Die Südliche 2018

14. 10. - 18. 11. 2018, geöffnet Di - Fr 15 - 18 Uhr, Sa + So 11 - 18 Uhr - Jahresausstellung der Bildenden Künstler des Landkreises Oberallgäu, Jungholz und Kleinwalsertal, diesmal wieder in der Villa Jauss in Oberstdorf

Zum 16. Mal lädt "Die Südliche" das kunstinteressierte Publikum ein, die sorgfältig aus dem reichen Kunstleben der Region ausgewählten Kunstpositionen zu betrachten.

Die Ausstellung wird von den Städten Sonthofen und Immenstadt und der Marktgemeinde Oberstdorf getragen und unter dem Dach der Kulturgemeinschaft Oberallgäu e.V. von den Künstlerinnen und Künstlern gestaltet.
Die eingeladenen Künstler präsentieren ihre Schaffensphase mit vier selbstgewählten Werken; die Ausstellung ist eine freie Konstellation der künstlerischen Statements.
Hier lebende sowie ausgewanderte Künstler des Landkreises Oberallgäu, des Kleinwalsertals und aus Jungholz sind zur jährlich wechselnden Teilnahme-Auswahl einbezogen.
Zusätzlich bieten wir den Besuchern beim "Kleinen Format" eine kleine aber feine Auswahl von Bildern der ausstellenden Künstler (diesjähriges Thema „Freude“) sowie einen Einblick in das Schaffen eines künstlerischen "historischen Gastes".
Diesmal ist es die Oberstdorferin Anna Jäger (1899 – 1981), ausgebildet als Schneiderin, aber dann kunstgewerbliche und künstlerische Ausbildung in München. Im Alter von 36 Jahren kehrte Anna Jäger 1935 in ihr geliebtes Oberstdorf zurück. Für sie sicher keine gute Entscheidung, denn ihr moderner, großzügiger Malstil stieß damals auf wenig Verständnis. Um Ihren Bekanntheitsgrad auszubauen, fehlte das Umfeld für größere Arbeiten und Aufträge. Ihre Maltechniken waren vielschichtig: Kohlezeichnungen, Aquarelle, Ölfarben, am liebsten aber Tempera, mit dem Mörser selbst hergestellte Naturfarben aus Mineralien, welche nach einem Überzug mit Firnis große Leuchtkraft und Intensität erhielten. So wird es Zeit, dieser Oberstdorfer Künstlerin zu gedenken!
Mehr Informationen zu Anna Jäger finden Sie hier

die beiden - Edith Baumann-Maussner und Manfred Maussner

09. 12. 2018 – 20. 01. 2019, geöffnet Mi - So 14 - 17 Uhr

Eröffnung: Samstag 08.12.2018, 19 Uhr - Einführung Wilhelm Geierstanger, Musik Oberstdorfer Harfenduo Katharina Schugg und Paulina Span

„die beiden“ ganz verschiedenen Charaktere fanden 1986 zusammen, lebten in Bühl am Alpsee und wurden gemeinsam im Winter 2008 in Oberstdorf-Tiefenbach beigesetzt.
Edith Baumann Maussner, geb. 1942 in der Steiermark war seit 1983 freiberuflich als Künstlerin tätig und unterrichtete im Oberallgäu an derVolkshochschule. Als Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler (BBK) Schwaben-Süd erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen.
Manfred Maussner, geb.1938 in Nürnberg, studierte an den Kunstakademien in Nürnberg und Amsterdam und war viele Jahre als Kunsterzieher tätig. Von 1994 bis 2005 war er Vorsitzender im Berufsverband Bildender Künstler Schwaben-Süd, organisierte Ausstellungen und war Mitbegründer der Kunstausstellung "Die Südliche"..
Eine reduzierte Farbpalette, grafische Linien als Ausdrucksträger und spannungsreiche Kompositionen bei ihm, oft spontan gesetzte Farben und Zeichen bei ihr. Die Gegenüberstellung dieser beiden Charaktere ist spannend und lohnend. Das Schauen und Entdecken von explosiven Momenten und angenehmen Ruhezonen gerät zum reizvollen Erlebnis – in der Erinnerung an dieses ungewöhnliche Künstlerpaar.

Grafik-Sammlung Hugo Tauscher

Die Villa Jauss verfügt über eine wunderbare Sammlung von Grafiken des 20. Jahrhunderts, gestiftet vom Oberstdorfer Hugo Tauscher. Diese Sammlung ist nicht als ständige Ausstellung zu sehen, sondern ausgewählte Werke der Stiftung ergänzen immer wieder unsere Ausstellungen oder werden mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten präsentiert - zuletzt in der Ausstellung ZEITGENÖSSISCHE KUNST IM DIALOG mit Künstlern des BBK Schwaben-Süd, bei der auch zum ersten Mal der KUNSTPREIS VILLA JAUSS vergeben wurde. Preisträger Peter Zeiler aus Irsee

Was hier in der Villa Jauss optisch geboten wird, ist eine kleine Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts, gesehen durch ein Temperament.
Prof. Karl Ruhrberg