Das Tiny Schmauch Quartett spielt in seinem Programm „swing that thing“ Jazz-Standards, Balladen und BossaNovas aus verschiedenen Epochen der Jazzgeschichte. Neben einigen der bekanntesten Jazz-Kompositionen sind auch unbekanntere Stücke zu hören. Eigenkompositionen der Musiker runden das Programm ab.
Die Musik des Tiny Schmauch Quartetts ist von frischen Melodien, warmen Akkorden und mitreißenden Rhythmen geprägt. Flori Mayer „swingt“ auf seiner Klarinette und bläst auf dem Tenorsax groß angelegte Improvisationen. Peter Decker bettet diese in jazzige Klangfarben. Mit László Demeter und Tiny Schmauch hat das Quartett eine rhythmische Basis, die zum blinden Verständnis zusammengewachsen ist. Ob Lateinamerikanische Rhythmen oder Blues, die Band swingt für Bauch und Beine.
Die Musiker des Tiny Schmauch Quartetts kennen sich schon seit vielen Jahren aus verschiedenen Formationen der südbayerischen Musik-Szene, vom Duo bis zur Bigband. Neben dem musikalischen besteht auch ein großes menschliches Verstehen untereinander. So entsteht ein sehr intensives Miteinander in der Musik des Quartetts.

Besetzung: Florian Mayer (sax,cl), Peter Decker (g), Tiny Schmauch (b), László Demeter (dr)

Aktuelle CD: „ten or madness“ , 2008

Internet: www.tiny-schmauch.de

Das Tiny Schmauch Quartett besteht aus folgenden Musikern:

Florian Mayer (Saxophon, Klarinette):
Erfahrung in verschiedensten Jazz-Formationen im Allgäu. Swing- und Klezmer-Klarinettist.
Mitglied der Bigband HORNS UP. Wohnt in Marktoberdorf/Ostallgäu.
Pit Decker (Gitarre):
Sammelte jahrelang Erfahrungen in verschiedensten Gruppen der Allgäuer Szene und ist einer der führenden Gitarristen der Region. Wohnt und arbeitet in Obergünzburg.
Tiny Schmauch (Kontrabass):
Bassist verschiedener Jazz- und Weltmusik-Formationen der südbayerischen Szene. Leiter der Bigband HORNS UP. Vorsitzender der Allgäuer Jazz Initiative und der Landesarbeitsgemeinschaft Jazz in Bayern. Gastmusiker am Landestheater Schwaben.
László Demeter (Schlagzeug):
Schlagzeuger und Musiklehrer in Reutte/Tirol. Spielte in Österreich, den USA und seiner Heimat Ungarn schon mit ganz Großen des Jazz: Herb Ellis, Charlie Bird, Toni Lakatos, Maria Schneider, Ellis Marsalis.

am 01.06.2011 von Initiative Villa Jauss e.V

Martin Hehl: Lesung "Die Fleischfliege Agnes"

oder "Der Traum vom Fliegen" skurrile Kurzgeschichten

mit Schauspielerin und Rezitatorin Eva Schroer und Harfenistin Martina Noichl

Mittwoch, 1.6.2011/19.30 h

am 21.05.2011 von Initiative Villa Jauss e.V

Architekturausstellung "thomaswechspreis 2010"

Thomaswechspreis 2010

Architektur-Ausstellung
im Garten am Kunsthaus Villa Jauss
vom 21.05.2011 bis 26.06.2011.

Der Thomaswechspreis ist in der bayerischen Architekturszene etabliert. Das Werk, der Bauherr und sein Architekt stehen im Mittelpunkt des Preises. Neben der Würdigung des Bauwerks durch die Entscheidung der Jury und die Veröffentlichung der Bauten in einer Broschüre wird das Ergebnis in ganz Schwaben in einer Wanderausstellung vorgestellt. Die ausgezeichneten Bauten sind herausragende Beispiele für gelungene Architektur in unserer Region.

Die Arbeiten sollen in der Tradition der Bauten des Architekten Thomas Wechs stehen. Thomas Wechs wurde 1893 in Bad Oberdorf bei Hindelang geboren. Als bedeutendster Kirchenbaumeister der Diözese Augsburg hat er hier in der Region während seiner ganzen Schaffenszeit eine Vielzahl von kleineren und größeren Aufträgen realisiert. Am bekanntesten sind die beiden Filialkirchen St. Jodok und Heiligste Dreifaltigkeit (1936 - 1938) in Bad Oberdorf und Heiliggeist (1962 - 1969) in Oberjoch.

ausstellung
22. mai bis 26. juni 2011

eröffnung
sa 21. mai 19 uhr
einführungsvortrag von jörg heller architekt bda

zum abschluss der ausstellung
jazz-matinee
so 26. juni 11 uhr
tiny schmauch quartett
eintritt: 10 euro


www.thomaswechspreis.de

am 06.05.2011 von Initiative Villa Jauss e.V

Giorgio-Jürgen Moos: vielschICHtig

Giorgio-Jürgen Moos - vielschICHtig

Ausstellung vom 7.05.11 bis 26.06.11
geöffnet Do - So von 15 - 18 h

Ausstellungseröffnung Freitag, 6. Mai 2011/19h
Einführung mit Dr. Robert Bock
Musik Anja Heinz-Civelek, Konzertharfe

'Giorgio' Jürgen Moos wurde 1954 in Viersen am Niederrhein geboren, war Fachlehrer für Kunst und Sport, sowie Referent für Malerei und Druckgrafik an der Lehrerakademie Dillingen. Giorgio lebt und arbeitet in Immenstadt im Allgäu und in Ligurien/Italien. Der Künstlername Giorgio entstand nach der Beendigung des Kunsterzieherberufes und dem Übergang zum frei schaffenden Künstler als Ausdruck seines neuen Lebensgefühls in Italien. Er ist Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler.
Die Holzschnittunikate von Giorgio sind voller Präzision und zugleich ungewöhnlicher Leichtigkeit. Ihnen fehlt das für den traditionellen Holzschnitt Typische, Plaka­tive, Eindimensionale. Mit raffinierter Technik gelingt es dem Künstler, Mehrschichtigkeit zu erzeugen - nicht nur 'auf dem Papier', sondern auch in der Aussage seiner Werke.
Hier trifft der starre harte Druckstock auf fragilen Untergrund - Holz auf Seidenpapier. Das dünne Papier, oft beidseitig bedruckt und mehrlagig verwendet, zeigt Transparenz und Vielschichtigkeit. Giorgio arbeitet mit starken Farben und leuchtenden Kontrasten. Der Künstler setzt mit seinen von expressiven Farbakkorden unterlegten Holzschnitten eine erzählerische Bewegung in Gang und erzielt eine Sogwirkung, der sich der Betrachter nur schwer entziehen kann. Auf fast allen Arbeiten, auch den 'Ton in Ton' - Bildern, sind Figuren zu erkennen. Manche sind zu sich ständig neu formierenden Sequenzen angeordnet, andere müssen aus dem Ansturm der Farben, Formen und Linien erst herausgeschält werden.
"la danza – der Tanz"
Die neueren Arbeiten setzen sich mit dem Thema Tanz auseinander - 'im Tanz des Lebens' - so könnte man Giorgio aktuelles Grundthema nennen.
Im Tanz liegt Bewegung, Begegnung und ein Zusammenfinden, aber auch der Kampf.
Tanz ist Spiel und Tanz erzählt - erzählt von der Geschichte des Lebens ...
"Der Engel war einfach da..."
Aus altem Kastanien- und Olivenholz mittels Kettensäge sind seine aufrecht stehenden, schlanken Engel gearbeitet. Die Flügel - weitgespannt wie Segel - vermitteln endlose Freiheit, aber auch Schutz und Geborgenheit. Dazu gesellen sich nun Engel, die von der Holzskulptur abgeformt und in Bronze gegossen wurden.
Seit 1981 präsentiert sich Jürgen Moos in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland, u.a. stellt er auch seit 2003 bei der Kunstausstellung "Die Südliche" aus. Seine Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet (darunter 1999 der Thomas-Dachser-Gedenkpreis und 2008 der internationale Kunstpreis Hollfeld), Werke sind in privaten und öffentlichen Kunstsammlungen vertreten, wie z. B. in der Staatsgemäldesammlung München.
Das Kunsthaus Villa Jauss in Oberstdorf bietet einen umfassenden Überblick des künstlerischen Schaffens von 'Giorgio' Jürgen Moos.

weitere Infos unter
www.giorgio-kunst.de
Atelier: Einöde 1, Immenstadt/Bräunlings, Besuche nach Vereinbarung (mobil 0157 73586907)

am 01.04.2011 von Initiative Villa Jauss e.V

Doppelausstellung: Maria Farkas - Malerei und Kunst im Allgäu 1945 - 1965

Maximilian Rueß, Christuskopf - Harzfarben 1966

Werke aus der Sammlung Dr. Wilhelm Maul

Mit seiner Frühlingsausstellung würdigt das Kunsthaus Villa Jauss zwei Persönlichkeiten, die Kunst im Allgäu von 1945 bis heute immer wieder engagiert gefördert haben. Der Kemptner Arzt Dr. Wilhelm Maul (1901 - 1973) sammelte Kunst aus Leidenschaft. Seine Sammlung, die ca. 1500 überwiegend graphische Werke umfasst, wird heute bewahrt von seiner Tochter Maria Farkas, selbst Künstlerin, die auch das von Dr. Maul gegründete Kemptner Kunstkabinett weiter betreibt. Lassen Sie sich begeistern für eine spannende Auswahl aus dieser Sammlung von Werken jener Künstler, die die künstlerische Landschaft im Allgäu der Nachkriegszeit geprägt haben, darunter Werke von bekannten und weniger bekannten Künstlern wie Maximilian Rueß, Hermann Raddatz, Walter Jakob, Michael Pascevitius, Georg Tyrkowski, Hans-Erwin Steinbach, Hans Dietmann u.a..
Im Dachgeschoss zeigt das Kunsthaus Bilder der Künstlerin Maria Farkas - transparent wirkende Stilleben mit großer Leuchtkraft und Leichtigkeit.

Künstlerisches Arbeiten in der Nachkriegszeit glich einem zögerlichen Frühlingserwachen: Aufbruchsstimmung nach so vielen Jahren der Beschränkung künstlerischer Freiheit, aber auch das Vergangene in irgendeiner Art und Weise verarbeiten wollen, wieder anknüpfen an die Zeit vor 1933 und eine eigene und neue Bild- und Formensprache entwickeln, mit spärlichsten Mitteln und gebremst durch die täglichen Mühen, das Nötigste zum Leben und zudem Farben, Papier und Leinwand besorgen zu müssen.
Die Situation im Allgäu war besonders brisant: auf einen Stamm gut etablierter Künstler, die im Allgäu seit langem ansässig und als Kunsterzieher oder freie Maler tätig waren trafen mittellose heimatvertriebene Künstler und solche, deren Werke im 3. Reich unerwünscht oder gar als 'entartet' eingestuft worden waren. So fanden sich im Allgäu Künstler aus halb Europa, die hier einen Neubeginn suchten. Die Diskussionen im 1946 gegründeten Berufsverband Bildender Künstler im Allgäu waren kontrovers, das Interesse an Ausstellungsmöglichkeiten riesig, Bilderankäufe selten, das Überleben als Künstler schwierig.
In dieser Situation erschien die Sammelleidenschaft des Dr. Wilhelm Maul wie ein Silberstreif am Horizont. Er nahm persönlich Kontakt zu vielen Künstlern auf, besuchte sie in ihren notdürftigen Werkstätten, freundete sich an und half durch seine Ankäufe zu überleben und ihre Werke zu bewahren. Seiner Weitsicht ist es zu verdanken, dass wir heute dieses Frühlingserwachen nach 1945 in der Ausstellung nachvollziehen können.
Bereits mit 13 Jahren hatte Dr. Wilhelm Maul angefangen Kunst zu sammeln. Diese Leidenschaft ließ in nie mehr los. Er sammelte, was ihm in einem tieferen Sinn schön erschien. Maria Farkas beschreibt ihren Vater: Er "war ein Mann von hoher Bildung, der sich sein ganzes Leben lang mit allen geistigen Strömungen auseinandergesetzt hat...Seine Leidenschaft für die Kunst war ein Ausdruck seiner Leidenschaft für den Menschen. Mit gleicher Zuneigung war er Arzt, Künstlerfreund, Sammler."

Maria Farkas hat als Tochter diesen Sinn für Schönheit bewahrt und eine eigene Bildsprache gefunden, dies auszudrücken. In ihren Werken sind die Leichtigkeit und das Licht des Frühlings sichtbar. Es sind vor allem Stilleben in sehr feiner, lasierender Maltechnik mit Gegenständen im Spiel von Licht und Schatten, die transparent scheinen und wie von innen her erleuchtet wirken. Maria Farkas schafft klar abgegrenzte Formen in einer harmonischen Gesamtkomposition so wie wir Individuen und Teile einer Gemeinschaft sind.
Die Künstlerin genoss an der Akademie der Bildenden Künste in München als Schülerin von Franz Nagel eine fundierte Ausbildung, war viele Jahre Lehrerin in Kempten und widmet sich seit über 20 Jahren dem eigenen künstlerischen Schaffen. Darüber hinaus hat sie das Erbe ihres Vaters angetreten und u.a. mit ihren Themenausstellungen im Kunstkabinett eine spannende Verknüpfung gefunden für die Werke der Sammlung Dr. Mauls mit denen zeitgenössischer Künstler im Allgäu.

Ausstellung:
02. April bis 01. Mai 2011
Donnerstag bis Sonntag 15 - 18 Uhr

Ausstellungseröffnung:
Freitag 01. April 2011, 19 Uhr
Einführung Maria Farkas und Dr. Erich Farkas
Musik: Verena Hofmann, Gitarre

Links:
www.kemptener-kunstkabinett.de
www.mariafarkas.de
www.kultur-oa.de/kunsthaus-jauss

am 26.03.2011 von Initiative Villa Jauss e.V

Kurzausstellung: Jan Peter Tripp, Portraits

Jan Peter Tripp, Portrait Josef Geiger

Präsentation des Bildes "Der Alpenkönig" (Josef Geiger sen.)
und 7 weiteren Portraits aus den zurückliegenden Jahren

Präsentation des Bildes „Der Alpenkönig“, darstellend Josef Geiger sen. auf Höhe der Berggipfel und der Zeit und vollkommen schwindelfrei, gemalt 2010 von Jan Peter Tripp, umgeben von 7 anderen Portraits aus den zurück liegenden Jahren. Diese Präsentation ist eine Huldigung an den prominenten Oberstdorfer Unternehmer und Träger der Oberstdorfer Bürgermedaille Josef Geiger sen. und an einen der größten Portraitisten unserer Zeit, Jan Peter Tripp, der geboren ist in Oberstdorf und durch diese Präsentation die Bindung an seinen Geburtsort zeigt. „Das Modell“ und der Künstler werden anwesend sein und es werden sich interessante Aspekte zur Kunst des Portraits im 21. Jahrhundert ergeben.

Mit dem „Festakt“ am Samstag ist es natürlich noch nicht getan, denn die Wochenendveranstaltung wird am Sonntag, 27. März 2011 lustig ausklingen mit einem Konzert der bekannten

Gruppe, „Unverschämte Wirtshausmusik“.
Beginn 11.00 Uhr.
Eintritt: Euro 10,00.
Ende der Ausstellung 18.00 Uhr.
An alle Freunde und Bekannten und Kunstinteressierten ergeht eine herzliche Einladung.

am 18.03.2011 von Initiative Villa Jauss e.V

Wilhelm Berktold (1911-1978) - Der Oberstdorfer Bildhauer und Graphiker

Wilhelm Berktold (1911-1978) - Der Oberstdorfer Bildhauer und Graphiker

Vor 100 Jahren wurde Wilhelm Berktold geboren. Für viele ist er vor allem durch seine Motive des bäuerlichen Alltages ein Künstler, der das traditionelle Heimatgefühl in seinen Radierungen, Zeichnungen und bildhauerischen Arbeiten zum Ausdruck bringt. Seine realistische Formensprache entspricht oberflächlich dieser Charakterisierung – und doch ist damit der geistige Hintergrund bei weitem nicht erfasst, der diesen heimatverbundenen Menschen getragen hat. Für ihn war zwar die Bodenständigkeit das Standbein, das ihm festen Halt gab, ihn zeitlebends stützte und das ihm niemand nehmen konnte. Doch das Studium in München, zahlreich besuchte Ausstellungen und viele Bücher vermittelten ihm eine ideelle Heimat, in der er sich sehr wohl fühlte, besonders in der Welt der Expressionisten. Die Grundlagen für die Aufnahme an die Münchener Akademie 1946 erwarb er sich als Zeichner bei Rudolf Scheller und als Bildhauer bei Prof. Karl Baur. Die Professoren Willi Geiger, Hans Gött und Adolf Schinnerer verehrte er zeitlebens als seine wichtigsten Lehrer. Adolf Thiermann, der Werkstattleiter für Radiertechniken, war häufig Gast in Oberstdorf. Der beliebte und bescheidene Künstler Wilhelm Berktold hat religiöse Themen, Landschaften, Tiere, Portraits und Aktfiguren geschaffen, mit denen er sich als wichtiges Mitglied in die Künstlergeneration der Nachkriegszeit einreiht, die im April dieses Jahres Ausstellungsschwerpunkt des Kunsthauses Villa Jauss sein werden.

Ausstellungseröffnung:
Fr. 18. 03.2011, 19 Uhr, Villa Jauss
Vortrag von Wilhelm Geierstanger zu
Leben und Werk von W. Berktold

Ausstellung:
Sa. 19. 03 bis Fr. 25. 03. 2011
täglich 15.00 – 18.00 Uhr

Rückblick:
> Wilhelm Berktold 1911 - 1978 (Ausstellung 1998)

am 18.03.2011 von Initiative Villa Jauss e.V

Winfried Egger, Trettachspitze (Fotos)

Winfried Egger, Trettachspitze in der Morgensonne

Im ersten Stock der Villa Jauss wird eine Fotoserie präsentiert, die sich mit nur einem Motiv beschäftigt - der Trettachspitze, einem markanten Gipfel der Allgäuer Berge. Winfried Egger, ein Fachmann für Drucktechniken, wohnt fast am Fuße der Trettachspitze, in Gottenried im Trettachtal. Schon bevor er zur Arbeit fährt, geht der Blick hoch zu „seinem“ Berg und am Abend empfängt ihn wieder dieses unverrückbare, majestätische Felsmassiv. Doch ihm zeigt sich der Berg oft „in neuem Gewande“, da sein Motiv täglich, stündlich ja oft innerhalb einiger Minuten „in neuem Licht“ erscheint. In den Morgenstunden, an den Vor- und Nachmittagen und am Abend wird dieser Berg vom zarten Aufleuchten über eine stark plastische Modellierung bis zum flächigen, schwarzen Silhouettenbild verändert. Es entstehen Stimmungen, die oft von Minute zu Minute wechseln. Dies reizt natürlich Winfried Egger, der zu allen Jahreszeiten und bei ganz unterschiedlichen Wetterverhältnissen sein Motiv immer vor Augen hat.

Der 1952 in Immenstadt geborene Fotograf absolvierte nach einer Ausbildung zum Buch- und Offsetdrucker auch noch ein Studium an der Fachschule für Drucktechnik in München und kam dabei früh in Kontakt mit Colormanegment und digitalem Print. So werden den z.T. großformatigen Abzügen auch noch grafische Experimente in digitalem Pigmentdruck gegenübergestellt. Erleben Sie die mit der Kamera festgehaltenen Augenblicke einer grandiosen Natur!

Ausstellungseröffnung:
Fr. 18.03. 2011, 19 Uhr

Ausstellung:
Sa.19. 03. - So. 27. 03. 2011, 15.00 – 18.00 Uhr

am 15.12.2010 von Initiative Villa Jauss e.V

liest Anton Amann

in der Villa Jauss (Oberstdorf)

Gedichte und Anekdoten in Kleinwalsertaler Mundart und Deutsch
aus seinen Büchern "Wort und Bildr" und "Blooss Vrzelld".
Inmitten der neuen Holzschnittserie "Sieben Berge" (mit Nebelhorn, Himmelschrofen, Ifen, Walmendinger Horn u.a.)
ergänzt diese Lesung in geradezu idealer Weise die bis 09.01.2011 laufende Ausstellung von Detlef Willand mit alten und neuen Arbeiten.

Professor Anton Amann ist Soziologe, wurde in Immenstadt geboren, lebt im Kleinen Walsertal und in Wien.

Über Ihren Besuch würden wir uns sehr freuen!

am 04.12.2010 von Initiative Villa Jauss e.V

Detlef Willand "Holzschnitte"

Detlef Willand - Großer Pilger 1981

Ausstellungseröffnung: Freitag 03. Dez. 2010 19 Uhr
Einführung: Anton Amann
musikalisch bereichert durch das Jodlerquintett

Auf über 40 Jahre Holzschneiden kann der im Kleinwalsertal lebende Künstler Detlef Willand zurückblicken. Anlässlich seines 75. Geburtstages zeigt das Kunsthaus Villa Jauss ab 4. Dezember eine Auswahl seiner "Lieblingsblätter" in ungewöhnlicher Zusammenstellung und seinen bisher unveröffentlichten Zyklus "7 Berge". - Faszinierende Einblicke in einen künstlerischen Lebensweg.

Detlef Willand (geb. 1935) gehört zur Avantgarde jener holzschneidenden Künstler, die an die Wiederentdeckung des Holzschnitts durch die Expressionisten angeknüpft und diesen auf faszinierende, facettenreiche Art und Weise weiterentwickelt haben. Der Holzschnitt - als Urform des modernen Buchdrucks lange Zeit ein wichtiges Mittel zur Popularisierung von Ideen - hat sich im 20. Jahrhundert zu einem eigenständigen Medium des Ausdruckswillens der Künstler gewandelt.
Durch klare Schnitte, scharfe Konturen, starke Abstraktionen, überzogene Farbgebung zeigen Detlef Willands Holzschnitte Gegenständliches in eindrucksvoller Klarheit und weisen doch darüber hinaus. "Sie illustrieren das Leben" sagt Willands Tochter Caroline in seinem Werkverzeichnis. Der perfekte Handwerker und brillante Gestalter erschafft reduzierte Formen, klare Gesten, humorvolle Übertreibungen, Geschichten mit großartiger Ausdruckskraft.
Die Landschaft und die bäuerliche Kultur des Kleinwalsertales haben Detlef Willand geprägt, dort sind seine Wurzeln, dort findet er seine ersten Themen. Und dort beginnt auch die Suche nach dem großen Ganzen, nach des Lebens Sinn und Kern, die sich überall in seinen Arbeiten wiederfindet. Er sagt über sich selbst, "ich bin eher wie der Baum, aus dem ich meine Holzschnitte mache, ein Teil steckt in der dunkelfeuchten Erde und fesselt mich, - der Andere schwingt im winddurchwehten Himmel".
Neben einer Vielzahl an Einzelarbeiten setzt sich Detlef Willand in Zyklen mit seiner Heimat (Als die Walser noch Bauern waren, Sprichwörter aus Walsertal und Allgäu), mit archaischen Geschichten der Bibel (Jona, Joseph, Gleichnis vom verlorenen Sohn), mit seiner und der Menschen Suche und Wege (Der Weg, Jäger des Einhorn), mit Menschen, Landschaften, Natur und ihren Wechselwirkungen auseinander. Er mahnt zum Erhalt der Kulturlandschaft im Kleinwalsertal und seine Offenheit und Beharrlichkeit ermöglicht es ihm, sich zum Lager der Steinzeitjäger bei Schneiderküren führen zu lassen.
Die jetzige Ausstellung präsentiert eine subjektive Auswahl des Künstlers als Rückschau zu zentralen Themen seines Schaffens, herausgelöst aus chronologischen Zusammenhängen und Zyklen. Und einen ganz neuen Zyklus, an dem er bis zuletzt gearbeitet hat: "7 Berge" - seine mystische und mythische Sicht der Landschaft, die uns umgibt.
Spannende Gegenüberstellungen, ungewöhnliches Nebeneinander. Es verstärkt die Symbolkraft seiner Werke und zeigt die unendliche Vielfalt und Schönheit des Lebens. Und ermöglicht dem Betrachter, bewußter Sehen zu lernen.

Biographisches

1935 geboren

Ausbildung zum Holzbildhauer

1961 erste eigene Werkstatt im Kleinwalsertal

1965 Hinwendung zu Arbeiten auf Papier

1968 Erste Holzschnitte

1973 Mitglied der Künstlergruppe der Hans-Thoma-Gesellschaft

1977 Erste Einzelausstellung in der Städtischen Galerie Albstadt, Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland

1985 Oberallgäuer Kunstpreis

2001 Preisträger der Stiftung Bibel und Kultur

2003 Mitgestaltung Bergschau Walserhaus Hirschegg

2005 Johann Georg Grimm Preis des Kultur-Förderkreises Allgäu

2010 "Steinmänner-Brunnen" Gipfelstation Walmendingerhorn Kleinwalsertal

Zahlreiche Buchveröffentlichungen, zuletzt:

2005 Holzschneiden 1970 - 2005

2006 Kleine Geschichte der Walser im Kleinen Walsertal

2008 Wort ond Bildr, gemeinsam mit Anton Amann

2009 Die Antworten der Rabenfrau

Externe Links:
http://kultur-oa.de/kunsthaus-jauss/2010_willand.htm

am 15.10.2010 von Initiative Villa Jauss e.V

Konzert - Jazz - lydisch#4

mit der Kemptner Jazz-Sängerin Lydia Schiller, Lothar Ringmayr (Saxophon), Peter Decker (Gitarre), Thomas Schiller (Percussion) und Tiny Schmauch (Kontrabass)

Eintritt 10 €

Jazz: Standards und BossaNovas

Das Jazzquartett um die Sängerin Lydia Schiller und Tiny Schmauch ... eine neue Tonart…

am 08.10.2010 von Initiative Villa Jauss e.V

Ausstellung Hans Friedrich (geb. 1939)

Hans Friedrich

Ausstellungseröffnung Freitag, 8. Oktober 2010 um 19 Uhr

Hans Friedrich (geb.1939 in Nürnberg)

Vor 50 Jahren beendete der in München lebende Künstler seine Schulzeit am Gymnasium Oberstdorf mit dem Abitur. Das Kunsthaus Villa Jauss zeigt ab 9. Oktober 2010 zu diesem Jubiläum bildnerische Arbeiten aus fünf Jahrzehnten. Kritischer Realismus und abstrakt-konkrete Malerei bestimmen das Gesamtwerk. Dreimal wurden einzelne Arbeiten mit dem Europapreis für Malerei in Ostende ausgezeichnet. Ein Fest für die Augen und das bewusste Wahrnehmen von Landschaft! Im Oberallgäu - im Schatten der Berge - ist Hans Friedrich aufgewachsen.

Berge sind für ihn schwer überwindbare Hindernisse, die eine in sich ruhende, unverrückbare Urgewalt ausstrahlen und den Menschen seine Belanglosigkeit erleben lassen. Ihre gigantische Erscheinung strahlt Zauber aus und ist verlockende Herausforderung, die den Menschen auch in tödliche Gefahr bringen kann. Magie, Faszination und Scheitern liegen nahe beieinander. Und immer mehr besteht die Gefahr, dass der Mensch mit Hilfe hoch entwickelter Technik diese wunderbare kosmische Urgewalt durch seinen rücksichtslosen Ausbreitungsdrang zu Abraumhalden verkommen lässt.
Wie ein Damoklesschwert hängen im „Heimatbild 1972“ die rational konstruierten Gebilde des von der Wissenschaft geprägten Menschen über der Bergwelt. Was wurde hier nicht alles schon geplant: Strom aus dem Gerstrubener Tal, ein Tunnel unter dem Allgäuer Hauptkamm bis ins Lechtal, eine gigantische Kuppelkonstruktion über Oberstdorf, Designhotels, künstliche Schneesicherheit usw….. Die Fantasie des auf Wachstum ausgerichteten Menschen kennt keine Grenzen und wird als kunterbunte Zukunftswelt angepriesen. Nach fast 40 Jahren hat dieses Bild seine Aktualität noch immer nicht verloren. Die Ausstellung – emotional und rational eine Herausforderung!

Biografische Daten:

  • 1939 am 4.12.1939 in Nürnberg geboren, 1960 Abitur in Oberstdorf
  • 1960 bis 1966 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München bei den Professoren Ernst Geitlinger und Georg Meistermann
  • 1965 Meisterschüler, Akademiepreis, lebt in 80469 München, Baaderstrasse 78, Tel. 089/2016317 und in Italien in Montecchio, Veneto
  • 1978 Kunstpreis der Stadt München
  • 2000 bis 2006 Präsident des Künstlerverbandes NEUE GRUPPE
  • 2001 Präsident der Ausstellungsleitung im Haus der Kunst München
  • 2007 Seerosenpreis der Stadt München

Studienreisen

Türkei, Iran, Syrien, Libanon, Ägypten, Sudan, Marokko
1965/66 USA, Kanada, Mexiko 1976 Indien, Nepal 1995 Indonesien

Ankäufe

Neue Pinakothek München, Lenbachmuseum München, Burda-Stiftung, Westfälisches Landesmuseum Münster

Il ritorno in patria ...

Hans Friedrich wird jeweils von Do bis So ins Allgäu kommen und während der Öffnungszeiten in der Ausstellung sein. Er macht gerne auch Sonderführungen nach Vereinbarung für interessierte Gruppen oder Schulklassen

Führung und Künstlergespräch mit Hans Friedrich

Do 14.10.10/16h - Fr 22.10.10/16h - Do 28.10.10/20h - Sa 30.10.10/16h - So 07.11.10/16h

Anmerkung zur Monografie

368 Seiten im Format 24×30 cm, 35 .- € , erhältlich in der Villa Jauss, gibt es Vorzugsausgaben mit Farbskizze oder Handzeichnung

Links

am 01.10.2010 von Initiative Villa Jauss e.V

Wunder auf Papier - über 100 Jahre Zeichenkunst

Wunder auf Papier - Soutter Filles

19 Uhr: Führung durch die Ausstellung „Wunder auf Papier“
20 Uhr: Konzert für 2 Klarinetten mit Maxim Conrad und Karl-Heinz Gradl

Eintritt 10 €

Nach einer Führung durch die Ausstellung und einer kleinen Pause bringen Maxim Conrad und Karlheinz Gradl Stücke von Francis Poulenc, Igor Stravinsky, Bernhard H. Crusell, Malcolm Arnold und Richard Rodney Bennett zum Vortrag

am 24.07.2010 von Initiative Villa Jauss e.V

Wunder auf Papier - über 100 Jahre Zeichenkunst

Wunder auf Papier - Drei Vögel

Unter dieser Überschrift vertiefen sich im Jahr 2010 die Wege zur Moderne und die Wege in der Gegenwart, um eine weitere Nuance der Bildenden Kunst – Die Zeichnung.
Diesem künstlerischen Mittel wird im heutigen Kunstbetrieb häufig (noch) nicht der Stellenwert eingeräumt, der ihm eigentlich zusteht. Dabei ist die Zeichnung die spontanste, direkteste und sensibelste Äußerung in der Bildenden Kunst.
Es gibt Zeichnungen, die nur Zeichnung sind, nicht mehr und nicht weniger, und vielleicht sind das die Wichtigsten. Nahezu jeder bildende Künstler, ob Maler oder Bildhauer, zeichnet. Oft sind diese Zeichnungen Entwürfe oder Ideenskizzen für Bilder, Skulpturen oder Installationen, sie sind aber trotzdem häufig zugleich eigenständige Kunstwerke. Josef Beuys definiert die Zeichnung als „die Verlängerung des Gedankens.“
Die Ausstellung zeigt einen Bogen von Arbeiten auf Papier, der mehr als 100 Jahre umfasst. Von den meisten Künstlern ist exemplarisch eine Arbeit aus ihrem Werk ausgewählt worden. Beginnend mit Originalarbeiten von Menzel, Redon, Modersohn-Becker, Rouault, Corinth, Meidner, Kirchner, Grosz, Dix, Nolde… über Klee, Schwitters, Soutter, Dubuffet, Baselitz, Chillida, Gertsch, Polke, Smith.... bis hin zu Künstlern der jüngeren und jüngsten Generation, wie Gartner, Rattray, Hipkiss, Sotiropoulos, Manigaud, und Burgert.
Allen Arbeiten ist die direkte Umsetzung der Idee auf Papier gemeinsam. Lassen Sie sich ein weiteres Mal durch die Wege der Moderne und der Gegenwart leiten, und dabei etwas über 100 Jahre nie Vergessenes neu entdecken. Das Zarte, das erste vage Erscheinungsbild des Gedankens, die Zeichnung, das Wunder auf Papier.

am 22.05.2010 von Initiative Villa Jauss e.V

Maria Profanter (geb.1958)

Maria Profanter

Alle Wege führen zum Ziel
– Malerei von 1980 bis 2010
Die große Chiffrenschrift der Natur zu beobachten und in eine eigene, neue Bild -und Aktionswelt zu übersetzen, ist für die freischaffende Bildende Künstlerin der inhaltliche Antrieb zur Arbeit. Darüber hinaus bringt sie seit dem Jahr 2002 im historischen Wasserkraftwerk Hinterstein als Initiatorin und Betreiberin des Projekts „Kultur der Begegnung im Elektrischen“, Menschen aus den verschiedensten Interessensgebieten mit dem faszinierenden Spannungsfeld von Natur, Kunst und Technik in Berührung.


Im KunsthausVilla Jauss wird sie ihre Wege von der Natur zur Kunst über den Zeitraum von 30 Jahren durch Bilder und Legearbeiten dokumentieren, und ein temporäres, offenes Atelier einrichten wo neue Arbeiten entstehen. Interessierte Besucher sind eingeladen, als Beobachter oder im Gespräch an den kreativen Vorgängen teilzuhaben, die das komplexe Geschehen des Augenblicks zum Kunstwerk verdichten. Für Kinder und Jugendliche werden über die öffentlichen Schulen Begegnungen mit der Künstlerin geplant.

Ausstellungseröffnung: Fr., 21.5.2010, 19 Uhr

am 27.03.2010 von Initiative Villa Jauss e.V

Arrigo Wittler (1918-2004)

Arrigo Wittler

Das Kunsthaus Villa Jauss in Oberstdorf zeigt vom 27. März bis 16. Mai 2010 Bilder des Malers Arrigo Wittler

Wittler war ein Weltenbummler und Kosmopolit, betrieb Ateliers im Golf von Neapel, Meran, München, Norddeutschland und im Tannheimer Tal.
In den 1950er Jahren zählte er auch Oberstdorf zu seiner Heimat.
Hier lebte und arbeitete er und nahm am geselligen Treiben des Ortes teil. Abends war er im „Hirschen“ anzutreffen und pflegte Freundschaften u.a. zu Hans Seeweg, den er auch in den 1990er Jahren portraitierte. Für Frau Wölpl (Wirtin im Gasthaus „Hirsch“) entwarf er eine lustige Postkarte Sein Atelier befand sich hinter der Lorettokapelle bei Familie Köcheler.
Arrigo Wittler war bis zu seinem Lebensende dem Allgäu treu.
Um die Jahrhundertwende besaß er auch ein Atelier in Bad Oberdorf bei Hindelang.
Sein Werk ist so abwechslungsreich wie sein Leben . Neben seinen „Strukturen“ und „Metamorphosen“, die sein Hauptwerk bilden, malte er Landschaften und Portraits. Die Allgäuer und Tannheimer Bergwelt hat es ihm genauso angetan, wie die Menschen, die ihn hier umgaben. Dabei ist ein facettenreiches Oeuvre entstanden.
Die Villa Jauss dokumentiert dieses umfangreiche Schaffen in einer Ausstellung, die einen Bogen spannt von seinen Allgäuer Bildern bis hin zu den arbeitsintensiven „Strukturen“. Farbintensive expressive Arbeiten werden ebenso gezeigt wie feine Zeichnungen, altmeisterliche Ölmalerei und spontane Skizzen. Portraits werden den „Metamorphosen“ gegenübergestellt und Landschaften in Beziehung zu den „Strukturen“ gesetzt.
Die Ausstellung des 2004 verstorbenen Arrigo Wittler verspricht ein gelungener Auftakt für die Kunstsaison 2010 zu werden.
Zu sehen sind die Bilder vom 27. März bis 16. Mai 2010 jeweils von Donnerstag bis Sonntag von 15 bis 18 Uhr.

Die Vernissage findet am Donnerstag, dem 25. März 2010, um 19 Uhr statt. Grußwort Bürgermeister Laurent O. Mies, Laudatio Wilhelm Geierstanger.
Vortrag zu Arrigo Wittler von Wilhelm Geierstanger
Sa. 17. April, 20.00 Uhr
Di. 27. April, 20.00 Uhr
Fr. 07. Mai, 20.00 Uhr

Leben und Werk
Arrigo Wittler wurde 1918 in Westfalen geboren und galt schon in jungen Jahren als sehr begabt. Er wurde zunächst durch Privatlehrer wie Eberhard Viegener und Christian Rohlfs ausgebildet. Ab 1936 besuchte er die Kunstakademie in München. Es folgten schwere Jahre als Soldat an der Front.

Nach der Rückkehr aus russischer Kriegsgefangenschaft begann für ihn ein Leben der Neugier und Wanderschaft. Er betrieb Studien am Elektronenmikroskop, in medizinischen Labors und interessierte sich für naturwissenschaftliche Themen. Das philosophische Werk von Jean Gebser und Immanuel Kant prägten sein Denken so sehr, dass er sich 25 Jahre in den Golf von Neapel (Procida, später Ischia) zurückzog, um seine Bildsprache zu entwickeln. Dabei entstanden Arbeiten, denen er den Arbeitstitel „Struktur“ gab. Sie führen den Betrachter optisch in eine neue Dimension. Es ist die unsichtbare, manchmal sogar unbegreifbare Welt, die aber real und um uns herum ist. Wir sind in ihr und alles ist davon durchdrungen. Dies versuchte Arrigo Wittler durch seine vielschichtigen Bilder, die kein oben und kein unten kennen, optisch darzustellen.
Jean Gebser sagte, Kunst sei, das Unsichtbare sichtbar, das Unsagbare sagbar und das Unhörbare hörbar machen. Dieses Zitat war Arrigo Wittler zeit seines Lebens Antrieb für seine Bilder. Dabei entstanden seine „Metamorphosen“. Sie zeigen Verwandlung, Umgestaltung, Verbiegung und Anpassung, die das Leben in der modernen Welt prägen. Wir werden überrollt von Eindrücken, Strömungen und Pseudowelten und dadurch in unserer Art deformiert.
Arrigo Wittler war nicht nur ein Mensch der Schwere und des ernsten Lebens. Er liebte das Leben und die Menschen. So fing er neben seinen „Metamorphosen“ und „Strukturen“ auch Portraits, unbeschwerte Menschen, schöne Landschaften und Wolkenformationen mit seinem künstlerischen Auge ein. Es entstand ein facettenreiches Werk. Er ließ sich nie festlegen, malte, was er wollte. Für ihn gab es keinen Stil, nur das Malen. Seine Technik war zur Perfektion ausgereift. Dies bescherte ihm viele Erfolge, die in Ausstellungen u.a. in Wien, München, Zürich, Belgrad, Zagreb und Tokio gefeiert wurden. Er hatte Ateliers in verschiedenen klimatischen Zonen: außer im Golf von Neapel auch im Tannheimer Tal in Tirol, einem Hochtal in über 1000 Meter Höhe, das ihm immer wieder Heimat, Zuflucht und Ruhe bot. Darüber hinaus in den 50er Jahren in Oberstdorf, in München, Meran, der Wesermarsch und Worpswede, wo er 2004 starb.

am 09.10.2009 von Initiative Villa Jauss e.V

Die Südliche

Auffinger, Magnus, Figur I

Die Kunstausstellung der Kulturgemeinschaft Oberallgäu wechselt seit 2003 alljährlich zwischen Immenstadt, Sonthofen und Oberstdorf.
Neben den 16 Werken des historischen Gastes Walter Kalot (1909-1996) zeigen rund dreißig bildende KünstlerInnen aus dem südlichen Oberallgäu, dem Kleinwalsertal und Jungholz
je 4 aktuelle Arbeiten.

Vernissage am 9. Oktober 2009
Bei der Eröffnung spricht Prof. Dr. Hans Frei, Augsburg
Ausstellungsdauer vom 10. Oktober bis 1.November 2009
Öffnungszeiten: Mi.-So. 15.00-18.00 Uhr
Bilder der Eröffnung:
und der ausgestellten Werke unter
www.kultur-oa.de/suedliche/index.htm
Einzelne Künstlerbilder siehe
auch auf dieser Seite weiter unten!

Programm der „Südlichen 2009

23.10.09/19h
Vernissage für das
Das Kleine Format
Das kleine Format - Ein Format - ein Preis mit dem Thema „Ski“
mit Vortrag von
Dr. Hans-Joachim Unger (Sonthofen)
„Wie Künstler das Skifahren darstellen“

Johann-Georg-Grimm-Preis 2009
Verleihung durch Walter Besler
2. Vorsitzender des Fördervereins Bildende Kunst Schwaben Süd
Oberallgäuer Kunstpreis für Das Kleine Format
Verleihung durch Herbert Zötler
(Geschäftsführer der Privatbrauerei Zötler, Rettenberg)
Zeitgenössische musikalische Umrahmung Mi 28.10.09/19.30h

Autorenlesung
Detlef Willand „Die Antworten der Rabenfrau“
Kleiner Umtrunk So 01.11.09/16h

Finissage
Erste Ergebnisse
und „Allgäuerisches“ von Dr. Harald Knöckel
mit fetziger Musik

Zur Ausstellung:
Historischer Gast: Walter Kalot (1909-1996)
> Artikel von Norbert Willisch

Weitere Künstler:
Auffinger Magnus, Stefan Winkler, Elke Matthiessen, Dr. Harald Knoeckel, Dr. M. Willems-Pisarek, Ulrike Merz, Elisabeth Geduld, Josef Schmid, Horst Weiß, W.Tannheimer, Giorgio - Jürgen Moos, W. Gunther le Maire, Matthias Buchenberg, Matthias Herzog, Ursula Peters, Arnulf Heimhofer, Detlev Willand

am 17.07.2009 von Initiative Villa Jauss e.V

Wege in der Gegenwart - Gerhard Richter

Ausstellung:
14. Mai bis 28. Juni
Do. bis So.
15.00 – 18.00 Uhr
Vortrag und Führung durch Wilhelm Geierstanger (Kunstlehrer)
jeden So., 17 Uhr ( bis Ende Juni )

Heimatmuseum
Oststrasse 13, Oberstdorf
12. Mai bis 01. November
Di. bis Sa.
10.00 – 12.00
und 14.00 – 17.30 Uhr
So. nur bei schlechtem Wetter

Im Auftrag von König Ludwig I. in Italien, München und Köln. Zwei Ausstellungen zum 150. Todesjahr des Oberstdorfer Künstlers.

Schon mit 17 Jahren wurde J.A. Fischer als begabter Zeichner nach München geholt. Damals portraitierte Joh. B. Schraudolph den erst 18-Jährigen. Zusammen mit dem gleichaltrigen Claudius Schraudolph wanderte Fischer 1832 nach Oberitalien. Kronprinz Maximilian von Bayern schickte sie bis nach Florenz, um den Künstlern in Bayern einen Eindruck von der italienischen Kunst des 14. und 15. Jhs. zu vermitteln.

Im nächsten Jahr 1833 sollte Fischer schon an einem großen Münchner Projekt mitarbeiten. Die Maria-Hilf-Kirche in der Au bekam – bezahlt aus der Privatschatulle Ludwig I. – leuchtende Glasfenster. Leider wurden die Fenster der Maria-Hilf-Kirche in München im zweiten Weltkrieg zerstört. Doch im Kölner Dom bezeugen noch heute die ebenfalls von Fischer entworfenen und von König Ludwig I. 1849 gestifteten „Bayernfenster“ die Wertschätzung des Oberstdorfer Künstlers.

Welch ein Glück für Oberstdorf, dass dank großzügiger Schenkungen über 100 Skizzen und Studien dem Heimatmuseum Oberstdorf anvertraut wurden! In mühevoller Vergleichsarbeit sind nun zum ersten Mal diese Einzel-
blätter den jeweiligen Themen der Münchner und Kölner Glasfernster zugeordnet worden.

Diese intensive, akademische Herangehensweise an die Ausführung großer Aufträge kann in der Villa Jauss für viele Themen nachvollzogen werden. Oft studierte Fischer zunächst die Anatomie einzelner Figuren. Faltenstudien erprobten die Gewandung und auch Hände und Füße wollten erarbeitet sein. Kompositionsstudien zeigten dann schon ziemlich genau die spätere Anordnung aller Figuren samt Hintergrundszenerie.

Die noch zu Lebzeiten Fischers angefertigten 120 cm großen Lithographien bezeugen, dass die hohe Qualität dieser Arbeiten schon damals in aller Munde war und als Druckerzeugnis bei Kunstsammlern große Verbreitung fand. Männliche und weibliche Akte, Portraits, Handhaltungen, Kopf- und Haarstudien lassen die Produktivität eines Künstlers erahnen, dessen Nachlass von München nach Oberstdorf für ein eigenes Fischer-Museum gebracht, aber beim großen Brand 1865 leider zum größten Teil vernichtet wurde.

Um so bedeutungsvoller ist die Tatsache, dass für das Heimatmuseum Oberstdorf aus Privatbesitz und Museen der Umgebung die noch auffindbaren Ölgemälde zusammengetragen wurden, um eine kleine Übersicht des Schaffens von J.A. Fischer zu präsentieren. Der Blick in die Vielfalt einer Künstlerwerkstatt des 19. Jhs. zeigt vor allem Portraits und viele Skizzen. In kleinformatigen Ölgemälden mit religiösen Themen lassen sich überraschenderweise wieder viele Bezüge zu den großen Glasgemälden herstellen.

Doch die größte Entdeckung im Heimatmuseum dürften die Skizzenbücher der Italienreisen von 1841 und 1843/44 sein. Kam Fischer bei ersterer über Padua bis nach Venedig, so führte ihn die spätere Reise über Rom nach Neapel und Pompeji. Neben wunderbaren Landschaftsnotizen und Beobachtungen des italienischen Alltags faszinieren den Betrachter vor allem die vielen Studien römischer Wandgemälde, deren virtuose Figurengestaltung den immer noch jungen Künstler (27 bzw. 29 Jahre alt) ungemein beeindruckt haben muss.

Es war seit der Antikenbegeisterung durch Winckelmann zur Tradidtion geworden, dass junge Künstler vor Ort an den berühmten Altertümern Italiens und Griechenlands ihr Auge schulten. Erstaunlich ist, in welchem Umfang der „Nazarener“ Joseph Anton Fischer die antiken „heidnischen“ Themen studierte. Waren es nur Fingerübungen um sich ein zeichnerisches Rüstzeug zu erarbeiten?

Die Ausstellung zeigt die Originalbücher, den Reisepass und vor allem in einer Diaschau weit über 100 Skizzen dieser „Studienreisen“. Man erzählt sich, dass Joseph Anton Fischer immer ein Einzelgänger gewesen sei – unverheiratet und in die Arbeit vertieft. Diese aber wussten König Ludwig I., die Herzogin von Odessa und der Bischof von Passau wohl zu schätzen. So kam sein Tod mit 45 Jahren unverhofft und viel zu früh.

Weitere Informationen - auch zur Eröffnung - unter:
http://kultur-oa.de/kunsthaus-jauss/2009_fischer.htm

am 14.05.2009 von Initiative Villa Jauss e.V

Joseph Anton Fischer: Im Auftrag von König Ludwig I. in Italien, München u. Köln

Joseph Anton Fischer: Jungenbild

Ausstellung:
14. Mai bis 28. Juni
Do. bis So.
15.00 – 18.00 Uhr
Vortrag und Führung durch Wilhelm Geierstanger (Kunstlehrer)
jeden So., 17 Uhr ( bis Ende Juni )

Heimatmuseum
Oststrasse 13, Oberstdorf
12. Mai bis 01. November
Di. bis Sa.
10.00 – 12.00
und 14.00 – 17.30 Uhr
So. nur bei schlechtem Wetter

Im Auftrag von König Ludwig I. in Italien, München und Köln. Zwei Ausstellungen zum 150. Todesjahr des Oberstdorfer Künstlers.

Schon mit 17 Jahren wurde J.A. Fischer als begabter Zeichner nach München geholt. Damals portraitierte Joh. B. Schraudolph den erst 18-Jährigen. Zusammen mit dem gleichaltrigen Claudius Schraudolph wanderte Fischer 1832 nach Oberitalien. Kronprinz Maximilian von Bayern schickte sie bis nach Florenz, um den Künstlern in Bayern einen Eindruck von der italienischen Kunst des 14. und 15. Jhs. zu vermitteln.

Im nächsten Jahr 1833 sollte Fischer schon an einem großen Münchner Projekt mitarbeiten. Die Maria-Hilf-Kirche in der Au bekam – bezahlt aus der Privatschatulle Ludwig I. – leuchtende Glasfenster. Leider wurden die Fenster der Maria-Hilf-Kirche in München im zweiten Weltkrieg zerstört. Doch im Kölner Dom bezeugen noch heute die ebenfalls von Fischer entworfenen und von König Ludwig I. 1849 gestifteten „Bayernfenster“ die Wertschätzung des Oberstdorfer Künstlers.

Welch ein Glück für Oberstdorf, dass dank großzügiger Schenkungen über 100 Skizzen und Studien dem Heimatmuseum Oberstdorf anvertraut wurden! In mühevoller Vergleichsarbeit sind nun zum ersten Mal diese Einzel-
blätter den jeweiligen Themen der Münchner und Kölner Glasfernster zugeordnet worden.

Diese intensive, akademische Herangehensweise an die Ausführung großer Aufträge kann in der Villa Jauss für viele Themen nachvollzogen werden. Oft studierte Fischer zunächst die Anatomie einzelner Figuren. Faltenstudien erprobten die Gewandung und auch Hände und Füße wollten erarbeitet sein. Kompositionsstudien zeigten dann schon ziemlich genau die spätere Anordnung aller Figuren samt Hintergrundszenerie.

Die noch zu Lebzeiten Fischers angefertigten 120 cm großen Lithographien bezeugen, dass die hohe Qualität dieser Arbeiten schon damals in aller Munde war und als Druckerzeugnis bei Kunstsammlern große Verbreitung fand. Männliche und weibliche Akte, Portraits, Handhaltungen, Kopf- und Haarstudien lassen die Produktivität eines Künstlers erahnen, dessen Nachlass von München nach Oberstdorf für ein eigenes Fischer-Museum gebracht, aber beim großen Brand 1865 leider zum größten Teil vernichtet wurde.

Um so bedeutungsvoller ist die Tatsache, dass für das Heimatmuseum Oberstdorf aus Privatbesitz und Museen der Umgebung die noch auffindbaren Ölgemälde zusammengetragen wurden, um eine kleine Übersicht des Schaffens von J.A. Fischer zu präsentieren. Der Blick in die Vielfalt einer Künstlerwerkstatt des 19. Jhs. zeigt vor allem Portraits und viele Skizzen. In kleinformatigen Ölgemälden mit religiösen Themen lassen sich überraschenderweise wieder viele Bezüge zu den großen Glasgemälden herstellen.

Doch die größte Entdeckung im Heimatmuseum dürften die Skizzenbücher der Italienreisen von 1841 und 1843/44 sein. Kam Fischer bei ersterer über Padua bis nach Venedig, so führte ihn die spätere Reise über Rom nach Neapel und Pompeji. Neben wunderbaren Landschaftsnotizen und Beobachtungen des italienischen Alltags faszinieren den Betrachter vor allem die vielen Studien römischer Wandgemälde, deren virtuose Figurengestaltung den immer noch jungen Künstler (27 bzw. 29 Jahre alt) ungemein beeindruckt haben muss.

Es war seit der Antikenbegeisterung durch Winckelmann zur Tradidtion geworden, dass junge Künstler vor Ort an den berühmten Altertümern Italiens und Griechenlands ihr Auge schulten. Erstaunlich ist, in welchem Umfang der „Nazarener“ Joseph Anton Fischer die antiken „heidnischen“ Themen studierte. Waren es nur Fingerübungen um sich ein zeichnerisches Rüstzeug zu erarbeiten?

Die Ausstellung zeigt die Originalbücher, den Reisepass und vor allem in einer Diaschau weit über 100 Skizzen dieser „Studienreisen“. Man erzählt sich, dass Joseph Anton Fischer immer ein Einzelgänger gewesen sei – unverheiratet und in die Arbeit vertieft. Diese aber wussten König Ludwig I., die Herzogin von Odessa und der Bischof von Passau wohl zu schätzen. So kam sein Tod mit 45 Jahren unverhofft und viel zu früh.

Weitere Informationen - auch zur Eröffnung - unter:
http://kultur-oa.de/kunsthaus-jauss/2009_fischer.htm

am 13.04.2009 von Initiative Villa Jauss e.V

Kim Bons & Band

Kim Bons und Band

Konzert
Ostermontag
13.April 2009, 20 Uhr

Akustischer Singer/Songwriter Pop: Songs aus eigener Feder, gesungen mit einer Stimme, die berührt. Die gebürtige Holländerin hat sich über die Jahre ein Repertoire an einfühlsamen, kraftvollen und gute Laune vesprühenden Songs erarbeitet. Die Beziehung zwischen Mann und Frau, persönliche Erlebnisse und das Fernweh sind die Inhalte ihrer Songs, die sie zusammen mit einer hochkarätigen, toll groovenden Band zur Aufführung bringt. Kim gelingt es ihren Geschichten mit ihrer Stimme eine einzigartige Brisanz und Authenizität zu verleihen.

Besetzung
Kim Bons (vocals./guitar)
Tim Hecking (drums / percussion)
Matthias Zobel (guitars)
Tiny Schmauch (doublebass)

http://www.kimbons.com

am 02.04.2009 von Initiative Villa Jauss e.V

Die Studien Picassos zu Guernica

Die Studien Picassos zu Guernica

Vortrag

Referent
Gerhard Menger, Kempten

Anmerkungen zur Entstehungsgeschichte:
Das Kunsthaus Villa Jauss in Oberstdorf besitzt eine Faksimile-Sammlung der Skizzen und Studien, die Picasso während der Entstehungsphase von Guernica und bei der darauf folgenden Weiterverarbeitung des Themas angefertigt hat.
Es ist immer etwas problematisch, Kunstwerke anhand von Reproduktionen zu betrachten. Dort, wo es möglich ist, versucht man das Originalformat in der Reproduktion einzuhalten; so wie dies auch bei den Guernica-Drucken der Villa Jauss der Fall ist. Sie geben durch ihre identische Größe und Farbgenauigkeit viel von der originalen Wirkung wieder, mehr, als übliche Reproduktionen z.B. in Büchern leisten können und gewähren somit einen aufschlussreichen Einblick in das künstlerische Ringen Picassos während der Gestaltung seines wohl berühmtesten und wichtigsten Werkes.
Schwieriger wird dies beim ausgeführten Bild, das sich schon wegen seiner beachtlichen Breite von fast acht Metern jeglicher technischen Wiedergabe entzieht. Man muss sich also bei der Betrachtung bewusst sein, dass eine im Größenverhältnis nicht originale Wiedergabe in großem Maße den tatsächlichen Eindruck des Kunstwerkes verzerrt und zu einer starken Verunklärung führen kann. Zudem gehen auf Grund technischer Manipulationen viele ursprüngliche Wesensmerkmale verloren, das Einmalige, das Materielle, das Hier und Jetzt, die Aura eines Bildes.

Ein großes Kunstwerk lässt Raum für unendlich viele Interpretationen. Dies gilt in besonderer Weise auch für Guernica. Picasso selbst hat sich nie - weder schriftlich noch mündlich - zur Deutung des Bildes geäußert. Die Entwürfe, die der Künstler in den gut fünf Wochen ihrer Entstehungszeit - vom 1. Mai bis zum 4. Juni 1937- angefertigt hat, geben wichtige Hinweise über sein Denken und Fühlen beim Schaffensprozess.
Beim Versuch, das Rätsel Guernicas zu entschlüsseln, bediene ich mich auch eines bekannten Werkes von Peter Paul Rubens mit dem Titel „Die Folgen des Krieges“(1638), das sich heute im Museum Palazzo Pitti in Florenz befindet.

Beide Bilder beschäftigen sich mit dem Thema Krieg, zwischen den Werken besteht – wie zu sehen sein wird - eine geheimnisvolle Beziehung. Bei genauerer Betrachtung weisen sie sowohl im Sujet als auch in der Form überraschende Ähnlichkeiten auf, wenngleich die beiden Künstler in der Bewertung des Phänomens Krieg grundverschieden und sogar gegensätzlich sind. Ein Vergleich bietet sich also an. Guernica, so glaube ich nachweisen zu können, ist gleichsam eine „Permutation“ des Rubensbildes.

Die beiden Werke verhalten sich bei einer ersten Betrachtung wie Bild und Spiegelbild zueinander. Bei näherem Hinsehen werden wir dann aber feststellen, dass sie - wie der doppelgesichtige Janus in Rubens´ Bild - zwei Seiten ein und derselben Sache repräsentieren.

Die Gegenüberstellung der unterschiedlichen Kompositionen sowie Szenerien mit ihren jeweiligen Darstellern erschließt die neue Sehweise Picassos besonders deutlich. Der Raum verändert sich in seiner kubistischen Anordnung zu einer unentrinnbaren Gleichzeitigkeit von Drinnen und Draußen. Täter und Opfer verwandeln sich von der mythologischen Überhöhung bei Rubens zur expressiven Direktheit bei Picasso:

Janus, Europa, Venus, Mars, Furie, Alekto, Harmonia begegnen uns in Guernica als trivialisierte Figuren, als zerbrochener Soldat und leidende Frauen. Nur Pferd und Stier als Repräsentanten der spanischen Identität transportieren das gewöhnliche und singuläre Schicksal der baskischen Stadt Guernica wieder auf eine allgemeine Ebene.

am 25.03.2009 von Initiative Villa Jauss e.V

Hans Karl Baier: Bekanntes und Unbekanntes

Hans Karl Baier: Plakat

„Um einer französischen Kriegsgefangenschaft zu entgehen, kam er nach Reichenbach im Allgäu, wo er bis 1950 lebte und malte. Er hat im Allgäu sehr schnell seine neue Heimat gefunden, da sein Hauptinteresse, infolge seiner engen Verbundenheit mit der Natur, in erster Linie der romantisch und impressionistisch bestimmten Landschaftsmalerei galt.“ - Dr. Ursula Kouba, geb. Baier

Eröffnung
Mi. 25.03.09, 20h

Ausstellung
Do. 26.03. – So. 26.04.09

Öffnungszeiten
Do. bis So. von 15 bis 18h

Weitere Informationen:
Fotos der Ausstellung und Presseberichte(Kultur OA)
Lebenslauf)

am 30.10.2008 von Initiative Villa Jauss e.V

Architekturentwürfe

von Studenten der Fachhochschule Augsburg
bei Prof. Werner Girsberger

Eröffnung: 30. 10. 2008
Ausstellung: 31. 10. bis 2.11. 2008

am 04.10.2008 von Initiative Villa Jauss e.V

Saitenspiel-Revival

Saitenspiel

Markus, Martina und Carola Noichl und Hannes Althaus stellen die neue CD "Spätlese" mit Archiv-Aufnahmen von "Saitenspiel" vor und geben ein Konzert.

am 04.09.2008 von Initiative Villa Jauss e.V

Konzert mit Liviu Jean Manicu u. Tiny Schmauch

AZ-Interview Tiny Schmauch - Jazz trifft Rock und Jazz-Kunsthaus Villa Jauss Oberstdorf-0309

Liviu Jean Manciu – Gitarre
Tiny Schmauch – Kontrabass

Kompositionen des Rumänen Manciu – beeinflusst von John McLaughlin, Baden Powell, Django Reinhardt, Frank Zappa

am 19.07.2008 von Initiative Villa Jauss e.V

Wege zur Moderne: IV Odilon Redon

Laraigne

Obwohl Odilon Redon (1840-1916) wegen seiner revolutionären Originalität zu den wichtigsten Wegbereitern und Visionären der Moderne zählt, ist sein Werk in Deutschland relativ unbekannt. Parallel zum Impressionismus entwickelte er, beeinflusst in den frühen Jahren von Delacroix und Coret, seine ihm eigene symbolgeprägte Bildsprache. Redon beginnt das menschliche Unterbewußtsein und das Fantastische darzustellen. Es gleicht einer Reise zu den Grenzen, die das Bewusste vom Unbewussten trennen. Dies geschieht bis ca. 1894 vornehmlich in Druckgrafiken und Kohlezeichnungen, die er "Noirs" nennt. Er schafft aus seinem Inneren heraus Bildwelten, in denen er weitgehend naturwissenschaftliche Entdeckungen und philosophische Erkenntnisse verarbeitet. Heute wirken seine fantastischen Bilderfindungen mehr als modern, da er nahezu porphetisch die Verunsicherungen der Menschen durch den verlust an wirtschaftlicher, religiöser und gesellschaftlicher Einbindung darstellt. Gerade in der heutigen, digital und global geprägten Zeit haben seine Aussagen nichts an Aktualität eingebüßt.
(John P. Kohl)

am 22.05.2008 von Initiative Villa Jauss e.V

Hermann Gabler: Ausstellung zum 100. Geburtstag

Hermann Gabler Selbstportrait

Bildnerisches Naturerlebnis
Zum Werk des Malers Hermann Gabler
von Arno Gabler

Der als Landschaftsmaler weit bekannte Hermann Gabler wurde 1908 in Babenhausen geboren und verlebte seine Jugend in Immenstadt. Nach seiner schulischen Laufbahn begann er mit dem Studium zum Volkschullehrer und übte danach seine Lehrtätigkeit in Gunzesried und ab 1939 in Oberstdorf aus. Während des Krieges wurde er wegen seiner sportlichen Fähigkeiten als Meldefahrer eingesetzt. In dieser schweren Zeit konnte er aber auch seiner künstlerischen Begabung nachgehen. Als er wegen gesundheitlicher Schädigung, bedingt durch die kalten Winter, nach Garmisch abkommandiert wurde, konnte er dort mit den bekannten Malern Ludwig Gschossmann, Gilbert Palmié und Erich Merker in einem gemeinsamen Atelier arbeiten. Diese fruchtbare Zeit prägte sein weiteres Leben und seine künstlerische Arbeit, die er mit großem Einsatz weiterentwickelte. Nach dem Krieg kehrte er nach Oberstdorf zurück, wo er 1948 beim Bau eines eigenen Hauses auch ein kleines Atelier mit Ausstellungsraum einrichtete. Zwischenzeitlich studierte er bei Professor König in München und unternahm Studienreisen nach Italien, Spanien und Nordafrika. Von seiner heimatlichen Bergwelt wurde Hermann Gabler besonders angezogen; in vielen Skizzenbüchern erfasste er mit Bleistift und Aquarellfarben den Wandel des Lichtes, die Wolkenformationen und deren Spiegelungen auf Wasserflächen. Seine Landschaftsbilder in Aquarell- und Öltechnik sind gleichsam Portraits erlebter Landschaften, abgerückt vom Getriebe der Welt. Die landschaftliche Schönheit im Wechsel der Jahreszeiten, den Zauber der Unberührtheit und die Skala der Stimmungen vom ersten Sonnenstrahl bis zum warmen Abendlicht hat er zum bildnerischen Naturerlebnis gesteigert. Schon bei den ersten Ausstellungen fand er große Anerkennung.

Er war Mitbegründer des Berufsverbandes Bildender Künstler, organisierte in den Nachkriegsjahren mit vielen Künstlern, die der Krieg nach Oberstdorf verschlagen hatte, Ausstellungen in der Grundschule. Die Schulräume wurden zur Ferienzeit ausgeräumt und dienten als erste Präsentationsmöglichkeit. Das überwältigende Interesse der Ausstellungsbesucher, Kurgäste wie auch Einheimische, war für ihn Ansporn, sich immer intensiver seiner Malerei zu widmen. In diesen Jahren entwickelte sich ein treuer Interessentenstamm, der seine künstlerische Arbeit begleitete. Nach dem Bau eines eigenen, großzügigeren Ateliers mit Ausstellungsraum im Jahr 1956 verweigerte er sich immer mehr den Angeboten des Kunsthandels als auch der allgemeinen Präsentation bei Gemeinschaftsausstellungen. Diese Selbständigkeit ermöglichte ihm ein freies künstlerisches Arbeiten bis zu seinem Tod im Jahre 1977.

am 11.04.2008 von Initiative Villa Jauss e.V

Bertram Schilling: Raum Farbe Form

Bertram Schilling

Der Sonthofener Maler Bertram Schilling (der bis 2003 in Kassel, Karlsruhe und München Bildende Kunst studierte) präsentiert in der Oberstdorfer Ausstellung Arbeiten aus den vergangenen fünf Jahren. Durch die Kombination verschiedenartiger Einflüsse und Malstile entwickelt Schilling seit Mitte der 90er Jahre einen vielschichtigen Bilderkosmos, der von kompakten, erzählerisch dichten Klein- und Mittelformaten bis hin zu großen, farbintensiven Gemälden reicht. Im Spektrum der dargestellten Sujets ist Landschaft Schillings zentrales Thema, das er in seinen assoziativen Malereien neu aufbereitet und variiert.

http://bertram-schilling.de/

am 01.03.2008 von Initiative Villa Jauss e.V

100. Geburtstag Simone de Beauvoir

Zum 100. Geburtstag von Simone de Beauvoir
gibt die Schauspielerin Eva Schoer Einblicke in
die Literatur dieser Zeit. 1.3.2008

am 27.12.2007 von Initiative Villa Jauss e.V

W. G. Sebald, Jan Peter Tripp, Franz Josef Tripp: „Il ritorno in patria"

Jim Knopf: Zeichnungen von F. J. Tripp

Der 1944 in Wertach geborene W. G. Sebald und Jan Peter Tripp waren nicht nur Schulkameraden am Oberstdorfer Gymnasium, sondern verschworene Künstler-Freunde bis zum tödlichen Verkehrsunfall von Sebald im Jahre 2001. Beide waren in ihrer Kunstauffassung sehr verwandt und schätzen sich gegenseitig in hohem Maße.

Ebenso wie Tripp interessierte W.G.Sebald „das Fremde im Vertrauten". Er ging nach dem Studium in die französische Schweiz und anschließend nach England, wo er von 1970 bis 2001 als Dozent lehrte. Seine literarische Schaffenszeit währte nur rund 10 Jahre, in denen sein Ruf in der anglo-amerikanischen literarischen Welt in für einen deutschen Autor geradezu ungemessene Höhen stieg, so dass er sogar als Kandidat für den Nobelpreis gehandelt wurde. Er stellte in Worten eine Welt her wie Tripp in seiner Malerei: Eine verwirrende, verstörend-rätselhafte, realistische Welt, die „Schwindel.Gefühle" hervorruft.

Jan Peter Tripp ging in Oberstdorf in die Volks- und Oberrealschule und machte dort 1965 zusammen mit W. G. Sebald das Abitur. Auch er verließ das Allgäu, studierte Bildhauerei und Malerei auf den Akademien in Stuttgart und Wien und wurde so auf der Grundlage einer einzigartigen altmeisterlichen Technik in Verbindung mit dem „Phantastischen Realismus" und dem Surrealismus, durchwoben von Hintergründigkeiten und Assoziationen philosophischer, literarischer und vitaler Art zu einem der faszinierendsten Maler mit vielfältigsten Facetten von naiv-altmeisterlich bis hintergründig-raffiniert, ein „pictor doctus" in der Art der Manieristen des 17. Jahrhunderts. Die hyperrealistisch gemalten Gegenstände irritieren, verblüffen, verunsichern und ziehen dem Betrachter den Boden unter den Füßen weg. Unübertrefflich formuliert das W.G. Sebald so: „ Je länger ich die Bilder Jan Peter Tripps betrachte, desto mehr begreife ich, dass sich hinter dem Illusionismus der Oberfläche eine furchterregende Tiefe verbirgt. Sie ist sozusagen das metaphysische Unterfutter der Realität".

Mit diesem Freundschaftspaar kehren jetzt auch wieder die Figuren von „Räuber Hotzenplotz", „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" und „Das kleine Gespenst" ins Allgäu zurück. Diese wurden auf dem Zeichentisch in Oberstdorf – Tiefenbach in den 60iger Jahren des vorigen Jahrhunderts vom Vater Franz Josef Tripp geschaffen, gewannen intensivstes Leben, geisterten auf der ganzen Welt in 59 Sprachen herum, von Ulan-Bator bis Santiago de Chile und von der Antarktis bis zum Nordkap. Trippvater erlebte das Ende des Krieges als Gebirgsjäger und „strandete" in Oberstdorf, wo Trippsohn „im Gegensatz zu Jim immer größer, dieser jedoch weltberühmt" wurde. Seine Kindheit und Jugend in Oberstdorf schildert Trippsohn in unnachahmlich hintergründiger Art in seinem kleinen Buch „Querfeldein – auf der Suche nach Jupp", aus dem er am Donnerstag den 27. Dezember 2007 lesen wird.

am 22.09.2007 von Initiative Villa Jauss e.V

Lala Aufsberg: Fotografie Faszination Landschaft - Allgäu und Kleinwalsertal

Lala Aufsberg

Wenn der Kgl. Hofphotograph Josef Heimhuber (1853-1923) als Pionier der Allgäuer Landschaftsphotographie anzusehen ist, dann hat er in seiner 1907 geborenen Enkelin Lala eine würdige Nachfolgerin gefunden. Zeitlebens hatte sie ihr Auge auf vielen Auslandsreisen geschult und konnte dennoch oder gerade deshalb von sich sagen: "Das Loblied meiner Heimat hab' ich gesungen, den Atem der Berge wollte ich spüren lassen." Diesem Leitgedanken versucht die Ausstellung zu folgen, wenn Lala Aufsberg in zahllosen Fotoreihen unermüdlich dem wechselnden Spiel des Lichtes nachgeht und die feinen Veränderungen der Jahreszeiten einfängt in den Strukturen von Gräsern, Wiesen, Bäumen, Bächen und Bergen. Der tägliche Wechsel von Hell und Dunkel lässt ihre zeitlosen und dennoch heimatbezogenen Motive vor ihrem außerordentlich geschulten Blick auf- und wieder abtauchen.

Ständig auf der Lauer nach dem richtigen Augenblick hielt sie mit ungeheurem Fleiß und grenzenloser Ausdauer die kleinen und großen Abenteuer der grandiosen Bergwelt vor ihrer Sonthofener Haustüre fest: Den Blick nach Süden in die Oberstdorfer Berge, nach Osten ins Ostrachtal, nach Westen Richtung Hochgrat und nach Norden zum Mittag und Grünten. Hochvogel, Höfats und Widderstein, Trettach-, Stillach- und Breitachtal hat sie mit der Kamera festgehalten, immer darauf bedacht, handwerklich und ästhetisch das Beste zu bieten.

Im Oberstdorfer Fotogeschäft ihres Onkels Eugen Heimhuber erlernte Lala Aufsberg zwischen 1923 und 1926 zunächst den Beruf der Fotohändlerin. Mit dem Meisterbrief in der Tasche und nach dem Gewinn zahlreicher Fotowettbewerbe ließ sie sich 1938 in Sonthofen als selbstständige Fotografin nieder. Schon während der Oberstdorfer Lehrzeit ab 1925 und vor allem danach entstanden zahlreiche Landschaftsbilder ihrer Allgäuer Heimat vom Alpsee, Ostrach- und Illertal bis ins Kleinwalsertal. Die Oberstdorfer Präsentation zeigt nun in der Villa Jauss mit 75 Schwarz-Weiß-Bildern einen Einblick in die Sehweise und das Können dieser enorm fleißigen und vom „Lichtbilden“ besessenen Frau.

am 20.07.2007 von Initiative Villa Jauss e.V

Wege zur Moderne

Wege zur Moderne: Cezanne les baigneurs 1898

Die diesjährige Sommerausstellung der Villa Jauss wird an das vor zwei Jahren begonnene Thema, Wege zur Moderne, anknüpfen. Wurden im ersten Jahr großartige Japanische Farbholzschnitte, als ostasiatischer Einfluss auf die Moderne gezeigt, so beleuchtete die letztjährige Ausstellung den europäischen Einfluss auf diese Entwicklung mit bedeutenden Druckgrafiken und Zeichnungen von Eugene Delacroix, Honore Daumier und Camille Corot, die wichtige französische Impulsgeber der Moderne im 19. Jahrhundert waren.

Dieses Jahr, zum 10-jährigen Bestehen der „Initiative Villa Jauss“ und dem 15. Oberstdorfer Musiksommer, werden die Wege zur Moderne mit einer intimen Ausstellung von Meistergrafiken der Künstler Paul Cézanne, Pablo Picasso, George Braque und Henri Matisse fortgesetzt. Obwohl manche Werke fast 100 Jahre alt sind haben sie an Radikalität, Aktualität, Schönheit und Ausdruck nichts verloren.
Die Ausstellung konzentriert sich ausgehend von Cézannes „Les Baigneurs“ von 1898, vor allem auf die kubistische Schaffensperiode von Picasso und Braque aus der Zeit von 1914-1916 und auf Werke von Matisse aus der Zeit von 1912-1925. Einige dieser Werke wurden schon in den großen Museen der Welt, wie z.B. dem Museum of Modern Art in New York gezeigt und können jetzt einmalig in der Villa Jauss, dem interessierten Publikum im Allgäu gezeigt werden.

Paul Cézanne (1839-1906) gehört neben Vincent van Gogh und Paul Gaugin zu den Gründervätern der Moderne. Ausgehend vom Impressionismus, dem er "Festigkeit und etwas Dauerhaftes" geben möchte, entwickelt Cézanne eine Ausdrucksweise der Malerei, die nicht "nach der Natur" sondern "parallel zur Natur" verläuft. Durch die flächige Betonung von Farbe und der Form gelangt Cézanne zu einem neuen Bildbegriff, der unter anderem unerlässlich für die Entwicklung des Kubismus (Form) ist.

Pablo Picasso (1881-1973) wird ab 1907 vor allem von Cézanne und afrikanischen Plastiken beeinflusst und beginnt nach der Blauen Periode (1901-1904) und seiner darauf folgenden Rosa Periode, Farben und Formen zu zersplittern. Er begründet mit Braque in dieser Zeit den Analytischen Kubismus. Aus einzelnen Facetten ergibt sich ein fein austariertes
Bezugssystem im Bildaufbau.

Georges Braque (1882-1963) entwickelt mit Picasso ab 1907 den Kubismus. Beide Künstler zerlegen Gegenstände in einzelne Facetten und zeigen sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Die Darstellung der Beziehung zwischen den Dingen ist wichtiger als die der Dinge selbst.

Henri Matisse (1869-1954) setzte sich neben Gauguin, van Gogh vor allem mit Cézanne auseinander, dessen bildarchitektonische Gesetze wichtig sind für seine eigene bildnerische Sprache. Alles Körperliche und Räumliche setzt Matisse in meist farbige Flächen um, die auch durch den Einsatz von ornamentalen Mustern eine große dekorative Wirkung entfalten.
Lassen Sie sich erneut inspirieren von einem Weg zur Moderne.

am 08.07.2007 von Initiative Villa Jauss e.V

10 Jahre - Initiative Villa Jauss e. V.

10 Jahre Initiative Villa Jauss e. V. - Sommerfest

Programm

11 – 20h Besichtigung der Villa: "10 Jahre Initiative Villa Jauss e.V., " Präsentation im Dachgeschoss

"Künstler spenden für die Villa": Verkaufsaustellung im Erdgeschoss, Grafikstiftung Hugo Tauscher Ausstellung, u.a. mit 45 Studien Picassos zu "Guernica"

11h Seeweg-Blueskonzert mit Frühschoppen
16h The Potato Chipsy Swingers, Gypsy-Jazzkonzert mit Kaffee und Kuchen
18h Musikkapelle Oberstdorf
Galakonzert unter dem
Motto: „Wege zur Moderne“ Eingestreut die unvermeidlichen Gruß- und Dankesworte (bei schlechtem Wetter im Oberstdorf Haus)

am 09.06.2007 von Initiative Villa Jauss e.V

Architektur im Allgäu 1990 - 2005

Architektur Bolsterlang: Hörnerbahn Bolsterlang

Diese Ausstellung des Architekturforums Kempten gibt erstmals einen Überblick über das Neue Bauen im Allgäu. Wohn- und Geschäftshäuser, soziale und öffentliche Einrichtungen, Produktionsstätten, Firmengebäude und Verkehrsbauten: Insgesamt werden 58 Projekte jeweils mit Texten, Fotos und Plänen erläutert. Zwischen Bauwerken renommierter Architekturbüros aus München, Stuttgart, Berlin, aus Vorarlberg oder Graubünden zeigt die Ausstellung erfreulich viele Projekte einer jungen Generation von Architekten, die hier im Allgäu verwurzelt sind. Dokumentiert werden zahlreiche Beispiele, in denen die Suche nach regionaler Identität in Verbindung mit internationalen Maßstäben zu einer erfrischenden Synthese gefunden haben.

am 04.05.2007 von Initiative Villa Jauss e.V

Regine Schirmer: Malerei, Fotos, Objekte

Regine Schirmer: Malerei, Fotos, Objekte

Regine Schirmer aus Oberstdorf ist eine feste Größe in der Oberallgäuer Kunst. Ihre unverkennbaren, kleinen, in Mischtechnik gemalten, bunten Bilder aus einer Fantasie- und Märchenwelt sind auf fast jeder der Allgäuer Kunstaustellungen zu sehen. Ihre Arbeiten sind stets von sorgfältiger, anspruchsvoller Qualität. In ihren drei Büchern - "Auf dem Moosberg", "Moosbrevier" und "Kleine Holzgalerie" - kann man ihre Bildsprache genau kennen lernen.

Seit 1956 lebt die 1937 in Weimar geborene, freischaffende Künstlerin im Allgäu. Schon als 32-Jährige erhielt sie 1969 den Kunstpreis der Stadt Kempten und mit 35 Jahren den Schwäbischen Kunstpreis. Ihre Ausbildung erhielt Regine Schirmer zunächst an der Kunsthandwerksschule Bondorf, und dann an der Kunstakademie Stuttgart. Seit 1961 ist sie Mitglied des Berufsverbandes Bildender Künstler.

Zu ihren typischen sensiblen Traumbildern, die manchmal vieleicht an Chagall erinnern, sind im Lauf der Jahre mehrere Gestaltungsbereiche dazugekommen: sie knüpft Teppiche nach eigenen Bildern, oder sie baut kleine, liebenswürdige Skulpturen aus Schwemmholz mit Affinitäten zur Gegenständlichkeit.

Zur Zeit steht die Fotografie bei Regine Schirmer im Vordergrund, aber sie fotografiert ganz anders, als man es von ihr erwartet. Man kann gespannt sein auf ihre neuen Arbeiten in dieser Austellung zu ihrem 70. Geburtstag.

am 05.04.2007 von Initiative Villa Jauss e.V

Gisela Rosen, Fotografie und Friedrich Carl Rosen, Malerei

Gisela Rosen - Selbstportrait

Gisela Rosen Portraitfotografin

Gisela Rosen führt ihre künstlerische Veranlagung auf die Welt ihres Vaters zurück, in dessen Berliner Architekturbüro sie die ersten Anregungen bekam. Einfachheit und Klarheit als bestimmende Maximen ihrer Arbeit haben sicher dort ihren Ursprung. So wurde ihr das Gespür für den Aufbau eines Bildes gleichsam in die Wiege gelegt und durch das zwar kurze, aber prägende Leben mit dem Künstler Friedrich Carl Rosen enorm verstärkt. Wie anders ist es möglich, dass eine zwar begabte, aber bis zum Beginn ihres vierten Lebensjahrzehntes zurückhaltende Autodidaktin in Sachen Fotografie plötzlich geradezu explodiert und instinktsicher darin ihre Berufung entdeckt?
Der Tod des geliebten und verehrten Schauspielers und Malers F.C. Rosen hat sie gezwungen, ihr Talent zum Beruf auszubauen. Ihr Selbstbewusstsein, ihr Lerneifer und das Wissen um die künstlerische Ausdruckskraft haben ihr schnell den fotografischen Meisterbrief und die Lehrbefugnis an zwei Meisterschulen für Fotografie eingebracht. Portraitaufnahmen waren von Anfang an ihre Leidenschaft. Einfache, ungekünstelte Aufnahmen bezeichnet sie selbst als ihr Markenzeichen. Der Einsatz von Licht, die Position des Portraitierten und der richtige Zeitpunkt des „Schnappschusses“ waren ihre Geheimnisse, um gute Bilder zu erzeugen. Selbstverständlich wurde im eigenen Labor noch nachgearbeitet – 30 × 40 cm große Handabzüge waren damals für sie die Norm. Etwa drei Jahrzehnte lagen diese Aufnahmen in dunklen Schachteln – nun ist es Zeit, die Portraitkunst der inzwischen hochbetagten Fotografin in Oberstdorf zu würdigen.

Biografie Gisela Rosen

12. Juni 1920 geboren in Berlin
Grundschule in Rederitz (Pommern)
Lyceum in Berlin, Ausbildung als Handelskauffrau
1936 und später Ferien- und Urlaubswochen in Oberstdorf
1940 Heirat mit Herbert Koitzsch, Diplomvolkswirt
1941 Geburt des Sohnes Michael Koitzsch
1944 kriegsbedingter Ortswechsel von Berlin über Rederitz zur Tante nach Oberstdorf ( Februar 1945)
1947 Heirat mit Friedrich Carl Rosen, Schauspieler und Maler
1952 Tod von F.C. Rosen
Gisela Rosen fotografiert zunächst als Autodidaktin
1962
Meisterprüfung in Hamburg an der Bundesfachschule für Fotografie

1963 bis 1976 Lehrerin an der Bundesfachschule für Fotografie, Hamburg
1977 bis 1982 Lehrbeauftragte an der LMU-München, Lehrstuhl für Kunsterziehnung
Ständiger Wohnsitz in Oberstdorf

Friedrich Carl Rosen Ein Oberstdorfer Maler im 20. Jahrhundert

Vor 110 Jahren in München geboren, vor 55 Jahren
in Oberstdorf gestorben.

Mit dieser Ausstellung soll eines Mannes gedacht werden, der in der Zeit vor und nach dem 2. Weltkrieg das Kulturleben in Oberstdorf in großem Maße als Schauspieler und bildender Künstler mitgestaltet hat. Seine Frau erzählt über diese Zeit Folgendes: „Kontaktfreudig und aufgeschlossen begegnete Rosen den Menschen. Fast jeden im Ort kannte er und man kannte ihn. Er saß gerne in Bauernstuben, jede Werkstatt war interessant. Wo es „echt“ war, fühlte er sich wohl. Mit Graf Vojkffy wurden die Schwammerln gesucht, und mit dem damaligen Kurdirektor Hermann Schallhammer Eishockey gespielt. Eine enge Freundschaft verband ihn mit dem Kunsthistoriker, Schriftsteller und Ägyptologen Kurt Lange, der mit seinen glänzenden Vorträgen den Zeitzeugen sicher noch in Erinnerung ist und dessen Bücher über Ägypten Standartwerke sind. Dr. Hans Schmitt, der, unter Hitler seines Amtes enthoben, 1945 sofort wieder als Pressesprecher und Kulturreferent ins Kölner Rathaus einzog, fand in Rosen einen gleichgesinnten Freund – eine Freundschaft, die bis zu Rosens Tod anhielt. Ein nächtlich gemaltes Doppelportrait mit dem Titel „Die Verborgenen“ entstand in Anklang an diese gemeinsame Kriegszeit in Oberstdorf. In den letzten Kriegsmonaten gehörte Rosen der Widerstandsgruppe „Der Heimatschutz“ an, die Oberstdorf kampflos halten wollte. Der Friede entließ die Menschen orientierungslos und hungrig.
Rosens Atelier war immer ein offenes Haus. Mit den Schauspielern Rene Deltgen, Karl John und den Malern Max Pechstein, Hermann Raddatz und Walter Jacob, um nur einige zu nennen, hielt Rosen Kontakt. Es war eine spannungsreiche, nachhaltig prägende Zeit.“ In diesem Zusammenhang sei auch nochmals an die 1953 in der Oberstdorfer Grundschule von der Kulturgemeinde ausgerichtete Gedächtnisausstellung erinnert, zu der Dr. Hans Harder folgende Zeilen verfasste: „Rosens malerisches Werk (...) gruppiert sich deutlich in Entwicklungsphasen: die Bilder der Frühzeit unter Robert Currys Einfluß bevorzugen heimatliche Motive und sind aus klaren, manchmal an den Impressionismus erinnernden Linien entwickelt. Dann aber zerreißt der braune Farbschleier über den kleinen Birken- und Schneelandschaften und eine gesteigerte Beziehung zum farbigen Leben tritt hervor. Jetzt bestehen die Bilder nur mehr aus wenigen Flächen reiner Farbe. In der Komposition von Flächen und Farben liegt ihre Stärke. „Das einsame Haus“ aus einem farbigen Dreiklang zum Bild geworden, wie die temperamentvolle Schwarzmeerlandschaft, die noch entschlossener die impressionistische Technik hinter sich lässt, sind Äußerungen eines bedeutenden Farbgefühls, das dekorative und ausdruckhafte Elemente in Einklang bringt. Manchmal gießt Rosen auch die kühle Architektonik seiner Malerei in phantastische Formen: Das Gegenständliche in einer herbstlichen Riefenkopflandschaft wird immer unwesentlicher, das Dekorative tritt in ein eigenartiges Spannungsverhältnis mit dem angestrebten Ausdruck.

Während die frühen Moorlandschaften im optischen Spiel mit Ton und Licht gefällig und leicht wirken, sind die späten Arbeiten ...klare Resultate der Auseinandersetzung mit Form und Farbe. Wo dann, wie in Rosens letzten überzeugenden Landschaftsbildern, die leuchtenden Farben ohne Übergang nebeneinander gestellt werden, sich so gegenseitig steigernd, aber auch einander die Waage haltend, wird eine feste Struktur erreicht, ein Bildaufbau, der an Glasfenster denken lässt.“

Biografie Friedrich Carl Rosen

26.Sept.1897 Geburt in München

Schon als Schüler Schauspielunterricht, mit 16 Jahren zum ersten Mal auf der Bühne
1914
Freiwilliger im 1.Weltkrieg
Erste Anregungen zur Malerei durch den Maler und Grafiker Joseph Scharl
1917
Entlassung aus dem Militärdienst nach einer Gasvergiftung, Wahlheimat Oberstdorf, viele Auftritte in Späths Bauerntheater, München. Charakterdarsteller in Tragödien und Komödien.
Bewegtes Schauspielerleben zwischen Berlin, Norddeutschland, Schlesien und den Balkanländern
1928
Endgültiger Wohnsitz in Oberstdorf
Neben der Schauspielerei Schüler von Robert F.Curry, der zwischen 1930 und 1940 in Obertdorf wohnt und malt
1934 Erste Ausstellung in München im Karl-Theodor-Palais, danach 23 Ausstellungen in München, Augsburg, Heidelberg, Sao Paulo und natürlich im Allgäu
1947
Heirat mit Gisela Rosen, geb. Hart
1952
Friedrich Carl Rosen stirbt in Oberstdorf
1952
Gedächtnisausstellung in der Grundschule Oberstdorf durch die Kulturgemeinde Oberstdorf mit 57 Arbeiten. In vier Wochen ca. 3000 Besucher
2006
Historischer Gast mit 4 Bildern bei der „Südlichen“ im Kunsthaus Villa Jauss, Oberstdorf

am 18.03.2007 von Initiative Villa Jauss e.V

Hans Dambeck - Sehnsucht nach der Bergwelt

Hans Dambeck

Hans Dambeck (1906–1951) fand seine künstlerische Aufgabe in der Bergwelt des Allgäus und Oberbayerns. Bereits als Jugendlicher, vor seiner Niederlassung im Allgäu, hatte er die Berge für sich entdeckt. Er machte Ski-touren, seine spätere Frau Emmi lernte er beim Skifahren am Nebelhorn kennen.

Hans Dambeck rückte im Zweiten Weltkrieg freiwillig zum Wehrdienst ein. Als Elek-trikermeister war er mit der Betreuung, vor allem der Reparatur von Funkanlagen im gesamten Kriegsgebiet beauftragt. Während dieser Einsätze hielt er immer wieder Bilder zeichnerisch oder in Aquarellen fest, so auch Häuser und Dorfszenen in Nordafrika oder Italien. Mehrfach wurde Hans Dambeck verwundet. Bei der Schlacht in Montecassino geriet er in Kriegsgefangenschaft, aus der er Ende 1945 entlassen wurde.

Zur Familie in Kempten heimgekehrt, konnte Hans Dambeck seinen Beruf nicht mehr ausüben. Daher wandte er sich mit erstaunlicher Verve der Malerei zu. Die Alpen wa-ren sein bevorzugtes Sujet. Er kann als malender Bergsteiger wie als bergsteigender Maler gleichermaßen bezeichnet werden. Mit seinem technischen Talent baute er sich aus Alu- und Kupferresten eine Leicht-Staffelei, die auch in schwierigem Gelän-de transportabel war. Er machte vor Ort im Gebirge Skizzen und setzte sie im Atelier in Öl oder Tempera auf Leinwand, häufiger Hartfaserplatte, um. Fünf Jahre sollte er noch am Leben sein. Gerhard Dambeck, sein Sohn, bewertet den künstlerischen Fleiß im Rückblick folgendermaßen: „Er wäre vermutlich kein so guter Maler gewesen, wenn er gewusst hätte, er hat alle Zeit der Welt.“

Bei den ersten Kunstausstellungen zur Allgäuer Festwoche war Hans Dambeck jährlich vertreten.

Biografie

28. Feb. 1906 geboren in München
Ausbildung zum Elektrikermeister
Im 2. Weltkrieg mehrfach verwundet
Erste Zeichnungen und Aquarelle aus den Kriegsgebieten
1942 Heirat mit Emmi, geb. Junginger aus Kempten
1943 Geburt des Sohnes Gerhard
1944 / 45 In amerikanischer Kriegsgefangenschaft; Heimkehr als Invalide; berufsunfähig
1946 / 47 Atelier in Kempten; künstlerische Weiterbildung in München, Landschafts- und Gebirgsbilder (Allgäu, Oberbayern, Dolomiten)
1947 Geburt des Sohnes Kurt
1949 Künstlerische Ausgestaltung der 1. Allgäuer Festwoche zusammen mit Franz Weiß
Mitglied der Künstlergilde „Tipfelte Kuh“
1949, 1950 Teilnahme an verschiedenen Kunstausstellungen (u.a. „Allgäuer Festwoche“, „Alpine Kunst“ in München)
5. Juli 1951 Hans Dambeck stirbt in Kempten
1951, 1952, 1953 posthum Ausstellungen von Bildern im Rahmen der Allgäuer Festwochen

am 30.09.2006 von Initiative Villa Jauss e.V

Die Südliche: Skulptur, Malerei u. Grafik des südlichen Allgäus

Finckel

Die Südliche bietet in Oberstdorf einen Überblick über das aktuelle Schaffen in der Region

Die Besucher der Jahresausstellung können vom 30.September bis 22. Oktober 120 aktuelle Arbeiten der bildenden Künstler aus dem südlichen Oberallgäu, dem Kleinwalsertal und aus Jungholz besichtigen. „Die Südliche“ findet zum vierten Mal statt und ist die offizielle Nachfolgerin der „Oberallgäuer Kunstausstellung“, die von den Gemeinden Oberstdorf, Sonthofen und Immenstadt getragen wird. Sie rotiert alljährlich innerhalb dieser drei Orte und findet jetzt erstmals im Oberstdorfer Kunsthaus Villa Jauss statt.

Auf der „Südlichen 2006“ zeigen 30 dazu eingeladene Künstler meist vier Arbeiten aus jüngster Zeit. Damit ist ein nahezu vollständiger Überblick über das derzeitige Schaffen der bildenden Kunst in der Region gegeben. Die Ausstellung wurde in diesem Jahr von dem früheren Bezirkstagspräsidenten von Schwaben, Dr. Georg Simnacher, eröffnet. Es wurden bereits zwei Kunstpreise vergeben: der Johann – Georg – Grimm – Preis des Kunstfördervereins an den Bildhauer Christoph Finkel. „Der erste Ankauf“ der Sparkasse Oberallgäu ging an Elke Matthiesen-Müller. Der Oberallgäuer Kunstpreis der Privatbrauerei Zöttler wird am 11. Oktober bekannt gegeben. In der „Südlichen“ sind alle Stilrichtungen und Sparten der zeitgenössischen Kunst vertreten. Die Künstler suchen selbst aus, was sie ausstellen wollen. Diesbezüglich findet keine Jurierung statt – und das habe sich ausgezeichnet bewährt, sagt Gunther le Maire, Geschäftsführer der Kulturgemeinschaft Oberallgäu, die diese Ausstellung organisiert.

Die „Südliche 2006“ ist mittwochs bis sonntags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. An jedem Samstag um 15 Uhr führt ein Künstler durch die Ausstellung. Am Sonntag, 8. Oktober sind Kinder mit Eltern eingeladen: Die akademische Malerin Dr. Magdalena Willems – Pisarek und der Künstler Max Elhardt werden einen Rundgang durch die Villa Jauss machen und anschließend mit Kindern und Eltern zeichnen. Hauptsponsoren der Ausstellung sind das Allgäuer Anzeigeblatt und die graphischen Betriebe Eberl in Immenstadt.

am 22.07.2006 von Initiative Villa Jauss e.V

Wege zur Moderne - Werke von Delacroix, Daumier, Corot

Daumier: Der Bürgerkönig

Anlässlich des Klassikfestivals „Oberstdorfer Musiksommer“ wartet auch die Ausstellungsszene mit Hochkarätigem auf. Nach den farbenprächtigen japanischen Holzschnitten im vergangenen Jahr präsentiert das Oberstdorfer Kunsthaus Villa Jauss heuer Vorwiegend grafische Arbeiten von drei französischen Künstlern des 19. Jahrhunderts, die nachfolgende Generationen beeinflusst haben: Eugene Delacroix, Honore Daumier und Camille Corot.

Bei der Eröffnung der Ausstellung „Wege zur Moderne“ betonte Dr. Wolfgang Nettesheim, Vorsitzender der Initiative Villa Jauss, dass erst eine neue Beleuchtungsanlage diese Präsentation der empfindlichen Grafiken und Zeichnungen aus Privatbesitz ermöglicht habe. Die Vernissage gestaltete Flötist Christian Ruhnke mit Musik von Bach, Debussy und Honegger. Rosalinde Brandner-Buck vom „Oberstdorfer Musiksommer“ erinnerte an den im Frühjahr verstorbenen Professor Karl Ruhrberg, der nicht nur maßgeblich dazu beigetragen habe, das Klassikfestival in Oberstdorf zu installieren, sondern es auch mit der Präsentation von bedeutender Bildender Kunst zu verbinden.

am 19.05.2006 von Initiative Villa Jauss e.V

Klaus Schmitt - Malerei

Klaus Schmitt - Malerei

Ausstellung: Fr. 19.5. bis So. 2.7.2006
Nomos-Uhrenpräsentation: Fr. 23.6.

am 17.12.2005 von Initiative Villa Jauss e.V

Jan Kolata - Malerei

Jan Kolata

Der in Immenstadt geborene und in Düsseldorf lebende Maler Jan Kolata kehrt mit einer umfassenden Ausstellung - in der Villa Jauss in Oberstdorf - zurück ins Allgäu. Jan Kolatas Arbeiten zeichnen sich durch sein Suchen, Beharren und Weiterentwickeln der Möglichkeiten der Malerei aus. Wegen seines malerischen Könnens unterrichet er an verschiedenen Kunstakademien, wie z.B. in Basel und Düsseldorf. Seine Bilder drücken sich in einem sehr materialkräftigen, fast expressiven Duktus, an der Grenze zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit aus. Die in seinen Bildern geschaffenen Farbräume und Flächen führen den Betrachter in eine meditative Auseinandersetzung mit der raumbildenden Kraft der reinen Farbe. Kolatas Bilder sind nie im oberflächlichen Sinne fertig, sie zeigen, wie sie gemacht werden. (Allgäuer Anzeigeblatt)

am 06.08.2005 von Initiative Villa Jauss e.V

Japanische Farbholzschnitte

Japanische Farbholzschnitte

Zum Oberstdorfer Musiksommer
Japanische Farbholzschnitte (Hokusai, Hiroshige...)
Ausstellung: Sa. 6.8. bis So. 4. 9. 2005

am 23.03.2005 von Initiative Villa Jauss e.V

Robert Franz Curry: Ein amerikanischer Landschaftsmaler in Oberstdorf

Robert Franz Curry - Winterlandschaft

Robert Franz Curry wurde 1872 in Boston (USA) geboren, absolvierte die Havard Universität (Cambridge), zog 1891 nach Europa und nahm in Stuttgart ein Architektur- und bald danach in München ein Malereistudium auf. An der Münchner Kunstakademie kam er mit den gegensätzlichen Strömungen von Gründerzeit, Spätimpressionismus und Jugendstil in Berührung. Schon 1898 wurde das Bild „Gerettet“ (Lawinenhunde finden Verschüttete) mit der großen silbernen Medaille prämiert und für Basel angekauft. Schnell stellte sich großer Erfolg als Portrait-, Landschafts- und Tiermaler ein. Auf vielen Reisen in die Schweiz, nach Italien und in die bayrischen Berge sammelte der Künstler seine Motive und zeigte sie in regelmäßigen Ausstellungen im Münchner Kunstverein und im Glaspalast, aber auch in Augsburg, Nürnberg, Mannheim und in Frankreich, der Schweiz und den USA.
F. Curry verlegte von 1930 bis 1940 seinen Wohnsitz nach Oberstdorf und führte zusam-
men mit seiner Frau Elisabeth (geb.von Wahl) und Sohn Frederic Curry (ebenfalls Maler) ein gastfreundliches Haus in der Blumengasse.
!940 kehrte die Familie wieder zurück nach München, zog aber 1941 nach Riederau am Ammersee, wohin schon seit 1899 die Mutter Mary Abby Curry den Familiensitz verlegt
hatte. 1955 verstarb Robert Franz Curry mit 83 Jahren in Riederau.

In der Oberstdorfer Ausstellung (Villa Jauss) wird Robert F. Curry mit seinem Schwerpunkt der Landschaftsmalerei vorgestellt. Leihgaben aus privatem Besitz zeigen Motive vom Bodensee, aus Tirol und vor allem aus der Oberstdorfer Bergwelt.
Dabei zeigt sich, dass dieser Künstler als typischer Freilichtmaler bezeichnet werden kann, der seine Naturmotive in ihren jeweiligen Lichtverhältnissen studierte. Mit pastosem Auftrag und differenzierten Farbwerten klingt bei ihm eine impressionistische Auffassung nach, die er geschickt durch klaren Aufbau zu ruhigen Bildkompositionen entwickelt.

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Veranstaltungen

Copyright 1998 - 2005 Stand vom 26. 2. 2005

am 28.08.2004 von Initiative Villa Jauss e.V

Anna Polke - Ringelnatz u. Morgenstern

Anna Polke - Ringelnatz u. Morgenstern

gelesen von der Schauspielerin Anna Polke
und begleitet von jungen Musikern

Anna Polke gehört seit 12 Jahren zum festen Ensemble amTheater Oberhausen. Sie erhielt ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Hamburg und ihr erstes Engagement am Hamburger Schauspiel haus und kam über Darmstadt nach Oberhausen.

"Eine persönliche Beziehung verbindet mich zu Oberstdorf, da meine Großmutter mütterlicherseits, Erika Raddatz, dort lange Zeit gelebt hat. Ich erinnere mich noch gerne daran zurück, wie meine Großmutter noch bis ins hohe Alter Gedichte von Morgenstern und Ringelnatz auswendig vortrug. Ihr, meiner Mutter und Tante möchte ich diesen Abend widmen." A.P.

am 06.08.2004 von Initiative Villa Jauss e.V

Stiftung Hugo Tauscher - Zeichnungen u. Graphiken des 20. Jahrhunderts

Ausstellung Hugo Tauscher - Antes

Picasso Dali Chagall Tapies Beuys Moore Miro Kollwitz Toulouse-Lautrec Janssen Kokoschka A.P.Weber Grosz Zille u.a.

Graphik im 20. Jahrhundert

Die Zeichnungen und Graphiken des Oberstdorfer Sammlers Hugo J. Tauscher sind verborgene Schätze, die hier gehoben werden - und die Marktgemeinde Oberstdorf darf sich glücklich schätzen, dass sie in Form einer Stiftung an den Verein Villa Jauss e.V. auf Dauer zugäng lich gemacht werden. Es ist sehr zu wünschen und zu hoffen, dass dies als Signal und als Verpflichtung verstanden wird, dass Kunst und Sport gleichermaßen zur kulturellen Identität eines Landes und eines Ortes gehören."
Karl Ruhrberg

2004 konnte durch die großzügige Spende von zwei Oberstdorfer Bürgern die Alarmanlage in die Villa Jauss eingebaut
werden. Damit ist es möglich, die Graphik-Stiftung von Herrn Hugo J. Tauscher für den Markt Oberstdorf als ein "Museum des 20. Jahrhunderts" einzurichten. Kleinere Sonderaustellungen werden unsere Künstler der klassischen Moderne immer
wieder ergänzen.

Ständige Ausstellung
Öffnungszeiten wie die Sonderausstellungen

am 01.08.2003 von Initiative Villa Jauss e.V

KUNST DES 20. JAHRHUNDERTS

Ausstellung zum Oberstdorfer Musiksommer

(Sammlung Ruhrberg, 2.Teil)

am 01.08.2003 von Initiative Villa Jauss e.V

KAMMERMUSIK

Konzert des 0berstdorfer Musiksommers

für Klarinetten und Streichquartett

am 22.11.2002 von Initiative Villa Jauss e.V

SCHRÄGSPUR 03 - drittes internationales Studenten-Videofestival

Flyer Schrägspur 2002

Drei Tage lang werden in der Villa Jauss Videos von Kunst-, Film- und Designstudenten aus aller Welt gezeigt.
Das in diesem Jahr zum dritten Mal veranstaltete Festival ist ein interdisziplinäres Projekt der verschiedenen Studiengänge der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe in Zusammenarbeit mit der Karlsruher Universität.

Programm

Freitag, 22.11.2002
19.00h Eröffnung der Ausstellung und Preisverleihung
20.30h Performance: Heimatabend, von Syndikaton TM, HBK Saar

Samstag, 23.11.2002
Ausstellung 11 - 22h
13.00h Vortrag: Samir, Produzent, Regisseur und Kameramann aus Zürich
16.00h Vortrag: Roman Signer, Aktions-Videokünstler aus St.Gallen
18.00h Vortrag: Ira Schneider, Videopionier aus Los Angeles, lebt zur Zeit in Berlin
18.30h Filmklassiker: Heidi [im Kurfilmtheater]
21.00+ Videolounge, mit Bild und Ton auf einander abgestimmter Projektionen, von Henze/Lorenschat, HfG Karlsruhe

Sonntag, 24.11.2002
Ausstellung 11 - 17h
11.00h Vortrag: Gudrun Kemsa, Videokünstlerin aus Düsseldorf, Professorin in Krefeld
13.00h Vortrag: Oliver Schwabe, Filmemacher, Gewinner des silbernen Löwen in Venedig 2001 für den besten Kurzfilm: Freunde - WHIZKIDS, und Gewinner des Spiridon-Neven-DuMont Preises in Köln.
15.00h Vortrag: Catalina Rodrigez, Videokünstlerin aus Bogota/Kolumbien, Stipendiatin Schloss Solitude/Stuttgart
15.00h Filmklassiker: Heidi [im Kurfilmtheater]
16.00h Finissage, Verleihung des Publikumspreises
Kontakt

Leitung: Sandra Dörfler, Katharina Rössel
http://www.schraegspur-festival.de
festival@schraegspur.de
Kaiserallee 107
76185 Karlsruhe
Telefon 0721 8305797
Telefax 0721 8305799
Lehrerfortbildung

Im Rahmen des Festivals findet eine regionale Lehrerfortbildung für Lehrer aller Schularten in Schwaben statt.

Kontaktperson: Heinz Düwell
Frhr.-von-Brutscherstr. 6
87561 Oberstdorf Telefon: 08322 95094
Telefax : 08322 959397
duewell@t-online.de

am 02.10.2002 von Initiative Villa Jauss e.V

Alf Setzer liest aus "Die letzten Tage der Menschheit"

Alf Setzer: Artikel in der Allgäuer Zeitung

Es ist Krieg,
erster Weltkrieg.
Wir sind in Wien,
in Berlin, an der Front.

In seiner Lesung „Die letzten Tage der Menschheit “ läßt der gebürtige Allgäuer Alf Setzer für einen Abend die Kraus´schen Archetypen wiederaufleben. Mit der Karl Kraus eigenen Scharfzüngigkeit werden Militarismus, Bürokratismus und die Sensationsgier der Boulevardpresse bloßgestellt. In seiner Auswahl aus der als unaufführbar geltenden fünfaktigen Apokalypse von 1919 gelingt dem Bildhauer und Kabarettisten Alf Setzer eine Zitatcollage, die uns angesichts der politischen Aktualität betroffen macht.

am 20.09.2002 von Initiative Villa Jauss e.V

klasse ullman: auch ihr habt eine schanze

Ausstellung Klasse Ullman

vom 21. september bis 10. oktober stellen studenten aus der klasse des israelischen künstlers micha ullman unter dem titel „auch ihr habt eine schanze“ in der villa jauss aus. 14 unterschiedliche positionen werden präsentiert: von aktmalerei über eine installation von rotierenden blechautos , bunten kruzifixen, auslaufenden milchtanklastern bis hin zu computerbearbeiteten fotos und einer interaktiven aktion des der klasse nahestehenden life-service bietet die ausstellung einen einblick in das schaffensspektrum der bildhauerklasse stuttgarts. an der ausstellung beteiligt sich ausserdem der aus dem allgäu stammende und an der akademie lehrende bildhauer alf setzer.

am 22.06.2002 von Initiative Villa Jauss e.V

Menschen und Mythen - mehr als 40 Jahre Malerei von Franz Meier

Ausstelllung Franz Meier: ikarusii 1984

„Hier ist Kunst nicht allfällige Offenheit, sondern Punkt, schmerzliche Erleuchtung: Der Mensch existiert zwischen dumpfem Getrieben-Sein und der Erkenntnis davon.“ So wertet Walter Weyers, Intendant des Landestheaters Schwaben, die Bilder von Franz Meier. Der Memminger Theatermann führte in die Arbeiten des Sonthofer Kunstmalers bei der Eröffnung der Ausstellung in der Oberstdorfer Villa Jauss ein und gab den Besuchern Hilfestellungen zum Verständnis der Bildet. So zeigen seiner Meinung nach die jüngsten Arbeiten, die Fußballern deren Akt als Spiegelbild entgegenhalten, den „Menschen als Bewegungstier“. Innenwelten drängen in Meiers Bildern machtvoll nach außen.
Geschichten die unter die Haut gehen, sieht auch Wilhelm Geierstanger von der Initiative Villa Jauss in Franz Meiers Bildern. Die Geschichten griffen auf alte Mythen zurück, beschrieben aber zeitlose menschliche Verhaltensweisen. Geierstanger nannte Meier einen „Titan“, einen Menschen der eine gewaltige Leistung vollbracht habe“. Nicht nur als Maler, sondern auch als Kunsterzieher und Kunsthistoriker, der vielen die Augen geöffnet habe.“ - Klaus Dieter Heinrich, Allgäuer Anzeigeblatt 2002

am 04.05.2002 von Initiative Villa Jauss e.V

H.J. Gerung: Tanz - Klang - Raum - Villa Jauss

Hans-Jürgen Gerung: Artikel in der Allgäuer Zeitung

„Ich versuche den Einstieg in die Beschreibung des angedachten Projektes: Die Zusammenarbeit mit dem Pariser Choreografen Luca Veggetti hat zahlreiche Arbeiten für den Tanz hervorgebracht. Hauptsächlich sind es Werke größter Intimität - gedacht für ein bis zwei Tänzer und kleinste Kammermusikbesetzung. Aus diesen Arbeiten nun schöpft die Partitur… flüchtige Skizzen, entnommen meiner musikalischen Kulturgeschichte.
Gespräche mit TänzerInnen, Bemerkungen, Schlaglichter, Shortstories … radiophone Geräusche, teilweise mit in der Villa geborenen, elektroakustischen Klängen verbunden und im Studio zu einer Installation komponiert, die die Räume permanent durchatmet.
Dazu: Perkussion, Cembalo, Sprache, Gesang sowie Lauten- und Gitarrenklänge in ständiger Wechselwirkung.
Die Protagonisten, aufgeteilt über drei Etagen, reagieren intuitiv aufeinander… setzen nach eigenem Ermessen ein, im Dickicht der oft grafischen Partitur. So entsteht ein Spannungsfeld zwischen archaischen Klängen, höfischer Musik und Zeitgenössischem. Keinesfalls jedoch willkürlich - schon gar keine Collage! Und dazwischen immer wieder Stille… oder eben doch nicht. Die getroffene Auswahl der Musiken hat die Villa stets vor Augen, bezieht sie mit ein… wie auch die geräuschhaften Bewegungen umhergehender Menschen… der Betrachter selbst wird Akteur im Klangraum. Und der Klangraum ist Schauraum gleichermaßen. In zahlreichen Tuschegrafiken sind sie eingefangen… oder eingefroren, die grazilen Bewegungen. Momentaufnahmen. Tanz als Bewegungslosigkeit!
Warmer Atmosphäre holzgetäfelter Räume stemmt sich kühles Licht entgegen.“ - Hans-Jürgen Gerung

Hans-Jürgen Gerung: Gitarren, Laute, Künstlerische Leitung und Grafiken
Iris Anne Deckert: Sopran
Markus Utz: Cembalo, Musikalische Leitung
Jörg Keinert: Percussion
Udo Keinert: Schnitt, Tontechnik, Klanginstallation, Licht

am 09.11.2001 von Initiative Villa Jauss e.V

Schrägspur Festival 02 - Internationales Studenten-Videofestival

Schrägspur 02

das internationale Videofestival ist ein Projekt der HfG Karlsruhe, bei dem Studenten der HfG und der Universität Karlsruhe zusammenarbeiten.. Schirmherrin ist Prof.Dr.Dr. Lydia Hartl, Kulturreferentin in München.

Videokunst gibt es nur in München, Berlin und Köln?

Von wegen! Vom 09.-11. November findet in Oberstdorf zum zweiten Mal das internationale Studenten-Videofestival `Schrägspur´statt: Drei Tage lang werden in den Jugendstilräumen der Villa Jauss 22 Videos von Kunst-, Film- und Designstudenten aus Australien, Europa und Japan in einer Ausstellung gezeigt, mehr als vierzig weitere Arbeiten werden in einer Vorführung zu sehen sein. Parallel zur Ausstellung gibt es Vorträge von bekannten Videokünstlern und Kunsttheoretikern:

Als Referenten werden u.a. die Berliner Kunsttheoretikerin Lydia Haustein, der Stuttgarter Künstler Georg Winter, der Künstler und Professor Marc Mer und der Kölner Künstler Achim Mohné zu hören sein.
Das `Schrägspur´ Festival ist ein interdisziplinäres Projekt der verschiedenen Studiengänge der Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe in Zusammenarbeit mit der Karlsruher Universität. Gegründet wurde es im letzten Jahr von Katharina Rössel und Sandra Dörfler, zwei ehemaligen Studentinnen der HfG, die Videokunst einmal außerhalb der gewohnten großstädtischen Kunstmaschinerie zeigen wollten. Das Spektrum der studentischen Videoarbeiten reicht von kargem Minimalismus bis zur witzigen Dokumentarfilmparodie, eine low-budget- version von `tiger and dragon´ gibt es dabei ebenso zu sehen wie MTV-kompatible Musikvideos.

Die Eröffnung und Preisverleihung von `Schrägspur 02´ findet am Freitag, den 09.Nov. um 20 Uhr im Dachgeschoss der Villa Jauss statt. Die Eröffnungsrede hält die neue Münchner Kulturreferentin Prof. Dr. Dr. Lydia Hartl.

Die Videoausstellung ist samstags (ab 11 Uhr) und sonntags (ab 10 Uhr) ganztags zu sehen, die Vorträge finden am Samstag um 14 Uhr ( Achim Mohné), 15.30 Uhr (Lydia Haustein) und 17 Uhr (Stefan Winter) statt, abends wird der DJ und Videoartist Stefan Hoog in einer Musik-und Videolounge seine Arbeiten vorstellen. Am Sonntag gibt es Vorträge um 11 Uhr (Marc Mer), 12.30 Uhr (Stefan Hoog) und 14 Uhr (Daniel Wöller).

Jury

Bernhard Foos - SWR, Medienkunstpreis, Baden-Baden / Sabine Himmelsbach - ZKM Karlsruhe / Rita Kersting - Kunstverein Düsseldorf / Monika Oechsler - Künstlerin, London / Samir - Zürich

Kontakt

Schrägspur Festival
Kaiserallee 107 / 76185 Karlsruhe
Fon 721-830 57 97
Fax 721-830 57 99
02@schraegspur.de
http://www.schraegspur-festival.de

am 03.08.2001 von Initiative Villa Jauss e.V

Grafik der klassischen Moderne - Sammlung Arthur Lamka

Ausstellung Arthur Lamka

Die Sammlung umfasst Blätter der Brücke-Künstler, Bauhausmeister, DDR- und Nachkriegs-Künstler

Kollwitz, Feininger, Kirchner, Dix, Kubin, Heckel, Beckmann, Mataree, G. Marx, Grieshaber, Matheuer, Heisig, Tübke, Altenburg, Ücker, Trier, Schulze, Antes, Janssen, Bill, Wotruba, Tapies, Chilida, Chagall, Hundertwasser, Penk …

am 30.06.2001 von Initiative Villa Jauss e.V

Arthur Maximilian Miller: Wanderausstellung zum 100. Geburtstag

Arthur Maximilian Miller: Wanderausstellung zum 100. Geburtstag

Am 16. Juni 2001 wäre der schwäbische Dichter 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass eröffnet der Bezirk Schwaben eine Wanderausstellung in Oberstdorf zusammen mit dem Beirat der Arthur-Maximilian-Miller-Stiftung (Mitglieder u.a. Bezirkstagspräsident Dr. Georg Simnacher, Bundesfinanzminister a.D. Dr. Theo Weigel und Bürgermeister Eduard Geyer).

A.M. Miller war nach einigen Jahren in Immenstadt über Jahrzehnte hinweg Volksschullehrer im Oberstdorfer Ortsteil Kornau. Dort wurde sein Wohnhaus von der Gemeinde als kleines Museum eingerichtet. Auf dem Waldfriedhof des Ortes befindet sich seine Grabstätte.

Leben und Werk des schwäbischen Dichters wird in dieser von einer Literaturexpertin ausgearbeiteten Ausstellung lebendig werden, wenn z.B. seine komponierten Lieder und auch seine Schattenspiele nach langer Zeit wieder aufgeführt werden. Die Schriften und Illustrationen, die Gestalten und Gedanken sollen das Andenken an diesen heiter-besinnlichen Menschen aufrecht erhalten.

am 15.09.2000 von Initiative Villa Jauss e.V

schrägspur - erstes internationales Studenten-Videofestival Oberstdorf

Schrägspur - erstes internationales Studenten-Videofestival Oberstdorf

Unter diesem Namen findet vom 15.-17. September 2000, angeregt von der Karlsruher Hochschule für Gestaltung und der Oberstdorfer Initiative Villa Jauss, inmitten der Allgäuer Alpen zu Zeiten des berühmten Viehabtriebs das erste internationale Studenten-Videofestival statt. Die Organisatoren von "schrägspur" wollen Studenten der Fachrichtungen Film, Medien und Design die Möglichkeit bieten, Arbeiten außerhalb der eigenen Hochschule zu präsentieren und einer breiteren Öffentlichkeit Zugang zu Arbeiten
junger, noch unbekannter Film-/ Videokünstler zu schaffen.

Studenten von 92 Film-, Medien- und Designhochschulen weltweit wurden aufgefordert, sich mit ihren Arbeiten (Videos und auf VHS kopierte Filme) an "schrägspur" zu beteiligen. Mitglieder der Jury waren Dr. Ursula Frohne (MNK/ZKM Karlsruhe), Bernhard Foos (SWR/Medienkunstpreis), Prof. Dieter Kiessling, Prof. Marcel Odenbach und Petra Unnützer (Videonale Bonn). Es wurden 8 Auszeichnungen und Preise vergeben. Neben Vernissage und Studenten-Videoausstellung werden renommierte Videokünstler wie Isabell Heimerdinger, Mike Hentz, Monika Oechsler, Ulrike Rosenbach und Thomas Zitzwitz über Ihre Arbeiten berichten.

Unterstützt werden die Macher von "schrägspur" von den Professoren Gunter Rambow und Volker Albus von der HfG Karlsruhe und dem Vorstandsmitglied der Initiative Villa Jauss Prof. Karl Ruhrberg (Gründer Museum Ludwig, Köln).

fon 0721.38 438 09
fax 0721.38 438 37
contact@schraegspur-festival.de

http://www.schraegspur-festival.de/

am 03.08.2000 von Initiative Villa Jauss e.V

Theaterwerkstatt für Kinder in Oberstdorf in der Villa Jauss

Start: 30. August 00 um 10:00 Uhr
Ende: 02. September 00 um 17:00 Uhr
Aufführung: 02. September 00 um 15:00 Uhr,
wenn möglich im Freien vor der Villa

Mit zwei Spielleiterinnen erarbeitet ihr über vier Tage eine tolle Geschichte und am Ende wird diese für unsere Freunde, Eltern und vielleicht noch andere Zuschauer auf die Bühne der Villa Jauss gebracht. Geplant haben wir (Christine Eser und Johanna Tögel), mit Euch in der Villa, sowie auch im Freien zu spielen. Über lustige Spiele, die unseren Körper etwas lockern, über das Erzählen einer Geschichte und mit tollen Schminkartikeln und Requisiten, die wir mitbringen und auch draußen sammeln, wollen wir uns der Geschichte und ihrem Inhalt nähern. Natürlich erfinden wir einiges Neu, jedes Kind darf die Rolle spielen, die es gerne möchte und ihr verkleidet Euch nach Herzenslust. Dabei erfahrt ihr eine ganze Menge über das spannende Leben des Theaterspielens und das phantastische Verwandeln in ganz neue und unbekannte Rollen.

Für diese Theaterwerkstatt brauchen wir 10 Kinder, die im Alter von 6 – 14 Jahren sind und Lust haben jeden Tag fünf Stunden mit uns zu spielen und zu arbeiten: tgl. von 10:00 bis 15:00 Uhr, damit ihr danach auch noch baden gehen könnt.

Mitzubringen sind:
bequeme Kleidung und Gymnastikschuhe, ausreichend Brotzeit und Getränke

Kosten: 170.- DM, die bei Beginn des Kurses bar bezahlt werden

Anmeldung erfolgt bis spätestens 18. August 00 und ist verbindlich. Bei Absage bei Kursbeginn muss ein Betrag von 70.- DM einbehalten werden.

Telefonische oder schriftliche Anmeldung unter Willi Kaufmann, am Faltenbach 30, 87561 Oberstdorf, tel. 08322 2870 bis zum 25.8.2000

am 23.07.2000 von Initiative Villa Jauss e.V

Mensch und Landschaft - Ausstellung Kilian Lipp

Kilian Lipp - Mensch und Landschaft

Der Hindelanger Künstler (geb. 1953) zeigt Bilder aus den letzten Jahren, die das Werden und Vergehen als Thema umkreisen. In seinen „Impressionen" verdichtet er die Motive Berge, Bäume, Häuser, Hirte, Musiker, Tanzende usw. zu atmosphärischen Urbildern, die tief in das Bewusstsein eindringen.

„Es ist wohl erlaubt, vor diesen Bildern wieder von 'Stimmung' zu sprechen, einer verhalten melancholischen Stimmung. 'Archetypisch', als in ihnen fast immer auch ein Stück Schöpfungsgeschichte steht..."
Prof. Karl Ruhrberg, 1994

Inzwischen entstand tatsächlich ein großer Schöpfungszyklus, der - wenigstens teilweise - im Dachgeschoss der Villa Jauss zu sehen sein wird.

Eröffnung der Ausstellung
im Rahmen des Musiksommers
So. 23. Juli 2000

am 01.07.2000 von Initiative Villa Jauss e.V

Das Geheimnis des blauen Wasserprinzen - Kindertheater

gespielt von der Theaterwerkstatt AllgäuPfeffer ein Märchen für Kinder

Ein alter dicker König, der das Regieren ein für alle mal satt hat, verläßt sein Schloß und zieht mit seiner Tochter in ein altes Haus auf dem Land, um den Rest seines Lebens in Ruhe zu genießen. Zum Haus gehört eine taube Köchin, sowie ein hässlicher blauer Wasserprinz, der im runden Brunnen des Gartens wohnt. Die neuen Mieter und die beiden Hausbewohner leben bald glücklich zusammen, bis an einem schönen Abend der König stirbt. Wahrscheinlich hat er zuviel Apfelstrudel gegessen. Die Prinzessin ist sehr traurig und fühlt sich so alleine im Haus. Sie schreibt einen Brief an ihre Tanten, doch mit deren Ankunft ändert sich das Leben der Prinzessin und ihrer beiden Freunde...

Es spielen:
Christine Eser, Elke Gehring, Eva Marischka,
Johanna Tögel und Jutta Umbreith
Regie: Johanna Tögel
Requisite und Kostüme: Elke und Christoph Gehring

Bei schönem Wetter spielen wir vor der Villa Jauss.

am 10.06.2000 von Initiative Villa Jauss e.V

Theaterwerkstatt AllgäuPfeffer

Kindertheaternachmittag in der Villa Jauss

Kindertheaternachmittag in der Villa Jauss

Für Kinder im Alter von 4-12 Jahren

Ein Theaterkurs für Kinder, die sich nach Herzenslust in alle möglichen Figuren verwandeln wollen. Am Ende des Tages gibt es natürlich eine einmalige Aufführung, zu der Eltern und Freunde ganz herzlich eingeladen sind.

Termin: Samstag, 10. Juni 2000
Zeit: 13.30 Uhr bis ca. 17.30 Uhr
17.00 Uhr Vorführung

Mitzubringen: Gymnastikschuhe, bequeme Kleidung.
Für eine kleine Mahlzeit und Getränke ist gesorgt.

Kosten: 30.- DM

für Geschwister gilt ein Einzelpreis von 25.-DM

Ort: Villa Jauss

Anmeldung: Tel. 0831-51 22 22 6

Leitung: Johanna Tögel
Co – Leitung: Christine Eser

am 20.05.2000 von Initiative Villa Jauss e.V

Casa Matriz - Theater mit Allgäupfeffer

Casa Matriz - Theater mit Allgäupfeffer

„Casa Matriz ist ein internationales Unternehmen, das Ihnen die perfekte Ersatzmutter zur Verfügung stellen kann. Wenn auch Sie von einer Ersatzmutter besucht werden wollen, kommen Sie zu uns in unsere Zentrale, wo Sie mit größter Diskretion und unter Vermeidung jeglicher Peinlichkeit unter verschiedenen Frauen auswählen können. Sie sind alle eingehend für den Beruf der Ersatzmutter ausgebildet…“

Viktoria ( Johanna Tögel ) eine Literaturdozentin bestellt sich solch eine optimal ausgebildete Ersatzmutter( Christine Eser ) nach Hause, die angeblich 1200 Rollen spielen kann. Viktoria bereitet sich mit voller Hingabe auf diesen Nachmittag vor. In der Firmenzentrale von Casa Matriz hatte sich Viktoria große Gefühle bestellt, und dieser für Sie 1000 Dollar kostende einmalige Spaß soll nun keinen ihrer Wünsche unerfüllt lassen…

Von Diana Raznovich
Deutsch Sonja Kübler
Regie: Stefanie Oberhoff (Stuttgart)
Alle Rechte liegen beim S. Fischer Verlag

am 16.04.2000 von Initiative Villa Jauss e.V

[BERGE]

[BERGE] Ausstellung der BBK Schwaben

In Zusammenarbeit mit dem Berufsverband Bildender Künstler (BBK Schwaben Süd) zeigt die Initiative Villa Jauss e.V. zahlreiche Arbeiten zum Thema Berge. Die Veranstalter erwarten sich eine vielschichtige, hintersinnige und aktuelle Auseinandersetzung mit diesem „traditionellen“ Sujet.

Eine Jury, bestehend aus den Vertretern beider Vereine, stellt die Ausstellung zusammen. Die Exponate umfassen Malerei, Fotographie, Zeichnungen, Objekte und Installationen.

am 19.09.1999 von Initiative Villa Jauss e.V

Ausstellung Leonhard Eckertsperger (Malerei)

Leonhard Eckertsperger - Himmelschrofen

Die Jahreszeit, die Landschaft und das Licht

Leonhard Eckertsperger (1899 - 1991) zum 100. Geburtstag

Biographie
1899 am 25. März im Münchner Stadtteil Au geboren
1921 Malschule Hans Hofmann, München
1928 Akademie München, Meisterschüler bei Prof. Karl Caspar, Bereits in den frühen Jahren seines Schaffens erhält er den Deutschen Albrecht-Dürer-Preis. Er lebt als freischaffender Maler in München und Gstad am Chiemsee.
1944 in München ausgebombt.
1945 findet er in Oberstdorf seine neue Lebenslandschaft
1972 Rückkehr nach München, in der Untermalungstechnik alter Meister arbeitet er an figürlichen Kompositionen
1991 am 7. Oktober stirbt er mit 92 Jahren

Arbeitsgebiete
Landschaft, Portrait, Stilleben, Sport, Tierbeobachtungen, figürliche Komposition

Technik
Öl, Aquarell, Lithografie, Radierung

Arbeiten im öffentlichen Besitz
Bayer. Staatsgemäldesammlung sowie u.a. München, Berlin, Dresden, Nürnberg, Kempten

am 25.07.1999 von Initiative Villa Jauss e.V

Ausstellung Hugo Tauscher (Malerei)

Hugo Tauscher

Ein Sammler und seine Bilder

In einem ersten Teil der Ausstellung zeigt der Sammler Hugo J. Tauscher eigene Werke, imaginäre Landschaften. Im Ober- und Dachgeschoß der Villa kann der Besucher dann Grafiken und Originalzeichnungen aus der Sammlung des Malers bewundern. Erstmals präsentiert die Initiative Villa Jauss e. V. Exponate aus der ihr übergebenen Stiftung.

Grafiken der klassischen Moderne
Chagall, Dali, Moore, Picasso, Beuys u. a.
Im Mittelpunkt steht der Mensch als Motiv figürlichen Zeichnens. Mit welch unterschiedlichen künstlerischen Techniken und geistigem Hintergrund sich bedeutende Künstler des 20. Jahrhunderts dem Thema des Menschen als dem Maß aller Dinger oder aber dem Menschen in seiner Banalität zuwenden, soll deutlich werden.
Den alten und ewig aktuellen Genres Porträt und Akt und dem klassischen Motiv Mensch und Mythos wird Raum gegeben, so daß der Betrachter zum Vergleich herausgefordert wird.
Ein weiterer Raum zeigt Arbeiten von Günter Grass: Der Schriftsteller und Zeichner überträgt in einem Zyklus von neun Radierungen Motive aus seinem Roman „Aus dem Tagebuch einer Schnacke“ ins Visuelle.

"Das Maß aller Dinge?" (AZ, von Christine Kindt)

Hugo J. Tauscher: Imaginäre Landschaften
Hugo J. Tauscher verzichtet auf die naturgetreue Abbildung, wendet sich von der Nachahmung der Außenwelt ab und unternimmt mit Farbe und Form eine Reise in innere Welten. Zu spontanen und lustvollen Schöpfungsakten verreibt er erdige Farbpigmente, erzeugt Übergänge und Modulationen, die spannungsvolle, meist harmonische Welten heraufbeschwören. Der Phantasie und dem Unterbewußten entspringen seine Formen und Strukturen und geben damit dem Betrachter viel Spielraum zu eigenen Assoziationen und Empfindungen.

"Die Kraft der Erdfarben" (AZ, von Christine Kindt)

am 01.07.1999 von Initiative Villa Jauss e.V

Ausstellung Sabine Richter - Fotoarbeiten u. Skulpturen

Ausstellung Sabine Richter

Sabine Richter

1959 geboren in Coburg
1980-86 Studium an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, freischaffend in Nürnberg tätig

„Roundabout“ nennt sie ihre neuen Fotocollagen. Polaroids, mit denen Sabine Richter seit 1988 arbeitet, gruppierte sie zu Reihen. Nun nutzt sie die Fotos eher als Rohmaterial, fragmentiert sie. Zum Arbeitsprozeß sagt sie: „Die Farbkopie entmaterialisiert und gibt neue malerische Qualitäten. Sie ist eine beliebig wiederholbare Vervielfältigung. Kopierer und Kamera sind selbst gestalterisch. Ich sehe bloß.“
Zu ihren Ergebnissen: Als Bildhauerin lebt sie davon das Gesehene zu umkreisen. Aus einer Vielzahl möglicher Blickwinkel wählt sie Materialien aus. Allein durch Zerlegen und neu Verbinden erreicht sie auf dem Wege der Transformation spielerisch ein neues Ganzes.
In ihren „Roundabouts“ - eigentlich Karussell oder Kreisverkehr - finden sich sowohl abstrakte als auch konkrete Sehweisen. Sabine Richters Arbeiten suggerieren eine vielschichtige, offene Räumlichkeit, wo sich zweite und dritte Dimension die Schwebe halten. - Dr. Joachim Hennze

Ausstellungen
1985 Schloß Pommersfelden
Akademie der Bildenden Künste, Nürnberg
1988 Accademia Balbo, Bordighera
1989 Kunstverein, Coburg
Fränkische Kunst, Nürnberg
Gera, Glasgow, Skopje
Arheilger Kunstfabrik, Darmstadt
1990 ONRS Gesellschaft für neutrale Wissenschaft München
1991 Galerie Decus Nürnberg
1992 Rathaus Bayreuth
1993 Kunstraum Franken: Nürnberg,
Krakau, Limousin,Prag
1995 Galerie Lichtblick Coburg
Zimmertheater Tübingen
1996 Galerie am Weißen See, Berlin
Maison des Artistes, Cagnes-sur-Mer
1997 Hochschulgalerie, EWF Nürnberg
Institut Rhythmikon, München

Preise
1985 Akademiepreis
1987 Förderpreis der Stadt Coburg
1989 Debütantenpreis der Bayerischen Staatsregierung
1996 Wettbewerb Kunst am Bau, HUK Coburg, Preis und Ausführung

am 28.03.1999 von Initiative Villa Jauss e.V

Gruppe Eigenart

Ausstellung Gruppe Eigenart

EIGENART ist eine Künstlergruppe im Oberallgäu,
ein Freundeskreis von 4 Künstlerinnen und 3 Künstlern: eine nicht institutionalisierte, sondern eine lose, innere Gruppierung

  • Ingrid Kämmerle, Hindelang
  • Kristin Kaeser, Sonthofen
  • Elke Matthiesen-Müller, Sonthofen
  • Cadutta Sassi, Sonthofen
  • Jürgen Moos, Immenstadt
  • Jörg Sauer, Immenstadt
  • Hans Günter Stefan, Ebratshofen

EIGENART

  • gibt es seit 6 Jahren
  • entwickelte in dieser Zeit 5 größere Ausstellungsaktionen
  • hat eine soziale Komponente (Förderung junger künstl. Nachwuchstalente, Unterstützung von sozialen Initiativen z.B. „Bäume für Sarajevo“)
  • beschäftigt sich mit Grafik, Druckgrafik, Malerei, Objektkunst, Keramik, Fotografie, Installation und Performance.

EIGENART ist eigenartig, gutartig, blitzartig, unartig, gut-und bösartig usw., vor allem aber nicht artig, nicht abartig, nichtartifiziell.

am 17.10.1998 von Initiative Villa Jauss e.V

Gestalt der Region Allgäu Haus

Ein Projekt des Rotis Forum und der Sozialbau Kempten

Das Rotis Forum ist eine private Initiative von Planern und kulturell Interessierten. Es verfolgt Veränderungen der Region und den Wandel seiner Gestalt.

Die Sozialbau ist eines der führenden regionalen Wohnungsbauunternehmen und Bauträger im bayrisch-Schwäbischen Bereich.

Planung und Organisation: Florian Aicher, Architekt und Eckhard P. Rieper, Architekt
Idee: Michaela Gräfin von Waldburg-Wolfegg

am 27.09.1998 von Initiative Villa Jauss e.V

Wilhelm Berktold 1911 - 1978

Berktold Wilhelm

Ausstellung vom 27.9 bis 11.10.1998

Im Rahmen der Oberstdorfer Kulturtage '98 zeigt die Initiative Villa Jauss e.V. zum 20. Todestag des Künstlers einen Querschnitt durch sein Gesamtwerk. Dieses umfasst Zeichnungen, Radierungen, Gemälde und Plastiken.

Wilhelm Berktold erarbeitete sich als Autodidakt schon vor dem Krieg sein zeichnerisches Rüstzeug, begann nach seiner schweren Verwundung 1945 eine Bildhauerlehre in München und setzte seine künstlerische Ausbildung als 34-Jähriger an der Akademie der bild enden Künste in München fort. Ab 1948 kehrte er wieder in seine Werkstatt in Oberstdorf zurück und erfüllte als Holzbildhauer viele Auftragswünsche. Für ihn selbst jedoch war das skizzenhafte Festhalten von Landschaften, Personen, Tieren und Pflanzen die Arbeit am „Wesentlichen“. In der Ausstellung können gerade diese Motive in Form von Druckgrafiken (Radierungen) aus seinem Nachlass erworben werden. (Wilhelm Geierstanger)

Wilhelm Berktold - Maler, Bildhauer, Graphiker Unser Oberstdorf, Heft 27, 1995, von Wilhelm Geierstanger)

"Mit Schnitzmesser und Heugabel" (AZ, Okt 2008, von Gunther le Maire)

am 27.07.1998 von Initiative Villa Jauss e.V

Andreas von Weizsäcker: Frottagen, Papierplastiken, Fotoarbeiten

Andreas von Weizsäcker

Andreas von Weizsäcker beschäftigt sich überwiegend mit dem für Bildhauer nicht alltäglichem Werkstoff Papier. Er ist die Grundlage für seine Frottagen und Plastiken.

Für viele seiner Arbeiten bilden alltägliche oder aber ungewöhnliche Zeugnisse der Vergangenheit die Basis. Durch Abreibung auf schwerem Büttenpapier und Abformung von historischen Denkmälern erreicht er ein mehrschichtiges Beziehungsgefüge zwischen Vergangenem und Gegenwärtigem. Durch die Transformation von Standbildern „gewichtiger“ Persönlichkeiten der Geschichte in fragile Papiergebilde, die er zerlegt und stillebenhaft installiert, hinterfragt er Begriffe wie Macht und Tradition. Auf diese Weise wird dem Vergessen die Erinnerung entgegengesetzt und die Kunstwerke von Weizsäcker können als Regulative gegen die Wahrnehmungsgeschwindigkeit unserer Zeit wirken.

Neuere Arbeiten legen den Akzent auf das Thema „Fotografie trifft Skulptur“: Fotofragmente werden in Beziehung zu Papierabformungen gebracht.

Auch bei der Ausstellung in Oberstdorf soll „Erinnerung“ als Thema im Vordergrund stehen. Andreas von Weizsäcker will sich bei der Auswahl seiner Arbeiten für die Villa Jauss von der Atmosphäre dieses Gründerzeithauses leiten lassen.

am 28.06.1998 von Initiative Villa Jauss e.V

Johanna Staniczek: Malerei - Natur u. Konstruktion

Johanna Staniczek

Studium an der Freien Kunstschule Stuttgart und
Hochschule der Künste (HdK) Berlin und
Ernennung zur Meisterschülerin.
- lebt und arbeitet in Berlin.

"Johanna Staniczek verwandelt Pflanzen und ihre Teile. Zarte, weiße Blütenkelche mit wunderlichen Namen werden zu Bauwerken, ernst, feierlich, monumental. Aneinandergereiht entsprechen die "weißen Blüten" der obligatorischen Ahnengalerie in Schlössern, gemalt um die Porträtierten dem Vergessen zu entziehen. In den Rang derer, denen es vorbehalten war gemalt zu werden, erhebt Johanna Staniczek "Unkraut". Verschwindende einheimische Pflanzen werden zu Ikonen. Die Blümelein am Wegerand, voreilig vom Weltgeist beim Gang durch die Geschichte zertreten, richten sich in den Gemälden wieder auf Sie werden zu tragenden Säulen der (Pflanzen-) Gesellschaft."

Aus ,,Säulen und Ikonen -Pflanzen werden autonom"
Dr. Elke Harten, Berlin, 1996

am 09.05.1998 von Initiative Villa Jauss e.V

Malerei, Arno Gabler, Oberstdorf

Maler Arno Gabler

Arno Gabler
Kunsterzieher, Maler und Graphiker

1943 in Oberstdorf geboren
Abitur am Gymnasium Oberstdorf
Studium an der Kunstakademie München bei Prof. Dr.
Zacharias und Prof. Dahmen, dann an der
Accademia di Belli Arti in Rom bei Prof. Montanarini
Staatsexamen an der Akademie der Bildenden Künste
in München
Seit 1970 Kunsterzieher am Gymnasium Oberstdorf
Zahlreiche Ausstellungen

"Die Gestaltung umfaßt eine breite Palette von Werktechniken: Tiefdruck, Bleistift, Kohle, Kreide, Öl- und Acrylmalerei. Bei Mischtechniken verläßt die Farbe die 2. Dimension und steigert sich in 3-dimensionalen Bildteilen. Bildnerisch und inhaltlich gehen die Darstellungen über die reine Realität hinaus." Arno Gabler

am 27.07.1997 von Initiative Villa Jauss e.V

Detlef Willand

Detlef Willand

Holzschnitte - Zeichnungen - Mappenwerke - Bücher

am 05.07.1997 von Initiative Villa Jauss e.V

Vorgang - Akt

Veronika Dünner-Yagci

Veronika Dünßer-Yagci, Oberstdorf

am 15.08.1996

Ausstellung

Eberhard Doser u. Hanna Schmidt-Daiber

Eberhard Doser und Hanna Schmid-Daiber

am 15.06.1996

Triumvirat

Triumvirat kaufmann zangenfeind geierstanger
  • Willi Kaufmann
  • Ulrich Zangenfeind
  • Wilhelm Geierstanger
am 01.06.1996

Villa Jauss e. V.

Erste Überlegung Villa Jauss

Die ersten Überlegungen der "Initiative Villa Jauss e. V.

  • Dringende Instandhaltungsmaßnahmen
  • Für künftige Veranstaltungen wünschenswerte Verbesserungen
  • Bei intensiver Nutzung notwendiger Ausbau